Schnelle Spaghetti mit getrockneten Tomaten und Kapern – nur 3 Zutaten

Ich habe ja schon mal darüber geschrieben, dass ich nicht gerne Pasta für Gäste koche, weil sich die so schlecht vorbereiten lässt. Dabei esse ich eigentlich wahnsinnig gern Pasta. Also habe ich ein paar Rezepte, die so schnell gemacht sind, dass der Besuch kaum merkt, dass man nochmal in der Küche verschwunden ist (siehe auch One-Pot Penne all´arrabbiata).

Die goldene Regel hierfür lautet: in der Zeit, die die Nudeln zum Kochen brauchen, muss auch die Sauce fertig werden.

Heute habe ich für Euch ein Rezept, dass sogar für unerwarteten Besuch geeignet ist, denn die Sauce besteht nur aus 3 (!) Zutaten: Kapern, getrocknete Tomaten und Tomatenmark. Das findet sich bei mir zumindest immer in der Speisekammer.

Zutaten für 4 Personen:

500 g Spaghetti
1 Glas Kapern
1 Glas getrocknete Tomaten (auch das Öl)
4 EL Tomatenmark
frisch geriebener Parmesan

Die Kapern abgießen und halbieren. Die Tomaten aus dem Glas angeln und in kleine Stückchen schneiden (das kann erledigt werden, während ihr das Nudelwasser zum Kochen bringt). Reichlich Öl aus dem Tomatenglas (ca. 5 EL) in eine große Pfanne geben, erhitzen und die Kapern und Tomaten etwas anbraten. Das Tomatenmark zufügen und gut mit den anderen Zutaten vermischen. Das dauert insgesamt etwa 3 Minuten.
Die gekochten und abgetropften Spaghetti in die Pfanne geben und alles ordentlich vermischen.
Zum Servieren frisch geriebenen Parmesan darüber streuen.

Fertig!

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Blumenkohlsalat mit Spinat und Granatapfel

Ich finde es wirklich super, dass die israelische Küche in den letzten Jahren so einen Aufwind auch in Deutschland erfahren hat. Ein Trend, der hoffentlich nicht so schnell wieder vorbei ist und uns noch viele schöne Rezepte beschert.
Viel Gemüse, frische Akzente und ungewohnte Gewürze. Das ist ganz nach meinem Geschmack.

Im letzten Edeka-Magazin gab es einen iraelischen Blumenkohlsalat. Da wird der Kohl nicht gekocht, sondern angebraten (so bleibt er schön knackig) und dann mit Spinat und Granatapfelkernen kombiniert. Dazu ein Dressing mit Tahin und Zitrone.

Das hat so gar nichts mehr mit dem ollen deutschen Blumenkohl in Béchamelsauce zu tun. Herrlich! Das Rezept wollte ich Euch nicht vorenthalten.

Zutaten für 4 Personen:
1 kleiner Blumenkohl
150 g Babyspinat
1 Granatapfel
20 g Pistazienkerne (gesalzen und geröstet)
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
je eine Handvoll frische Petersilie, Basilikum und Koriander
1 unbehandelte Zitrone
2 EL Tahin
2 EL Naturjoghurt

Den Blumenkohl in kleine Röschen zerteilen. 4 EL Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und den Blumenkohl darin bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten braten. Dabei immer wieder umrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Spinat waschen, trocken schleudern und die Stiele entfernen.
Den Granatapfel halbieren und die Kerne herausklopfen.
Die Pistazien grob hacken.

Die Zitrone heiß waschen und abtrocknen. 1 TL Schale abreiben. Den Saft auspressen. Schale mit 2-3 EL Saft, Tahin, Joghurt, dem restlichen Olivenöl (2EL) und 50 ml Wasser verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Blumenkohl noch warm mit Spinat, Granatapfel, Kräutern und Pistazien vermengen und auf Teller verteilen. Mit dem Dressing beträufeln.

Wenn Euch dieser Salat gefällt, dann schaut Euch doch auch mal diesen Spinatsalat mit Datteln an. Der ist auch ganz hervorragend.

Das Edeka-Magazin „Mit Liebe“ mag ich übrigens sehr. Es gibt eigentlich in jedem Heft zwei bis drei Rezepte, die ich ausprobiere. Und die Fotos sind auch wirklich cool. In den Rezepten kann man natürlich auch online stöbern: https://www.edeka.de/rezepte/suche.jsp
Dort gibt es noch mehr Rezepte aus der israelischen Küche.



