Nudelsalat mit Melone und Schinken

Salat? Pasta? Melone mit Schinken? Ihr könnt Euch nicht entscheiden, was Ihr für Euren Besuch kochen sollt? Warum nicht einfach alles zusammen?

Dieser Salat ist die perfekte Symbiose aus all diesen leckeren Dingen: Nudeln, süße Honigmelone, salziger Serranoschinken, knackiger, herber Rucola und dazu ein leichtes Zitronensößchen.

Man kann ihn sowohl als Beilage zum Grillen servieren oder stand-alone mit etwas Ciabatta und einem Gläschen Rosé bei einem entspannten Terrassenessen.

Tipp: eine kleine Schüssel ohne Rucola beiseite stellen. Dann essen den Salat auch Kinder.

nudelsalat melone schinken

Zutaten für eine groooße Schüssel:

500 g kurze Nudeln (Farfalle, Fussili oder Penne)
1 Honig- oder Cantaloupmelone
10 Scheiben Serranoschinken (etwa 150g)
1 Packung Rucola (125g)
1-2 Zitronen, Schale abgerieben und Saft ausgepresst
4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Einen großen Topf Wasser aufkochen, salzen und die Nudeln bissfest kochen.
Die Melone schälen, entkernen und in 1 cm große Würfel schneiden. Den Schinken in schmale Streifen schneiden. Rucola waschen und grob zerkleinern.

In einer großen Schüssel Melone und Schinken mischen. 2 TL abgeriebene Zitronenschale und 6 EL Saft, Öl, 1/2 TL Salz und Pfeffer nach Geschmack zugeben und ein paar Minuten ziehen lassen.

Die fertig gekochten Nudeln mit kaltem Wasser abschrecken und ein bisschen abkühlen lassen.
Mit dem Rucola unter die restlichen Zutaten mischen.

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Klassiker – Tomatensuppe

Wer schon länger meinen Blog liest, der weiß, dass ich ein Faible für Klassiker habe. Hier also ein neuer Beitrag aus der Reihe „einfach aber gut“.

tomatensuppe2

Zutaten für 4 Personen:

1 große Zwiebel
1 große Möhre
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
1 große Dose geschälte Tomaten
400 ml Hühnerbrühe
ein Schuss Sahne
Salz, Pfeffer, Zucker
2-3 TL Balsamico-Essig

als Topping: Crème fraîche und Basilikum (oder Thymian oder Schnittlauch)

Die Zwiebel schälen und fein würfeln, dieMöhre ebenfalls schälen und grob reiben. Knoblauch fein hacken.
Olivenöl in einem Topf erhitzen, und das Gemüse bei mittlerer Temperatur glasig dünsten (etwa 10 Minuten). Nicht zu scharf anbraten – der Geschmack soll eher süßlich werden als mit vielen Röstaromen.
Tomaten (mit Saft) zufügen und 5 Minuten köcheln lassen. Dann die Hühnerbrühe zugeben und nochmals 5 Minuten köcheln.
Mit dem Pürierstab glatt pürieren.
Sahne und Essig zufügen und mit den Gewürzen abschmecken.

Als Topping zum Servieren etwas Crème fraîche glatt rühren und mit fein gehackten Kräutern nach Wahl vermischen.

Diese Suppe eignet sich mit etwas Ciabatta gut als Vorspeise.

Wenn Kinder mitessen, koche ich meistens noch ein paar kleine Nudeln extra, die sie sich untermischen können. Auch Fleischbällchen schmecken gut als Einlage, wenn es etwas gehaltvoller sein soll.

tomatensuppe

Raclettezupfbrot

Ich freue mich, denn den Blog-Start ins neue Jahr kann ich mit zwei meiner Lieblingsthemen verbinden: Geselligkeit und Resteverwertung. Na, wenn 2017 nicht gut losgeht…

An Silvester hatten wir Besuch von einer befreundeten Familie, und wir haben Raclette gemacht. Ich hatte mich jedoch beim Käseeinkauf ein bisschen verschätzt, so dass doch einige Scheiben übrig geblieben sind – also  nur so ein ganz paar 😉

Die Schweizer essen ihren Käse ja nicht nur mit Kartoffeln, sondern man kann auch Raclettebrote überall bekommen. Deswegen habe ich die Reste am Wochenende in einem Zupfbrot verwertet.

