Kürbisgugelhupf mit Ingwer

13 Jahre ist der kochtopf jetzt schon alt.
Was??? werdet Ihr denken… lass mich mal überlegen – meine Töpfe habe ich mir doch gleich nach dem Studium gekauft – die sind also mindestens schon…
Ach, lieber nicht so genau drüber nachdenken.

Diesen kochtopf meine ich aber gar nicht. Sonst hätte ich ihn ja auch nicht klein geschrieben. Orthographie ist mir wichtig 😉
Nein, ich meine den Blog namens kochtopf.me von zorra.

Schon seit 2004 beglückt sie uns mit Rezepten, Tipps und lustigen Geschichten. Wow! Herzlichen Glückwunsch! Respekt für so viel Durchhaltevermögen! Und vielen Dank für Deine vielen inspirierenden Beiträge.

Blog-Event CXXXV - Gugelhupf (Einsendeschluss 15. Oktober 2017)

Zorra zu Ehren habe ich also auch einen Gugelhupf gebacken. Der erste in meiner neuen Form, von der ich gewusst habe, dass ich sie haben muss, seit ich sie das erste Mal gesehen habe. Hübsch, oder?

kürbisgugelhupf

Es gibt eine herbstliche Kreation mit Kürbispürree und Ingwer. Außerdem habe ich für noch mehr Saftigkeit etwas Frischkäse zugefügt. Ach ja, der Ingwer ist kandiert – die zuckrige Schärfe setzt einen schönen Akzent

Zutaten für eine Form:
125 g weiche Butter
150 g Zucker
3 Eier
200 g Pürree (von Hokkaidokürbis)
100 g Frischkäse
300 g Mehl
2 TL Backpulver
50 g kandierter Ingwer, in kleine Würfelchen geschnitten

Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
Butter und Zucker mit dem Mixer schaumig schlagen. Die Eier einzeln mit großer Geschwindigkeit unterrühren. Pürree und Frischkäse einrühren. Mehl und Backpulver mischen und von Hand unterrühren. Zum Schluss den kandierten Ingwer zufügen.
Teig in die Form füllen und ca. 60 Minuten backen. Garprobe machen.

Zum Servieren mit Puderzucker bestreuen. Oder aus Puderzucker und Wasser/Zitronensaft einen Guss herstellen. Der würde sicher auch gut dazu passen.

kürbisgugelhupf anschnitt

Hier könnt Ihr nochmal alles über das Blogevent nachlesen:
https://www.kochtopf.me/blog-event-cxxxv-gugelhupf

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#Restezauber-Aktion: Asiatischer Bratreis

Wisst Ihr eigentlich, wie viele Lebensmittel wir im Durchschnitt jährlich im Mülleimer versenken? Jeder von uns wirft pro Jahr durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg – das entspricht etwa zwei vollgepackten Einkaufswagen. Aufs ganze Land hochgerechnet ergibt das einen gewaltigen Berg von 6,7 Millionen Tonnen. Ist das nicht eine unglaubliche Menge?
Dabei macht Obst und Gemüse fast die Hälfte des Lebensmittelabfalls aus.

Wenn man oft für Gäste kocht, dann sind Reste natürlich immer ein Thema. Man will ja nicht zu wenig haben für die Runde – um Himmels willen muss bloß jeder satt werden. Das führt in der Regel dazu, dass Dinge übrig bleiben. Und die sind im wahrsten Sinne des Wortes „zu gut für die Tonne“.
Ich habe hier auf dem Blog schon öfter darüber geschrieben, dass es mir schwerfällt, Essen wegzuwerfen, und wie ich meine Reste weiterverwerte – und jetzt gibt es einen Blogwettbewerb des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zum dem Thema. Super! Ich bin dabei!

Vielleicht hat ja auch noch der eine oder andere von Euch Lust, an der tollen Aktion teilzunehmen. Bis zum 15. Oktober könnt Ihr noch Eure Ideen einreichen.

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Zu gewinnen gibt es sogar auch etwas: es gibt 4x eine #Restezauber-Tour durch Berlin für je 2 Personen mit Anreise und einer Hotelübernachtung.

Nähere Informationen findet Ihr auf der Aktionswebseite des Ministeriums.

