Rhabarbersirup

Für Gin Tonic, für Sekt, auf Eis oder Pudding oder einfach nur als Schorle – Rhabarbersirup ist eine echte Allzweckwaffe und dabei ganz einfach gemacht.

Rhabarbersirup

Zutaten für etwa 500 ml:
1 kg Rhabarber ungeschält, also etwa 800 g geschält
350 g Zucker
Saft von 1 Zitrone
400 ml Wasser

Den Rhabarber in kleine Stückchen schneiden. Mit Zucker in einem großen Topf vermischen. Wasser und Zitronensaft zufügen.
Aufkochen, dann die Temperatur etwas herunterschalten und 10-15 Minuten köcheln lassen, bis der Rhabarber zerfallen ist. Etwas abkühlen lassen, ein feines Sieb mit einem Mulltuch auslegen. Dadurch den Rhabarber abgießen. In eine Flasche füllen und ab in den Kühlschrank damit.

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Carrot Cake 2.0 BETA – Aus dem Leben eines Foodbloggers

Aus gegebenem Anlass: habt Ihr Lust, mal zu hören, mit welchen Fails wir Foodblogger uns so herumschlagen? Ich habe da vor ein paar Tagen echt die Slapstick-Klassiker gebracht.

Ihr wisst ja – das Blogevent RECREATE von „bake to the roots“, über das ich im letzten Beitrag geschrieben habe. Hatte ich mich total drauf gefreut. Endlich mal eine Gelegenheit, neue Fotos von den Carrot Cake Muffins zu machen. Ein freier Vormittag, super! Los geht´s.

Die Muffins sind dann auch schnell gemacht. Aber bereits als ich den Ofen öffne, die erste kleine Irritation: hmmm, die hübschen Förmchen mit den Gesichtern sind doch etwas durchgefettet. Dabei sind sie doch aus Pappe und so dick. Hätte ich von innen noch Backpapier einlegen sollen? Na ja, sooo schlimm sieht es auch wieder nicht aus. Und zum Glück hatte ich ja noch einige in gefaltetem Backpapier gemacht.

Jetzt das Frosting: Puderzucker… irgendwo müsste doch noch ein Päckchen sein. Alle Schubladen aufgezogen – nix. In der Speisekammer im Keller – nix. Sch… Gut, dass ich nette Nachbarn habe. Hoffentlich ist auch jemand zu Hause. Schnell rübergelaufen. Aaah, ein angebrochenes Päckchen findet sich noch zwei Häuser weiter. Mehr brauche ich ja gar nicht. Check!

Komisch!!! Warum ist denn das Frosting heute so flüssig??? Das kann ich so nicht in einen Spritzbeutel füllen. Das kann ich noch nicht mal auf die Muffins streichen – es ist so flüssig, dass es einfach runterlaufen würde. Also RICHTIG flüssig.
Ab in den Kühlschrank damit. Das hilft ja meistens. Der erste bange Blick auf die Uhr. Wann haben die Kinder heute Schulschluss?

Gut, dann baue ich eben schon mal das Set auf. Das dauert aber nur 5 Minuten. Das Frosting ist (natürlich) immer noch genauso flüssig. Und auch nach 30 Minuten hat sich noch nichts getan. Ich meine NICHTS. So langsam bricht Unruhe aus.

Eigentlich verwende ich ja überhaupt gar keine Tricks (ehrlich nicht), aber heute probiere ich mal aus, ob das Frosting mit 2 EL Mehl spritzfähig wird. Puuuh, das müsste gehen. Schnell, schnell – in den Gefrierbeutel, Ecke abschneiden, Tülle rein. Ich drücke beherzt… und die Hälfte des Frostings landet auf dem ersten Muffin und dem Brett. In der Eile hatte ich das Beutel-Ecken-Loch zu groß geschnitten. Noch viel schlimmere Schimpfwörter als SCH… fliegen durch die Küche. Das darf doch alles gar nicht wahr sein!

Da das Blogevent aber morgen zu Ende ist, muss ich das jetzt durchziehen. Also versuche ich, mit einem Messer möglichst dekorativ das verbliebene Frosting auf einige Muffins zu streichen. Shabby chic sozusagen. Ist aber echt nicht so einfach.

Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich natürlich schon überhaupt keine Muße mehr, alles so richtig nett hinzurichten. Vor allem brauche ich die Fotos jetzt SCHNELL im Kasten. Ich mache die Kamera an… und? Ahnt Ihr es schon? Genau: Akku leer. Also RICHTIG leer. Die Kamera geht einfach direkt wieder aus.
Panik! Noch mehr Rumgefluche. Womit habe ich das eigentlich verdient? Ich armes Foodbloggerlein?

Jetzt stehen schon die ersten Kinder vor der Tür. HUNGER! Also gut, ist jetzt auch schon egal. Ich koche Nudeln, mache schnell drei Fotos und lade alles hoch, obwohl ich nicht zufrieden bin.

Aber, wie Ihr seht, das Thema hat mir keine Ruhe gelassen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich hatte mir fest vorgenommen, noch bessere Fotos zu machen. Gestern war es dann endlich soweit. Voilá!