Das war richtig lecker, und der Käse ist auch nach dem Abkühlen nicht zäh geworden (was ich erst ein kleines bisschen befürchtet hatte).

Und außerdem ist dieses Zupfbrot so schön für einen gemütlichen Abend mit einem Glas Wein. Der Co-Gastgeber und ich haben am Samstag Abend die Ferien Revue passieren lassen, ein bisschen getrunken, immer wieder ein bisschen gezuppelt – sehr nett!

raclettezupfbrot

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser

plus: etwa 8-10 Scheiben Raclettekäse

Die Zutaten für den Teig mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Eine Stunde gehen lassen.
Auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen. In 16 bis 20 Quadrate schneiden.
Alle Quadrate – bis auf eins – mit jeweils einer halben Scheibe Raclettekäse gelegen und hochkant in eine gefettete Kastenform stellen. Die Scheibe ohne Käse ist der Abschluss.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen, und das Brot darin 25-30 Minuten goldbraun backen.

Ich habe auch schon mal Zupfbrot mit Pesto gebacken: das könnt Ihr Euch hier anschauen.

PS: Und die allerletzten Käsereste sind dann übrigens am Sonntag Abend in einen Kartoffel-Gemüseauflauf gewandert. Jetzt ist alles weg. Puh!

Pulled Pork aus dem Backofen

Ok – es war nicht so schwer zu erraten, ich gebe es zu.

Jetzt fehlte noch das Pulled Pork für einen richtig ordentlichen Burger. Das würzige Fleisch, zusammen mit dem frischen Coleslaw und den fluffigen Brötchen ist einfach eine tolle Kombination.

Und die Zubereitung ist wirklich sehr unkompliziert. Das Einizige, was beachtet werden muss (falls Ihr nicht zwei Backöfen habt): die Brötchen müssen fertig gebacken sein, bevor das Fleisch in den Ofen kommt. Zusammen backen geht nicht, da die Brötchen eine viel höhere Temperatur benötigen. Also morgens gleich die Brötchen in den Ofen schieben ( das geht ja fix) und dann das Fleisch schön vor sich hin schmurgeln lassen.

Zutaten für 6 Personen:

1,5 kg Schweinenacken
1 TL edelsüßes Paprikapulver
1 TL scharfes Paprikapulver
1 TL Salz
2 EL Öl
200 g Barbecuesauce

pulledpork-burger

Den Backofen auf 120 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die beiden Paprikasorten mit dem Salz mischen. Das Fleisch rundherum mit Öl einpinseln und mit der Gewürzmischung einreiben.
In eine große Auflaufform setzen und 8 Stunden im Ofen garen.

Das Fleisch ist jetzt so weich, dass Ihr es mit zwei Gabeln auseinanderzupfen könnt (daher ja auch der Name). Also – alles zerzupfen und gut mit der Barbecuesauce vermischen. Mit Coleslaw in einem Ciabattabrötchen stapeln.

Man kann das Pulled Pork aber natürlich auch anders verwenden, wenn man nicht so gerne Burger mag. Zum Beispiel mit Coleslaw im Glas als Vorspeise. Damit Ihr es Euch vorstellen könnt – das sähe dann so aus:

pulledpork-im-glas

Außerdem lassen sich auch gebackene Kartoffeln (oder Süßkartoffeln) damit füllen. Luxuskumpir sozusagen. Davon habe ich leider kein Foto. Ich werde es aber nachliefern, denn das soll hier im Hause auch unbedingt demnächst ausprobiert werden.

