Süßkartoffel-Gnocchi mit Rucola und Ofentomaten

Foodblogger sind ja ständig auf der Suche nach Inspiration. Ich zum Beispiel treibe mich natürlich regelmäßig auf Pinterest herum, stöbere in Kochbüchern und bei Bloggerkollegen und greife alle Rezeptheftchen ab, die in letzter Zeit vermehrt in großen Supermärkten ausliegen.

Falls Ihr auch gerne stöbert – ein guter Tipp sind auch Küchenutensilien-Online-Händler (deutsche Sprache, schöne Sprache, oder?).

Bei Hagengrote zum Beispiel bin ich auf viele leckere Rezepte gestoßen. Die meisten gehören eher in die Kategorie „Feine Küche“. Da ist vielleicht auch für Euch etwas für die Osterfeiertage dabei. Und wenn Ihr dann feststellt, dass Euch Equipment fehlt…

Mich haben die Süßkartoffel-Gnocchi gleich angesprochen. Süßkartoffeln liebe ich im Moment in so ziemlich jeder Form, und Gnocchi habe ich schon ewig nicht mehr selber gemacht. Das wurde also allerhöchste Zeit.

Zugegebenermaßen gehören Gnocchi nicht gerade zur unkomplizierten Küche: das Gemüse garen, den Teig kneten, bis er nicht mehr klebt, Rollen formen und schneiden. Dann kochen und dann nochmal anbraten…

Aber es hat sich gelohnt! Sieht gut aus, oder?

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Zutaten für 4 Personen:

500 g Süßkartoffeln
1 Bund glatte Petersilie
250-300g Mehl (langsam steigern, bis der Teig nicht mehr klebt)
2 Eigelbe
Salz, Pfeffer
16 Kirschtomaten
2 EL Olivenöl
1 EL Butter
Rucola
Parmesan

Süßkartoffeln im Ofen bei 200 Grad ca. 45 Minuten garen. Durch Einstechen eine Garprobe machen. Pellen und noch heiß durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken (oder in der Schüssel mit einem Stampfer zerdrücken). 15 Minuten abkühlen lassen. Petersilie waschen, trocken tupfen, die Blättchen zupfen und fein hacken.
Petersilie, Mehl und Eigelbe zur Kartoffelmasse geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und zu einem Teig mischen. Falls er klebrig ist, noch mehr Mehl zufügen. Die Gnocchi-Masse zu fingerdicken Röllchen formen und in knapp 2 cm lange Stücke teilen. Die Stücke über einen Gabelrücken rollen, um das typische Gnocchimuster herzustellen. Diese Oberflächenstruktur entstand, um mehr Sauce zu binden.
Gnocchi in siedendem Salzwasser gar ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Bei abgeschaltetem Herd zugedeckt weitere 5 Minuten ziehen lassen. Mit dem Schaumlöffel herausheben, in kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
Kirschtomaten waschen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 10 Minuten backen.

Butter und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Gnocchi leicht goldbraun braten. Mit den Kirschtomaten auf vorgewärmte heiße Teller verteilen.
Rucolablättchen zufügen und Parmesanspäne darüber hobeln.

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Was die Vorbereitung angeht: Ihr könnt die Gnocchi natürlich schon vorkochen. Wenn Eure Gäste kommen, braucht Ihr nur noch die Kirschtomaten in den Ofen tun (auf keinen Fall weglassen, durch die Hitze werden Sie schön süß) und die Gnocchi anbraten. Dann habt Ihr in 10 Minuten Euer feines Essen auf dem Tisch.

Weihnachtshauptspeise 2016: Filet Wellington

Besser spät als nie…

Oder auch: spät aber oho!

Oder: Spontaneität will gut geplant sein.
Eine Woche habt Ihr ja noch für Menüplanung und Einkäufe.

Nein, im Ernst: ich war die ganze Woche krank – da ging gar nichts. Sonst hätte ich mich natürlich schon früher zum Thema Weihnachten gemeldet. Das Rezept ist nämlich wirklich toll: man kann quasi nichts falsch machen, es sieht toll aus, und das Filet bleibt durch die Hülle schön saftig und aromatisch.

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Zutaten für 4 Personen:
800 g Rinderfilet (möglichst gleichmäßig dick)
2 EL Öl, 1 EL Butter
Salz und Pfeffer
1 Zwiebel
300 g Champignons
1 Rolle Blätterteig
etwas Sahne

Filet mit Salz und Pfeffer würzen. Öl und Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Das Fleisch darin rundherum einige Minuten anbraten.
Herausnehmen und beiseite stellen.
Zwiebel und Champignons fein würfeln. In der Pfanne mit dem Bratfett kräftig anbraten, bis das Wasser aus den Pilzen verdampft ist.
Den Blätterteig aus der Packung nehmen und entrollen.
Die Pilzmasse darauf verteilen. Dann das Filet darauf setzen und so fest wie möglich einrollen. Die Enden etwas einschlagen, evtl. Reste abschneiden.
Auf dem einen Foto könnt Ihr sehen, dass ich aus den Resten kleine Dekoherzen geschnitten habe. Wem so etwas also nicht zu verspielt ist…
Mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Achtung: Bis hierhin könnt Ihr alles vorbereiten!

