Ganz einfaches Indian Butterchicken (oder veggie mit Kichererbsen)

Mit Schrecken habe ich gesehen, dass mein letzter Eintrag hier die Ostertorte ist. OMG! Ist es wirklich schon so lange her, dass ich etwas geschrieben habe?

Gekocht habe ich in den letzten Monaten wirklich sehr, sehr viel. Wir waren allesamt im Homeoffice bzw. -schooling, und wir haben jeden einzelnen Tag gemeinsam zu Mittag gegessen. Nur zum fotografieren hatte ich null komma null Lust. Wir haben uns immer alle auf die gemeinsame Mahlzeit gefreut – vor allem mein Mann, der ja sonst nie mit uns essen kann – da wollte ich irgendwie nicht das schöne, innige Gefühl durch Inszenierung stören. Verständlich?

Dafür haben sich jetzt auch ein paar schöne Rezepte angesammelt, die ich nach und nach abarbeiten werde. Allerdings ist nicht alles gästetauglich – oder nur für Freunde, die man schon lange kennt und mit denen mal familystylemäßig zusammen essen kann. Der Fokus ist mehr auf Soulfood.

Den Anfang macht ein Gericht, das sich in der Quarantäne zu unserem Lieblingsessen entwickelt hat: Indian Butterchicken. Es ist relativ stark gewürzt, und es ist viel Gemüse drin, so dass ich mir erst nicht sicher war, ob die Kinder es mögen würden, aber am Ende haben wir es alle zwei Wochen mindestens gegessen. So gut! Und ganz easy 😉

Indian Butterchicken

Zutaten für 4 Personen:
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
20 g Ingwer
1-2 TL rote Currypaste
2 Möhren
2 rote Paprika
1 Bund Frühlingszwiebeln
500 g Hähnchenbrust (alternativ für Vegetarier eine Dose Kichererbsen)
200 ml passierte Tomaten
400 ml Kokosmilch
1 EL Curry
1 TL Kurkuma
1 EL Tandoori Masala
100 g Cashewnüsse
50 g Butter (geschmolzen)
100 g Joghurt
optional etwas Koriander
Öl zum braten, Salz und Pfeffer

Die Zwiebel fein würfeln, Knoblauch und Ingwer fein hacken.
Möhren und Paprika würfeln, Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.
Hähnchenfleisch in mundgerechte Stücke schneiden.

Etwas Öl in einem schweren Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer zufügen und kurz anbraten. Rote Currypaste zufügen und kurz mitbraten.

Möhren, Paprika, Frühlingszwiebeln, Hähnchen, passierte Tomaten, Kokosmilch und die Gewürze zufügen. Zum Kochen bringen, den Herd etwas runterschalten und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse weich (aber noch bissfest) und das Fleisch gar ist (etwa 15 Minuten).

Die Nüsse grob hacken. Am Ende der Garzeit Nüsse, Butter und Joghurt unterrühren und eventuell nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es mag, kann noch etwas gehackten Koriander darüberstreuen.

Dazu unbedingt Reis servieren.

PS: Ich habe ja ein Vegetariermädchen. Deswegen brate ich meistens das Fleisch separat in einer Pfanne an, nehme vom fertigen Gericht ein Schüsselchen ab und fülle dann erst dann Fleisch in den großen Topf zu der Sauce.


Schoko-Himbeer-Torte

Ich hatte es Euch ja schon angedroht – ich habe ein weiteres Kuchenrezept für Euch.

Allerdings handelt es sich um eine Premiere, denn ich habe noch keine dreilagige Torte hier veröffentlicht.

Es handelt sich um einen schönen fluffigen Schokobiskuitboden und eine sogenannte Swiss Meringue Buttercreme, d.h. eine Buttercreme auf Eischnee-Basis. Die ist ebenfalls schön locker und frisch und nicht sooo süß und braucht ein bisschen weniger Butter als die normale deutsche Buttercreme.

Alles hat wirklich super geklappt. Die Torte war hübsch, nicht so wahnsinnig aufwendig, sehr stabil, nicht allzu mächtig und sehr lecker.

Zum Nachbacken also unbedingt empfohlen.