Schnelle Kürbisbrötchen

Eilmeldung : : : gestern Abend gab es Kürbisbrötchen in der Versuchsküche.

Bei Instagram habe ich sie schon vor dem Essen gepostet, weil die Farbe so hübsch war.

Und dann waren sie auch noch sooo lecker (der Kürbisgeschmack bleibt dezent), und sooo schnell gemacht, dass ich Euch heute fix das Rezept dafür aufschreibe.

Findet Ihr nicht auch, dass man Gäste besonders gut beeindrucken kann, wenn auch noch das Brot selbst gemacht ist? Diese Brötchen fallen definitiv unter die Kategorie „Backen für Angeber“ – wenig Aufwand, großes Hallo!

kurbisbrotchen

Zutaten für 10 kleine Brötchen (das könnt Ihr dann ja beliebig hochrechnen – geht auch nicht schwer!)

200 g Mehl
1 TL Backpulver
200 g Kürbispürree
1 TL Zitronensalz
evtl. ein bisschen Milch
Mehl zum Verarbeiten
ein Löffel voll Kürbiskerne (oder andere Körnchen wenn Ihr mögt)

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl mit Backpulver mischen.
Mehlmischung und Kürbispürree in einer Schüssel zunächst mit einem Kochlöffel verrühren. Dann mit den Händen einmal durchkneten, so dass ein glatter Teig entsteht.
Wenn der Teig zu krümelig ist, ein bisschen Milch hinzufügen. Wenn er zu sehr klebt, noch etwas Mehl zugeben.
Eine lange Rolle formen, in 10 Stücke schneiden und zu Kugeln formen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen, nach Wunsch mit Körnern bestreuen und etwa 15 Minuten backen.

PS: Für das Kürbispürree nehmt Ihr einfach ein Stück von einem Kürbis Eurer Wahl (ich habe gestern Hokkaido genommen), schneidet ihn in kleine Würfel und kocht ihn in etwa 10 Minuten weich. Länger dauert das nicht. Dann mit dem Pürierstab pürieren, 200 g abmessen. Fertig.
Vor dem Verarbeiten etwas abkühlen lassen.

Mit Kürbispürree kann man übrigens auch leckere Kuchen backen, oder es als Suppe verlängern, oder Kartoffelstampf verfeinern… Es lohnt sich also, gleich eine größere Menge herzustellen.

 

Himbeer-Limettenlimo mit Ingwer für Große und Kleine

Wenn Familien zu Besuch bei uns sind, dann finde ich es ja immer ganz schön, wenn die Kinder nicht etwas ganz anderes essen und trinken als die Eltern. Klar, manche Sachen mögen Kinder nicht so gerne – da muss man dann ein bisschen variieren. Aber Fischstäbchen für die Kleinen und Rinderfilet für die Großen – das finde ich doof.

Das kann man auch auf die Getränke übertragen. Wenn es für die Erwachsenen einen Apéritif gibt – warum nicht auch für die Kinder? Letzte Woche habe ich einen superleckeren Sommer-Sirup gekocht: aus süßen Himbeeren, sauren Limetten und scharfem Ingwer. Tolle Kombi! Der schmeckt sowohl mit als auch ohne Alkohol.

himbeerlimo

Zutaten für den Sirup:

2-3 Limetten
25 g Ingwer
500 ml Wasser
500 g Zucker
250 g Himbeeren

Limetten waschen, von einer Frucht die Schale abreiben, alle auspressen. Ingwer schälen und ganz fein würfeln oder hacken.

Wasser und Zucker in einem Topf aufkochen, bis ein klarer Sirup entstanden ist. Vom Herd nehmen. Himbeeren, Limettensaft und -schale sowie Ingwer zugeben, kurz pürieren und ziehen lassen, bis der Sirup vollständig abgekühlt ist. Dann durch ein feines Sieb gießen und kalt stellen.

