Summerfood – Tomatentarte

Das Gemüse des Sommers sind für mich ganz eindeutig Tomaten. Ja klar, man kann das ganze Jahr über Tomaten kaufen, aber bei kaum einem anderen Gemüse ist der Geschmacksunterschied so frappierend. Eine reife Tomate, am besten noch warm vom Sonnenschein, direkt aus dem eigenen Garten, ist überhaupt nicht zu vergleichen mit der wässrigen Gewächshausvariante.

Wir lieben dann auch Tomaten pur – als einfachen Salat mit etwas roter Zwiebel oder als Caprese mit Büffelmozzarella und Basilikum oder auf ein Frischkäsebrot mit frisch gemahlenem Pfeffer.

Neulich habe ich mal diese Tarte ausprobiert, und das Rezept möchte ich gerne hier bei der Blogparade „World Wide Summerfood“ mit Euch teilen. Die Tomate soll der Hauptdarsteller bleiben. Deswegen habe ich den sonst so typischen Milch-Eier-Guss auf ein Minimum reduziert.

tomatentarte

Den Teig könnt Ihr schon am Vortag kneten und dann im Kühlschrank kalt stellen. Dann habt Ihr die Tarte schnell im Ofen.

Zutaten für den Teig:
220 g Mehl
125 g kalte Butter
1 Ei

Butter in kleine Stückchen schneiden. Mit dem Mehl vermischen, das Ei zufügen und mit der Hand oder in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. Eine Kugel formen, etwas flach drücken, in Frischhaltefolie einwickeln und ca. 1 Stunde (oder länger) kalt stellen.

Für den Belag:
400 g Kirschtomaten
1 Bund Basilikum
Salz und Pfeffer
200 g Schmand
1 EL rotes Pesto
1 Ei
1 Rolle Ziegenkäse

Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Tomaten halbieren. Basilikum in Streifen schneiden. Schmand mit Pesto und Ei gut verrühren.

Den Teig zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie ausrollen und vorsichtig in eine gefettete Form legen. Mit der Schmand-Pesto-Mischung bestreichen. Tomaten mit Basilikum und Salz und Pfeffer mischen und auf die Sauce geben. Mit Ziegenkäse belegen. 30-40 Minuten backen.

Teig, Tomaten, Käse: meine World Wide Summer Food-Tarte würde natürlich ich in Italien verorten.
Gastgeberin dieses schönen Events, bei dem ich schon viele tolle Rezepte entdeckt habe, ist übrigens Birgit von Backen mit Leidenschaft in Kooperation mit Zorra vom Kochtopf.

Blog-Event CXXXIII - World Wide Summerfood (Einsendeschluss 15. August 2017)

Brotsalat mit Paprika, Rucola und Passionsfruchtdressing

Mein Co-Gastgeber liebt Brot. Ohne Brot könnte er nicht überleben. Baguette mit Leberpastete, Ciabatta mit Käse, Fladenbrot mit Humus, Sauerteigbrot mit Zwiebelschmalz, Pumpernickel mit Schinken, Knäcke mit vegetarischer Mango-Curry-Paste. You name it! Aber gut, ich finde, es gibt schlimmere Marotten…

Neulich hat er mich allerdings damit vor Lachen fast zum Heulen gebracht. Wir sprachen über seinen Arbeitstag, der ein Mittagessen beinhaltete. Klar, ich wollte natürlich wissen, was es dort gab (Berufskrankheit):
„Einen ganz leckeren Salat! Hmm, war der gut.“
Ich so: „Aha, was war das denn für einer?“
Er, ganz trocken: „Brotsalat!“

brotsalat neu

Tatsächlich mag ich Brotsalat auch sehr gerne, und ich habe sogar ein tolles Rezept mit einem ausgefallenen Dressing, das ich vor Jahren mal im Kochhaus erstanden habe. Das ist mir jetzt wieder eingefallen, und der wird sicher mal für den nächsten Terrassenabend mit Freunden gemacht.

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

1 halbes Baguette
1 Bund Rucola (ca. 100g)
einige Zweige Basilikum
12 Cocktailtomaten
je 1 rote und gelbe Paprika
1 rote Zwiebel
2 Passionsfrüchte (Maracuja)
weißer Balsamico, Olivenöl
1 TL Senf
Salz und Pfeffer

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Das Baguette längs halbieren, jede Hälfte in 2 bis 3 Streifen schneiden und dann in etwa 2 cm große Würfel. Die Brotwürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 5 Minuten im Ofen trocknen. Herausnehmen und beiseite stellen.

