Wie ich meine Wohnung in 30 Minuten vorzeigbar mache – und ein Rezept für Pasta mit Chorizosugo

Neulich habe ich von der Verbraucherzentrale ein Büchlein mit dem schönen Titel „Haushalt im Griff. Einfach, schnell und nachhaltig“, geschrieben von Carina Frey, zugeschickt bekommen. Hört sich ja nicht so wahnsinnig spannend an, steckt aber wirklich randvoll mit super Tipps zu allen möglichen Themen. Bei einer Geschichte bin ich natürlich gleich hängen geblieben:

Wie mache ich meine Wohnung in einer halben Stunde vorzeigbar?

Endlich hat das mal jemand aufgeschrieben. Denn wer öfter Gäste einlädt, der kennt das Problem der richtigen Prioritätensetzung bevor es an der Haustür klingelt.
Das wollte ich Euch auf keinen Fall vorenthalten. Und weil es ja nicht nur relevant ist, wenn es Pasta mit Chorizosugo gibt, habe ich Euch alle Tipps unter folgender Seite verlinkt: https://gaesteganzeasy.wordpress.com/aufraeumen-und-putzen/

Und jetzt gibt es erstmal ein Rezept:

chorizo sugo

Zutaten für 4 Personen:

500 g Nudeln

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Stangen Staudensellerie
5 Zweige Thymian
4 Tomaten
300 g Chorizo
3 EL Olivenöl
150 ml trockener Rotwein (oder Brühe)
Salz
1 Bund Petersilie
nach Wunsch geriebener Parmesan

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Sellerie waschen und ebenfalls fein hacken. Vom Thymian die Blättchen abzupfen: Von den Tomaten die Stielansätze entfernen und würfeln. Die Chorizo, falls nötig, häuten und in kleine Würfel schneiden.
Das Öl in einem Topf erhitzen. Darin Zwiebel mit Knoblauch, Sellerie und Thymian unter Rühren bei mittlerer Hitze andünsten. Die Chorizo zugeben und kurz mitdünsten. Die Tomaten untermischen, den Wein angießen und alles mit Salz würzen. Offen bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis der Sugo eindickt.
In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen und die Petersilie waschen und klein hacken.
Sugo am Ende mit der Petersilie mischen und nochmals mit Salz abschmecken.

chorizo sugo 2

PS: Das Büchlein habe ich übrigens zugeschickt bekommen, weil ich auch ein paar Tipps beigesteuert habe. Man kann den Ratgeber bei der Verbraucherzentrale käuflich erwerben. Ihr findet ihn hier:
https://www.ratgeber-verbraucherzentrale.de/familie-kinder/haushalt-im-griff-46008867

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Selbstgemachtes Kräuterbaguette

Der Sommer ist zurück in Hamburg – wie schön!
Überhaupt ist der Sommer ja dieses Jahr eine echte Granate. Wir haben schon jetzt gefühlt öfter gegrillt, als in den letzten drei Jahren zusammen.

Für mich ist das Wichtigste beim Grillen ja eigentlich nicht das Fleisch und die Würstchen, sondern die Beilagen: leckere Salate, gegrilltes Gemüse, Antipasti und natürlich Brot. Daran alleine könnte ich mich schon sattessen.

Die Kinder (und überhaupt viele Leute, wie ich festgestellt habe) essen total gerne Kräuter- oder Knoblauchbaguette. Ja genau, das fertige aus der Tüte – das gibt es auch bei uns hin und wieder 😉
Mir schmeckt das Brot aber immer zu intensiv und irgendwie zu künstlich. Ich finde, es hinterlässt so ein ähnliches Gefühl wie Chips.

Deswegen habe ich letzte Woche mal probiert, und ein Kräuterbaguette selber zu machen. Und es ist wirklich ganz toll geworden. Es schmeckt nicht ganz so intensiv wie das gekaufte, dafür aber viel frischer. Die einzelnen Kräuter kann man richtig rausschmecken. Und meins war auch nicht ganz so fettig wie das Fertigprodukt. Beim nächsten Mal will ich es unbedingt mal mit einem Vollkorn- oder Dinkelbaguette ausprobieren. Dann ist es schon fast richtig gesund.

