Saftiges Rindergulasch mit Pflaumen, Chili und Schokolade

Ein Schokoladen-Blogevent? Na klar – immer her damit. Mit Schokolade fallen mir immer Sachen ein: Kuchen, Cookies, Dessert, Chia-Pudding…

Ja ok – aber wisst Ihr was auch richtig gut ist?

Habt Ihr schon mal Schokolade in herzhaften Gerichten verkocht? Ich habe es selber erst kürzlich das erste Mal ausprobiert und war ganz angetan. Richtig dosiert schmecken die Gerichte dann natürlich nicht nach Schokolade, aber sie bekommen insgesamt einen tieferen, interessanteren Geschmack.
So ähnlich wie bei Wein, der ja auch von der Komplexität der Aromen lebt, ohne dass man eine Sache ganz deutlich herausschmecken kann.
Oder wie bei Zucker in Tomatensauce, der in dem Fall ja auch nicht direkt süßen soll, sondern einfach einer Verstärkung des Aromas dient.

Ich habe ein schönes, saftiges Rindergulasch gekocht und am Ende mit Schokolade abgeschmeckt. Und – wo wir schon mal von Komplexität sprechen – ich habe auch noch ein paar Trockenpflaumen zugefügt (fruchtige Süße).

Das Ergebnis war wirklich top! Noch auf der Suche nach Weihnachtsessen, anyone?

rindergulasch

Zutaten für 4 Personen:
250 g Champignons
250 g Zwiebeln
2 Möhren
750 g Rindergulasch
5 EL Öl
1 EL Tomatenmark
1 EL Mehl
1/2 l Rotwein
Lorbeerblatt
60 g Backpflaumen
50 g Zartbitterschokolade
Salz und Pfeffer
gemahlene Chili

Champignons je nach Größe (und Vorliebe) halbieren oder vierteln. Möhren und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden.

3 EL Öl in einem großen Bräter erhitzen und das Fleisch darin rundherum kräftig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Herausnehmen und zur Seite stellen.

Einen weiteren EL Öl erhitzen und die Champignons darin anbraten. Ebenfalls beiseite stellen.

Jetzt die Möhren und Zwiebeln im restlichen Öl bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie glasig bzw. etwas weich sind.
Das Fleisch zu dem Gemüse in den Bräter geben, Tomatenmark unterrühren und kurz mitrösten.
Alles mit Mehl bestäuben.
Den Rotwein angießen, durchrühren, einmal kurz aufkochen und dann das Ganze bei geringer Hitze mit geschlossenem Deckel 1,5 Stunden vor sich hin köcheln lassen.

Die Backpflaumen in kleine Würfel schneiden und zum Gulasch geben. Weitere 25 Minuten schmoren – nun mit gekipptem Deckel.

Zum Schluss die Champignons wieder in den Topf geben, die Schokolade in Stückchen brechen und in der Sauce schmelzen. Je nach Geschmack etwas Chili aus der Mühle (oder eine zerkrümelte Chilischote) dazugeben.

Das Blogevent findet übrigens bei dem ganz wunderbaren Blog lecker & Co von Tina statt. Sie kreiert nicht nur tolle Rezepte, sondern macht auch hammermäßige Fotos. Schaut mal vorbei. Noch bis Ende November könnt Ihr auch selber Schokoladen-Rezepte einreichen.

blogevent schokolade

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Geröstete Salzmandeln

Neulich waren wir mal wieder eingeladen. Ich wollte gerne eine kleine Kleinigkeit mitbringen. Nix Großes, eher etwas Persönliches/Selbstgemachtes.

Geröstete Salzmandeln wollte ich schon lange mal ausprobieren, und sie sind gleich beim ersten Mal wirklich richtig gut geworden.

