Party-Fingerfood

Ihr wollt, dass die Leute auf Eurer Party mal wieder so richtig abfeiern, tanzen wie verrückt? Natürlich braucht Ihr dann einen guten DJ (oder  – im kleineren Rahmen – mindestens ein Familienmitglied, das sich um eine gescheite Playlist kümmert). Aber fast genauso wichtig ist es, die richtige Stimmung zu schaffen. Am besten funktioniert es, wenn die Leute sich von Beginn an gar nicht erst hinsetzen. Hat man sich erstmal an einen Tisch gepflanzt, nette Leute zum Quatschen gefunden und sich den Bauch vollgeschlagen, ist es schwierig, sich nochmal aufzuraffen und den Hintern im Takt der Musik zu schwingen.
Vielleicht spielt dieser Gedanke ja bei Eurer Silvestereinladung eine Rolle…

Essen wollen die Leute natürlich trotzdem. Und deswegen habe ich mal wieder den Blog durchforstet und Euch eine Liste meiner liebsten Fingerfoods gemacht.

Geröstete Nüsse mit Curry

Ananas im Speckmantel

Falafel

Baguette oder kleine schnell gemachte Kürbisbrötchen und Dip gehört natürlich zu jedem Fingerfood-Buffet. Probiert doch mal den mit getrockneten Tomaten und Basilikum oder Pfeffer-Lachs-Dip.

Ohne Dip schmeckt auch das Zupfbrot mit Pesto oder mit Käse.

Salate kann man gut portionsweise in Gläsern anrichten. Dann kann man sie auch gut im Stehen essen. Hierfür eigenen sich zum Beispiel die asiatischen Salate aus Möhre, Gurke oder Kraut.

Und für die Süßmäuler darf Nachtisch nicht fehlen. Da kann man eigentlich auch fast alles in einzelnen Gläsern servieren.

Tiramisu

tiramisu neu

Apfel-Keks-Trifle

apfeltiramisu

Ich habe Weckgläser in allen Größen und Formen zu Hause, unter anderem die kleinen in Tulpenform (12er Pack Weck Tulpen Gläser Vorspeisen Dessert Glas mit Deckel 220ml Höhe 8,5cm Einmachglas Einkochglas*). Die finde ich zum Servieren am praktischsten (weil sie einen Deckel haben) und auch am hübschesten.

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur

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vom schönen Blog feiertäglich. Wenn Ihr auch noch mitmachen wollt, oder auf der Suche nach noch mehr Inspiration seid, dann schaut mal bei Ihr vorbei.

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Oktoberfestsalat mit Leberkäse

Wart Ihr mal auf dem Oktoberfest? Meins ist das ja nicht so – kollektives, bierseliges Schunkeln zu Blasmusik. Luft zum Anschneiden im Zelt und zunehmende Enthemmung gegen später. Obwohl ich ganze sieben Jahre in München gelebt habe, bin ich in meinem Herzen wohl doch einfach zu sehr norddeutsch und zu wenig barock.
Hoffentlich habe ich mich jetzt bei meinen bayrischen Lesern nicht unbeliebt gemacht…
Aber das bezieht sich ja auch nur auf die Zelte. Letztes Jahr waren wir mal wieder mit den Kindern auf der Wiesn (weil es einen Familienfeiertermin gab). Mittags, bei strahlendem Sonnenschein bummeln, Kettenkarrussel fahren und einen Steckerlfisch essen – damit kann ich mich schon eher anfreunden.
Überhaupt, das bayrische Essen, das mag ich sehr. Und deswegen habe ich heute einen Salat für Euch, der vom Oktoberfest inspiriert ist: mit Laugencroutons, Leberkäse, Radieserln und einer Vinaigrette aus süßem Senf. Mmmmh.
Bayrisch und Salat – das geht wahrscheinlich auch schon wieder nicht so 100%ig zusammen. Mei, ich kann halt nicht aus meiner norddeutschen Haut.

Lecker is! An guadn!

leberkässalat

Zutaten für 6 Personen als Vorspeise:
2 Köpfe Römersalatherzen
1 großes Bund Petersilie
1 Bund Radieschen
200 g Leberkäse
2 Laugenstangen

Für die Vinaigrette:
2 EL süßer Senf
1/2 Zehe Knoblauch
2 EL weißer Balsamicoessig
4 EL Olivenöl
etwas Salz

Dazu passen übrigens gut einfach Brezen mit Obazda. Das Rezept habe ich in meinen Bloganfangszeiten mal aufgeschrieben. Hier klicken und nicht über die Bilder lachen!

Asiatischer Krautsalat

Deutschland im Herbst: auf den Ständen am Wochenmarkt stapeln sich Kohlköpfe – Rotkohl, Weißkohl, Wirsing… OMG, wie öde.