Und – versprochen – der Arbeitsaufwand hält sich echt in Grenzen. In 10 Minuten ist alles fertig.

kräuterbaguette

Zutaten:
1 großes Baguette (ein fertiges vom Bäcker, kein Aufbackbaguette)
150 g weiche Butter
1 Handvoll frische Kräuter (Petersilie, Rosmarin, Thymian, Oregano… je nach Geschmack)
1 Knoblauchzehe
1 TL Zitronensaft
etwas abgeriebene Zitronenschale
Salz und Pfeffer

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Das Baguette im Abstand von ca. 2 cm schräg einschneiden, aber nicht durchschneiden.
Die Butter mit dem Mixer kurz luftig aufschlagen. Knoblauch pressen und Kräuter fein hacken. Alles zur Butter fügen und gut durchrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Butter in die Baguettespalten streichen. Das Brot 5 Minuten im heißen Ofen backen. Fertig!

Ich habe für mein Baguette wahrscheinlich eher nur so 100 g gebraucht. Das müsst Ihr mal ausprobieren, wie es Euch am besten schmeckt. Den Rest kann man sich ja sonst auch wunderbar auf sein Steak streichen.

PS: Die frischen Kräuter auf dem Foto sind nur Deko…

Deutschland-Burger

Na, das war ja was am vergangenen Sonntag…

Eigentlich wollte ich mir diesen hübschen Deutschland-WM-Burger für später aufheben, aber da „wir“ nun Samstag doch schon quasi ein Endspiel spielen und ich nicht weiß, ob ich hinterher noch Verwendung für ihn finde…

Vielleicht hilft´s!

deutschland burger

Zutaten für 4 Burger

Brötchen:
210 g Weizenmehl Type 550
1/2 Päckchen Trockenhefe
20 g Zucker
1/2 gehäufter Teelöffel Salz
60 ml Milch
1 Eigelb
20 g weiche Butter
12 g Sepiatinte (vom Fischhändler)
1 Eiweiß
nach Belieben 1 Prise schwarze Sesam- oder Mohnsamen

etwas Kräuterbutter

Mehl, Hefe, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermengen. Die lauwarme Milch zugießen, Eigelb, Sepiatinte und die Butter zugeben und mit den Händen zu einem homogenen Teig verkneten.
Den Teig etwa 2 Stunden gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
Dann den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche abschlagen und in 4gleich große Stücke zerteilen. Zu ebenmäßigen Kugeln rollen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen, leicht mit Mehl bestäuben und die Teiglinge darauf setzen. Locker mit Frischhaltefolie bedecken und etwa 1 weitere Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Das Eiweiß mit etwas Wasser verschlagen. Die Teiglinge mit einem weichen Pinsel mit dem Eiweiß bestreichen und nach Belieben mit Sesam oder Mohn bestreuen.
Die Buns im Ofen 15-18 Minuten backen, bis sie goldbraun und aufgegangen sind. Vor dem Durchschneiden abkühlen lassen.

Salsa:
4 aromatische Tomaten
1 rote Zwiebel
30 g BBQ-Sauce
1 TL Rotweinessig
1 EL Olivenöl
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Tomaten und Zwiebel fein würfeln. Mit den übrigen Zutaten vermischen.

Fleisch:
4 Maispoulardenbrüste (ohne Haut und Knochen), altermativ nehmt Ihr einfach Hähnchenminutenschnitzel und bestreicht sie mit einem Olivenöl-Curry Gemisch für etwas mehr Farbe
2 EL Olivenöl
4 Scheiben Cheddarkäse

Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Hähnchenbrüste bei mittlerer Hitze von beiden Seiten braten, bis das Fleisch durch ist. Gegen Ende jedes Stück mit einer Scheibe Käse bedecken, so dass er ein bisschen schmilzt.

Die unteren Brötchenhälften mit Kräuterbutter bestreichen. Hähnchen und Salsa darauf schichten und mit der oberen Brötchenhälfte bedecken.

deutschland burger zutaten

Die Burger unbedingt schon vor dem Spiel essen, damit Ihr ordentlich Daumen drücken und anfeuern könnt!

PS: Ich weiß, die Buns sind relativ aufwändig. Haltet mal die Augen im Supermarkt Eures Vertrauens offen. Dieser Tage kann man manchmal schwarze Buns kaufen. Ich habe neulich bei Penny welche gesehen. Dann schafft Ihr die Beauties noch locker vor dem Anpfiff.

Gebackener Salat mit Schinken und Caesar-Dressing

Der Schuljahresendwahnsinn hat mich voll im Griff. Aus irgendeinem Grund hatte ich angenommen, dass es dieses Jahr nicht so schlimm werden würde. Im Moment weiß ich allerdings nicht so richtig, wie ich dazu kommen konnte.