Ich habe Euch für Euch ein Rezept für asiatischen Bratreis. Der eignet sich perfekt, um gekochten Reis und Gemüsereste zu verwerten. Bei mir bleibt oft Kohl übrig, denn die Köpfe sind ja meistens so groß, dass man selbst für 6 Leute keinen ganzen braucht. Außerdem finden sich meistens noch ein paar Lauchzwiebeln im Gemüsefach. Ihr könnt aber auch jedes andere Gemüse nehmen, das Ihr im Kühlschrank habt – und dabei ist es überhaupt nicht schlimm, wenn es schon etwas angeschrumpelt ist. Das tut dem Geschmack keinen Abbruch.

restezutaten

Zutaten für 2 Personen:
2 EL Öl
250 g gekochter Reis
ca. 1/8 Kopf Wirsing
2 Lauchzwiebeln
1/2 Paprika
(wenn Ihr mögt etwas frischen oder eingelegten Ingwer, fein gehackt)
3 Eier
3 EL Sojasauce

Wirsing, Lauchzwiebeln und Paprika in feine Streifen schneiden. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Zunächst den Wirsing eine Minute anbraten, dann Lauchzwiebeln und Paprika (und evtl. Ingwer) zufügen und zwei Minuten weiterbraten. Das Gemüse sollte noch Biss haben.
Reis ebenfalls zufügen und weitere drei Minuten braten.
Die Eier verschlagen und Sojasauce unterrühren. Dann die Eiermischung in die Pfanne geben und so lange rühren, bis die Eier vollständig gestockt sind.
Sofort servieren.

asia bratreis restezauber

 

PS: Und hier könnt Ihr Euch ansehen, was ich (fast) immer aus übrig gebliebenen Eigelb mache, wenn ich zum Beispiel einen Kuchen mit Baiser gebacken habe.
Meine Familie liebt diese Spaghetti Carbonara!

Guten Appetit!

Oktoberfestsalat mit Leberkäse

Wart Ihr mal auf dem Oktoberfest? Meins ist das ja nicht so – kollektives, bierseliges Schunkeln zu Blasmusik. Luft zum Anschneiden im Zelt und zunehmende Enthemmung gegen später. Obwohl ich ganze sieben Jahre in München gelebt habe, bin ich in meinem Herzen wohl doch einfach zu sehr norddeutsch und zu wenig barock.
Hoffentlich habe ich mich jetzt bei meinen bayrischen Lesern nicht unbeliebt gemacht…
Aber das bezieht sich ja auch nur auf die Zelte. Letztes Jahr waren wir mal wieder mit den Kindern auf der Wiesn (weil es einen Familienfeiertermin gab). Mittags, bei strahlendem Sonnenschein bummeln, Kettenkarrussel fahren und einen Steckerlfisch essen – damit kann ich mich schon eher anfreunden.
Überhaupt, das bayrische Essen, das mag ich sehr. Und deswegen habe ich heute einen Salat für Euch, der vom Oktoberfest inspiriert ist: mit Laugencroutons, Leberkäse, Radieserln und einer Vinaigrette aus süßem Senf. Mmmmh.
Bayrisch und Salat – das geht wahrscheinlich auch schon wieder nicht so 100%ig zusammen. Mei, ich kann halt nicht aus meiner norddeutschen Haut.

Lecker is! An guadn!

leberkässalat

Zutaten für 6 Personen als Vorspeise:
2 Köpfe Römersalatherzen
1 großes Bund Petersilie
1 Bund Radieschen
200 g Leberkäse
2 Laugenstangen

Für die Vinaigrette:
2 EL süßer Senf
1/2 Zehe Knoblauch
2 EL weißer Balsamicoessig
4 EL Olivenöl
etwas Salz

Dazu passen übrigens gut einfach Brezen mit Obazda. Das Rezept habe ich in meinen Bloganfangszeiten mal aufgeschrieben. Hier klicken und nicht über die Bilder lachen!

Asiatischer Krautsalat

Deutschland im Herbst: auf den Ständen am Wochenmarkt stapeln sich Kohlköpfe – Rotkohl, Weißkohl, Wirsing… OMG, wie öde.

Nein – überhaupt nicht. Fast alle regionalen deutschen Gemüsesorten kann man durch ein paar exotische Zutaten so aufpeppen, dass es ein echtes Geschmackserlebnis wird. Ich hatte hier schon mal ein Thaicurry mit Steckrüben und Grünkohl und einen fruchtigen Rotkohlsalat gepostet.

