Möhrenhummus

Möhrenhummus ist eine Variante des klassischen orientalischen Hummus, der nur aus Kichererbsen gemacht wird. Er ist ruckzuck gemixt und wahrscheinlich ebenso ruckzuck weggedippt, denn er passt zu Gemüse, Brot, Grillkäse oder auch Fleisch. Perfekt für Grillabende oder Picknicks (höre ich da leichte Sommersehnsucht???).

möhrenhummus

150 g Möhren
1 Dose Kichererbsen
1 Knoblauchzehe
etwas frischen (oder getrockneten) Thymian
1 EL Olivenöl
1 EL Tahin (Sesammus)
1 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer

Die Möhren schälen und in grobe Stücke schneiden. In einem Topf in etwas Salzwasser 20-25 Minuten weich kochen.
Die Kichererbsen weich kochen. Den Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden.
Alle Zutaten mit einem Pürierstab fein pürieren. Falls der Dip etwas fest ist, einfach ein bisschen kaltes Wasser zufügen.
Mit Salz und Pfeffer.

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Tatar zu Hause machen – so einfach gehts

BÄM – ein echtes Knallerrezept habe ich heute für Euch. Öh, also, zumindest für die Nicht-Vegetarier unter Euch.

Kennt Ihr das, wie man Ewigkeiten (in manchen Fällen sogar jahrelang) um bestimmte Gerichte herumschleicht und sich nicht traut sie selber zuzubereiten? Obwohl man sie wirklich gerne isst und schon oft im Restaurant bestellt hat… Mir würden da zum Beispiel Muscheln einfallen, oder (aus der gleichen Familie) Spaghetti Vongole, bayerischer Schweinsbraten oder auch Crème Brûlée.
Jetzt lasst mich nicht im Stich. Bitte sagt mir nicht, dass es nur mir so geht!

Ich habe erst vor ganz kurzem mein erstes Tatar zu Hause „gekocht“. Irgendwie hatte ich immer ein bisschen Respekt vor diesem ganzen rohen Fleisch und Ei und dem Feingehacke. Dabei habe ich es mir aber jedes Mal im Café Paris bestellt (die Hamburger wissen Bescheid, mmmmh). Als ich im Herbst auf der eat&style war, habe ich gesehen, dass Lucki Maurer dort einen Tatar-Workshop anbietet und mich direkt angemeldet.

Und siehe da, seitdem gibt es auch zuhause manchmal Tartar. Leeecker! Mein Co-Gastgeber ist sehr happy darüber.

tatar nah

Man rechnet übrigens als Hauptgericht 150g Fleisch pro Person. Ich schreibe Euch diese Menge also einfach mal auf. Dann könnt Ihr selber hochrechnen. Bei Kapern, Sardellen und Gurken ist man flexibel. Das kann man ganz nach Geschmack machen.

150 g Rinderfilet (oder Rinderhüfte, haben wir auf der eat&style auch genommen)
2 Cornichons
2 Sardellen
einige Kapern
1/2 Schalotte
1 TL Senf
1 TL Ketchup
nach Geschmack 1 TL Cognac
Salz, Pfeffer, Zucker
1 Eigelb (von einem Bio-Ei, Größe S)
etwas Schnittlauch

Das Fleisch erst in gaaanz dünne Scheiben und dann in ganz kleine Würfel schneiden. Schneiden, nicht hacken, sagt Lucki. Und auf keinen Fall den Fleischwolf benutzen, denn dann wird alles matschig.
Gurken, Sardellen, Kapern und Schalotte ebenfalls so klein schneiden, wie Ihr könnt. Kurz vor dem Essen vermengt Ihr dann alle Zutaten schön und würzt mit Salz, Pfeffer und Zucker.

Anrichten kann man entweder freestyle wie auf dem Foto, oder Ihr nehmt einen Dessertring zu Hilfe. Ganz zum Schluss eine kleine Kuhle oben in das Fleisch drücken und das Eigelb hineingleiten lassen. Mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

Lucki hat bei dem Workshop übrigens einen für mich ganz entscheidenden Satz gesagt: das Fleisch kann man schon morgens klein schneiden, man darf es nur noch nicht würzen, da es sonst grau wird. Damit eignet sich Tatar also auch für Gäste. Morgens schnippeln, abends kurz vor dem Essen anrichten – so mag ich das.

Als Beilage eignen sich entweder geröstetes dunkles Brot/Sauerteigbrot oder POMMES und ein Salat. Ich sag ja – BÄM!

tatar pommes

Schokoladen-Avocado-Mousse

Ich gebe zu – ich habe geschummelt. Die Sache war mir dann doch zu heikel…

Überall auf Instagram und Pinterest und so habe ich diese Superfood-Schokomousse gesehen. Mit Avocado und ohne weißen Zucker! Als Anhängerin gesunder Ernährung (zumindest im Alltag) hat mich das Rezept natürlich gejuckt. Aber kann so ein gesunder Nachtisch wirklich schmecken??? Das habe ich mich nicht getraut an Gästen zu testen. Das musste ich tatsächlich erstmal für mich alleine ausprobieren. Und? Wollt Ihr wissen, wie es war?

