Kartoffelsuppe mit Blauschimmelkäse und Granatapfel

Werbung – Buchrezension

Kochen für Freunde. Einfach. Entspannt. Zum Vorbereiten.

Nein, so lautet leider nicht der Titel meines ersten Kochbuchs. Das hat schon jemand anders geschrieben. Ursula Furrer-Heim versammelt in ihrem Buch (erschienen im at Verlag) 20 Menüs mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert, die sich alle gut vorbereiten lassen und auch noch zur Jahreszeit passen. Hört sich super an, oder?
Sie sind einfach in der Zubereitung und halten dennoch einige Überraschungseffekte bereit. Mit geschickten Kombinationen und einfachen Tricks begeistern die Rezepte auch optisch. So lautet zumindest der Klappentext.

„Es ist nicht jedermanns Sache, seine Freunde mit einem mehrgängigen Gourmetmenü zu verwöhnen. Dabei geht es bei einem gemeinsamen Essen eigentlich nur um eines: Zeit mit Freunden zu verbringen, in entspannter Atmosphäre zu plaudern, zu lachen und – natürlich – das feine Essen zu genießen. Wer, während der Besuch da ist, also nicht stundenlang in der Küche stehen möchte, um die Gäste mit aufwendigen Kreationen zu beeindrucken, liegt mit diesem Buch genau richtig!“

Könnte wirklich von mir sein, oder???

So sieht zum Beispiel eins der Frühjahrsmenüs aus:

Ich habe das Buch gründlich studiert. Und alleine das hat schon Riesenspaß gemacht, da es optisch wirklich gut gelungen ist: tolle, moderne Foodfotografie, die nicht prätentiös rüberkommt. Und auf jeder Seite Glas- oder Tellerränder auf Tisch oder Tischdecke. Ist das eine feine Anspielung darauf, dass nicht immer alles 120% picobello sein muss, wenn man Freunde zum Essen einlädt? Diesen Gedanken hatte ich auf jeden Fall dabei.

Die Rezepte sind übersichtlich dargestellt und am Ende jedes Menüs gibt es einen Zeitplan.
Das seht Ihr hier:

Ich habe für Euch Kartoffelsuppe ausprobiert, die die oben genannten Kriterien alle erfüllt: einfach (und bereits im voraus) zuzubereiten, Überraschungseffekt durch Schimmelkäse, optisch super durch Rucola und Granatapfel.

Und geschmeckt hat sie auch noch!

Zutaten für 4 Personen
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
250 g  Kartoffeln
1 EL Butter
200 ml Weißwein
500 ml Gemüsebrühe
100g Gorgonzola mit Mascarpone
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1/2 Granatapfel
1 Handvoll Rucola

Knoblauchzehe und Zwiebel hacken, die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden.
Die Butter in einem großen Topf schmelzen. Knoblauch, Zwiebel und Kartoffeln darin kurz andünsten. Mit Wein und Brühe ablöschen. Aufkochen und zugedeckt etwa 20 Minuten köcheln lassen.
Den Gorgonzola-Mascarpone beigeben. Die Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Granatapfelkerne herauslösen.

Servieren: Die Suppe in vorgewärmten Suppentellern anrichten. Granatapfelkerne und einige Rucolablättchen auf der Suppe oder am Tellerrand verteilen.

Ihr seht, mich hat das Buch auf ganzer Linie begeistert. Anmerken möchte ich allerdings, dass nicht alle Gerichte absolut einfach in der Zubereitung sind. Das ist eine Aussage, die erfahrene Köche sicher unterschreiben würden. Bei Anfängern oder Ungeübten könnte ich mir jedoch vorstellen, dass sie bei einigen Gerichten doch ein bisschen ins Schwitzen kommen würden.

Das Buch kostet €28 und ist überall erhältlich.
Rezension in freundlicher Zusammenarbeit mit Medienbüro Gina Ahrend und dem at Verlag.

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Geröstete Salzmandeln

Neulich waren wir mal wieder eingeladen. Ich wollte gerne eine kleine Kleinigkeit mitbringen. Nix Großes, eher etwas Persönliches/Selbstgemachtes.

Geröstete Salzmandeln wollte ich schon lange mal ausprobieren, und sie sind gleich beim ersten Mal wirklich richtig gut geworden.