Zutaten

Für den Teig:
3 Eier
130 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 ml Milch
130 ml Pflanzenöl
40 g Kakaopulver
1 Päckchen Backpulver
180 g Mehl
1 Prise Salz

Für die Himbeercreme:
3 Eiweiß
175 g Zucker
250 g Butter
200 g Himbeeren

Für die Deko:
100 g dunkle Schokolade, über dem Wasserbad geschmolzen

  1. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen, den Boden einer 20-cm-Backform mit Backpapier bespannen und die Ränder gut einfetten. Beiseite stellen.
  2. Für den Teig die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker hell, dick und schaumig aufschlagen. Das Öl und die Milch hinzufügen und alles glattrühren. Kakao, Backpulver, Mehl und Salz zusammen in die Rührschüssel sieben und kurz einrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.
  3. Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und im vorgeheizten Ofen für 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Den Tortenboden aus dem Ofen nehmen und über Kopf auf einem Rost abkühlen lassen. Nach etwa 20 Minuten die Springform und das Backpapier entfernen und den Boden weiter abkühlen lassen.
  4. Für die Himbeer-Swiss-Meringue-Buttercream die Himbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen, damit keine Kerne mehr darin sind. Die Eiweiße mit dem Mixer steif schlagen und dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Jetzt bei langsamer bis mittlerer Geschwindigkeit die weiche Butter esslöffelweise dazugeben und einrühren. Dabei kann es vorkommen, dass die Masse zwischendurch ausflockt, aber das ist ganz normal und gibt sich wieder. Zuletzt das Himbeer-Püree erst auf niedriger, dann auf höchster Stufe nach und nach untermixen. So lange weitermixen, bis die Buttercreme wieder cremig ist.
  5. Den Tortenboden zweimal waagerecht durchschneiden. Den ersten Boden auf eine Tortenplatte legen, etwa ein Viertel der Himbeer-Buttercreme darauf geben und glatt streichen. Den zweiten Boden auflegen und ebenfalls mit Buttercreme bestreichen. Den letzten Boden darauflegen und die Torte komplett mit der restlichen Buttercreme einstreichen.
  6. Die Torte für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Buttercreme etwas fest wird.
  7. Für die Dekoration die geschmolzene Schokolade in einen Gefrierbeutel geben und eine Ecke ganz schmal abschneiden. Über dem Kuchen hin und herschwenken, so dass ein Streifenmuster entsteht.

Apfel-Butterkuchen

Tja, hier war es lange ruhig – das liegt daran, dass ich in Corona-Quarantänezeiten zwar so viel wie fast noch nie gekocht habe, nur eben nichts Neues.

Wir sind mit der kompletten Familie seit den Skiferien zuhause, sitzen vormittags in fünf verschiedenen Zimmern und arbeiten, und treffen uns tatsächlich jeden Mittag in der Küche zum gemeinsamen Essen. Das ist für uns ein schöner Aspekt des erzwungenen Zuhausebleibens, denn sonst kommen wir alle sehr unterschiedlich nach Hause und essen fast alle einzeln.

Gekocht habe ich aber wirklich fast nur schon lange bekannte und beliebte, eher einfache Gerichte. Und tatsächlich Gerichte vom Blog, da man die ja gut vorbereiten kann 😉
Manchmal habe ich abends schon vorgekocht, damit mir von meiner produktiven Vormittags-Arbeitszeit nicht zu viel weggeht.

Zeit zum Experimentieren war da eher nicht. Dafür haben wir uns aber am Wochenende ein bisschen beim Backen ausgetobt. Und deswegen habe ich erstmal zwei neue Kuchenrezepte für Euch. Heute einfachen aber seehehr leckeren Apfel-Butterkuchen und nächste Woche gibt es eine Torte (die wir an Ostern gegessen haben).

Luftiger und saftiger Teig – yummy!

Zutaten für ein Blech
Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
50 g Zucker
eine Prise Salz
1 Ei
50 g weiche Butter
1/4 l Milch, lauwarm

Belag:
5 Äpfel (ca. 750 g)
2 EL Zitronensaft
125 g Butter
100 g Mandelblättchen
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker

Alle Zutaten für den Teig mit den Knethaken des Mixers zu einem glatten Teig verkneten und mindestens 1/2 Stunde gehen lassen.

Die Äpfel schälen, vierteln und in dünne Spalten schneiden. Mit Zitronensaft vermischen.
Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.

Den Teig ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes tiefes Blech legen. Mit den Fingern in gleichmäßigen Abständen Mulden in den Teig drücken:
Die Butter in kleinen Stückchen hineingeben.
Mit Apfelspalten belegen und mit Mandelblättchen bestreuen.
Zucker und Vanillezucker vermischen und darüber streuen.