Richtig lecker! Schön cremig (an Fett mangelt es ja auch nicht ;-)) und schokoladig aber nicht zu süß. Die Avocado schmeckt man ein bisschen raus, aber nicht so intensiv, sondern so, dass es wirklich gut zu dem bitteren Kakao passt.

avocado schoko mousse

Zutaten für 4 Personen:
2 weiche Avocados
3-4 EL Kakaopulver (Backkakao)
etw. gemahlene Vanille
2-3 EL Agavendicksaft
1 Becher Sahne

Das Fruchtfleisch der Avocados fein würfeln. Mit Kakao, Vanille, Agavendicksaft und 4 EL Sahne fein pürieren.
Die restliche Sahne cremig schlagen und unter die Mousse ziehen.

Wie Ihr seht, habe ich die Mousse mit ein paar Himbeeren getoppt. Das hat gut dazu gepasst.

Frühstücksglück – Herzhafte und süße Scones

Guten Morgen Ihr Lieben,

mein heutiger Beitrag erscheint nicht hier bei mir „zu Hause“, sondern ich bin heute auf dem Blog „Simply Sasibella. Food, Party Ideas and Beautiful Things“ zu Besuch.

Sie lädt jeden Monat eine/n Bloggerkollegin/-en ein, um einen Beitrag zum Thema Frühstück zu schreiben, natürlich inklusive Rezept, wie sich das gehört.

scones gemischt

Wenn Euch also interessiert, wie ich über Frühstück denke, und warum es bei mir großes und kleines Frühstücksglück gibt, und wenn Ihr Euch außerdem noch leckere Rezepte für Schinken-Käse-Scones und für Zitrone-Mohn-Scones anschauen wollt, dann klickt doch mal rüber zu Sasibella.

5 Gründe für One Pot Pasta – und ein Rezept mit Artischocken und Oliven

Ihr habt noch nie One Pot Pasta gekocht? Ihr wisst auch eigentlich gar nicht so genau, warum Ihr das mal ausprobieren sollt? Das kann ich Euch sagen:

  1. Man kann alle Zutaten entspannt am Morgen schnippeln und sich dann erstmal anderen wichtigen Dingen des Lebens widmen.
    Sport, Wellness, der Zeitung, Netflix, spielen mit den Kindern oder was Euch sonst noch so einfällt.
  2. One Pot Pasta ist perfekt für Gäste.
    Es ist so unkompliziert, dass Ihr garantiert nicht von den Vorbereitungen gestresst sein werdet. Außerdem ist One Pot Pasta ja immer noch ein kleines bisschen ungewöhnlich und sorgt erstmal für Gesprächsstoff („Doch, das funktioniert wirklich“, und so).
    Das setzt allerdings voraus, dass Eure Gäste nette alte Freunde sind. Zum Geburtstag der Schwiegermutter würde ich mir wahrscheinlich auch etwas anderes überlegen.
  3. Alle One Pot Pasta Rezepte sind wunderbar wandelbar.
    Ihr könnt die Brühe durch Sahne oder Milch ersetzen, Gemüsereste aus dem Kühlschrank finden hier Verwendung. Die Pasta funktioniert auch mit Fleisch, ohne dass Ihr es vorher anbraten musst. Gewürzt wird mit Kräutern, die Ihr am liebsten mögt.
  4. Es braucht nur einen Topf.
    Der Abwasch bleibt also sehr übersichtlich.
  5. Man kann beim Kochen entspannt Wein trinken, weil es so einfach ist – da kann nichts schief gehen.

Überzeugt?
Heute habe ich für Euch eine vegetarische Variante mit Artischocken und Oliven. Probiert es mal aus.

one pot artischocke

Zutaten für 4 Personen:

500 g Nudeln
2 Dosen/Gläser Artischockenherzen
100 g Oliven
1 Zehe Knoblauch
1 Liter Gemüsebrühe
125 g Ziegenfrischkäse
Salz und Pfeffer
1 Bund Schnittlauch oder Petersilie

Die Artischockenherzen in grobe Stücke schneiden, Oliven in Ringe, den Knoblauch fein hacken.
Das Gemüse zusammen mit Brühe und Nudeln in einen großen Topf füllen. Zum Kochen bringen. Dann die Temperatur etwas herunterschalten und mit offenem Deckel so lange weiter köcheln lassen, bis die Nudeln weich sind und die Brühe fast komplett aufgesogen ist (etwa 10 Minuten). Dabei ab und zu umrühren, damit sich nichts am Boden absetzt.
Ich habe übrigens Vollkornnudeln genommen, damit es noch etwas gesünder ist.
In der Zwischenzeit Schnittlauch oder Petersilie hacken.
Den Ziegenkäse unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Kräuter unterziehen und sofort servieren.

