Geröstete Kichererbsen – gesund snacken

Heute habe ich ein ganz einfaches Rezept für einen gesunden Snack für Euch.

Die Kichererbsen sind knusprig, können mit Eurem Lieblingsgewürz zubereitet werden – Paprika für Chipsfeeling, Raz el Hanout oder Curry für etwas orientalisches Flair, oder nur ein gutes Salz für die Puristen unter Euch – haben kaum Fett und Kohlenhydrate aber dafür viele Ballaststoffe und Proteine.

Hört sich gut an, oder? Obendrein sind sie auch noch ganz easy zuzubereiten.

Die Chipstüte kann getrost im Schrank bleiben 😉

2 Dosen Kichererbsen
1 TL Raz el Hanout oder Curry
etwas Salz
1 EL Olivenöl

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Die Kichererbsen abgießen, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen.

Danach auf einem Geschirrhandtuch in einer Lage ausbreiten und mit etwas Küchenrolle sorgfältig trocken tupfen. Wenn dabei die Schalen abgehen, dann ist das nicht schlimm.
Das Trocknen ist aber wichtig, damit die Kichererbsen im Ofen schön knackig werden.

Dann in einer Schüssel die Kichererbsen mit dem Olivenöl gut vermischen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und 30 Minuten im Ofen rösten.

Das Blech rausnehmen und nochmal in die Schüssel füllen. Jetzt die gewünschten Gewürze gut unterrühren.
Dann die Kichererbsen nochmal 10 Minuten rösten.

Das hört sich jetzt ein kleines bisschen umständlich an, hat aber natürlich einen Grund: damit die Kichererbsen knusprig werden, reichen 30 Minuten im Ofen nicht wirklich aus. Die Gewürze werden aber bitter, wenn sie länger als eine halbe Stunde geröstet werden. Alles klar?

PS: Die Kichererbsen eignen sich übrigens auch gut als Croutons in der Suppe oder im Salat.

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Die besten Brownies überhaupt

Die Backbücher von Cynthia Barcomi sind absolute Klassiker für mich. Mit ihr habe ich quasi das American Baking entdeckt, und ihre Rezepte funktionieren wirklich immer!

Dass ich zusätzlich eine emotionale Beziehung zu den Barcomi-Backwaren haben, habe ich hier (Rezept für Schoko-Kirsch-Muffins) schon mal beschrieben – im doch noch recht roughen Berlin der 90er war das Barcomi-Café in Mitte (das es ja übrigens immer noch gibt) für mich ein Verwöhn-Ort.
Außerdem habe ich auf dem Blog schon mal ihre Chocolate Chocolate-Chip-Cookies veröffentlicht.

Hier heute also endlich mal das Rezept für Brownies – der Klassiker unter den Klassikern sozusagen. Die kommen bei uns regelmäßig auf den Tisch.
Sie sind so einfach zu machen, dass meine Töchter sie schon seit Jahren selber backen.

Das Geheimnis? Viel Schokolade, wenig Mehl!

Zutaten für ca. 12 Brownies

200 g Zartbitterschokolade, zerbröckelt
75 g Butter
150 g Zucker
2 EL löslicher Kaffee
2 EL Espresso
2 Eier, leicht verschlagen
100 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
105 g Mehl
1/4 TL Salz
1/4 TL Natron

Ofen auf 190 Grad vorheizen. Eine quadratische Backform (ca. 23×23 cm) einfetten oder mit Backpapier auslegen.

Die zerbröckelte Schokolade mit der Butter, dem Zucker und Kaffee im Wasserbad schmelzen.

Unbedingt abkühlen lassen, ehe Ihr die Eier hinzufügt. Wenn Ihr die Eier in die warme Mischung gebt, werden die Brownies hart.

Jetzt die gehackte Schokolade und die restlichen Zutaten dazugeben und leicht verrühren.
Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und gleichmäßig verteilen. 25 Minauten backen.

Abkühlen lassen, bevor Ihr die Brownies in Stücke schneidet.

Fenchelsuppe mit Chorizo

Heute habe ich für Euch eine Suppe, die auch im Sommer schmeckt. Frischer Fenchel, keine Sahne, abgeschmeckt mit ein bisschen Zitrone und dazu würzige Chorizo, die immer ein bisschen an Barbecue oder den letzten Sommerurlaub in Spanien erinnert, wie ich finde.