Die Mandeln kamen als Geschenk super an (könnt Ihr also schon mal für Weihnachten abspeichern), aber ich finde, sie eignen sich auch gut zum Aperitif, wenn mal selber Gäste hat.

salzmandeln2

Zutaten:

400 g Mandeln
1 Eiweiß
1 gehäufter TL grobes Meersalz
optional etwas gehackter Rosmarin und/oder gemahlene Chiliflocken

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Die Mandeln auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. 10 Minuten rösten. Aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen.
Das Eiweiß in einer Schüssel mit dem Schneebesen etwas schaumig schlagen. Die Gewürze unterrühren. Dann die Mandeln zugeben und so lange mischen, bis alle feucht vom Eiweiß sind.
Wieder auf dem Backblech verteilen und weitere 12-15 Minuten rösten.

salzmandeln

Ihr seht, das ist also wirklich kein Hexenwerk. Und gesund sind sie auch noch.

 

Freunde einladen trotz Stress? One Pot Pasta mit Chorizo und Artischocken ist die Lösung

Kennt Ihr das? Ihr habt eine echt volle Woche: Arbeit, Sport, Elternabend, Haushalt. Aber trotzdem wollt Ihr den Samstag Abend gerne mit Freunden verbringen – essen, trinken, quatschen, den Alltag Alltag sein lassen.

Dann gibt es drei Optionen:

  1. Restaurant: auch schön. Aber kann man dort entspannt mehr als eine Flasche Wein trinken, die Schuhe ausziehen, sich auf seinem Stuhl rekeln und die eigene Lieblingsmusik hören? Eher nein.
  2. Pizzaservice: hmmm, ein bisschen mehr Wertschätzung für die Gäste darf schon sein, oder?
  3. One Pot Pasta: das ist ja quasi fast immer die Lösung. Die Zutatenliste ist überschaubar, die Vorbereitung dauert nicht länger als eine halbe Stunde (das schafft man bequem vor dem Duschen), und die Zubereitung ist so einfach, dass sie sich in Gesellschaft mit einem Glas Wein in der Hand erledigen lässt.

Heute gibt es eine Variante mit Chorizo, Artischocken und Tomaten. Dazu einen Salat, etwas Baguette und ein guter Rotwein. Check.

one pot chorizo artischocke

Zutaten für 4 Personen:

400 g Nudeln
2 Gläser Artischockenherzen
5 Chorizowürstchen
2 kleine Dosen gehackte Tomaten
800 ml Gemüsebrühe
1 Bund Petersilie
viel frischer Parmesan

Die Artischockenherzen vierteln und die Chorizo in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit Tomaten, Nudeln und Gemüsebrühe in einen großen Topf füllen. Aufkochen und offen kochen lassen, bis die Nudeln weich sind und die Sauce eine schön cremige Konsistenz hat. Dabei unbedingt immer wieder umrühren, weil sonst die Nudeln am Topfboden festkleben.
Meiner Meinung nach braucht dieses Gericht kein zusätzliches Salz, da die Chorizo schon sehr stark würzt.
In der Zwischenzeit die Petersilie hacken und den Parmesan reiben.
Zum Servieren damit bestreuen.

PS: Dass die Abende nun schon wieder kürzer werden, ist leider nicht gut für Fotos. Ein hübscheres wird nachgereicht.

Der schnellste Dip ever: Chili-Frischkäse

Gestern Abend war meine Tennismannschaft zu Besuch für ein gemütliches herbstliches Weintrinken und quatschen. War wie immer sehr lustig mit Euch, Ladies! Danke!

Tennis ist neben Küchen-und Kinderkram mein anderes großes Hobby, und ich bin immer wieder so froh, dass ich ein bzw. genau dieses Hobby habe. Es tut einfach gut, mal das ganze Alltagszeug für eine Weile zu vergessen und sich nur auf diese kleine gelbe Filzkugel zu konzentrieren. Auch das Erlebnis von Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung, wenn wir zu gemeinsam zu Wettkämpfen fahren, gibt mir jedes Mal wieder ein gutes Gefühl und Energie. Und nicht zuletzt können sportliche Erfolge ja auch sehr befriedigend und ein Booster fürs Selbstwertgefühl sein.

Aber jetzt bin ich wohl ein bisschen abgedriftet…

Eigentlich wollte ich nämlich nur eine kleine Snackidee mit Euch teilen für solche Abende, an denen man zwar nur auf ein Glas Wein einlädt, aber wo man trotzdem gerne eine Kleinigkeit auf den Tisch stellen möchte.

chili frischkäse dip

Man nehme ein Päckchen Frischkäse und gieße dekorativ etwas Sweet Hot Chili Sauce darüber. Dazu ein paar Kräcker/Baguette/Gemüsesticks – fertig. Funktioniert natürlich auch mit jeder Art von Chutney und kommt immer gut an.