Ein großes Schulkonzert, ein kleineres Klassenorchesterkonzert, zwei Wir-verabschieden-uns-von-den-Klassenlehrern-Nachmittage, Schülertriathlon, Impf- und Kieferorthopädentermine, ein 16. Geburtstag, Hochphase der Hockey- und Tennissaison (die mich leider noch mehr Nerven kostet als üblich, weil es so eng ist dieses Jahr) und dazu auch noch die WM. Da haben wir oft Gäste zum Fußball gucken. Puh!

Umso wichtiger ist Effektivítät beim Kochen. Sachen vorbereiten wenn man Zeit hat, und dann nur noch ab in den Ofen damit – das ist mir im Moment die liebste Variante.

So funktioniert auch dieser Salat. Und köstlich ist er noch dazu.

gebackener salat

Zutaten für 4 Personen:
4 Romanasalatherzen
2 EL weißer Balsamico
1 Prise Salz
16 Basilikumblätter
8 Scheiben Schinken (am besten Serrano oder Parma)

Dressing:
1 Eigelb
50 g Sauerrahm
1 TL Kapern
1 Sardellenfilet
1 EL Rotweinessig
30 g Pflanzenöl
Pfeffer aus der Mühle

Parmesan zum Reiben

Den Backofen auf 190 Grad Umluft vorheizen. Die Salatherzen waschen und der Länge nach halbieren. Den Balsamico mit 1 Prise Salz verrühren. Die Salatherzen damit bestreichen. Auf jeden Hälfte 2 Basilikumblätter legen und alles mit einer Scheibe Schinken umwickeln. Die Päckchen auf einem Blech verteilen und im Ofen etwa 10 Minuten backen.

Für das Dressing alle Zutaten in einen Mixbecher geben, mit dem Pürierstab pürieren und abschmecken.

Die Salatherzen aus dem Ofen nehmen und mit dem Caesar-Dressing beträufeln. Vor dem Servieren etwas Parmesan darüberreiben.

PS: Rezept aus „Ein Blech. Kein Stress“

 

Spargel vom Blech mit Holunderblütensirup und Limette

Für dieses Spargelgericht müsst ihr die gewohnten Geschmacksbahnen mal verlassen. Der Gaumen erwartet ja irgendwie die Mischung aus salzigem Schinken, weichen Kartoffeln und buttriger Sauce. Oder wie geht es Euch?

Dieses Gericht ist ganz anders: der Spargel bleibt schön knackig im Ofen, die Sauce ist süß-sauer-scharf, man nimmt den Spargelgeschmack durch die ungewohnte Kombination von Aromen ganz anders wahr. Und es ist alles ganz pur und dadurch sehr intensiv.

Diese Vorspeise weckt die Geschmacksknospen auf, so dass sie sich bestens als Auftakt für ein Menü eignet.

spargel vom blech vorspeise

Zutaten für 6 als Vorspeise:
für jeden drei schlanke Stangen Spargel, also 18
100 ml Holünderblütensirup
1 Limette
1 Jalapeno-Chilischote (oder eine normale grüne)
100 ml Pflanzenöl
Basilikum
Salz

Den Spargel schälen und auf einem Blech verteilen. Den Holunderblütensirup dazugeben. Die Limette heiß abwaschen. Die Schale über den Spargel reiben und den Saft auspressen und dazugeben. Salzen und alles gut mischen. 30 Minuten marinieren.

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Chilischote in feine Ringe schneiden und zum Spargel geben. Das Öl dazugießen, alles nochmals vermengen und wieder flach auf dem Blech verteilen. Den Spargel im Ofen 20-25 Minuten garen.

Die Basilikumblätter abzupfen und vor dem Servieren über den Spargel streuen.

PS: Der aufmerksame Leser wird sehen, dass ich das Gericht ohne Chili zubereitet habe. Kann ich aber nicht empfehlen. Ich bin mir sicher, die Schärfe gibt dem Spargel erst den richtigen Kick. Außerdem habe ich das Ganze in einer Auflaufform zubereitet, weil ich nur eine kleine Portion gemacht habe. Ein Blech ist aber passend, weil der Spargel dann nicht zu sehr in der Sauce schwimmt und darin gekocht wird.
Das Rezept stammt übrigens wieder aus dem Buch „Ein Blech. Kein Stress“

One-Pot-Pasta mit Spargel und Tomaten

Ihr kennt ja bereits meine Begeisterung für One-Pot-Pasta-Gerichte. Ein bisschen Vorbereitung, minimaler Aufwand während der Besuch schon da ist, und vor allem – darüber freut sich besonders der Co-Gastgeber – minimaler Abwasch.