Heute gibt es einen asiatischen Krautsalat aus Spitzkohl für Euch. Spitzkohl ist ein bisschen feiner und weicher als der normale Weißkohl, eignet sich also gut für Salat. Der Clou ist aber die Sauce. Wenn Ihr ab und zu mal thailändisch kocht, habt Ihr die Zutaten vielleicht sogar alle im Haus.

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1/2 Spitzkohl (ca. 600g)
2 Möhren
1 Bund Koriander
50 g Erdnüsse

Dressing:
4 EL Fischsauce
4 EL Reisessig
2 EL Agavendicksaft
1 EL Sesamöl

Den Kohl in ganz feine Streifen schneiden, die Möhren raspeln, Koriander und Erdnüsse grob hacken. Alles in eine große Schüssel füllen.
Die Zutaten für das Dressing gut miteinander verrühren.
Über den Salat geben und vor dem Servieren mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen.

Der Salat eignet sich perfekt als leichtes Mittagessen, Vorspeise, Beilage oder als Teil eines Buffets.

Curry mit Schweinefleisch und Süßkartoffeln

Hier war lange Funkstille – in den Ferien bin ich einfach nicht dazu gekommen, für Euch etwas zu schreiben. Und nach den Ferien hatten wir dann noch eine Einschulung (ins Gymnasium), Besuch, ein Tennisturnier für Mama, eins für den Sohn, Termin in Berlin, nochmal Besuch, eine Aufstiegsfeier und einen Kindergeburtstag … Da hatte ich absolut keinen Kopf dafür, auch noch neue Gerichte auszuprobieren und zu fotografieren. Aber so langsam kehrt der Alltag wieder ein und die Experimentierfreude zurück.

Ich gebe zu, ein Curry ist nun nicht gerade der Inbegriff von Experimentierfreude, aber diese Kombi hat meinen Eltern und uns so gut geschmeckt, dass ich es gerne teilen möchte. Ich habe das erste Mal kein Filet verwendet, sondern etwas durchwachsenes Fleisch. Das habe ich bei Donna Hay gesehen, und es war wirklich klasse. Ich bilde mir ein, dass das Curry dadurch noch cremiger und intensiver geschmeckt hat.

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Zutaten für 6 Personen

1 EL rote Currypaste
1 kg Schweinenackensteaks
2 große Süßkartoffeln (ca. 700 g)
2 Dosen Kokosmilch á 400 ml
200 ml Hühnerbrühe
einige Kaffirlimettenblätter
2 EL Limettensaft
2 TL abgeriebene Limettenschale
1 EL brauner Zucker
1,5 EL Fischsauce
1 Bund Koriander

Steaks und Süßkartoffeln würfeln.
Eine große Pfanne erhitzen und die Currypaste darin eine Minute dünsten. Das Fleisch zugeben und unter Rühren ca. 4 Minuten garen. Kokosmilch, Brühe und Limettenblätter zufügen und zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen. Dann die Süßkartoffeln zugeben und weitere 15 Minuten zugedeckt mitschmoren, bis Fleisch und Kartoffeln gar sind.
Limettensaft und -schale, Fischsauce und Zucker einrühren und abschmecken.
Zum Servieren mit gehacktem Koriander bestreuen.

Dazu Jasmin- oder Basmatireis kochen.

Das Curry kann natürlich schon vorgekocht werden.

Als Vorspeise gab es bei uns einen asiatischen Gurkensalat. Das hat sehr gut dazu gepasst. Das Rezept findet Ihr hier.

Summerfood – Tomatentarte

Das Gemüse des Sommers sind für mich ganz eindeutig Tomaten. Ja klar, man kann das ganze Jahr über Tomaten kaufen, aber bei kaum einem anderen Gemüse ist der Geschmacksunterschied so frappierend. Eine reife Tomate, am besten noch warm vom Sonnenschein, direkt aus dem eigenen Garten, ist überhaupt nicht zu vergleichen mit der wässrigen Gewächshausvariante.

Wir lieben dann auch Tomaten pur – als einfachen Salat mit etwas roter Zwiebel oder als Caprese mit Büffelmozzarella und Basilikum oder auf ein Frischkäsebrot mit frisch gemahlenem Pfeffer.