20-25 Minuten backen.

Dazu schmeckt Schlagsahne!!!

PS: Man kann den Kuchen auch mit 2 Gläsern Kirschen belegen und Mohn statt Mandeln darüber streuen. Nächste Woche wollte ich ihn auch mal mit Rhabarber probieren. Aprikosen könnte ich mir auch gut vorstellen.

Klassischer Marmorkuchen wie von Oma

Als ich am Samstag morgen in der Küche stand und einen Kuchen für das Wochenende backen wollte, habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass ich noch gar kein Rezept für einen ganz klassischen Marmorkuchen gepostet habe.

Meine neue Lieblingsform für Marmorkuchen

Das muss natürlich sofort geändert werden – ein gutes Marmorkuchenrezept ist in jedem Haushalt unabdingbar.

Ein Marmorkuchen ist immer noch der perfekte Geburtstagskuchen, er passt zu Ostern genau so gut wie zu Weihnachten, er schmeckt Erwachsenen und Kindern und überhaupt…

Sehr schön saftig von innen

Also, hier kommt das Rezept:

250 g weiche Butter
250 g Zucker
3 Eier
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
400 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1/8 l Milch
2 EL Backkakao
2 EL Zucker
etwas Milch

Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Butter und Zucker schaumig schlagen. Die Eier sowie Salz und Vanillezucker einzeln unterschlagen.
Mehl, Backpulver und Milch unterrühren, bis der Teig schwer vom Löffel fällt.

Eine Kuchenform fetten. Zwei Drittel des Teiges hineinfüllen. Den restlichen Teig mit Kakao, Zucker und Milch verrühren. Auf den hellen Teig geben und die beiden Teige mit einer Gabel etwas marmorieren.

40 Minuten backen.

Weihnachtsdessert: Spekulatius Nicecream

Dieses Jahr fange ich also mal von hinten an mit meinen Weihnachtsrezepten – mit dem Nachtisch. Und ich kann Euch auch leider nicht versprechen, ob ich es noch schaffe, mich bis nach vorne durchzuarbeiten.

Dass es hier in letzter Zeit etwas ruhiger geworden ist, hat natürlich einen Grund. Ich habe nämlich einen neuen Job, und der fordert mich zeitlich doch ganz schön.

Seit August arbeite ich als Projektmanagerin für das foodlab.hamburg. Das ist nicht mehr und nicht weniger als der kommende neue Hotspot für die Foodszene in Hamburg – jawoll.

Mitten in der Hafencity entsteht auf ca. 1200 qm ein Space, der Coworking (Büroarbeitsplätze), Cocooking (Arbeitsplätze in einer voll ausgestatteten Produktionsküche), ein Film- und Fotostudio, eine Showküche/Eventfläche, ein PopUp-Restaurant und ein Café vereint.
Dazu gibt es außerdem Agenturservices und ein Accelerator-Programm.

Klingt nach viel? Ist es auch.
Ein wirklich mutiges Projekt hat die Gründerin, Christin Siegemund, die manche von Euch vielleicht vom Hamburger Deern Blog kennen, da angestoßen.

Aber weil Christin eine mega Powerfrau, Netzwerkerin, Foodenthusiastin, Trendexpertin (und was Euch sonst noch so einfällt) ist, nimmt alles Schritt für Schritt Formen an, wächst und gedeiht.
Und ich unterstütze sie dabei, wo ich kann. Es macht einen Riesenspaß sage ich Euch.

Die Eröffnung ist für Mai/Juni des kommenden Jahres geplant. Drückt uns die Daumen, dass alles glatt geht.

Aber jetzt wieder zurück zur Sache.

Einfaches und gesundes Weihnachtsdessert

Spekulatius Nicecream ist ein schnelles und dazu noch gesundes Dessert für die Weihnachtstage.
Nicecream ist ein Eis, das auf der Basis von tiefgekühlten Bananen zubereitet wird, also ganz ohne die üblichen Eier und Sahne. Es ist deshalb zuckerfrei, fettarm und wenn Ihr es mit Pflanzendrink zubereitet, auch vegan.
Ihr könnt es im Anschluss an das Hauptgericht direkt frisch zubereiten (nur die Bananen müsst Ihr vorher schon einfrieren). Das dauert nur 5 Minuten (Ihr braucht aber einen Standmixer, ein normaler Pürierstab schafft es kaum). Das Eis kommt ganz ohne extra Zucker aus und hat auch kaum Fett.

