Allwettervorspeise: Ananas im Speckmantel

Das mit dem Sommerwetter ist ja zumindest bei uns hier im Norden so eine Sache – einen Grillabend am Wochenende zu planen ist pure Lotterie. Da muss man eigentlich immer einen Plan B im Hinterkopf haben, falls das mit den Würstchen draußen nicht so klappt.

Ananas im Speckmantel sind eine Vorspeise, die Ihr in jedem Fall bei Eurer nächsten Einladung einplanen könnt, denn man kann sie entweder auf der Terrasse auf dem Grill oder in der Küche in der Pfanne zubereiten. Perfekt, oder? Dann muss wenigstens der erste Gang nicht mehr umgeplant werden.

ananas mit speck

Einfach gemacht sind sie noch dazu.

Alles, was Ihr braucht sind Ananas und Speckscheiben: die Ananas schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Jedes Stück mit einer (halben) Speckscheibe umwickeln und in der Pfanne oder auf dem Grill anbraten, bis der Speck knusprig und die Ananas warm ist. Wer mag, kann unter den Speck noch ein kleines Zweiglein Rosmarin stecken. Das passt auch gut dazu.

Die Geschmackskombination aus säuerlich-fruchtig und dem salzigen Speck ist ein toller Einstieg in jedes Menü.

Pimp your Abendbrot – Auberginendip

Definitiv mal wieder Zeit für etwas Herzhaftes!

Der Auberginendip mit getrockneten Tomaten und Minze hübscht Eure Abendbrottafel auf, oder er begleitet mit ein paar Kräckern den Apéritif, oder er macht auf Baguette eine Suppe/einen Salat zur kompletten Mahlzeit, oder…

auberginendip

1 Aubergine
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
50 g getrocknete Tomaten (in Öl, aus dem Glas)
einige Zweige frische Minze
2 EL Naturjoghurt
2 TL Balsamico
Salz und Pfeffer

Die Aubergine längs halbieren, mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei Umluft 180 Grad etwa 30 Minuten backen, bis sie weich ist. Dann etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Schalotte und den Knoblauch fein würfeln. Etwas von dem Tomatenöl in eine Pfanne gießen, erhitzen und Knoblauch und Schalotte bei mittlerer Hitze darin weich dünsten.
Tomaten in kleine Würfel schneiden.
Minzblättchen von den Stielen zupfen und ganz fein schneiden.
Das Auberginenfruchtfleisch mit einem großen Löffel aus der Schale lösen und in einen Mixbecher füllen. Schalotten- und Knoblauchwürfel dazugeben und mit dem Pürierstab einmal kurz durchpürieren.
Dann die restlichen Zutaten dazugeben, gut umrühren und abschmecken.

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Fenchel-Blutorangen-Salat

Hach, ich freu mich: mal wieder ein Rezept (oder eher eine Idee, Rezept ist vollkommen übertrieben) aus der Kategorie „Das Gute kann so einfach sein“. Eigentlich meine Lieblingskategorie!

blutorangensalat2

Blutorangen sind sooo aromatisch. Und die weichen süßen Früchte sind mit dem knackigen herben Fenchel, einer Prise Salz und etwas Schärfe vom Pfeffer einfach der Hit.

Zutaten für 2 Personen:
3 Blutorangen
1 Knolle Fenchel mit Grün
ein paar Spritzer gutes Olivenöl
eine Prise (Zitronen-)salz, war mag etwas frisch gemahlenen Pfeffer

Die Blutorangen so schälen, dass auch die weiße Haut mit abgeht. Dann in Scheiben schneiden. Den Fenchel vierteln, den Strunk entfernen und in sehr dünne Scheiben schneiden.
Die Blutorangen mit etwas Saft auf einem Teller auslegen, mit Fenchel und Fenchelgrün bestreuen.
Mit etwas Olivenöl beträufeln und ein wenig Salz und Pfeffer darüber streuen. Fertig!

Macht als Vorspeise für Gäste richtig was her! Und gesund ist es auch noch…
Kinder, was wollt Ihr mehr?

