Rhabarber-Tiramisù

Vor einiger Zeit habe ich ja hier ein Rezept für klassisches Tiramisù veröffentlicht. Das ist zwar unglaublich lecker, aber nicht so fruchtig-frühlings-frisch, wie um diese Jahreszeit vielleicht bei Euch angesagt.
Deswegen habe ich das Dessert etwas abgewandelt in eine Rhabarber-Variante.
Noch hübscher wird es, wenn Ihr den roten Himbeerrhabarber nehmt, aber den hatte mein lokaler Obstdealer leider noch nicht da. Schmecken tut es aber auch so richtig gut.

rhabarbertiramisu

Zutaten für 4-6 Personen

300 g Rhabarber
1 Päckchen Vanillezucker
250 g Quark (20% Fett)
200 g Frischkäse
80 g Zucker
Löffelbisquits
Orangensaft
1 Handvoll gehobelte Mandeln

Den Rhabarber schälen und in 1 cm lange Stückchen schneiden. Mit 1 EL Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis er zerfallen ist. Mit Zucker verrühren. Abkühlen lassen
Quark, Frischkäse und Zucker mit dem Mixer luftig aufschlagen.
Löffelbisquits in eine hübsche Auflaufform legen und mit Orangensaft beträufeln.
Die Frischkäsemasse vorsichtig darüber streichen.
Das Rhabarberkompott in Häufchen darauf verteilen, und dann mit einer Gabel durchziehen, so dass es eine leichte Marmorierung mit der Creme ergibt.

Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten und dann auf dem Dessert verteilen.

Spargelsalat mit Garnelen

Wie jedes Jahr haben wir auch dieses Mal die Spargelsaison wieder mit grünem Spargel eingeläutet. Das scheint so ein Tick von mir zu sein. Ich muss erst zwei Mal die grünen Stangen essen, bevor „the real thing“ – der Weiße – auf den Tisch kommt.

Langsam rantasten, die Vorfreude steigern…

Findet Ihr mich jetzt seltsam???

Letztes Wochenende haben wir mit Freunden also dieses Salätchen gegessen. Es kam so gut an, dass ich es Euch gerne noch als Ostervorspeise ans Herz legen würde.

spargelgarnelensalat

Zutaten für 4 Personen:
20 Stangen grüner Spargel
250 g Kirschtomaten
100 g Schafskäse
2 Handvoll Walnüsse
1 Handvoll Basilikum
250 g Garnelen (ich habe TK genommen)
3 EL Olivenöl, Salz

Dressing:
1 TL Senf
1 EL Orangensaft
1 EL Honig
2 EL weißer Balsamico
2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Den Spargel im unteren Drittel schälen, die holzigen Enden abschneiden und in mundgerechte Stücke schneiden.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Spargel einige Minuten darin anbraten, bis er gebräunt und ein bisschen weich ist. Leicht salzen
In der Zwischenzeit die Tomaten halbieren. Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie anfangen zu duften. Schafskäse zerbröseln. Basilikum in feine Streifen schneiden.
Alle Zutaten in einer großen Schüssel vermengen.
Alle Zutaten für das Dressing gut verschlagen und zum Salat geben.
Noch etwas Öl in der Spargelpfanne erhitzen und die Garnelen darin 2 Minuten scharf anbraten.
Ebenfalls zum Salat mischen und servieren.

Süßkartoffel-Gnocchi mit Rucola und Ofentomaten

Foodblogger sind ja ständig auf der Suche nach Inspiration. Ich zum Beispiel treibe mich natürlich regelmäßig auf Pinterest herum, stöbere in Kochbüchern und bei Bloggerkollegen und greife alle Rezeptheftchen ab, die in letzter Zeit vermehrt in großen Supermärkten ausliegen.

Falls Ihr auch gerne stöbert – ein guter Tipp sind auch Küchenutensilien-Online-Händler (deutsche Sprache, schöne Sprache, oder?).

Bei Hagengrote zum Beispiel bin ich auf viele leckere Rezepte gestoßen. Die meisten gehören eher in die Kategorie „Feine Küche“. Da ist vielleicht auch für Euch etwas für die Osterfeiertage dabei. Und wenn Ihr dann feststellt, dass Euch Equipment fehlt…

Mich haben die Süßkartoffel-Gnocchi gleich angesprochen. Süßkartoffeln liebe ich im Moment in so ziemlich jeder Form, und Gnocchi habe ich schon ewig nicht mehr selber gemacht. Das wurde also allerhöchste Zeit.