Nein – überhaupt nicht. Fast alle regionalen deutschen Gemüsesorten kann man durch ein paar exotische Zutaten so aufpeppen, dass es ein echtes Geschmackserlebnis wird. Ich hatte hier schon mal ein Thaicurry mit Steckrüben und Grünkohl und einen fruchtigen Rotkohlsalat gepostet.

Heute gibt es einen asiatischen Krautsalat aus Spitzkohl für Euch. Spitzkohl ist ein bisschen feiner und weicher als der normale Weißkohl, eignet sich also gut für Salat. Der Clou ist aber die Sauce. Wenn Ihr ab und zu mal thailändisch kocht, habt Ihr die Zutaten vielleicht sogar alle im Haus.

asia krautsalat2

1/2 Spitzkohl (ca. 600g)
2 Möhren
1 Bund Koriander
50 g Erdnüsse

Dressing:
4 EL Fischsauce
4 EL Reisessig
2 EL Agavendicksaft
1 EL Sesamöl

Den Kohl in ganz feine Streifen schneiden, die Möhren raspeln, Koriander und Erdnüsse grob hacken. Alles in eine große Schüssel füllen.
Die Zutaten für das Dressing gut miteinander verrühren.
Über den Salat geben und vor dem Servieren mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen.

Der Salat eignet sich perfekt als leichtes Mittagessen, Vorspeise, Beilage oder als Teil eines Buffets.

Summerfood – Tomatentarte

Das Gemüse des Sommers sind für mich ganz eindeutig Tomaten. Ja klar, man kann das ganze Jahr über Tomaten kaufen, aber bei kaum einem anderen Gemüse ist der Geschmacksunterschied so frappierend. Eine reife Tomate, am besten noch warm vom Sonnenschein, direkt aus dem eigenen Garten, ist überhaupt nicht zu vergleichen mit der wässrigen Gewächshausvariante.

Wir lieben dann auch Tomaten pur – als einfachen Salat mit etwas roter Zwiebel oder als Caprese mit Büffelmozzarella und Basilikum oder auf ein Frischkäsebrot mit frisch gemahlenem Pfeffer.

Neulich habe ich mal diese Tarte ausprobiert, und das Rezept möchte ich gerne hier bei der Blogparade „World Wide Summerfood“ mit Euch teilen. Die Tomate soll der Hauptdarsteller bleiben. Deswegen habe ich den sonst so typischen Milch-Eier-Guss auf ein Minimum reduziert.

tomatentarte

Den Teig könnt Ihr schon am Vortag kneten und dann im Kühlschrank kalt stellen. Dann habt Ihr die Tarte schnell im Ofen.

Zutaten für den Teig:
220 g Mehl
125 g kalte Butter
1 Ei

Butter in kleine Stückchen schneiden. Mit dem Mehl vermischen, das Ei zufügen und mit der Hand oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. Eine Kugel formen, etwas flach drücken, in Frischhaltefolie einwickeln und ca. 1 Stunde (oder länger) kalt stellen.

Für den Belag:
400 g Kirschtomaten
1 Bund Basilikum
Salz und Pfeffer
200 g Schmand
1 EL rotes Pesto
1 Ei
1 Rolle Ziegenkäse

Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Tomaten halbieren. Basilikum in Streifen schneiden. Schmand mit Pesto und Ei gut verrühren.

Den Teig zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie ausrollen und vorsichtig in eine gefettete Form legen. Mit der Schmand-Pesto-Mischung bestreichen. Tomaten mit Basilikum und Salz und Pfeffer mischen und auf die Sauce geben. Mit Ziegenkäse belegen. 30-40 Minuten backen.

Teig, Tomaten, Käse: meine World Wide Summer Food-Tarte würde natürlich ich in Italien verorten.
Gastgeberin dieses schönen Events, bei dem ich schon viele tolle Rezepte entdeckt habe, ist übrigens Birgit von Backen mit Leidenschaft in Kooperation mit Zorra vom Kochtopf.

Blog-Event CXXXIII - World Wide Summerfood (Einsendeschluss 15. August 2017)

Brotsalat mit Paprika, Rucola und Passionsfruchtdressing

Mein Co-Gastgeber liebt Brot. Ohne Brot könnte er nicht überleben. Baguette mit Leberpastete, Ciabatta mit Käse, Fladenbrot mit Humus, Sauerteigbrot mit Zwiebelschmalz, Pumpernickel mit Schinken, Knäcke mit vegetarischer Mango-Curry-Paste. You name it! Aber gut, ich finde, es gibt schlimmere Marotten…

Neulich hat er mich allerdings damit vor Lachen fast zum Heulen gebracht. Wir sprachen über seinen Arbeitstag, der ein Mittagessen beinhaltete. Klar, ich wollte natürlich wissen, was es dort gab (Berufskrankheit):
„Einen ganz leckeren Salat! Hmm, war der gut.“
Ich so: „Aha, was war das denn für einer?“
Er, ganz trocken: „Brotsalat!“

brotsalat neu

Tatsächlich mag ich Brotsalat auch sehr gerne, und ich habe sogar ein tolles Rezept mit einem ausgefallenen Dressing, das ich vor Jahren mal im Kochhaus erstanden habe. Das ist mir jetzt wieder eingefallen, und der wird sicher mal für den nächsten Terrassenabend mit Freunden gemacht.