Lieblingsgerichte für Gäste – Zusammenfassung

Groß ist die Rezepte-Sammlung meiner ersten Blogparade nicht geworden. Aber es kommt ja bekanntlich nicht auf die Größe an…

Dafür haben drei meiner lieben Blogger-Kolleginnen ganz tolle Gerichte beigesteuert, die ich unbedingt mit Euch teilen möchte, falls Ihr sie nicht schon in den Kommentaren gesehen habt.

Alle drei werde ich demnächst auf jeden Fall im praktischen Versuch an meinen Gästen testen.

Sandy von Sasibella hat eine deftige Partysuppe für mich gekocht:
https://sasibella.de/cabanossi-suppe/

Pia von Pias Deli hat eine feine Vorspeise mitgebracht – selber gebeizten Lachs:
https://piasdeli.de/blogparade/

Und Cornelia ist für mich ins ferne Thailand gereist und mit exotischem Fingerfood zurückgekehrt:
https://dieseekocht.com/2019/02/07/miang-kham-traditionelles-thai-fingerfood-rezept/

Hört sich doch wirklich alles megalecker an, oder?

Vielen Dank für´s Mitmachen und allen anderen viel Spaß beim Nachkochen!

No-bake-Himbeertorte zum Valentinstag

Eigentlich stehe ich ja gar nicht auf Valentinstag – meiner Meinung nach ist das einer dieser amerikanischen Feiertage, die gefühlt nur der Ankurbelung der Konjunktur durch erhöhten Konsum dienen. Halloween fällt für mich auch in diese Kategorie.

Aber ich stehe voll auf Himbeeren, und auf Cheesecake, und auf Rezepte, die sich gut vorbereiten lassen. Deswegen habe ich heute ein hübsches rosafarbenes Törtchen für Euch, das sich nicht nur für den Valentinstag eignet, sondern auch für den nächsten Besuch von Mama oder den Geburtstag der Teenietochter.

himbeer schoko valentinstag

Zutaten für eine kleine Springform (Durchmesser 20 cm)

12 Zwieback
100 g Zartbitterschokolade
50 g Butter
300 g Frischkäse
200 g Naturjoghurt
225 g gefrorene Himbeeren
50 g Zucker
1 Päckchen Sofortgelatine

Die Schokolade in Stücke brechen und zusammen mit der Butter über dem heißen Wasserbad schmelzen.
In der Zwischenzeit die Zwiebäcke (?) in einen Gefrierbeutel geben und mithilfe eines Nudelholzes zu Bröseln verarbeiten.
Krümel und Schokoladenmasse in einer Schüssel gut vermengen.

Die Springform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Die Krümelmasse einfüllen und 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Frischkäse, Joghurt und Zucker mit dem Mixer glatt rühren:
Die Himbeeren mit einem Pürierstab pürieren und unterrühren.
Dann die Gelatine mit geringer Geschwindigkeit untermixen.

Auf den Boden füllen und mindestens 4 weitere Stunden kalt stellen. Gerne auch über Nacht.

Ihr seht also – das hübsche Küchlein ist fix gemacht und kann sogar schon am Vortag zubereitet werden – genau, wie ich es mag.

Und man kann ihn sogar als Dessert essen – dann würde man ihn vielleicht eher in Einzelportionen anrichten.

Meine erste Pokébowl und meine erste Blogparade: Lieblingsessen für Gäste

Hallo Ihr Lieben, erstmal wünsche ich Euch allen ein frohes neues Jahr!

Neues Jahr – neue Projekte: ich starte heute meine erste Blogparade. Das Thema liegt nahe – ich möchte gerne von Euch wissen, was Ihr am allerliebsten für Besuch kocht.

Gibt es einen Klassiker, den Ihr seit Jahren schon immer wieder kocht (und Eure Gäste freuen sich schon, weil sie genau wissen, was es Leckeres geben wird), seid Ihr eher experimentierfreudig und habt in den Ferien etwas Neues ausprobiert? Kocht Ihr einfach oder aufwändig? Fleisch oder vegetarisch? Woher habt Ihr Eure Rezepte? Gibt es eine Geschichte zum Gericht? Oder eine Anekdote zum lustigsten Abendessen, das Ihr je veranstaltet habt?

Ich mache mal den Anfang mit etwas Trendigem, das ich zum ersten Mal ausprobiert habe: eine Pokébowl.

Nach dem ganzen Weihnachtsessen hatte ich das dringende Bedürfnis nach etwas Frischem. Außerdem sind Bowls super, um viele Esser mit verschiedenen Vorlieben glücklich zu machen. Wenn man alle Komponenten einzeln auf den Tisch stellt, kann sich jeder seine eigene Kombi zusammenstellen. Ich führe deshalb im Rezept immer noch ein paar Alternativen auf.