Zugegebenermaßen gehören Gnocchi nicht gerade zur unkomplizierten Küche: das Gemüse garen, den Teig kneten, bis er nicht mehr klebt, Rollen formen und schneiden. Dann kochen und dann nochmal anbraten…

Aber es hat sich gelohnt! Sieht gut aus, oder?

süßkartoffelgnocchi2

Zutaten für 4 Personen:

500 g Süßkartoffeln
1 Bund glatte Petersilie
250-300g Mehl (langsam steigern, bis der Teig nicht mehr klebt)
2 Eigelbe
Salz, Pfeffer
16 Kirschtomaten
2 EL Olivenöl
1 EL Butter
Rucola
Parmesan

Süßkartoffeln im Ofen bei 200 Grad ca. 45 Minuten garen. Durch Einstechen eine Garprobe machen. Pellen und noch heiß durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken (oder in der Schüssel mit einem Stampfer zerdrücken). 15 Minuten abkühlen lassen. Petersilie waschen, trocken tupfen, die Blättchen zupfen und fein hacken.
Petersilie, Mehl und Eigelbe zur Kartoffelmasse geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und zu einem Teig mischen. Falls er klebrig ist, noch mehr Mehl zufügen. Die Gnocchi-Masse zu fingerdicken Röllchen formen und in knapp 2 cm lange Stücke teilen. Die Stücke über einen Gabelrücken rollen, um das typische Gnocchimuster herzustellen. Diese Oberflächenstruktur entstand, um mehr Sauce zu binden.
Gnocchi in siedendem Salzwasser gar ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Bei abgeschaltetem Herd zugedeckt weitere 5 Minuten ziehen lassen. Mit dem Schaumlöffel herausheben, in kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
Kirschtomaten waschen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 10 Minuten backen.

Butter und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Gnocchi leicht goldbraun braten. Mit den Kirschtomaten auf vorgewärmte heiße Teller verteilen.
Rucolablättchen zufügen und Parmesanspäne darüber hobeln.

süßkartoffelgnocchi

Was die Vorbereitung angeht: Ihr könnt die Gnocchi natürlich schon vorkochen. Wenn Eure Gäste kommen, braucht Ihr nur noch die Kirschtomaten in den Ofen tun (auf keinen Fall weglassen, durch die Hitze werden Sie schön süß) und die Gnocchi anbraten. Dann habt Ihr in 10 Minuten Euer feines Essen auf dem Tisch.

Original italienisches Tiramisù

Würdet Ihr Euch am Wochenende auch gerne ein bisschen Italien-Feeling nach Hause holen? Sonne, ein bisschen Wein, dolce vita und so?

Probiert´s doch mal mit diesem Rezept für Tiramisù. Augen schließen, die Piazza vor dem geistigen Auge und dann genüsslich löffeln…

tiramisu neu

Zutaten für 4-6 Personen (je nachdem, was es vorher schon alles gab…)
etwa 180 ml starker Espresso
40 ml Amaretto
250 g Sahnequark
200 g Frischkäse
70 g Zucker
Löffelbisquits
Kakaopulver

Den Espresso mit Amaretto mischen und etwas abkühlen lassen.
Quark mit Frischkäse und Zucker zu einer glatten Masse verrühren.
Eine eckige Form (etwa 15×20 cm) mit Löffelbisquits auslegen. Mit der Kaffeemischung großzügig beträufeln, so dass die Kekse sich schön vollsaugen, aber kein Kaffee in der Form stehen bleibt.

Die Hälfte der Creme darüberstreichen.
Vorgang wiederholen.

Mindestens 2 Stunden kalt stellen, damit alles schön durchziehen kann. Es kann sogar über Nacht im Kühlschrank bleiben, d.h. man könnte es sogar schon am Vortag zubereiten.
Man kann dieses Tiramisù auch wunderbar in einer großen Form für viele Leute machen. Total unkompliziert.

Kurz vor dem Servieren mit reichlich Kakaopulver bestreuen.