Zutaten für 4 Personen:
5 reife (bis braune) Bananen, in Scheiben geschnitten und mindestens 4 Stunden lang tiefgekühlt
6-8 Spekulatius (je nachdem, wie intensiv Ihr es mögt; aber nicht die hellen Butterspekulatius, die schmecken ja nur süß und nicht nach Gewürzen)
150 ml Milch/Pflanzendrink
60 g Nüsse (ich empfehle Pecan, Walnuss oder Haselnuss)

Für die Sauce:
60 ml Ahornsirup
1 TL Backkakao

Die Spekulatius grob zerbröckeln. Nüsse hacken und ca. 4 TL für die Demo beiseite stellen.
Für die Sauce Sirup mit 1/2 TL Kakao verrühren.
Bananen mit Keksen, Milch 1/2 TL Kakao und Nüssen in einen Standmixer geben und so lange durchixen, bis Ihr eine einigermaßen homogene Masse habt.

Die Nicecream auf Schälchen verteilen (in die Mitte etwas Kakaosirup), mit Sauce beträufeln und mit den restlichen Nüssen bestreuen. Sofort servieren.

Leichter Nachtisch – wenn der Bauch eh schon voll ist.

Rezeptinspiration: Lecker 12/2019

Warmer Trauben-Radicchio-Salat

Im letzten Post habe ich mich ja zu Lobeshymnen über Jamie Olivers neues vegetarisches Kochbuch hinreißen lassen…

Dieses Mal bekommt Ihr noch einen Salat aus dem gleichen Werk.

Ich esse wirklich mega gerne und auch sehr oft Salat, und habe natürlich schon tausend verschiedene Sachen probiert. Aber den hier fand ich doch besonders – durch das Angrillen der Zutaten wird er sehr aromatisch.

Ein toller herbstlicher Salat mit süßen Trauben, herben Blättchen, Honig und Rosmarin.

Zutaten für 4 Personen:
200 g kernlose rote Weintrauben
1 Radicchio
1 Knoblauchzehe
2 Zweige Rosmarin
2 gehäufte EL Pinienkerne
Olivenöl
2 EL Balsamessig
1 EL flüssiger Honig
30 g Rucola

Die Trauben in eine Pfanne geben und bei starker Hitze etwa 5 Minuten grillen, bis sie karamellisiert sind und anfangen aufzuplatzen. In eine große Salatschüssel umfüllen.
Den Radicchio putzen und vierteln, alle Blätter ablösen. Die Blätter portionsweise grillen, bis sie jeweils auf beiden Seiten etwas gebräunt sind. Ebenfalls in die Schüssel geben.

Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Rosmarinnadeln abzupfen. Mit den Pinienkernen und den 2 EL Öl in die noch heiße Pfanne geben. Alles 1 Minute durchschwenken, den den Essig hinzufügen und das Ganze mit dem Honig in die Schüssel gießen.

Den Salat durchheben und mit Meersalz und schwarzem Pfeffer abschmecken. 10 Minuten ruhen lassen. Dann die Rucolablätter unterheben.

Dazu passt etwas Ziegenkäse und geröstetes Brot fantastisch!

Pilz-Stroganoff à la Jamie

Ich habe ein neues Kochbuch: Veggies von Jamie Oliver.

Und ich bin begeistert!

Früher habe ich eigentlich gerne aus Jamie-Oliver-Büchern gekocht (ich habe so einige im Regal stehen), dann war es mir in den letzten Jahren oft ein bisschen zu einfach und rustikal. Aber aus diesem hier habe ich mir beim ersten Durchblättern schon etwa 10 Rezepte markiert, die ich unbedingt nachkochen möchte. Das finde ich sehr ergiebig bei der ersten Durchsicht.

Vegetarischer Neuzugang im Kochbuchregal

Unsere jüngste Tochter (12 Jahre) ist seit einem knappen Jahr Vegetarierin, und das geht natürlich nicht spurlos am Rest der Familie vorbei: wir essen alle deutlich weniger Fleisch als vorher. Und zwar nicht nur notgedrungen, sondern weil wir alle inzwischen das Gefühl haben, dass es einfach besser ist (für das Wohlbefinden, für die Tiere, die Umwelt und auch für den Geldbeutel by the way).