Raclettezupfbrot

Ich freue mich, denn den Blog-Start ins neue Jahr kann ich mit zwei meiner Lieblingsthemen verbinden: Geselligkeit und Resteverwertung. Na, wenn 2017 nicht gut losgeht…

An Silvester hatten wir Besuch von einer befreundeten Familie, und wir haben Raclette gemacht. Ich hatte mich jedoch beim Käseeinkauf ein bisschen verschätzt, so dass doch einige Scheiben übrig geblieben sind – also  nur so ein ganz paar 😉

Die Schweizer essen ihren Käse ja nicht nur mit Kartoffeln, sondern man kann auch Raclettebrote überall bekommen. Deswegen habe ich die Reste am Wochenende in einem Zupfbrot verwertet.

Das war richtig lecker, und der Käse ist auch nach dem Abkühlen nicht zäh geworden (was ich erst ein kleines bisschen befürchtet hatte).

Und außerdem ist dieses Zupfbrot so schön für einen gemütlichen Abend mit einem Glas Wein. Der Co-Gastgeber und ich haben am Samstag Abend die Ferien Revue passieren lassen, ein bisschen getrunken, immer wieder ein bisschen gezuppelt – sehr nett!

raclettezupfbrot

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser

plus: etwa 8-10 Scheiben Raclettekäse

Die Zutaten für den Teig mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Eine Stunde gehen lassen.
Auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen. In 16 bis 20 Quadrate schneiden.
Alle Quadrate – bis auf eins – mit jeweils einer halben Scheibe Raclettekäse gelegen und hochkant in eine gefettete Kastenform stellen. Die Scheibe ohne Käse ist der Abschluss.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen, und das Brot darin 25-30 Minuten goldbraun backen.

Ich habe auch schon mal Zupfbrot mit Pesto gebacken: das könnt Ihr Euch hier anschauen.

PS: Und die allerletzten Käsereste sind dann übrigens am Sonntag Abend in einen Kartoffel-Gemüseauflauf gewandert. Jetzt ist alles weg. Puh!

Cole Slaw ohne Majo oder Krautsalat

Weiter geht’s mit der Miniserie „Ferienhighlight“: heute gibt es Coleslaw. Darf man den überhaupt noch so amerikanisch betiteln, wenn gar keine Majonäse drin ist, sondern ganz typisch deutsche saure Sahne?

Egal – hauptsache lecker!

coleslaw1

Zutaten für 6 Personen:

1/2 kleiner Weißkohl
3 Möhren
200 g saure Sahne
1 EL Senf
1 EL Honig
Salz und Pfeffer
2 EL Olivenöl
2-3 EL Milch

Den Weißkohl in vier Spalten teilen und in ganz feine Streifen schneiden. Möhren raspeln.

Mit allen anderen Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermischen. Mindestens zwei Stunden ziehen lassen. Dann nochmal abschmecken.

Na? Ahnt Ihr schon, wo die Reise hingeht? Ciabattabrötchen, Coleslaw…

Morgen gibt es Höhepunkt und Auflösung.

Kürbissuppe zum Erntedankfest

Am vergangenen Wochenende waren mein lieber Co-Gastgeber und ich mal wieder eingeladen: zum Erntedankfest.

Und weil mir das wirklich richtig gut gefallen hat, wollte ich Euch kurz davon berichten. Es war eine ganz zwanglose relative große Runde (etwa 20 Leute), die sich alle auf von den Nachbarn zusammengeliehenen Stühlen um den großen Tisch (zugegebenermaßen ist es eher ein riesiger Tisch) in der Küche versammelt haben. Es gab als Deko ein paar große Vasen mit bunten Herbstlaubzweigen und auf dem Tisch ebenfalls etwas Herbstlaub, Kastanien und Äpfel. Sehr gemütlich!