Klassiker – Tomatensuppe

Wer schon länger meinen Blog liest, der weiß, dass ich ein Faible für Klassiker habe. Hier also ein neuer Beitrag aus der Reihe „einfach aber gut“.

tomatensuppe2

Zutaten für 4 Personen:

1 große Zwiebel
1 große Möhre
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
1 große Dose geschälte Tomaten
400 ml Hühnerbrühe
ein Schuss Sahne
Salz, Pfeffer, Zucker
2-3 TL Balsamico-Essig

als Topping: Crème fraîche und Basilikum (oder Thymian oder Schnittlauch)

Die Zwiebel schälen und fein würfeln, dieMöhre ebenfalls schälen und grob reiben. Knoblauch fein hacken.
Olivenöl in einem Topf erhitzen, und das Gemüse bei mittlerer Temperatur glasig dünsten (etwa 10 Minuten). Nicht zu scharf anbraten – der Geschmack soll eher süßlich werden als mit vielen Röstaromen.
Tomaten (mit Saft) zufügen und 5 Minuten köcheln lassen. Dann die Hühnerbrühe zugeben und nochmals 5 Minuten köcheln.
Mit dem Pürierstab glatt pürieren.
Sahne und Essig zufügen und mit den Gewürzen abschmecken.

Als Topping zum Servieren etwas Crème fraîche glatt rühren und mit fein gehackten Kräutern nach Wahl vermischen.

Diese Suppe eignet sich mit etwas Ciabatta gut als Vorspeise.

Wenn Kinder mitessen, koche ich meistens noch ein paar kleine Nudeln extra, die sie sich untermischen können. Auch Fleischbällchen schmecken gut als Einlage, wenn es etwas gehaltvoller sein soll.

tomatensuppe

Pastinaken-Rahm-Senf-Suppe

Habt Ihr schon mal mit Pastinaken gekocht? Lange Jahre waren sie in Vergessenheit geraten, aber seit einiger Zeit sind sie wieder schwer im Kommen. Zu Recht, wie ich finde. Ihr Eigengeschmack ist ziemlich süß. Das heißt, solo schmecken sie ein bisschen nach Babybrei. Aber das weiße Wurzelgemüse ist ein echtes Kombinationswunder: mit salzig, scharf oder fruchtig.

Meine heutige Suppe habe ich mit Senf aufgepeppt.

pastinakensuppe

Zutaten für 4 Personen:
500 g Pastinaken
1 Zwiebel
2 kleine Kartoffeln
2 EL Sonnenblumenöl
600 ml Gemüsebrühe
1 Becher Sahne
1 EL Senf (oder etwas mehr, nach Geschmack)
Salz und Pfeffer
zum Servieren: gehackte Nüsse und ein bisschen Kresse

Das Gemüse schälen und in Würfel schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und Pastinaken, Kartoffeln und Zwiebeln bei mittlerer Hitze darin anbraten, etwa 3 Minuten. Dann die Brühe zufügen und ungefähr 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
Sahne und Senf zufügen und mit einem Pürierstab pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zum Servieren ein paar Nüsse und etwas Grün auf die Suppe streuen, da die Farbe sonst so langweilig ist 😉

Pimp your Abendbrot – Auberginendip

Definitiv mal wieder Zeit für etwas Herzhaftes!

Der Auberginendip mit getrockneten Tomaten und Minze hübscht Eure Abendbrottafel auf, oder er begleitet mit ein paar Kräckern den Apéritif, oder er macht auf Baguette eine Suppe/einen Salat zur kompletten Mahlzeit, oder…

auberginendip

1 Aubergine
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
50 g getrocknete Tomaten (in Öl, aus dem Glas)
einige Zweige frische Minze
2 EL Naturjoghurt
2 TL Balsamico
Salz und Pfeffer

Die Aubergine längs halbieren, mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei Umluft 180 Grad etwa 30 Minuten backen, bis sie weich ist. Dann etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Schalotte und den Knoblauch fein würfeln. Etwas von dem Tomatenöl in eine Pfanne gießen, erhitzen und Knoblauch und Schalotte bei mittlerer Hitze darin weich dünsten.
Tomaten in kleine Würfel schneiden.
Minzblättchen von den Stielen zupfen und ganz fein schneiden.
Das Auberginenfruchtfleisch mit einem großen Löffel aus der Schale lösen und in einen Mixbecher füllen. Schalotten- und Knoblauchwürfel dazugeben und mit dem Pürierstab einmal kurz durchpürieren.
Dann die restlichen Zutaten dazugeben, gut umrühren und abschmecken.

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