Die Mandeln kamen als Geschenk super an (könnt Ihr also schon mal für Weihnachten abspeichern), aber ich finde, sie eignen sich auch gut zum Aperitif, wenn mal selber Gäste hat.

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Zutaten:

400 g Mandeln
1 Eiweiß
1 gehäufter TL grobes Meersalz
optional etwas gehackter Rosmarin und/oder gemahlene Chiliflocken

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Die Mandeln auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. 10 Minuten rösten. Aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen.
Das Eiweiß in einer Schüssel mit dem Schneebesen etwas schaumig schlagen. Die Gewürze unterrühren. Dann die Mandeln zugeben und so lange mischen, bis alle feucht vom Eiweiß sind.
Wieder auf dem Backblech verteilen und weitere 12-15 Minuten rösten.

salzmandeln

Ihr seht, das ist also wirklich kein Hexenwerk. Und gesund sind sie auch noch.

 

Der schnellste Dip ever: Chili-Frischkäse

Gestern Abend war meine Tennismannschaft zu Besuch für ein gemütliches herbstliches Weintrinken und quatschen. War wie immer sehr lustig mit Euch, Ladies! Danke!

Tennis ist neben Küchen-und Kinderkram mein anderes großes Hobby, und ich bin immer wieder so froh, dass ich ein bzw. genau dieses Hobby habe. Es tut einfach gut, mal das ganze Alltagszeug für eine Weile zu vergessen und sich nur auf diese kleine gelbe Filzkugel zu konzentrieren. Auch das Erlebnis von Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung, wenn wir zu gemeinsam zu Wettkämpfen fahren, gibt mir jedes Mal wieder ein gutes Gefühl und Energie. Und nicht zuletzt können sportliche Erfolge ja auch sehr befriedigend und ein Booster fürs Selbstwertgefühl sein.

Aber jetzt bin ich wohl ein bisschen abgedriftet…

Eigentlich wollte ich nämlich nur eine kleine Snackidee mit Euch teilen für solche Abende, an denen man zwar nur auf ein Glas Wein einlädt, aber wo man trotzdem gerne eine Kleinigkeit auf den Tisch stellen möchte.

chili frischkäse dip

Man nehme ein Päckchen Frischkäse und gieße dekorativ etwas Sweet Hot Chili Sauce darüber. Dazu ein paar Kräcker/Baguette/Gemüsesticks – fertig. Funktioniert natürlich auch mit jeder Art von Chutney und kommt immer gut an.

Schönes Wochenende!

Flammkuchen mit Kürbis, Apfel und Ziegenkäse

Lebensmittel wegwerfen geht gar nicht, finde ich. Das bringe ich einfach nicht übers Herz, obwohl ich erst in den 70ern geboren wurde…
Ich gebe zu, meinen Mann mutet die „Resteküche“ manchmal etwas seltsam an. Wenn ich für drei übriggebliebene Eiweiß erst ein Kilo Rhabarber kaufe, damit ich Kuchen mit Baiser backen kann, ernte ich hochgezogene Augenbrauen. Aber ich finde – jedem seine Macke!

Also wurde vor ein paar Tagen der restliche Hokkaido-Kürbis von der Suppe zu einem einfachen Mittagessen für mich.

Dieser Flammkuchen ist aber wirklich so, so lecker, dass es sich auch durchaus lohnt, einen frischen Kürbis zu kaufen. Die Mischung aus erdigem Kürbis, frischem Apfel, dem etwas scharfen Raz el Hanout und cremigem Ziegenkäse auf knusprigem Teig ist der Hammer.
Ich habe ihn jetzt schon zweimal in einer Woche gemacht – und das will bei Foodbloggern ja schon was heißen…

kürbis flammkuchen 2

Ich habe ein Päckchen Ziegenfrischkäse (den sollte man wirklich immer, immer im Haus haben) mit einem halben Becher saurer Sahne und etwas Salz glatt gerührt und die Mischung auf einen fertigen Flammkuchenteig (von Tante Fanny) gestrichen.
250 g Kürbis (ca. 1/4) und einen Apfel habe ich dann in dünne Scheichen geschnibbelt und in einer Schüssel mit 1 EL Olivenöl und 1 TL Raz el Hanout (wunderbare nordafrikanische Gewürzmischung) verrührt.
Ab damit auf den Flammkuchen und dann eine halbe Stunde bei 160 Grad Umluft gebacken. Fertig!