Die Suppe kann man gut vorbereiten. Wenn Ihr dieses Gericht für Gäste kochen wollt, dann müsst Ihr vor dem Servieren nur noch kurz die Wurst anbraten. Praktisch ist die Suppe also auch, wenn Vegetarier unter Euren Freunden sind, denn sie schmeckt auch ohne die Einlage richtig lecker.

fenchelsuppe

Zutaten für 4 Personen:
2 große Fenchelknollen
1 Kartoffel
1 Zwieben
2 EL Öl
600 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
nach Belieben etwas Zitronensaft
3 Chorizowürstchen

Fenchel und Kartoffel grob, die Zwiebel fein würfeln. Das Fenchelgrün als Deko aufbewahren.
Öl in einem Topf erhitzen, das Gemüse etwa 2 Minuten anbraten. Dann die Brühe zugießen und zugedeckt 15-20 Minuten köcheln lassen.
In der Zeit die Würstchen in Scheiben schneiden und in einer Pfanne ohne Öl knusprig anbraten.
Die Suppe mit dem Pürierstab pürieren. Mit Salz, Pfeffer und eventuell Zitronensaft abschmecken.
Zum Anrichten Suppe in Teller füllen und jeweils mit einigen Scheiben Chorizo und Fenchelgrün garnieren.

Erdbeerschnecken

Manchmal entstehen die besten Gerichte ja echt aus der Not heraus – wie zum Beispiel diese echt leckeren Erdbeerschnecken.

Am Samstag Nachmittag hatte ich einen ganz oldschool Erdbeerkuchen für die Familie gebacken. Da aber gar nicht alle zum Kaffee trinken aufgetaucht sind, wurde nur etwa ein Viertel davon gegessen.

Sehr gut, dachte ich, denn am nächsten Tag hatten sich meine Eltern angekündigt. Da würde der restliche Kuchen noch reichen.

Am Abend hatten wir dann allerdings Gäste zum Grillen da. Und während die Eltern noch gemütlich beim Weinchen auf der Terrasse saßen, hat sich drinnen (also quasi zum Dessert) der restliche Kuchen in Luft aufgelöst, woran vier Kinder beteiligt waren…

Hmmmm – Kuchen kaufen tue ich ja ausgesprochen ungern.
Da ich Hefeteig liebe, hatte ich zunächst an ein paar einfache Zimtschnecken gedacht.
Aber ein paar Resterdbeeren waren noch da… Und so kam irgendwie eins zum anderen.

Fluffige und saftige Erdbeerschnecken

Das Ergebnis? Bombe. So lecker, dass ich gleich das Rezept für Euch aufschreiben muss. So schnell konnte ich kaum gucken, wie alle Schnecken weggemampft waren.

Für Hefeteig- und Erdbeerfans!

Zutaten für 10-12 Stück

Teig:
400 g Mehl
40 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Trockenhefe
40 g weiche Butter
1 Ei
180 ml lauwarme Milch

Füllung:
ca. 40 g Butter, zerlassen
2 EL brauner Zucker
ca. 350 g Erdbeeren

Alle Zutaten für den Teig in eine Rührschüssel füllen und mit den Knethaken des Mixers zu einem glatten Teig verkneten.
Ca. 1 Stunde gehen lassen.

Die Erbeeren waschen, entkelchen und in Scheiben schneiden.

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche von Hand nochmal kurz durchkneten. Dann zu einem großen Rechteck ausrollen (30×45 cm). Mit der Butter einpinseln und mit Zucker bestreuen.
Dann die Erdbeerscheiben darauf verteilen.

Von der breiten Seite her vorsichtig aufrollen und in dicke Scheiben schneiden.
Eine Spring- oder Auflaufform einfetten und die Scheiben mit der Schnittfläche nach oben hineinsetzen.

25 Minuten backen, bis die Schnecken goldbraun sind.

Tomatenchutney

Habt Ihr meinen letzten Beitrag gelesen, in dem ich über unsere Grill-Reihenfolge geschrieben habe und ein Rezept für zuckerfreien Ketchup (für Würstchen) gepostet habe? Wenn nicht, schaut noch mal schnell zurück.

Zum Fleisch hingegen passt ganz hervorragend dieses Tomatenchutney. Es ist zwar nicht so gesund, wie der selbstgemachte Ketchup, aber auch viel besser als das gekaufte: viel weniger süß und ganz frisch und aromatisch.

Tomatenchutney

Zutaten:
200 g Tomaten, am besten schön aromatische Cherrytomaten
1/2 rote Paprika
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
2 EL Balsamicoessig
1 ELbrauner Zucker
Salz und Pfeffer

Tomaten und Paprika würfeln/vierteln. Schalotte und Knoblauch fein hacken.
Alle Zutaten (bis auf Salz und Pfeffer) in einen kleinen Topf füllen und einkochen lassen, bis eine dickliche Sauce entsteht. Das dauert so ungefähr 15 Minuten.
Dann nur noch würzen – fertig.

Wer es etwas schärfer mag, kann entweder fein gehackten Ingwer Chili mitkochen.