Das Essen war in Buffetform angerichtet: auf dem Herd standen große Töpfe mit Minestrone und Kürbissuppe, auf dem Sideboard Käse, Salami, Schinken und gutes Brot. Einige von den Gästen haben Nachtisch (Applecrumble!) oder Wein mitgebracht. Herrlich! Mehr braucht es einfach nicht.
Und der Abend war dann auch sehr lustig und ging sehr lange…

Also – was ich Euch damit sagen wollte: cooles Einladungsformat! Nachmachen!
Bei uns wird es nächstes Jahr sicher ein Erntedankfest geben.

Und um Euch noch mehr zu motivieren, habe ich heute ein Rezept für Kürbissuppe für Euch. Allerdings nicht so ganz klassisch, sondern asiatisch angehaucht.

kurbissuppe

Zutaten für 4 Personen:

etwa 750 g Hokkaidokürbis
1 Stange Zitronengras
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 Zehe Knoblauch
3 EL Sonnenblumenöl
1 Dose Kokosmilch
0,5 l Gemüsebrühe
etwa 2 EL Limettensaft
Salz
nach Belieben frischer Koriander

Den Kürbis waschen, das weiche Innere mit den Kernen entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. Vom Zitronengras die äußeren harten Blätter entfernen und in ganz feine Ringe schneiden. Den Ingwer schälen und fein hacken, ebenso den Knoblauch.

Kürbis, Ingwer, Zitronengras und Knoblauch in dem Öl bei mittlerer Hitze einige Minuten anbraten. Kokosmilch und Brühe dazugeben und so lange köcheln, bis der Kürbis weich ist (etwa 15 Minuten).

Die Suppe mit dem Pürierstab pürieren, mit Salz und Limettensaft würzen/abschmecken. Wer mag, kann die Suppe noch mit etwas gehacktem, frischem Koriander bestreuen.

Schnelle Kürbisbrötchen

Eilmeldung : : : gestern Abend gab es Kürbisbrötchen in der Versuchsküche.

Bei Instagram habe ich sie schon vor dem Essen gepostet, weil die Farbe so hübsch war.

Und dann waren sie auch noch sooo lecker (der Kürbisgeschmack bleibt dezent), und sooo schnell gemacht, dass ich Euch heute fix das Rezept dafür aufschreibe.

Findet Ihr nicht auch, dass man Gäste besonders gut beeindrucken kann, wenn auch noch das Brot selbst gemacht ist? Diese Brötchen fallen definitiv unter die Kategorie „Backen für Angeber“ – wenig Aufwand, großes Hallo!

kurbisbrotchen

Zutaten für 10 kleine Brötchen (das könnt Ihr dann ja beliebig hochrechnen – geht auch nicht schwer!)

200 g Mehl
1 TL Backpulver
200 g Kürbispürree
1 TL Zitronensalz
evtl. ein bisschen Milch
Mehl zum Verarbeiten
ein Löffel voll Kürbiskerne (oder andere Körnchen wenn Ihr mögt)

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl mit Backpulver mischen.
Mehlmischung und Kürbispürree in einer Schüssel zunächst mit einem Kochlöffel verrühren. Dann mit den Händen einmal durchkneten, so dass ein glatter Teig entsteht.
Wenn der Teig zu krümelig ist, ein bisschen Milch hinzufügen. Wenn er zu sehr klebt, noch etwas Mehl zugeben.
Eine lange Rolle formen, in 10 Stücke schneiden und zu Kugeln formen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen, nach Wunsch mit Körnern bestreuen und etwa 15 Minuten backen.

PS: Für das Kürbispürree nehmt Ihr einfach ein Stück von einem Kürbis Eurer Wahl (ich habe gestern Hokkaido genommen), schneidet ihn in kleine Würfel und kocht ihn in etwa 10 Minuten weich. Länger dauert das nicht. Dann mit dem Pürierstab pürieren, 200 g abmessen. Fertig.
Vor dem Verarbeiten etwas abkühlen lassen.

Mit Kürbispürree kann man übrigens auch leckere Kuchen backen, oder es als Suppe verlängern, oder Kartoffelstampf verfeinern… Es lohnt sich also, gleich eine größere Menge herzustellen.