Zutaten (in etwa für 4 Personen):

Basis:
250 g Sushireis (oder ein anderer Rundkornreis), nach Packungsanweisung kochen,
mit 2 EL Reisessig, 1 EL Zucker und 1 TL Salz würzen
Alternative: Quinoa oder Glasnudeln

Protein:
400 g ganz frisches Lachsfilet, in Würfel schneiden, mit 1 EL Sojasauce, 1 EL Sesamöl und 2 feingeschnittenen Lauchzwiebeln marinieren
Alternative: roher Thunfisch, gebratenes Hühnchen mit Teriyakimarinade oder Tofu

Toppings (3-4 verschiedene pro Bowl):
geraspelte Möhren, Avocado, fein geschnittener Rotkohl, gewürfelte Salatgurke, Mango, Wakame-Salat, Radieschen, Edamame… whatever you like
Den Rotkohl habe ich mit 1 EL Weißweinessig, 1 EL Sonnenblumenöl, etwas fein geschnittenem Ingwer und 1/2 TL Salz mariniert; die gewürfelte Salatgurke mit 1 EL Weißweinessig und 1 EL Chilisauce:
erlaubt ist, was gefällt

Sauce:
2 EL Mayo, 4 EL Joghurt, ca. 1 EL Wasabipaste (je nach Schärfegrad)

Crunch (1 pro Bowl):
geröstete, gesalzene Erdnüsse (gehackt), geröstete Kokoschips, schwarzer und/oder weißer Sesam, Wasabierbsen

Noch ein paar Worte zum Blogevent:
Alles ist erlaubt. Brunch oder Abendessen… Vorspeise, Snack, Hauptgang oder Dessert… Eintopf oder 4-Gänge-Menü… Kuchen/Torten…
Ich freue mich schon auf Eure Gerichte und Anekdoten zum Thema „Besuch“ und viele neue Inspirationen!

Und so funktionierts:
Die Blogparade läuft bis zum Ende des Monats, d.h. bis zum 31. Januar.
Bis dahin könnt Ihr mir den Link zu Eurem Beitrag in die Kommentare schreiben. Wenn möglich, sollten es aktuelle Beiträge sein.
Bitte denkt daran, das Paraden-Logo einzubauen und auf diesen Artikel zu verlinken.

Für alle, die mitmachen möchten und keinen eigenen Blog haben gilt: schickt mir einfach eine Email mit Text und Foto.

Und wenn Ihr einfach nur eine lustige Geschichte zu erzählen habt, könnt Ihr die natürlich auch gerne in den Kommentaren teilen. Ich freue mich über jeden Beitrag

Im Februar werde ich eine Zusammenfassung online stellen.

So long, Eure Stefanie

Der ultimative Weihnachtsdessert-Hack: Warme Schokoküchlein mit zimtigem Obstsalat aus dem Tiefkühler

Wisst Ihr schon, was Ihr für ein Dessert an Weihnachten macht? Ihr braucht gar nicht weiter nachdenken! Ich habe nämlich das leckerste und stressfreieste Rezept aller Zeiten für Euch.
Den Teig für diese superschokoladigen, innen noch flüssigen Küchlein könnt Ihr bis zu einer Woche im voraus zubereiten – er wird nämlich ungebacken tiefgefroren.
Nach dem Hauptgang an Weihnachten, wenn Ihr eh schon ein bisschen matt und erschöpft seid, heizt Ihr einfach nur den Ofen vor und schiebt das vorbereitete Muffinblech für 12 Minuten rein. Fertig sind die warmen, saftigen Küchlein.
Ist das nicht der Hammer? Ich glaube bei mir gibt es nichts anderes mehr für große Runden…

Das ganze Rezept seht Ihr dieses mal nicht nur hier, sondern auch auf dem Blog Sasibella. Ich bin nämlich Türchen 20 ihres kulinarischen Adventskalenders, zu dem schon viele andere Blogger ihre weihnachtlichen Kreationen beigesteuert haben.

Zutaten für 6 Personen

4 Eier (davon 2 getrennt, nur das Eigelb benutzen)
80 g Zucker
100 g dunkle Schokolade
100 g Butter
80 g Mehl

1 Kaki
2 Passionsfrucht
1 EL Zitronensaft
1 EL Zucker
1/2 TL Zimt

evtl. etwas Vanilleeis

2 Eier und 2 Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen.
Schokolade zerbrechen, Butter in Würfel schneiden und zusammen über dem heißen Wasserbad schmelzen.
Langsam zum Eier-Zucker-Gemisch geben und unterziehen.
Mehl sieben und unterheben. Ein 6er Muffinblech einfetten. Die Masse hineinfüllen – und: jetzt kommt der Clou – ungebacken in den Tiefkühler stellen. Das könnt Ihr bis zu einer Woche im Voraus erledigen.