Neulich habe ich mal diese Tarte ausprobiert, und das Rezept möchte ich gerne hier bei der Blogparade „World Wide Summerfood“ mit Euch teilen. Die Tomate soll der Hauptdarsteller bleiben. Deswegen habe ich den sonst so typischen Milch-Eier-Guss auf ein Minimum reduziert.

tomatentarte

Den Teig könnt Ihr schon am Vortag kneten und dann im Kühlschrank kalt stellen. Dann habt Ihr die Tarte schnell im Ofen.

Zutaten für den Teig:
220 g Mehl
125 g kalte Butter
1 Ei

Butter in kleine Stückchen schneiden. Mit dem Mehl vermischen, das Ei zufügen und mit der Hand oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. Eine Kugel formen, etwas flach drücken, in Frischhaltefolie einwickeln und ca. 1 Stunde (oder länger) kalt stellen.

Für den Belag:
400 g Kirschtomaten
1 Bund Basilikum
Salz und Pfeffer
200 g Schmand
1 EL rotes Pesto
1 Ei
1 Rolle Ziegenkäse

Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Tomaten halbieren. Basilikum in Streifen schneiden. Schmand mit Pesto und Ei gut verrühren.

Den Teig zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie ausrollen und vorsichtig in eine gefettete Form legen. Mit der Schmand-Pesto-Mischung bestreichen. Tomaten mit Basilikum und Salz und Pfeffer mischen und auf die Sauce geben. Mit Ziegenkäse belegen. 30-40 Minuten backen.

Teig, Tomaten, Käse: meine World Wide Summer Food-Tarte würde natürlich ich in Italien verorten.
Gastgeberin dieses schönen Events, bei dem ich schon viele tolle Rezepte entdeckt habe, ist übrigens Birgit von Backen mit Leidenschaft in Kooperation mit Zorra vom Kochtopf.

Blog-Event CXXXIII - World Wide Summerfood (Einsendeschluss 15. August 2017)

Brotsalat mit Paprika, Rucola und Passionsfruchtdressing

Mein Co-Gastgeber liebt Brot. Ohne Brot könnte er nicht überleben. Baguette mit Leberpastete, Ciabatta mit Käse, Fladenbrot mit Humus, Sauerteigbrot mit Zwiebelschmalz, Pumpernickel mit Schinken, Knäcke mit vegetarischer Mango-Curry-Paste. You name it! Aber gut, ich finde, es gibt schlimmere Marotten…

Neulich hat er mich allerdings damit vor Lachen fast zum Heulen gebracht. Wir sprachen über seinen Arbeitstag, der ein Mittagessen beinhaltete. Klar, ich wollte natürlich wissen, was es dort gab (Berufskrankheit):
„Einen ganz leckeren Salat! Hmm, war der gut.“
Ich so: „Aha, was war das denn für einer?“
Er, ganz trocken: „Brotsalat!“

brotsalat neu

Tatsächlich mag ich Brotsalat auch sehr gerne, und ich habe sogar ein tolles Rezept mit einem ausgefallenen Dressing, das ich vor Jahren mal im Kochhaus erstanden habe. Das ist mir jetzt wieder eingefallen, und der wird sicher mal für den nächsten Terrassenabend mit Freunden gemacht.

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

1 halbes Baguette
1 Bund Rucola (ca. 100g)
einige Zweige Basilikum
12 Cocktailtomaten
je 1 rote und gelbe Paprika
1 rote Zwiebel
2 Passionsfrüchte (Maracuja)
weißer Balsamico, Olivenöl
1 TL Senf
Salz und Pfeffer

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Das Baguette längs halbieren, jede Hälfte in 2 bis 3 Streifen schneiden und dann in etwa 2 cm große Würfel. Die Brotwürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 5 Minuten im Ofen trocknen. Herausnehmen und beiseite stellen.

Rucola waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Basilikumblätter etwas klein schneiden. Cocktailtomaten waschen und halbieren. Alles in eine große Schüssel geben.

Paprika entkernen und waschen. In Streifen schneiden und je nach Größe diese nochmal halbieren oder dritteln. Zwiebel schälen und grob würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse ca. 3 Minuten scharf anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen.

Die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel herausschaben. Mit Senf, 2 EL Balsamico, 2 El Wasser und 2 EL Olivenöl gut verschlagen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Brot und Paprika zu den übrigen Zutaten in die Schüssel geben. Das Dressing darübergießen. Gut vermengen und sofort servieren.

Tipp: reife Passionsfrüchte haben schon eine etwas schrumplige Schale. Sieht komisch aus, gehört aber so. Nicht abschrecken lassen.