Dazu passt ein großer grüner Salat.

collage one pot artischocke

Dieses Rezept ist mein Beitrag zur neuen Aktion „Alle lieben Pasta“ von Tastesheriff. Nachdem sie die lange monatliche „Ich backs mir“-Blogparade aufgegeben hat, hat sie nun ganz neu die Nudelnummer gestartet. Ich find´s super und werde sicher öfter dabei sein.

Selbstgemachter Rotkohl wie von Oma

Selbstgemachter Rotkohl ist meine liebste Beilage für den Winter. Ein Glas aufzumachen ist zwar einfacher, aber die Mühe lohnt sich garantiert. Dieser Rotkohl ist nicht zu weich, etwas süßlich und fruchtig und deswegen die perfekte Begleitung zu Fleisch mit dunklen, würzigen Saucen – also Gulasch, Rouladen, Ente etc.

rotkohl

Zufälligerweise habe ich ein ganz wunderbares, einfaches Rezept für Wildschweingulasch auf dem Blog. Es stammt noch aus meinen Anfangstagen, und das Foto ist deshalb nicht so schön. Neulich habe ich es aber nochmal gekocht, und es schmeckt wirklich top. Meine Gäste waren so begeistert, dass leider nichts für ein neues Shooting übrig geblieben ist.

Aber wer sagt eigentlich, dass Rotkohl nur eine Nebenrolle spielen darf? Der ist so lecker, den esse ich gerne auch roh und ohne Fleisch. Wenn Ihr also einen großen Kopf Rotkohl erwischt habt und noch etwas übrig ist, dann könnt Ihr (als Ausgleich zur Schlemmerei) leckeren, frischen Salat daraus machen – entweder mit Granatapfel (zum Rezept hier klicken) oder ganz fruchtig á la Ottolenghi mit Mango und Papaya (dann bitte hier entlang).

Hier aber jetzt erstmal das Rezept für den geschmorten Rotkohl.

Zutaten (als Beilage) für 6 Personen:

1 Kopf Rotkohl (ca. 1 kg)
1 säuerlicher Apfel
2 Zwiebeln
2 EL Butterschmalz
2 Lorbeerblätter
2 Wacholderbeeren
2 Nelken
3-4 EL weißer Balsamico
1-2 TL Salz, Zucker
evtl. 3-4 EL Johannisbeergelee oder Preiselbeeren

Die äußeren Blätter von Rotkohl ablösen und wegwerfen. Den Kopf vierteln, den Strunk rausschneiden und den Kohl in ganz feine Streifen schneiden oder hobeln.
Die Zwiebeln und den Apfel schälen und in Würfel schneiden.
Schmalz in einem schweren Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Rotkohl und Apfel zufügen, ebenso Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Nelken. Mit 100 ml Wasser ablöschen. Essig und Salz unterrühren und eine Stunde zugedeckt schmoren lassen. Ab und zu umrühren. Evtl. etwas Wasser nachgießen, damit der Kohl nicht anbrennt.
Zum Schluss mit Essig, Salz, Zucker und (je nach Geschmack mit Johannisbeergelee) abschmecken.

Pimp your Food: Pasta mit Asia-Bolognese

Ich liebe Nudeln. Und ich liiieeebe Bolognese. Geht wahrscheinlich nicht nur mir so, gell? Aber hier auf Gäste ganz easy schreibe ich ja über Kochen für Gäste – und da habe ich glaube ich, wirklich, in echt noch niiieee Bolognese gekocht. Das scheint mir irgendwie zu simpel.
Am Wochenende habe ich den Klassiker aber mal asiamäßig aufgepimpt –  und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein bisschen scharf, ein bisschen fruchtig, ein bisschen umami –  und doch immer noch Bolognese. Lecker – probierts mal aus.

asia bolognese 3

Zutaten für 500 g Pasta:
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt oder zerdrückt
1 Möhre, fein gewürfelt
1 Stange Sellerie, fein gewürfelt
ca. 2 cm Ingwer, geschält und fein gehackt
1 Stange Zitronengras, dito
2 EL Öl
500 g Rinderhack
ein Schuss Rotwein
1 TL rote Currypaste
1 kleine Dose stückige Tomaten oder passierte Tomaten
1 TL Zucker
1 Limette
Sojasauce und Fischsauce
Salz und Pfeffer

Das Öl in einem schweren Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Möhre, Sellerie, Ingwer und Zitronengras bei mittlerer Hitze etwas anbraten, bis alles glasig/weich ist. Hackfleisch zufügen, Hitze hochschalten und krümelig braten. Mit Rotwein ablöschen. Tomaten zufügen, Currypaste unterrühren und etwa 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt.
Von der Limette die Schale abreiben und den Saft auspressen. 2 TL Schale, 1 EL Saft und den Zucker zufügen. Mit den beiden Saucen, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die liebe Sandy vom Blog „Simply Sasibella“ hatte die schöne Idee, unter dem Motto „Pastaliebe“ jeden Monat Pastarezepte zu sammeln. Klickt doch mal hier und schaut  rüber zu ihr. Vielleicht habt Ihr ja selber ein Lieblingsrezept, das Ihr gerne teilen wollte, oder Ihr lasst Euch inspirieren.