Weihnachtsdessert: Mousse au chocolat

Eine Sache muss man sich immer wieder klar machen, wenn man Gäste glücklich machen möchte: es ist besser, die Publikumslieblinge zu kochen und nicht das künstlerisch Wertvolle. Schließlich kocht man, damit es ihnen schmeckt, und nicht, um sie zu beeindrucken.

Also heute als Weihnachtsdessert – mein Rezept für die allerleckerste Mousse au chocolat.
Frei nach dem Motto: Calories don´t count on christmas!

mousse au chocolat

Zutaten für 8 Personen:
4 Eier
200 g Zartbitterschokolade
4 EL Espresso
15 g Butter
1 EL Rum
45 g feiner Zucker

Die Schokolade grob hacken und im Espresso bei schwacher Hitze in einem kleinen Topf schmelzen.
Die Eier trennen. Die Eigelbe nacheinander in die Schokoladenmasse schlagen. Butter und Rum unterrühren und auf Handwärme abkühlen lassen.
Eiweiß steif schlagen, dabei nach und nach den Zucker zugeben. Das Eiweiß unter die Schokoladencreme ziehen. Gut mischen.
Auf 8 Portionsschälchen verteilen und mehrere Stunden kalt stellen.

Falls Ihr doch noch ein wenig angeben wollt (oder wenn Ihr  etwas Fruchtiges dazu mögt), könnt Ihr ein schnelles Orangenragout kochen. Dazu zwei Orangen filetieren. Dabei den Saft auffangen. Ein daumengroßes Stück Ingwer reiben oder ganz fein hacken.
Den Orangensaft mit 2 EL braunem Zucker und dem Ingwer in einen Topf geben und etwas dicklich einkochen lassen. Die Orangenfilets dazugeben und ganz kurz weiterkochen. Den Topf von der Herdplatte ziehen und 2 EL kalte Butter unterrühren.

Aber pur schmeckt es wirklich auch bombe.

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Weihnachtsinspiration

Na, wie sieht es aus bei Euch? Schon in Weihnachtsstimmung?

Bei mir hat das Weihnachtsgefühl dieses Jahr erstaunlich früh eingesetzt. Ich habe schon Plätzchenrezepte rausgesucht, Fotokalender angefangen, Kerzen gekauft und (jay!) schon die ersten Geschenke besorgt (ok, nur die einfachen Sachen, aber immerhin…).

Wenn ich so sehe, was auf dem Blog geklickt wird, dann habe ich das Gefühl, dass Ihr Euch auch schon so langsam Gedanken zum Thema Weihnachten macht. Deswegen habe ich Euch eine Liste der Weihnachtsgerichte der letzten zwei Jahre gemacht. Da könnt Ihr Euch durchklicken und schon mal ein bisschen inspirieren lassen.

 

Plätzchen:
Schokoladencantuccini mit Pistazien

Vorspeisen:

Rucolasalat mit Trauben und Bündnerfleisch

Feldsalat mit Maronen und Speck

Hauptgerichte:

Ossobuco

Pochiertes Rinderfilet mit Kartoffelgratin

Filet Wellington

Dessert:

Stollentrifle mit Himbeeren

Bratapfeltiramisu

Natürlich habe ich mir auch schon überlegt, welche Rezepte ich für Euch auf dem Blog veröffentlichen möchte. Versprochen: dieses Jahr gibt es keinen Salat, kein Rinderfilet und keinen Trifle 😉
Heute habe ich schon die erste Vorspeise gekocht und fotografiert. Hmmm… Die war gut.

Rhabarber-Tiramisù

Vor einiger Zeit habe ich ja hier ein Rezept für klassisches Tiramisù veröffentlicht. Das ist zwar unglaublich lecker, aber nicht so fruchtig-frühlings-frisch, wie um diese Jahreszeit vielleicht bei Euch angesagt.
Deswegen habe ich das Dessert etwas abgewandelt in eine Rhabarber-Variante.
Noch hübscher wird es, wenn Ihr den roten Himbeerrhabarber nehmt, aber den hatte mein lokaler Obstdealer leider noch nicht da. Schmecken tut es aber auch so richtig gut.

rhabarbertiramisu

Zutaten für 4-6 Personen

300 g Rhabarber
1 Päckchen Vanillezucker
250 g Quark (20% Fett)
200 g Frischkäse
80 g Zucker
Löffelbisquits
Orangensaft
1 Handvoll gehobelte Mandeln

Den Rhabarber schälen und in 1 cm lange Stückchen schneiden. Mit 1 EL Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis er zerfallen ist. Mit Zucker verrühren. Abkühlen lassen
Quark, Frischkäse und Zucker mit dem Mixer luftig aufschlagen.
Löffelbisquits in eine hübsche Auflaufform legen und mit Orangensaft beträufeln.
Die Frischkäsemasse vorsichtig darüber streichen.
Das Rhabarberkompott in Häufchen darauf verteilen, und dann mit einer Gabel durchziehen, so dass es eine leichte Marmorierung mit der Creme ergibt.

Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten und dann auf dem Dessert verteilen.

Original italienisches Tiramisù

Würdet Ihr Euch am Wochenende auch gerne ein bisschen Italien-Feeling nach Hause holen? Sonne, ein bisschen Wein, dolce vita und so?

Probiert´s doch mal mit diesem Rezept für Tiramisù. Augen schließen, die Piazza vor dem geistigen Auge und dann genüsslich löffeln…

tiramisu neu

Zutaten für 4-6 Personen (je nachdem, was es vorher schon alles gab…)
etwa 180 ml starker Espresso
40 ml Amaretto
250 g Sahnequark
200 g Frischkäse
70 g Zucker
Löffelbisquits
Kakaopulver

Den Espresso mit Amaretto mischen und etwas abkühlen lassen.
Quark mit Frischkäse und Zucker zu einer glatten Masse verrühren.
Eine eckige Form (etwa 15×20 cm) mit Löffelbisquits auslegen. Mit der Kaffeemischung großzügig beträufeln, so dass die Kekse sich schön vollsaugen, aber kein Kaffee in der Form stehen bleibt.

Die Hälfte der Creme darüberstreichen.
Vorgang wiederholen.

Mindestens 2 Stunden kalt stellen, damit alles schön durchziehen kann. Es kann sogar über Nacht im Kühlschrank bleiben, d.h. man könnte es sogar schon am Vortag zubereiten.
Man kann dieses Tiramisù auch wunderbar in einer großen Form für viele Leute machen. Total unkompliziert.

Kurz vor dem Servieren mit reichlich Kakaopulver bestreuen.

Frischkäsecreme mit Rotweinfeigen

In den vergangenen Wochen hatte ich Euch ja also Hauptgericht schon mal einen Flammkuchen mit Feigen gepostet. Letztes Jahr um diese Zeit gab es einen Salat. Und
um das Feigen-Menü endlich komplett zu machen, bekommt Ihr heute von mir noch ein Dessert-Rezept:
süße Feigen, herbe Rotweinsauce, geschmeidige Frischkäsecreme und knackige Nüsse.

Yummy!

rotweinfeigen

Zutaten für 4 Personen:
250 g Frischkäse
3 EL Zucker
200 g Sahne
4 Feigen
150 ml Rotwein
1 EL Zucker
Mark von 1 Vanilleschote
50 g Walnüsse oder Pistazien (ungesalzen)

Den Frischkäse mit Zucker glatt rühren (Achtung, nicht zu viel rühren – nicht dass der Frischkäse flüssig wird). Sahne steif schlagen und vorsichtig unter den Frischkäse heben. Dann die Creme bis zur Verwendung kalt stellen.

Feigen vierteln. Rotwein mit Zucker und dem Vanillemark in einem weiten Topf oder einer kleinen Pfanne einmal aufkochen. Temperatur runterschalten, und die Feigen 15 Minuten darin ziehen lassen (nicht kochen!).
Feigen herausnehmen und den Rotweinsud bei höherer Hitze etwas einkochen lassen.

In der Zwischenzeit Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie anfangen zu duften.

Die Frischkäsecreme auf vier Schälchen verteilen. Jeweils eine Feige (also vier Viertel) darauf drapieren. Mit Rotweinsauce beträufeln und Nüssen bestreuen.
Sofort servieren.

Schoko-Pavlova mit Kirschkompott

Pavlova ist ein Dessert mit Baiser und Früchten. Das weiß ich. Aber jetzt gerade, als ich angefangen habe, darüber zu schreiben, bin ich nochmal ins Nachdenken gekommen. Woher kommt denn eigentlich der Name Pavlova? Also habe ich für Euch nachgeschlagen und dabei lauter schöne kleine Entdeckungen gemacht.

„Schaumgebackenes aus Eischnee und Zucker“ – so lautet die Definition für Baiser. Und der Name ist Französisch für „Kuss“. Das passt doch eigentlich wunderbar zu dem zarten, süßen Gebäck. Irgendwie habe ich da noch gar nicht drüber nachgedacht…

Es kommt aber noch besser: früher sagte man in Deutschland „spanischer Wind“ dazu. Auch sehr schön! Da kann ich mich ja kaum entscheiden, welches mir besser gefällt.

Auf Französisch hingegen sagt man zu Baiser natürlich nicht Baiser (so wie man auf Englisch ja auch nicht Handy zu Handy sagt) sondern „Meringue“ (das kommt aus dem Polnischen und bedeutet „das Erstarrte“).

Zur Pavlova sagt das Gourmet Handbuch folgendes: Die 1934 in Australien kreierte Pavlova ist als großer Baiserkranz mit Früchte-Creme-Füllung als Dessert eines der wenigen internationalen Rezepte von dort.
Was irgendwie mehr über Australien sagt als über das Dessert, oder wie seht Ihr das?