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Süßkartoffelsuppe mit Orange und Ingwer

Da die winterlichen Temperaturen dieses Jahr ja besonders hartnäckig sind, habe ich heute mal wieder ein Süppchen für Euch. Geeignet wie immer als Vorspeise für Gäste oder als Hauptgericht für 2 – dann vielleicht mit Brot und Salat.

Die Süßkartoffel wird hier aufgepeppt durch etwas Schärfe vom Ingwer, frischer Fruchtigkeit von der Orange und einer ganz leichten Bitternote von deren Schale. Dabei ist sie wunderbar sämig. Probiert´s mal aus.

suskartoffelsuppe

Für 4 Personen:
1 unbehandelte Orange
1 große Süßkartoffel (ca. 500 g)
1 rote Zwiebel
ca. 25 g frischer Ingwer
1 Zehe Knoblauch
2 EL Olivenöl
1 EL Honig
700 ml Gemüsebrühe
Salz

Die Orange heiß waschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
Süßkartoffel schälen und würfeln. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein schneiden.
Olivenöl in einem Topf erhitzen. Das gesamte Gemüse anschwitzen. Honig zufügen und kurz mitbraten, dann mit Orangensaft ablöschen.
Brühe zugießen und zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Pürieren und mit Orangenschale und Salz abschmecken.

Ciabattabrötchen aus no-knead-Teig

Bei uns in Hamburg waren ja Herbstferien in den letzten zwei Oktoberwochen. Wir sind zu Hause geblieben und hatten eine echt gemütliche Zeit: ausschlafen, Harry Potter lesen, Filme gucken, Karten spielen, ein bisschen Sport… und natürlich gemeinsam kochen und essen!

Ich nutze die Zeit, wenn die Tage nicht ganz so durchgetaktet sind, gerne dafür, neue Sachen auszuprobieren. Mal wieder mit Muße durch Pinterest surfen und ein paar Zeitschriften anschauen, Inspirationen sammeln, einen großen Einkauf machen und dann munter drauflos kochen und backen.

Gut für Euch! Denn ab heute gibt es eine dreiteilige Miniserie vom Ferienhighlight. Den Anfang machen Ciabatta-Brötchen. No-knead-Teig (also Teig, den man nicht knetet, sondern einfach nur zusammenrührt, gehen lässt und ein bisschen in Form faltet) hat mich schon lange gejuckt.

Und es geht tatsächlich. Die Brötchen sind wunderbar fluffig geworden – es sind richtige Luftbläschen drin. Ganz wie es bei gutem Ciabatta sein soll. Außerdem ist die Kruste knusprig und das Innere schön weich. Toll!

ciabatta

Zutaten für 12 Brötchen oder 2 Baguettes:

1 Päckchen Trockenhefe
550 ml lauwarmes Wasser
2 TL Zucker
600 g Weizenmehl
1 EL Salz

Die Hefe und den Zucker in dem Wasser auflösen und etwas ziehen lassen (etwa 15 Minuten). Das Mehl mit Salz in einer großen Schüssel mischen. Dann die Hefemischung zufügen und gut miteinander verrühren. Der Teig ist sehr flüssig, aber das muss so. Nicht noch mehr Mehl zufügen.

Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und etwa 8 Stunden (oder über Nacht) bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Danach den Teig (am besten mit Hilfe einer Teigpalette oder eines Gummispatels) auf eine ordentliche bemehlte Arbeitsfläche schütten. Zwei Bleche mit Backpapier auslegen und das Papier ebenfalls leicht mehlen.
Jetzt den Teig in 12 Teile teilen – das ist erstmal ungewohnt, weil er immer noch relativ flüssig ist, aber er klebt ja zusammen. Also mit Palette oder Spatel Stücke abtrennen, in der passenden Größe zusammenschieben und auf die Bleche setzen. Nochmal eine Stunde gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Backofen so heiß aufheizen, wie es geht. Ich habe 250 Grad Umluft gewählt.
Die Brötchen mit ein bisschen Mehl bestäuben und 15-18 Minuten backen.

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Da der Teig so lange gehen muss, eignet sich das No-knead-Brot super zum Vorbereiten. Entweder Ihr rührt abends schnell die Mehlmischung an und habt dann leckere Frühstücksbrötchen. Oder Ihr bereitet morgens vor, dann könnt Ihr Eure Abendgäste mit selbst gebackenem Brot beeindrucken.

Ofengetrocknete Tomaten

Heute bekommt Ihr von mir mal kein Rezept für ein komplettes Gericht, sondern eine Anleitung für eine Komponente, mit der man immer ein Gericht aufpeppen kann: ofengetrocknete Tomaten.

Ich esse im Prinzip wahnsinnig gerne getrocknete Tomaten, aber nicht immer schmecken mir die gekauften so, wie ich es mir vorstelle. Manchmal überlagern die Kräuter den Eigengeschmack der Tomaten, manchmal finde ich das Öl komisch, und manchmal ist die Konsistenz nicht optimal.

Also habe ich mich an den Versuch gemacht – und es hat mir sehr gut geschmeckt. Deswegen teile ich heute mit Euch die Vorgehensweise.