Rucola waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Basilikumblätter etwas klein schneiden. Cocktailtomaten waschen und halbieren. Alles in eine große Schüssel geben.

Paprika entkernen und waschen. In Streifen schneiden und je nach Größe diese nochmal halbieren oder dritteln. Zwiebel schälen und grob würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse ca. 3 Minuten scharf anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen.

Die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel herausschaben. Mit Senf, 2 EL Balsamico, 2 El Wasser und 2 EL Olivenöl gut verschlagen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Brot und Paprika zu den übrigen Zutaten in die Schüssel geben. Das Dressing darübergießen. Gut vermengen und sofort servieren.

Tipp: reife Passionsfrüchte haben schon eine etwas schrumplige Schale. Sieht komisch aus, gehört aber so. Nicht abschrecken lassen.

Nudelsalat mit Melone und Schinken

Salat? Pasta? Melone mit Schinken? Ihr könnt Euch nicht entscheiden, was Ihr für Euren Besuch kochen sollt? Warum nicht einfach alles zusammen?

Dieser Salat ist die perfekte Symbiose aus all diesen leckeren Dingen: Nudeln, süße Honigmelone, salziger Serranoschinken, knackiger, herber Rucola und dazu ein leichtes Zitronensößchen.

Man kann ihn sowohl als Beilage zum Grillen servieren oder stand-alone mit etwas Ciabatta und einem Gläschen Rosé bei einem entspannten Terrassenessen.

Tipp: eine kleine Schüssel ohne Rucola beiseite stellen. Dann essen den Salat auch Kinder.

nudelsalat melone schinken

Zutaten für eine groooße Schüssel:

500 g kurze Nudeln (Farfalle, Fussili oder Penne)
1 Honig- oder Cantaloupmelone
10 Scheiben Serranoschinken (etwa 150g)
1 Packung Rucola (125g)
1-2 Zitronen, Schale abgerieben und Saft ausgepresst
4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Einen großen Topf Wasser aufkochen, salzen und die Nudeln bissfest kochen.
Die Melone schälen, entkernen und in 1 cm große Würfel schneiden. Den Schinken in schmale Streifen schneiden. Rucola waschen und grob zerkleinern.

In einer großen Schüssel Melone und Schinken mischen. 2 TL abgeriebene Zitronenschale und 6 EL Saft, Öl, 1/2 TL Salz und Pfeffer nach Geschmack zugeben und ein paar Minuten ziehen lassen.

Die fertig gekochten Nudeln mit kaltem Wasser abschrecken und ein bisschen abkühlen lassen.
Mit dem Rucola unter die restlichen Zutaten mischen.

Allwettervorspeise: Ananas im Speckmantel

Das mit dem Sommerwetter ist ja zumindest bei uns hier im Norden so eine Sache – einen Grillabend am Wochenende zu planen ist pure Lotterie. Da muss man eigentlich immer einen Plan B im Hinterkopf haben, falls das mit den Würstchen draußen nicht so klappt.

Ananas im Speckmantel sind eine Vorspeise, die Ihr in jedem Fall bei Eurer nächsten Einladung einplanen könnt, denn man kann sie entweder auf der Terrasse auf dem Grill oder in der Küche in der Pfanne zubereiten. Perfekt, oder? Dann muss wenigstens der erste Gang nicht mehr umgeplant werden.

ananas mit speck

Einfach gemacht sind sie noch dazu.

Alles, was Ihr braucht sind Ananas und Speckscheiben: die Ananas schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Jedes Stück mit einer (halben) Speckscheibe umwickeln und in der Pfanne oder auf dem Grill anbraten, bis der Speck knusprig und die Ananas warm ist. Wer mag, kann unter den Speck noch ein kleines Zweiglein Rosmarin stecken. Das passt auch gut dazu.

Die Geschmackskombination aus säuerlich-fruchtig und dem salzigen Speck ist ein toller Einstieg in jedes Menü.

Pimp your Abendbrot – Auberginendip

Definitiv mal wieder Zeit für etwas Herzhaftes!