Dieser Nachtisch ist auf jeden Fall oberlecker: schokoladig und fruchtig, knackig und cremig.

schokopavlova

Zutaten für 6 Personen:
4 Eiweiß (Klasse M)
1 Prise Salz
100 g Puderzucker
2 TL Aceto Balsamico
50 g Kakao

Belag:
2 Becher Sahne

1 Glas Kirschen (abgetropft, oder 400 g frische)
40 g brauner Zucker
250 ml Kirschsaft
15 g Speisestärke
1 EL Kirschwasser (wer mag)

Für das Baiser Eiweiß und Salz steif schlagen. Zucker nach und nach unter Rühren einrieseln lassen. Essig zugeben und noch kurz weiterschlagen. Kakao unterheben.

6 Teigkreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen, dabei die Seiten etwas höher aufstreichen.
Baiser im vorgeheizten Backofen bei 110 Grad Umluft auf der zweiten Schiene von unten 1 1/4 Stunde  trocknen lassen. Im ausgeschalteten Backofen bei geöffneter Ofentür abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit das Kompott herstellen. Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Mit Kirschsaft ablöschen und kochen, bis der Karamell gelöst ist. Stärke in etwas kaltem Wasser anrühren und in den kochenden Saft rühren. Kirschen und Kirschwasser unterrühren, in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen.

Sobald Baiser und Kompott abgekühlt sind, Sahne steif schlagen. Baiser vorsichtig vom Papier lösen und mit der Sahne füllen. Kompott darauf verteilen.

PS: Da ich an dem Abend nur 4 Desserts brauchte, habe ich 2 Baisers in einer Blech-Plätzchendose aufbewahrt. Am nächsten Tag waren sie immer noch top (wenn nicht sogar noch besser, weil sich noch ein klein wenig trockener geworden sind). Was den Umkehrschluss zulässt, dass sie sich schon gut am Vortag (oder zumindest am Vormittag) vorbereiten lassen.

 

Nachtrag!
Zum Glück gibt es auch noch Wikipedia:
Wer die Pavlova erstmals kreiert hat, ist seit Jahrzehnten zwischen Australien und Neuseeland umstritten. In Australien wird die Version favorisiert, nach der der deutschstämmige Herbert Sachse als Küchenchef des Hotels Esplanade in Perth diese Torte im Jahr 1935 erfunden und mit der Bemerkung „Es [das Baiser] ist leicht wie die Pavlova“ nach Anna Pawlowa benannt hat, wobei er sich von dem Tutu der russischen Balletttänzerin inspirieren ließ. Der Name Pavlova wurde in Neuseeland nachweislich schon 1927 benutzt, jedoch zunächst für eine andere Süßspeise. Die neuseeländische Anthropologin Helen Leach hat nach ausgiebigen Recherchen mehrere Belege dafür gefunden, dass die Torte bereits vor 1935 in Neuseeland bekannt war. In einem neuseeländischen Kochbuch aus dem Jahr 1929 ist ein Rezept für „Pavlova Cakes“ enthalten, die weitgehend der bekannten Pavlova entsprechen, mit dem Unterschied, dass es sich dabei um mehrere kleine Törtchen handelte. Ähnliche Rezepte erschienen in den folgenden Jahren, so dass davon auszugehen ist, dass Sachse nicht der Erfinder ist.

Von mir bekommt Ihr also heute genau genommen die 1929er Neuseeland-Version.

Apfelmus aus dem Backofen und Apfel-Keks-Trifle

Wie Ihr wisst, liebe ich alles, was man im Backofen zubereiten kann. Neulich habe ich Apfelmus ausprobiert, und Nachmachen wird dringend empfohlen. Es geht schnell, kommt mit wenig Zucker aus und ist sehr aromatisch.

Das Rezept ist ganz einfach:

1 kg Äpfel schälen und klein schneiden.
In eine gebutterte Auflaufform füllen.
Mit 2 EL Zimtzucker bestreuen und mit 2 EL Orangenlikör (alternativ Orangensaft) beträufeln.
20-25 Minuten bei 160 Grad Umluft backen, bis die Äpfel ganz weich sind.

In eine Schüssel füllen, gut durchrühren, fertig. Wer nicht so gerne Stückchen mag, kann das Mus noch mit dem Pürierstab fein pürieren.

bratapfelmus

Dieses Apfelmus kann man gut mit Vanilleeis als Dessert verwenden.

Oder man schichtet ein schnelles Apfel-Keks-Trifle daraus:

apfeltiramisu

Dazu eine Auflaufform mit Löffelbisquits auslegen und mit Espresso beträufeln (wenn Kinder mitessen, kann man natürlich auch koffeinfreien nehmen).
Eine Schicht von dem Apfelmus darüber verteilen.
Sahnequark mit etwas Zucker glatt rühren und darüber streichen.
Vor dem Servieren mit Kakao bestäuben.