Zum Servieren Eiswürfel und eine Scheibe Limette oder Gurke in ein Glas geben. 2-3 EL Sirup hineingießen und mit (einem Schlückchen Wodka und) gekühltem Mineralwasser auffüllen.

PS: Das Rezept habe ich in der aktuellen Schrot und Korn gefunden.

Harry Potter und die unsichtbare Lammkeule

Tja, ähem, räusper…. also. Da ist wohl etwas schief gelaufen an Ostern.

Zum Abschluss des Wochenendes am Montag Abend wollte ich meine Familie mit einer schönen zarten Lammkeule beglücken. In Milch geschmort, Polenta und Salat dazu. Ein Gläschen Rotwein… So hatte ich mir das vorgestellt.

Während ich am späten Nachmittag in der Küche herumwerkelte, durften die Mädels einen Film schauen: Harry Potter, den 1. Teil. Das Buch hatten wir in den Skiferien gelesen, die Geschichte (inklusive Ende) war also bekannt, freigegeben ist der Streifen ab 6. So weit so gut.
Aber offensichtlich hatten wir allesamt die Macht der (Kino-)bilder unterschätzt. Bereits nach 30 Minuten hörte ich das erste zaghafte „Mama… kannst Du mal kurz kommen?“. „Ja klar, mein Schatz, ich bin sofort dahaa.“
Zum Glück waren die Vorbereitungen da schon abgeschlossen.
Schnell die Keule in den Ofen.
Der Bergtroll bedroht Hermine auf der Mädchentoilette.
Salat waschen und zupfen.
Kurz darauf: „Mamaaa. Das musst Du sehen!“
Aha, Harrys erstes Quidditchspiel.
Den Polentatopf bereitstellen, die Keule nochmal wenden und übergießen.
„MAMA!“ Voldemort trinkt Einhornblut. Gruselig!
„MAAAMAAA! Schnell!“ Der dreiköpfige Höllenhund, der den Stein der Weisen bewacht, ist echt unheimlich. Und ab da fand ich mich dann eingeklemmt zwischen zwei zitternden Mädchen (die auf einmal wieder ganz klein waren) auf dem Sofa wieder, ohne Chance nochmal in die Küche zu entwischen.

Wisst Ihr, wie lange der 1. Teil von Harry Potter geht? Genau: 146 Minuten!

Danach mussten also noch schnell die Polenta und die Salatsauce angerührt werden. Die Keule rief laut, dass sie jetzt aus dem Ofen wolle, und der Tisch war auch noch nicht gedeckt.

Was ich Euch mit der ganzen Geschichte sagen will?

ES GIBT KEIN FOTO! DAS HABE ICH VERGESSEN!

Aber da die Keule wirklich ausgesprochen lecker war (und noch dazu so unkompliziert, dass man sie während des Films zubereiten konnte), wollte ich Euch das Rezept trotzdem aufschreiben. Ich habe sie nicht zum ersten Mal gemacht, und es wird auch nicht das letzte Mal sein. Beim nächsten Mal fotografiere ich. Versprochen!

Zutaten für 2 Erwachsene und 3 Kinder oder 4 Erwachsene:

1 Lammkeule (ca. 1,5 kg)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
15 Schalotten
3 Knoblauchzehen
Schale von 1 Bio-Zitrone (in Streifen)
4 EL Olivenöl
3 Lorbeerblätter
400 ml Milch

Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Lammkeule rundherum mit Salz und Pfeffer einreiben. Schalotten und Knoblauchzehen schälen.
In einem Bräter oder einer großen Pfanne die Lammkeule rundherum scharf anbraten. Herausnehmen und in eine ofenfeste Form geben. Schalotten, Knoblauch, Zitronenschale und Lorbeerblätter um das Fleisch verteilen. Alles mit der Milch begießen und nochmal kräftig salzen und pfeffern.
Keule auf der unteren Schiene etwa 90-100 Minuten ohne Deckel schmoren. Zwischendurch wenden und mit der Milch begießen.