Schönes Wochenende!

Oktoberfest Hotdog

Wenn man wie ich mehrere Jahre lang in München gewohnt hat, dann ist der Herbst unweigerlich mit dem Thema „Oktoberfest“ verbunden. Egal, wie man selber darüber denkt, man kann nicht verhindern, dass einfach alle Leute darüber reden.

Gehst Du? Wann gehst Du? Mit wem gehst Du? Habt Ihr einen Tisch? In welchem Zelt? Neues Dirndl oder das vom letzten Jahr? Turnschuhe oder Ballerinas? Steckerlfisch oder Hendl? Wie viele Maß hast Du getrunken? Warst Du hinterher noch im P1?

Es ist endlos. Aber irgendwie geht es bei der Wiesn ja auch immer ums Genießen – das Rausputzen, das Bier, das Essen, das Leben…

Mein Beitrag zum Blogevent Herbstgenuss von Giftigeblonde und The Apricot Lady ist deswegen ein Oktoberfest Hotdog.

oktoberfest hotdog

Zutaten für 4 Personen

4 Laugenstangen
1/2 Rettich
2 Zwiebeln
2 EL Butter
4 Radieschen
4 EL Remoulade
16 dünne Scheiben Leberkäse (wie Aufschnitt)
Paprikapulver, edelsüß
Salz und Pfeffer

Den Rettich schälen und grob reiben, mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen.
Radieschen putzen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln mit Paprikapulver bestreuen und goldbraun braten.

Die Laugenstangen längs einschneiden, und ein bisschen aushöhlen. Jeweils mit 1 EL Remoulade bestreichen und mit Rettich, Leberkäse, Radieschen und Zwiebeln belegen.

Zum Servieren evtl. noch etwas Schnittlauch darüberstreuen.

Klickt mal rüber zum Blogevent „Herbstgenuss“. Da findet Ihr noch viele andere tolle Rezepte.

herbstgenuss

Kürbis-Linsen-Suppe

Ich habe eine Vorliebe für Linsen – rot, schwarz, grün, braun…
Sie haben ein wunderbar nussiges Aroma, machen satt und stecken voller Proteine. Eine Linsensuppe braucht keine Kohlenhydrate – nicht unwichtig für einen Mädelsabend zum Beispiel: Genuss ohne Reue und so.

Schaut Euch mal die Farben dieser herbstlichen Kreation mit roten Linsen und Kürbis an – wenn es draußen grau ist, bekommt man da schon beim Schnippeln gute Laune. Die Kombination mit fruchtiger Paprika, scharfem Ingwer und cremig-süßer Kokosmilch rundet die Kombi auch geschmacklich perfekt ab.

zutaten kürbis linsen suppe

Zutaten für 4 Personen

250 g gewaschene rote Linsen
250 g Hokkaidokürbis, mit Schale gewürfelt (nicht zu grob, damit er schnell gar wird)
1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Scheiben geschnitten
1 rote Paprika, gewürfelt
1 Stück Ingwer, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt

Alle diese Zutaten in 2 EL Pflanzenöl mit 1 EL (gutem) Currypulver kurz anbraten, mit 650 ml Gemüsebrühe aufgießen und 10 min köcheln lassen.
Danach nur noch 1 Dose (400 ml) Kokosmilch angießen, evtl. mit etwas Salz und gemahlener Chili nachwürzen.
Voilà!

kürbis linsen suppe

Die reine Kochzeit beträgt für dieses Rezept 15 Minuten. Die Schnippelei dauert eventuell ein bisschen länger, aber das könnt Ihr ja schon mit etwas Vorlauf erledigen.

Auf dem Blog gibt es außerdem noch eine zitronige Linsensuppe mit Raz el Hanout (Rezept), eine indisch angehauchte mit Tandoori und eine ganz deftige mit Speck und Tomaten (hier klicken), die ich alle auch schon oft gekocht habe.