Wir haben in dieser Zeit viele neue Rezepte ausprobiert, die uns gut gefallen haben, aber die Jamie-Oliver-Rezepte sind wirklich so besonders, dass sich auch gut für Gäste geeignet sind. Eigenständige kulinarische Erlebnisse, und nicht nur Kompromisse mit Ersatzzutaten.

Dieses Stroganoff würde ich absolut auch kochen, wenn keine Vegetarier in der Runde sind.
Das Rezept ist außerdem in 10 Minuten fertig, kann also (bei entsprechender Vorbereitung) nach der Vorspeise gekocht werden – dafür gibt es ein Extra-Sternchen.

Es war leider schon dunkel nach dem Kochen, und das Handyfoto ist ganz schrecklich geworden, deswegen muss das Foto aus dem Buch herhalten.

Zutaten für 2 Personen:
400 g gemische Pilze
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 Silberzwiebeln aus dem Glas
4 Cornichons
4 Stängel glatte Petersilie
1 EL kleine Kapern
50 ml Whiskey
geräuchertes Paprikapulver
80g fettreduzierte Crème fraiche

Pilze putzen und größere Exemplare in Stücke teilen. Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Streifen schneiden, Silberzwiebeln und Cornichons in dünne Scheiben schneiden. Von der Petersilie die Blätter abzupfen und grob hacken, die Stiele fein hacken.
Das könnte Ihr alles schon erledigen, bevor die Gäste kommen. Das Kochen geht dann ganz schnell.

Eine große beschichtete Pfanne bei hoher Temperatur erhitzen. Die Pilze und die Zwiebel hineingeben, die Pfanne schwenken, damit sie sich gleichmäßig verteilen, und 5 Minuten braten (so entwickeln sie ein nussiges Aroma), dabei regelmäßig umrühren.
1 EL Öl in die Pfanne geben, dann Knoblauch, Silberzwiebeln, Cornichons, Petersilienstiele und die Kapern zufügen. Nach drei Minuten mit dem Whiskey ablöschen.
1/4 TL Paprika, die Crème fraiche und die Petersilie unterrühren. Die Sauce mit einem Schuss heißem Wasser ein wenig verdünnen und mit Meersalz und schwarzem Pfeffer abschmecken.

Das Pilz-Stroganoff auf Teller verteilen, mit Paprika bestreuen und mit lockerem Reis servieren.

Portugiesische Küchlein – Pasteis de Nata

Wir waren im Sommer an der Algarve im Urlaub. Das war wirklich wunderschön. Wir waren zwar noch an der Südküste, aber nicht weit vom Cabo de Sagrès, so dass wir auch unproblematisch die Strände an der Westküste besuchen konnten.

Wow!!! So schöne Strände, tolles Wasser mit mega Wellen (wenn auch kalt) und wenig los. So lieben wir es.

Auch die Orte dort in der Ecke – Lagos, Luz, Burgau… alle ausgesprochen nett.

Fast jeden Nachmittag haben wir dort zur Stärkung nach dem Surfen Pasteis de Nata gegessen, die es für kleines Geld an jeder Ecke gibt. Das sind kleine Puddingküchlein in Blätterteig, und die sind wirklich ausgesprochen lecker.

Wir haben ja das Glück, dass es in Hamburg eine große portugiesische Community gibt und Pasteis hier im Schanzenviertel auch überall zu kaufen sind. Aber das Glück hat ja nicht jeder – deswegen hier heute mein Rezept.

Wie immer ganz easy!

Pasteis de Nata – eine portugiesische Spezialität

Zutaten für 12 Stück:
eine Rolle Blätterteig
200 ml Sahne
200 ml Milch
2 Eigelb
1/2 TL gemahlene Vanille (oder frisches Vanillemark)
2 EL brauner Zucker

Aus dem Blätterteig mit einem Glas 12 Kreise ausstechen und diese in ein gut gefettetes Muffinblech legen. Vielleicht macht Ihr auch Papier-Muffinförmchen rein, auch wenn es nicht ganz stilecht ist, denn die Pasteis kleben tatsächlich ziemlich.

Die restlichen Zutaten verrühren und in den Teig füllen.

Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten backen.

PS: Wer detaillierte Strandtipps haben möchte, bitte melden!