Eine Schönheit ist er nicht gerade – das gebe ich zu. Das Gewürz macht so dunkle Flecken auf dem Apfel. Trotzdem finde ich, dass der Flammkuchen auch für Gäste geeignet ist. In kleine Stücke geschnitten (also noch viel kleinere als auf dem Foto), auf einem großen Brett serviert, macht er sich als Appetithappen ganz hervorragend, zumal er auch kalt noch gut schmeckt (wie der Co-Gastgeber bestätigt, der zu besagtem Mittagessen natürlich nicht zu Hause sein konnte).

kürbis flammkuchen

Evi alias Mrs. Greenhouse hatte nach unseren liebsten Kürbisrezepten gefragt, und dies ist mein Beitrag. Es gibt natürlich viele leckere Rezepte mit Kürbis, aber dieser Flammkuchen ist ganz klar der Favorit in der Kategorie Aufwand/Genuss.

 

Hummus

Allzweckwaffe Hummus: diese Paste aus Kichererbsen und Tahin (Sesammus) stammt aus der arabischen Küche und ist quasi für alles geeignet. Sie eignet sich als Dip sowohl für Brot als auch für rohes Gemüse, Sauce für gegrilltes Gemüse oder Fleisch oder auch als Wrapfüllung. You name it. Ich persönlich kann Hummus sogar schon zum Frühstück essen.

Die Herstellung von Hummus ist denkbar einfach, wenn man sich an ein simples Grundrezept hält. Und wenn Ihr Kichererbsen aus der Dose nehmt, dann geht es auch ganz schnell.

Im Hause Gäste ganz easy ist Hummus sehr beliebt zum Aperitif mit ein bisschen Brot oder ein paar Kräckern.

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1 Dose Kichererbsen
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 EL Tahin (Sesampaste, gibt es zum Beispiel von Alnatura)
2 EL Zitronensaft
1/2 TL Cumin (Kreuzkümmel)
Salz und Pfeffer

Die Kichererbsen mit etwas Flüssigkeit und Knoblauch in einem hohen Gefäß pürieren. Die restlichen Zutaten/Gewürze unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf dem Blog habe ich schon einige Varianten veröffentlicht, die auf der gleichen Basis funktionieren und auch sehr lecker sind. für Bärlauch-Hummus müsst Ihr hier klicken, und ein Rezept für Möhren-Hummus gibt es auch.

Pfirsich Caprese

Wie schon angekündigt, kommt heute ein weiteres Rezept aus dem Buch „Mediterraner Grillgenuss“, das ich Euch im letzten Beitrag am Freitag vorgestellt habe.

Von dieser Vorspeise/diesem Salat waren mein Co-Gastgeber und auch die kleinen Gastgeberlein so begeistert, dass wir es direkt drei Mal hintereinander gegessen haben. Voraussetzung sind allerdings gute aromatische, nicht zu harte Pfirsiche. Wir haben nämlich ein kleines bisschen geschummelt und die Pfirsiche nicht gegrillt (wie es eigentlich im Rezept steht), sondern einfach so aufgeschnitten.

pfirsich caprese

Zutaten für 4 Personen:
2 große, gute Pfirsiche
2 Kugeln Mozzarella
1/2 Bund Basilikum
ein Schuss Olivenöl
1-2 EL Balsamico-Essig
Fleur de Sel, frisch gemahlener Pfeffer

Pfirsiche und Mozzarella in Scheiben schneiden und mit den Basilikumblättern auf einem Teller fächerförmig anrichten. Mit Öl und Essig beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.

Probiert´s auch mal mit Büffelmozzarella. Das ist noch einen Tick besser.

 

Rezept für Artischockendip aus dem Buch „Mediterraner Grillgenuss“ von Alexandra Szonn

Werbung – Buchrezension

Seit letztem Sommer haben wir einen Gasgrill. Vorher haben der Co-Gastgeber und ich uns standhaft geweigert, obwohl wir schon fast die letzte Familie in der Nachbarschaft waren, die noch mit Kohle gegrillt hat.

„Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen!“
„Das ist doch reine Bedürfnisschaffung!“
„Der Aufwand mit dem Anfeuern, das gehört einfach dazu.“
„Es riecht so gut.“
„Und die Sachen schmecken einfach auch besser.“

Was haben wir uns alles eingeredet… Und ich kann mir im Nachhinein auch gar nicht mehr erklären, wieso wir doch auf einmal schwach geworden sind. Plötzlich stand er da auf der Terrasse – der große schwarze Grill – und ab Tag 1 wollten wir ihn nicht mehr missen.

Seitdem grillen wir erstens viel häufiger, weil man viel spontaner sein kann und nicht so viel Zeit braucht. Und zweitens – und viel wichtiger – das Essen schmeckt tatsächlich besser. Wenn man zwischen direkter und indirekter Hitze auswählen kann und die Temperatur steuern kann, sind viele Sachen einfach doch besser zuzubereiten.
Wir grillen seitdem auch viel abwechslungsreicher: mehr Fisch, mehr Gemüse, oder mal ein großes Stück Fleisch, wir haben auch schon Obst gegrillt. Herrlich!

Eigentlich wollte ich hier aber nicht Werbung für unseren Grill machen, sondern wollte ein neues Grillbuch besprechen: Mediterraner Grillgenuss von Alexandra Szonn (erschienen im Come On Media Verlag), die auch den Foodblog flavouredwithlove betreibt.

mediterraner grillgenuss cover

Schon der Klappentext hat mich angesprochen: „Lassen auch Sie sich von unseren kreativen, sommerlichen und unkomplizierten Grillrezepten ans Mittelmeer entführen und genießen Sie köstliche Stunden mit Freunden, der Familie oder romantisch nur zu zweit.“
(Wobei sich mir – ehrlich gesagt – nicht erschließt, wie ein Grillabend zu zweit romantisch sein soll, wenn einer am Grill steht, und der andere am Tisch sitzt…)

Ich habe also das Buch auf Gastgeber-Tauglichkeit geprüft, und um es gleich mal vorwegzunehmen: es hat bestanden.
Es gibt Fisch und Fleisch vom Grill, die alle mit einer interessanten aber nicht zu aufwendigen Würzmischung, Marinade oder Sauce kombiniert sind. Alles ist wirklich gut vorzubereiten. Und alles funktioniert angeblich auch mit einem Holzkohlegrill. Easy eben!

Außerdem gibt es noch köstliche Antipasti, knackige Salate, aromatische Gemüserezepte und sogar einige Rezepte für Aperitifs und Brot, die man nicht nur bei Grillparties verwenden kann. Insgesamt enthält das Buch 60 Rezepte. Auf der Rückseite des Buches sind ein paar Fotos davon:

mediterraner grillgenuss rückseite

Auch optisch gefällt mir das Buch gut. Die Fotos sind sehr schön, und die hellblaue Farbe und der Look von altem Holz lässt einen tatsächlich gleich an den letzten Urlaub am Mittelmeer denken.

Ich habe mehrere Gerichte ausprobiert, für die ich Euch in den nächsten Tagen auch die Rezepte aufschreiben werde. Den Anfang macht heute schon mal der Artischocken-Dip.

artischockendip

Zutaten:
1 Glas eingelegte Artischocken (waren bei mir ca. 180 g)
1 Knoblauchzehe
150 g Frischkäse
Saft 1/2 Zitrone
2 EL gehackte Petersilie
25 g geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer

Die Artischocken in ein Sieb abschütten und grob zerkleinern. Zusammen mit der geschälten Knoblauchzehe und dem Frischkäse mit dem Pürierstab (oder im Mixer) zu einer cremigen Masse verbinden.
Zitronensaft, Petersilie und Parmesan unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In petto habe ich noch Pfirsich Caprese und einen Burger mit Steak-Streifen.

Unbedingt ausprobieren möchte ich noch die Lammkoteletts. Die sehen toll aus und sind ganz einfach und fix gemacht.

mediterraner grillgenuss lammkotelett

Das Buch kostet übrigens €18,80 und ist überall erhältlich.
In freundlicher Zusammenarbeit mit Frey Bücherdienste und Come On Media Verlag.

PS: Ab und an ein spontaner Grillabend mit Freunden bei Würstchen und Bier ist auch etwas Schönes. Besser als gar keine Leute einzuladen, weil man die Planung für zu aufwendig hält, gell? Wisst Ihr ja…