Ich habe etwas kleinere Romatomaten genommen und diese halbiert. Wenn nur größere verfügbar sind, dann kann man sie natürlich auch vierteln. In einigen Rezepten habe ich gelesen, dass man die Tomaten häuten sollte. Das habe ich nicht gemacht, und ich fand es auch kein bisschen störend.

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Also: Mindestens 500 g Tomaten (sonst lohnt die Aktion nicht) legt ihr kleingeschnitten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Dann würzt Ihr mit Salz, Pfeffer, wenn ihr mögt mit frischen Kräutern (zum Beispiel Thymian). Und wenn die Tomaten nicht so wahnsinnig aromatisch sind, könnt Ihr noch ein bisschen Puderzucker darüber streuen. Dann mit etwas Öl beträufeln.

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In der Zwischenzeit den Backofen auf 150 Grad Umluft (so könnt Ihr auch mehrere Bleche beladen) vorheizen.
Die Tomaten etwa 90 Minuten garen. Dabei alle 20 Minuten die Ofentür kurz öffnen, damit der Dampf entweichen kann.
Gegen Ende müsst Ihr etwas schauen, damit die Tomaten nicht zu dunkel werden.

So sehen die guten Stücke dann fertig aus.

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Man kann mit Temperatur und Zeit etwas spielen, sprich: niedrigere Temperatur, längere Zeit. Dann trocknen sie vielleicht noch etwas mehr als bei mir. Da waren sie ja eher halbgetrocknet…
Aber ich finde, das Ziel war erreicht: nämlich intensives Tomatenaroma bei guter Konsistenz. Und bei längeren Garzeiten wird der Aufwand bzw. die Vorausplanungsleistung in meinen Augen grenzwertig hoch.

Die Tomaten könnt Ihr für alles mögliche benutzen: Salat, Pasta, Antipasti, zur Brotzeit…

Man kann sie auch in ein Glas füllen und mit Olivenöl aufgießen, um sie etwas haltbarer zu machen, aber dazu kann ich Euch leider keine verlässlichen Angaben machen.

Ich habe sie abends für einen Salat aus weißen Bohnen, Schalotten und viel Petersilie benutzt. Das war sehr lecker.

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Himbeer-Limettenlimo mit Ingwer für Große und Kleine

Wenn Familien zu Besuch bei uns sind, dann finde ich es ja immer ganz schön, wenn die Kinder nicht etwas ganz anderes essen und trinken als die Eltern. Klar, manche Sachen mögen Kinder nicht so gerne – da muss man dann ein bisschen variieren. Aber Fischstäbchen für die Kleinen und Rinderfilet für die Großen – das finde ich doof.

Das kann man auch auf die Getränke übertragen. Wenn es für die Erwachsenen einen Apéritif gibt – warum nicht auch für die Kinder? Letzte Woche habe ich einen superleckeren Sommer-Sirup gekocht: aus süßen Himbeeren, sauren Limetten und scharfem Ingwer. Tolle Kombi! Der schmeckt sowohl mit als auch ohne Alkohol.

himbeerlimo

Zutaten für den Sirup:

2-3 Limetten
25 g Ingwer
500 ml Wasser
500 g Zucker
250 g Himbeeren

Limetten waschen, von einer Frucht die Schale abreiben, alle auspressen. Ingwer schälen und ganz fein würfeln oder hacken.

Wasser und Zucker in einem Topf aufkochen, bis ein klarer Sirup entstanden ist. Vom Herd nehmen. Himbeeren, Limettensaft und -schale sowie Ingwer zugeben, kurz pürieren und ziehen lassen, bis der Sirup vollständig abgekühlt ist. Dann durch ein feines Sieb gießen und kalt stellen.

Zum Servieren Eiswürfel und eine Scheibe Limette oder Gurke in ein Glas geben. 2-3 EL Sirup hineingießen und mit (einem Schlückchen Wodka und) gekühltem Mineralwasser auffüllen.

PS: Das Rezept habe ich in der aktuellen Schrot und Korn gefunden.

Rhabarber-Kuchen mit Baiser

Dieser Kuchen ist für mich ein Klassiker, den ich seit Kindheitstagen liebe. Zum Glück geht es meiner Familie ganz ähnlich.

Im Frühsommer gehört er bei uns regelmäßig auf die Kaffeetafel.

rhabarberkuchen mit baiser

Zutaten für 1 Springform:

150 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
200 g Mehl
2 TL Backpulver
1 kg Rhabarber
3 Eiweiß
125 g Puderzucker

Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eier nacheinander zufügen und weiter schön schaumig schlagen. Mehl und Backpulver mischen und unterrühren.
Den Teig in eine gefettete Springform füllen.
10 Minuten vorbacken.
Den Rhabarber putzen und in dünne Scheiben schneiden. Auf dem vorgebackenen Teig verteilen. Weitere 20 Minuten backen.
Eiweiß zu steifem Schnee schlagen. Dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen.
Auf dem Rhabarber verteilen und nochmal 10-15 Minuten backen, bis der Baiser leicht Farbe angenommen hat.