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

1 halbes Baguette
1 Bund Rucola (ca. 100g)
einige Zweige Basilikum
12 Cocktailtomaten
je 1 rote und gelbe Paprika
1 rote Zwiebel
2 Passionsfrüchte (Maracuja)
weißer Balsamico, Olivenöl
1 TL Senf
Salz und Pfeffer

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Das Baguette längs halbieren, jede Hälfte in 2 bis 3 Streifen schneiden und dann in etwa 2 cm große Würfel. Die Brotwürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 5 Minuten im Ofen trocknen. Herausnehmen und beiseite stellen.

Rucola waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Basilikumblätter etwas klein schneiden. Cocktailtomaten waschen und halbieren. Alles in eine große Schüssel geben.

Paprika entkernen und waschen. In Streifen schneiden und je nach Größe diese nochmal halbieren oder dritteln. Zwiebel schälen und grob würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse ca. 3 Minuten scharf anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen.

Die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel herausschaben. Mit Senf, 2 EL Balsamico, 2 El Wasser und 2 EL Olivenöl gut verschlagen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Brot und Paprika zu den übrigen Zutaten in die Schüssel geben. Das Dressing darübergießen. Gut vermengen und sofort servieren.

Tipp: reife Passionsfrüchte haben schon eine etwas schrumplige Schale. Sieht komisch aus, gehört aber so. Nicht abschrecken lassen.

Nudelsalat mit Melone und Schinken

Salat? Pasta? Melone mit Schinken? Ihr könnt Euch nicht entscheiden, was Ihr für Euren Besuch kochen sollt? Warum nicht einfach alles zusammen?

Dieser Salat ist die perfekte Symbiose aus all diesen leckeren Dingen: Nudeln, süße Honigmelone, salziger Serranoschinken, knackiger, herber Rucola und dazu ein leichtes Zitronensößchen.

Man kann ihn sowohl als Beilage zum Grillen servieren oder stand-alone mit etwas Ciabatta und einem Gläschen Rosé bei einem entspannten Terrassenessen.

Tipp: eine kleine Schüssel ohne Rucola beiseite stellen. Dann essen den Salat auch Kinder.

nudelsalat melone schinken

Zutaten für eine groooße Schüssel:

500 g kurze Nudeln (Farfalle, Fussili oder Penne)
1 Honig- oder Cantaloupmelone
10 Scheiben Serranoschinken (etwa 150g)
1 Packung Rucola (125g)
1-2 Zitronen, Schale abgerieben und Saft ausgepresst
4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Einen großen Topf Wasser aufkochen, salzen und die Nudeln bissfest kochen.
Die Melone schälen, entkernen und in 1 cm große Würfel schneiden. Den Schinken in schmale Streifen schneiden. Rucola waschen und grob zerkleinern.

In einer großen Schüssel Melone und Schinken mischen. 2 TL abgeriebene Zitronenschale und 6 EL Saft, Öl, 1/2 TL Salz und Pfeffer nach Geschmack zugeben und ein paar Minuten ziehen lassen.

Die fertig gekochten Nudeln mit kaltem Wasser abschrecken und ein bisschen abkühlen lassen.
Mit dem Rucola unter die restlichen Zutaten mischen.

Allwettervorspeise: Ananas im Speckmantel

Das mit dem Sommerwetter ist ja zumindest bei uns hier im Norden so eine Sache – einen Grillabend am Wochenende zu planen ist pure Lotterie. Da muss man eigentlich immer einen Plan B im Hinterkopf haben, falls das mit den Würstchen draußen nicht so klappt.

Ananas im Speckmantel sind eine Vorspeise, die Ihr in jedem Fall bei Eurer nächsten Einladung einplanen könnt, denn man kann sie entweder auf der Terrasse auf dem Grill oder in der Küche in der Pfanne zubereiten. Perfekt, oder? Dann muss wenigstens der erste Gang nicht mehr umgeplant werden.

ananas mit speck

Einfach gemacht sind sie noch dazu.

Alles, was Ihr braucht sind Ananas und Speckscheiben: die Ananas schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Jedes Stück mit einer (halben) Speckscheibe umwickeln und in der Pfanne oder auf dem Grill anbraten, bis der Speck knusprig und die Ananas warm ist. Wer mag, kann unter den Speck noch ein kleines Zweiglein Rosmarin stecken. Das passt auch gut dazu.

Die Geschmackskombination aus säuerlich-fruchtig und dem salzigen Speck ist ein toller Einstieg in jedes Menü.