Wie für mich der perfekte Abend mit Gästen aussieht – und ein Rezept für Lasagne Bolognese

Kennt Ihr den italienischen Begriff „tavolata“?

Macht nichts. Kannte ich bis letztes Wochenende auch nicht. Dann habe ich in der Wochenendbeilage der Süddeutschen Zeitung darüber gelesen:

Eine „tavolata“ – und diese improvisierte kulturhistorische Vorbemerkung muss schon sein – ist mehr als eine einfache Tischrunde, wie der Name es vermuten ließe. Vor allem aber ist sie kein ordinäres Gelage, nie. Wenn die Italiener zu einer „tavolata“ laden, dann ist das ein besonders schönes Versprechen, vielleicht das freundschaftlichste überhaupt. Ein langer Tisch, oft ein weißes Tischtuch, alle paar Armlängen eine Flasche Wein, beiderlei, auf die Etikette schaut niemand. Dazu viele Leute, viel Gelächter und Zeit. Das Essen? Es bedarf keiner Ankündigung: Antipasti, Primi, Secondi, Dolci – es passt dann schon. Über einer „tavolata“ weht immer ein Festgefühl, auch ohne vorangegangene Hochzeit oder Taufe. (Oliver Meiler, SZ vom 31.8.2018)

lasagne tisch

Hört sich großartig an in meinen Ohren. Um unseren Esstisch passen 10-12 Leute, und ich finde 10-12 Leute sind eine gute Größe für eine tavolata. Es sind genug Menschen, dass ordentlich Stimmung aufkommt und der Gesprächslärmpegel den der Musik übersteigt. Andererseits ist diese Größe auch noch dafür geeignet, sich mit Jedem mal in Ruhe zu unterhalten, ohne dass nur inhaltloser Smalltalk dabei herauskommt.

Die Lasagne ist das perfekte tavolata-Essen, weil sie so gut vorzubereiten ist, so dass auch die Gastgeber die große Runde genießen können. Ihr könnt vormittags komplett die beiden Saucen kochen und die Auflaufform einschichten, so dass sie nur noch 30 Minuten in den Ofen muss. So bleibt Zeit für einen schönen (von mir so geliebten) Aperitif.

lasagne teller

Zutaten für 6 Personen:

Bolognese:
3 EL Olivenöl
125 g Speckwürfel
1 kg gemischtes oder Rinderhackfleisch
2 Zwiebeln, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gewürfelt
1/8 l Rotwein (oder Brühe)
600 g passierte Tomaten
4 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Zucker
evtl. 3 Stängel Thymian

Béchamelsoße:
80 g Butter
80 g Mehl
1 l Milch
100 g frisch geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer, Muskatnuss (möglichst frisch gerieben)

ca. 15 Lasagneblätter ohne Vorkochen (je nach Form)

Für die Bolognese:
Den Speck im heißen Öl anbraten. Das Hackfleisch zugeben und krümelig braten. Zwiebeln und Knoblauch zufügen und kurz mitbraten. Mit Rotwein bzw. Brühe ablöschen. Tomaten und Tomatenmark unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren. Nochmals mit Salz, Pfeffer und Zucker kräftig abschmecken.

Für die Béchamelsoße:
Die Butter in einem Topf zerlassen. Das Mehl zugeben und so lange rühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Hitze runterschalten, Milch zufügen und etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Soße etwas eindickt. Die Hälfte des Parmesans unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Den gefetteten Boden einer rechteckigen Form mit Lasagneblättern auslegen. Zuerst eine Lage Bolognese, dann eine Lage Béchamelsoße darauf geben. Danach wieder Lasagneblätter darauf legen und so weiter schichten, bis die Zutaten verbraucht sind. Ich höre eigentlich immer mit Lasagneblättern und Béchamelsoße auf, da das eine schöne Kruste gibt. Die Lasagneblätter gut mit der Soße bedecken, damit sie im Ofen weich werden.
Die Lasagne mit dem restlichen Parmesan bestreuen.

Im Backofen bei 200 Grad oder Umluft 180 Grad (vorgeheizt) etwa 25-30 Minuten backen.

lasagne anschnitt

Dazu Brot, Salat und ein gutes Glas Rotwein – und der Abend kann nur gut werden!