Alte Freunde, EM-Drama und Pfifferlinge in Sherry-Sahne

War ja eigentlich klar, oder?

Mein lieber Co-Gastgeber hatte neulich seine alten Freunde zu Besuch. Das war schon lange geplant, weil die Herren aus Berlin, Frankfurt und Boston angereist sind. Einen Abend in dieser Konstellation hatte es schon seit – öhem – sagen wir mal – vielen Jahren nicht mehr gegeben.

Und dann spielt Deutschland gegen Italien! Im Viertelfinale! Das müssen wir also irgendwie in unser Abendprogramm einbauen.

Dinnerplanung für Fortgeschrittene sage ich da nur.

Aber zum Glück fängt das Spiel ja erst um 21 Uhr an.

Um das Abendprogramm zu entzerren, fangen wir schon direkt nach dem Kuchen mit einem Fläschchen Sekt an. Was man hat, das hat man, oder?

Danach mache ich mich an die Vorbereitung. Da ich bereits ein winziges bisschen angetütert bin, freue ich mich sehr, dass der Tomatendip für die Vorspeise bereits fertig im Kühlschrank steht. Die Bohnen für den Salat hatte ich in weiser Voraussicht ebenfalls bereits geputzt. Was soll ich sagen? Manchmal kann ich mich über meine eigene gute Organisation so richtig freuen. So haben wir also noch vor dem Anpfiff gemütlich Zeit zum Reden.

Fehlt noch der Hauptgang. Meine Lösung für den Abend: One Pot Pasta mit Pfifferlingen. Den Topf habe ich fertig gefüllt, und eine viertel Stunde vor der Halbzeitpause in Gang gesetzt. Perfekt!

pfifferlinge onepotpasta

Zutaten für 6 Personen:

750 g Nudeln (ich habe Mafalda corta genommen – sehr hübsch)
750 g Pfifferlinge
2 Schalotten
3 Becher Sahne
300 ml Sherry
500 ml Gemüsebrühe
reichlich grob gemahlener Pfeffer aus der Mühle
Salz zum Abschmecken
einige Zweige frischen Estragon

Die Pfifferlinge putzen und eventuell etwas zerkleinern. Die Schalotten fein würfeln. Alle Zutaten, bis auf Estragon und Salz, in einen weiten Topf füllen.
Zum Kochen bringen. Dann die Hitze etwas herunterschalten und so lange köcheln lassen, bis die Nudeln gar sind. Dabei zwischendurch immer wieder umrühren. Mit Salz abschmecken.

Den Estragon fein hacken. Man kann ihn entweder kurz vor Ende der Garzeit schon unterrühen, oder man reicht ihn in einem separaten Schälchen dazu, denn Estragon schmeckt sehr intensiv. So kann jeder nehmen, so viel er mag.

Mein Gott, und dann dieses megadramatische Elfmeterschießen. So etwas habe ich  noch nie gesehen! Das war auf jeden Fall ein bemerkenswerter Abend, der uns lange, lange in Erinnerung bleiben wird.

PS: Zum Nachtisch gab es übrigens die Erdbeerwolke.

PS: Und wer sich beim Lesen gefragt hat, was eigentlich der Co-Gastgeber beigetragen hat… Der ist gefühlte 12.000 Mal in den Keller gelaufen, um Wein für die Großen und Chips für die 6 ebenfalls fußballschauenden Kinder zu holen. Die leeren Flaschen und Tüten habe ich am nächsten Morgen lieber nicht gezählt…

PPS: Das Rezept stammt aus dem Kochhaus-Buch „Einfach schnell genießen“. Dort wird es allerdings nicht in einem Topf sondern separat gekocht.

 

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