Die Kaki schälen und würfeln. Passionsfrucht halbieren und das Fruchtfleisch auskratzen. Mit Zitronensaft, Zucker und Zimt vermischen.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und die gefrorene Masse 12 Minuten backen.
Die Küchlein mit dem Obstsalat (und evtl. einer Kugel Vanilleeis) servieren.

Türchen Nr. 10 im SCCC – Weihnachtsbraten mal anders: Asiatischer Schweinebauch

Guten Morgen meine Lieben,
heute bin ich beim Sugarpricess Christmas Cookie Club 2018 zu Gast. Ich darf mit meinem Rezept das 10. Türchen in ihrem Food-Adventskalender bestücken und freue mich sehr darüber.
Schaut mal rüber auf ihren Blog – da gibt es jeden Tag nicht nur ein weiteres Rezept sondern auch noch viele Gewinne.

Ich steuere aber nichts Süßes bei, sondern einen etwas anderen Weihnachtsbraten.

Schweinebauch? Im Ernst? Das ist ja nun nicht gerade das hochwertigste Stück vom Tier. Muss es zu Weihnachten nicht eigentlich Rinderfilet sein? Oder ganz klassisch eine Gans?

Ich bin da anderer Meinung! Warum nicht mal etwas Neues ausprobieren? Die alten, eingetretenen Pfade verlassen…

Außerdem hat man dann gleich das erste Gesprächsthema bei Tisch. Falls es andere Themen gibt, die unbedingt vermieden werden müssen 🙂

Mein Schweinebauch wird erstmal in einer Marinade aus Sojasauce, Honig und Sherry eingelegt und kommt dann mit getrockneten Pflaumen (die dem Ganzen einen etwas festlichen Touch geben, wie ich finde) und Frühlingszwiebeln in den Ofen. Dabei schmurgelt das Fett weg, und übrig bleibt ein wunderbar saftiges Fleisch mit einer knackigen Kruste. Und die Sauce hat man gleich dazu. Die Exotik hält sich also soweit in Grenzen, dass sowohl Oma und Opa als auch Kinder mitessen mögen – aber es ist halt mal etwas Anderes.

Außerdem ist es doch an Weihnachten besonders wichtig, dass die Gastgeber nicht (oder wenigstens nur ein bisschen) gestresst sind. Baum schmücken, umziehen, Kaffee und Plätzchen, evtl. Kirche, Geschenke auspacken, Handys einrichten, Sekt trinken, Lego-Feuerwehrautos zusammenbauen… das Programm ist eh so dicht gepackt, dass niemand Lust hat, länger als nötig in der Küche zu stehen.

Der Braten macht sich zum Glück quasi von alleine. Und weil ich ja genau aus diesem Grund so auf Gerichte aus dem Ofen stehe, habe ich auch gleich noch den Reis dazu geschoben: Reis in die Auflaufform, Brühe und Gewürze dazu, mit Alufolie abdecken – funktioniert perfekt.

2 kg Schweinebauch mit Knochen
80 ml Sojasauce
3 EL Honig
1 EL Chiliflocken
400 ml Sherry
2 Bund Lauchzwiebeln
250 g getrocknete Pflaumen
1,2 l Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
500 g Basmatireis
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 EL Kreuzkümmel

Schweinebauch auf der Hautseite einritzen, in einen großen Gefrierbeutel geben. Sojasauce, Honig, Chiliflocken und Sherry zu einer Marinade verrühren und zum Fleisch in den Beutel geben. Verschließen und mindestens 3 Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank marinieren.

Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Lauchzwiebeln putzen. Schweinebauch mit der Marinade auf ein tiefes Backblech geben. Pflaumen und Lauchzwiebeln zufügen. 500 ml Brühe angießen. Die eingeritzte Schweinbauchhaut mit Salz und Pfeffer einreiben. Ca. 2 Stunden im Ofen garen.

Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Reis und Ingwer mit restlicher Brühe und Kreuzkümmel in eine Auflaufform füllen. Mit Alufolie verschließen.
Backofentemperatur auf 140 Grad reduzieren. Ingwerreis zum Fleisch in den Ofen geben und ca. 60 Minuten fertig garen.

Das Fleisch gegebenenfalls mit Backpapier abdecken, falls die Kruste zu dunkel wird.

Wenn es fertig ist, das Fleisch in dünne Scheiben schneiden und mit Reis, Pflaumen, Lauchzwiebeln und dem (fantastisch schmeckenden) Sud servieren.