Ein Gericht mit grünem Spargel habe ich hier ja bereits veröffentlicht. Das gefällt Euch offensichtlich sehr gut 😉
Deswegen wollte ich unbedingt auch noch ein Rezept mit weißem Spargel schreiben, denn der ist ja doch ein bisschen feiner, und deswegen vielleicht besser für Gäste geeignet. In diesem Gericht sind frische und getrocknete Tomaten gemischt. Ich finde, das intensiviert den süßlichen Tomatengeschmack, der dann schön mit dem leicht bitteren Spargelaroma harmoniert. Für etwas Crunch (und etwas Farbe) gibt es Zuckerschoten, die erst kurz vor Ende der Kochzeit hinzugefügt werden.

Nebenbei ein Blick in unsere grüne Hölle 😉

one pot spargel tomate

Zutaten für 4 Personen:
400 g Nudeln
12 Stangen Spargel
250 g Cocktailtomaten
100 g getrocknete Tomaten
800 ml Gemüsebrühe
Zuckerschoten
Salz und Pfeffer
frisch geriebener Parmesan

Den Spargel schälen, die Enden abschneiden und die Stangen in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Cocktailtomaten waschen und halbieren oder vierteln. Die getrockneten Tomaten in Würfel schneiden.
Alle Zutaten bis zur Gemüsebrühe in einen großen Topf geben. Aufkochen, den Herd nur wenig herunterschalten und 12-14 Minuten alles kochen lassen, bis die Flüssigkeit verdampft/aufgesogen ist und die Nudeln weich sind. Bei Bedarf etwas Wasser nachkippen. Immer wieder umrühren, damit die Nudeln sich nicht am Topfboden festsetzen.
Zuckerschoten in feine Streifen schneiden und 1 Minute vor Ende der Garzeit zufügen und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Servieren Parmesan darüber streuen.

one pot spargel tomate 2

Die Idee zum Rezept stammt vom Kochhaus. Dort wird es aber nicht als One-Pot-Variante gekocht.

Pavlova mit Karamellstrudel und Blaubeeren

Zu unseren Gerichten, die ganz oben auf der „Wünsch-Dir-was-Liste“ stehen, gehört auf jeden Fall Spaghetti Carbonara – richtig klassisch italienisch mit einer Sauce aus wenig Sahne und viel Ei, bzw. Eigelb.
Deswegen muss ich auch immer wieder übrig gebliebene Eiweiße verwenden, denn die einfach wegzuwerfen, bringe ich nicht übers Herz.
Neulich wollte ich mal wieder Baisers für ein Pavlova-Dessert backen. Das habe ich schon öfter für Gäste gemacht (zum Beispiel mit Schokoladenbaisers und Kirschkompott), und es kommt jedes Mal wieder gut an.
Gerade als ich darüber sinnierte, mit was ich die Baisers ein bisschen aufmotzen konnte, kam meine Tochter in die Küche gelaufen. Offenbar hatte sie gerade ihr Zimmer aufgeräumt, denn in der Hand hielt sie eine französisch beschriftete Flasche: gesalzene Karamellsauce, die ihre Austauschschülerin mitgebracht hatte (deren Besuch allerdings schon einige Wochen zurückliegt. Wo die Flasche in der Zwischenzeit wohl rumgeflogen ist??? Ich möchte es gar nicht so genau wissen.)
Tadaa – da war die Lösung. Das Ergebnis: hinreißend. Die besten Baisers ever! Probierts aus.

baiser karamell

Zutaten für 6-8 Baisers:
4 Eiweiß
200 g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Weißweinessig

Den Ofen auf 150 Grad vorheizen.

Eiweiß mit dem Mixer sehr steif schlagen, dabei nach und nach Zucker, Salz und Essig zufügen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech (oder zwei) 6 bis 8 Kreise formen. Auf jeden Kreis 1 TL Karamellsauce tröpfeln und leicht kreisförmig verswirlen.

Jetzt den Ofen auf 120 Grad runterdrehen und die Baisers 35-40 Minuten backen, bzw. eher trocknen (je nach Dicke). Den Ofen ausschalten und im geschlossenen Ofen abkühlen lassen.

In einer Blechdose kann man die Baisers gut 2-3 Tage aufbewahren.

Für die Füllung:
2 Becher Sahne
viele Blaubeeren
Sahne steif schlagen. Kurz vor dem Servieren auf dei Baisers streichen. Mit reichlich Blaubeeren garnieren.

baiser karamell pavlova