Rhabarber-Galette

Ein letztes Rhabarber-Rezept habe ich noch für Euch, bevor die Saison für dieses Jahr wieder zu Ende geht.

Ich habe mich endlich an eine Galette gewagt, die in den Foodzeitschriften immer so wahnsinnig hip aussehen. Das ist ein Mürbeteig, bei dem der Rand einfach über die Füllung geklappt wird.
Es ist tatsächlich ganz einfach nachzumachen – und man muss noch nicht mal eine Kuchenform schmutzig machen dafür. Dafür gibt es neben den Stylepunkten auch noch Hausfrauenpunkte von mir dazu.

Also: für etwas mehr Glamour auf Eurer Kaffeetafel hier das Rezept.

Ich habe den Rhabarber zu lange im Sirup gelassen. Deswegen war er zu weich, um noch ein schönes Fischgrätmuster hinzubekommen – achtet also drauf, wenn Euch das wichtig ist.
Mit Sahne schmeckt die Galette besonders gut, wie ich finde.

Mürbeteig:
250 g Mehl
60 g Puderzucker
100 g kalte Butter in Stückchen
1 Ei
1 Prise Meersalz

noch 1 Ei
2-3 TL brauner Zucker

Belag:
200 g Zucker
Saft von 1/2 Zitrone
800 g geputzter, in 7,5 cm geschnittener Rhabarber

Nussmix:
80 g gemahlene Haselnüsse, in der Pfanne angeröstet
50 g Puderzucker
1 TL geriebene Zitronenschale

Für den Mürbeteig Mehl, Puderzucker, Butter, Ei, 2 EL kaltes Wasser und Salz in eine Rührschüssel geben und kurz glatt verkneten. Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Folie wickeln und mindestens 2 Stunden kühlen.

Währenddessen für den Sirup Zucker, Zitronensaft und 200 ml Wasser in einem großen Topf bei starker Hitze kochen lassen, bis der Zucker gelöst ist. Rhabarberstücke darin bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Im Sirup 1 Stunde abkühlen lassen. Dann herausnehmen und abtropfen lassen.

Den Teig gleichmäßig dünn ausrollen (etwa 38 cm Durchmesser). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Nüsse, Puderzucker und Zitronenschale mischen und über den Teig streuen. Dabei einen ca. 5 cm breiten Rand freilassen.
Rhabarber auf den Nüssen verteilen. Den frei gebliebenen Teig rundherum über den Rhabarber klappen.

Das Ei verquirlen. Den Teigrand mit Ei bestreichen. Braunen Zucker über den Rand streuen.

Galette im heißen Ofen etwa 20 Minuten goldbraun und knusprig backen. Am besten auf einem Kuchengitter kurz abkühlen lassen.

Schmeckt lauwarm oder kalt.

Selbstgemachter Ketchup ohne Zucker

Wir haben bei uns daheim ja eine relativ festgelegte Reihenfolge, was das Grillgut angeht: zuallererst kommen immer Würstchen – quasi als Appetizer. Ihr lacht? Aber das war doch schon bei meinen Eltern so 😉

Bei den Würstchen gibt es verschiedene Vorlieben in der Familie: rot oder hell, dick oder dünn, oder sogar die ganz fiesen mit Speck und Käse. Gar nicht so einfach, immer alles in der richtigen Menge da zu haben. Ich sag´s Euch.

Tofuwürstchen haben wir neulich auch ausprobiert, seit wir eine Vegetarierin in der Familie haben – aber die fanden wir alle nicht so gut. Das Mädel ist aber auch mit Pimientos, Maiskolben, Grillkäse und Nudelsalat sehr zufrieden, was ich gut finde, weil mit dem Fleischersatz das ist ja immer so eine Sache. Entweder oder, finde ich.

Aber ich schweife ab…

Zu Würstchen gehört natürlich unbedingt Ketchup!!! Und da mich das immer schon genervt hat, dass so viel Zucker drin ist, habe ich einige Male welchen selber gekocht.

Das ist tatsächlich einfach und geht schnell, und viele Zutaten braucht man auch nicht. Er schmeckt natürlich nicht genau so wie normaler Ketchup sondern etwas gewürziger, aber bis jetzt mochten alle, die ihn probiert haben, sehr gerne.

Zutaten:
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 EL Öl
500 g passierte Tomaten
Salz und Pfeffer
Gewürze nach Wahl – entweder Curry und Ingwer oder ein paar italienische Kräuter, evtl. etwas gemahlener Chili

Schalotte und Knoblauch fein würfeln und im heißen Öl bei mittlerer Hitze glasig andünsten. Tomaten zufügen und 15 Minuten vor sich hin köcheln lassen.
Nach Geschmack würzen und evtl. nochmal kurz durchpürieren, damit der Ketchup noch etwas feiner wird.