Der Auberginendip mit getrockneten Tomaten und Minze hübscht Eure Abendbrottafel auf, oder er begleitet mit ein paar Kräckern den Apéritif, oder er macht auf Baguette eine Suppe/einen Salat zur kompletten Mahlzeit, oder…

auberginendip

1 Aubergine
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
50 g getrocknete Tomaten (in Öl, aus dem Glas)
einige Zweige frische Minze
2 EL Naturjoghurt
2 TL Balsamico
Salz und Pfeffer

Die Aubergine längs halbieren, mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei Umluft 180 Grad etwa 30 Minuten backen, bis sie weich ist. Dann etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Schalotte und den Knoblauch fein würfeln. Etwas von dem Tomatenöl in eine Pfanne gießen, erhitzen und Knoblauch und Schalotte bei mittlerer Hitze darin weich dünsten.
Tomaten in kleine Würfel schneiden.
Minzblättchen von den Stielen zupfen und ganz fein schneiden.
Das Auberginenfruchtfleisch mit einem großen Löffel aus der Schale lösen und in einen Mixbecher füllen. Schalotten- und Knoblauchwürfel dazugeben und mit dem Pürierstab einmal kurz durchpürieren.
Dann die restlichen Zutaten dazugeben, gut umrühren und abschmecken.

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Fenchel-Blutorangen-Salat

Hach, ich freu mich: mal wieder ein Rezept (oder eher eine Idee, Rezept ist vollkommen übertrieben) aus der Kategorie „Das Gute kann so einfach sein“. Eigentlich meine Lieblingskategorie!

blutorangensalat2

Blutorangen sind sooo aromatisch. Und die weichen süßen Früchte sind mit dem knackigen herben Fenchel, einer Prise Salz und etwas Schärfe vom Pfeffer einfach der Hit.

Zutaten für 2 Personen:
3 Blutorangen
1 Knolle Fenchel mit Grün
ein paar Spritzer gutes Olivenöl
eine Prise (Zitronen-)salz, war mag etwas frisch gemahlenen Pfeffer

Die Blutorangen so schälen, dass auch die weiße Haut mit abgeht. Dann in Scheiben schneiden. Den Fenchel vierteln, den Strunk entfernen und in sehr dünne Scheiben schneiden.
Die Blutorangen mit etwas Saft auf einem Teller auslegen, mit Fenchel und Fenchelgrün bestreuen.
Mit etwas Olivenöl beträufeln und ein wenig Salz und Pfeffer darüber streuen. Fertig!

Macht als Vorspeise für Gäste richtig was her! Und gesund ist es auch noch…
Kinder, was wollt Ihr mehr?

Raclettezupfbrot

Ich freue mich, denn den Blog-Start ins neue Jahr kann ich mit zwei meiner Lieblingsthemen verbinden: Geselligkeit und Resteverwertung. Na, wenn 2017 nicht gut losgeht…

An Silvester hatten wir Besuch von einer befreundeten Familie, und wir haben Raclette gemacht. Ich hatte mich jedoch beim Käseeinkauf ein bisschen verschätzt, so dass doch einige Scheiben übrig geblieben sind – also  nur so ein ganz paar 😉

Die Schweizer essen ihren Käse ja nicht nur mit Kartoffeln, sondern man kann auch Raclettebrote überall bekommen. Deswegen habe ich die Reste am Wochenende in einem Zupfbrot verwertet.

Das war richtig lecker, und der Käse ist auch nach dem Abkühlen nicht zäh geworden (was ich erst ein kleines bisschen befürchtet hatte).

Und außerdem ist dieses Zupfbrot so schön für einen gemütlichen Abend mit einem Glas Wein. Der Co-Gastgeber und ich haben am Samstag Abend die Ferien Revue passieren lassen, ein bisschen getrunken, immer wieder ein bisschen gezuppelt – sehr nett!

raclettezupfbrot

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser

plus: etwa 8-10 Scheiben Raclettekäse

Die Zutaten für den Teig mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Eine Stunde gehen lassen.
Auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen. In 16 bis 20 Quadrate schneiden.
Alle Quadrate – bis auf eins – mit jeweils einer halben Scheibe Raclettekäse gelegen und hochkant in eine gefettete Kastenform stellen. Die Scheibe ohne Käse ist der Abschluss.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen, und das Brot darin 25-30 Minuten goldbraun backen.

Ich habe auch schon mal Zupfbrot mit Pesto gebacken: das könnt Ihr Euch hier anschauen.

PS: Und die allerletzten Käsereste sind dann übrigens am Sonntag Abend in einen Kartoffel-Gemüseauflauf gewandert. Jetzt ist alles weg. Puh!