Obatzda – der Brotzeitstar

Hamburg vs. München ist ein extrem schwieriger Vergleich wie ich finde: Meer vs. Berge, Hafen vs. Zwiebelturmkirchen, der ewige Wetterwettstreit, Urlaub in Italien vs. Urlaub in Dänemark, Fischbrötchen vs. Leberkässemmel…

Beide Standorte haben definitiv ihre guten Seiten, die ich tagesformabhängig zu schätzen weiß. Eine endgültige Entscheidung fällt schwer.

Sieben Jahre meines Lebens habe ich in Bayern zugebracht und dort mit der Familie und mit Freunden ich weiß nicht wie viele Biergärten und Gartenwirtschaften (eine der besten Seiten des Südens) besucht. Seitdem liebe ich (guten) Obatzda seeeehr!

Obatzda ist nix für Fettsparer und Kalorienzähler – dafür aber der Star jeder Brotzeitplatte.
Und zum Glück ist Obatzda ja auch wirklich nicht schwer selberzumachen, so dass wir uns hin und wieder eine ordentliche Schüssel voll genehmigen.

Radieschen, Gurke, gutes Brot und ein Bier dazu – das ist für mich bayerischer Brotzeithimmel.

Bayerischer Obatzda ist einfach selberzumachen.

Zutaten:
200 g kräftiger Weichkäse (je nach Geschmack)
100 g Frischkäse
40 g weiche Butter
1 TL edelsüßes Paprika
Salz, Pfeffer

Alles ordentlich durchmatschen (daher der Name, Baz heißt Matsch, obatzd heißt angematscht – hört man ja schon, oder?).
Fertig!

Seid Ihr eher Team Hamburg oder Team München???

Deftig und cremig muss Obatzda sein.

Hummus mit Lammsugo

Inzwischen stehe ich ja total auf orientalische Küche. Ich liebe den Duft dieser ganz speziellen Gewürze, wenn sie durchs Haus ziehen: Kreuzkümmel und Piment, Sumach und Baharat… Himmlisch!

Angefangen hat meine Liebe mit dem Kochbuch „Jerusalem“ von Ottolenghi und Tamimi, das ich vor einigen Jahren geschenkt bekommen habe. Aus dem Buch habe ich hier schon mal einen Spinatsalat mit Datteln veröffentlicht, der wirklich unglaublich lecker ist.
Seitdem haben wir die Levanteküche, wie sie nun auch oft bezeichnet wird, fest in unseren Speiseplan aufgenommen.

Neulich habe ich (ohne Gäste) an einem schön ruhigen Freitagabend mit dem Co-Gastgeber ein neues Rezept ausprobiert: Hummus mit Lammsugo. Dazu gab es ein schönes Fladenbrot und einen kräftigen Weißwein.

Das kommt bei der nächsten Einladung garantiert nochmal auf den Tisch – vielleicht dann auch einfach als Vorspeise. Eine tolle Kombi!

Auch farblich eine hübsche Geschichte, findet Ihr nicht auch?

Zutaten für vier Personen als Hauptgericht oder für acht als Vorspeise

Für das Lammsugo:
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
2 EL Sonnenblumenöl
500 g Lammhack
je 1 TL Piment und Kreuzkümmel
etwas Zimt
2 Thymianzweige
ein paar Minzblätter
1 EL Tomatenmark
200 ml Rinderbrühe
Salz und Pfeffer

Für den Hummus:
2 Dosen Kichererbsen
1 Knoblauchzehe
100 g Tahin (Sesammus)
1-2 EL Zitronensaft
Salz

Außerdem:
30 g Pinienkerne
1 unbehandelte Zitrone
1/2 Bund Petersilie

Für den Sugo Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Chili ebenfalls. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Chili darin ca. 3 Minuten anbraten. Hackfleisch und Gewürze (außer Salz und Pfeffer) zufügen und 5 Minuten kräftig weiterbraten. Tomatenmark unterrühren, mit Brühe ablöschen und bei niedriger Hitze 10-15 Minuten langsam schmoren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit für den Hummus die Kichererbsen abgießen und abspülen. Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit Tahin und ca. 100 ml warmem Wasser glatt pürieren.
Mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Zitrone abwaschen und 1-2 TL Schale abreiben. Petersilie hacken.

Hummus auf einzelne vier einzelne Schüsseln verteilen oder in eine große geben. Sugo darüber geben.
Mit Pinienkernen, Zitronenschale und Petersilie bestreut servieren.