Dann nur noch das Päckchen mit etwas Sahne bepinseln und bei 200 Grad Ober-/Unterhitze etwa 25-30 Minuten backen, bis der Blätterteig goldbraun ist.

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Bei uns gab es beim letzten Mal dazu Kroketten (nein, nicht selbst gemacht, die aus aus dem Ofen) und Rotkohl. Rosenkohl könnte ich mir aber auch gut vorstellen. Ein Salat für die etwas frischere, modernere Variante funktioniert ebenfalls.

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Also, ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten. Vielen Dank an meine treuen Leserinnen und Leser. Macht es Euch schön! Und mein Appell wie jedes Jahr: stresst Euch nicht. Weihnachten wird nicht schöner, wenn Ihr ein besonders ausgefallenes Dessert kredenzt, sondern wenn Ihr Euch die Zeit nehmt, viel mit Eurer Familie/Euren Freunden zu reden und zu lachen.

Apropos Dessert – schaut doch mal hier: letztes Jahr gab es bei uns Stollentrifle. Dieses Jahr mache ich glaube ich Schokopavlovas.

Flammkuchen mit Rosenkohl und Granatapfel

Meistens meide ich ja Fertigprodukte. Vor allem bei Kinderessen, denn da sollen die lieben Kleinen sich gar nicht erst dran gewöhnen 😉 Aber ich finde, man darf nicht zu ideologisch sein. Manchmal benutze ich fertigen Teig aus dem Kühlregal. Das hat natürlich einerseits Bequemlichkeits- und Zeitgründe… birgt aber vor allem auch gastgeberische Aspekte.

Fertiger Flammkuchenteig geht nämlich nach dem Belegen nicht nochmal auf – im Gegensatz zu selbst gemachtem Pizza-/Flammkuchenteig mit Hefe.

Das heißt, man kann einen oder mehrere Bleche schon fertig belegen und kühl stellen, und dann muss man sie nach Bedarf eins nach dem anderen nur noch ganz einfach in den Ofen schieben. Das ist ganz nach meinem Geschmack. Bleibt mehr Zeit zum Quatschen.

Heute habe ich einen Belag aus Ziegenkäse, Rosenkohl und Granatapfelkernen für Euch. Das ist eine richtig coole Kombi, kann ich Euch sagen. Probierts mal aus.

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Zutaten für 2 Personen:

1 Rolle Flammkuchenteig (ich mag am liebsten den von Tante Fanny)
150 g Ziegenfrischkäse
3 EL Olivenöl
2 Frühlingszwiebeln oder 1 kleines Bund Thymian
Salz und Pfeffer
200 g Rosenkohl
1/2 Granatapfel
etwas flüssigen Honig

Den Ziegenkäse mit dem Olivenöl glatt rühren. Klein geschnittene Frühlingszwiebeln oder Thymianblättchen zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Rosenkohl putzen und Scheiben schneiden.
Die Kerne aus dem Granatapfel klopfen.

Flammkuchenteig ausrollen, mit Ziegenkäsemischung bestreichen. Rosenkohl und Granatapfelkerne darauf verteilen und nach Packungsanweisung backen.

Nach dem Backen mit etwas Honig beträufeln und sofort servieren.

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Die Idee für diesen Flammkuchen stammt aus dem neuen Foodboom-Magazin. Das solltet Ihr Euch mal anschauen. Mir gefallen die Rezepte dort drin sehr gut.
Auf meinem Blog gibt es noch mehr Ideen für Flammkuchen: Kürbis-Apfel und Feige-Schinken. Auch beide sehr lecker. Klickt Euch mal rüber.

 

One Pot Pasta: Mac and Cheese meets Grünkohl

Gestern war Gäste ganz easy mal selber eingeladen: nämlich bei Jankes*Soulfood. Schaut doch mal bei Ihr vorbei, wenn Ihr Lust habt. Seit zweieinhalb Jahren schon verbloggt Janke dort familientaugliche Rezepte aus frischen, saisonalen Zutaten.

Ich habe Janke zum Soulfood Tuesday ein schnelles, leckeres Pastagericht mitgebracht.

Kennt Ihr Mac and Cheese? Wahrscheinlich schon, oder? Jedem, der schon mal in die USA gereist ist, dürfte es dort über den Weg gelaufen sein – es steht auf der Speisekarte fast jeden Diners und ist auch als schnelles Familien-Abendessen sehr beliebt.

In Deutschland hat es sich interessanterweise nie so richtig durchgesetzt – obwohl wir doch so viel aus der US-Küche übernommen haben.

Ich habe neulich das amerikanische Original mit einer urdeutschen Zutat gekreuzt und eine Variante mit Grünkohl ausprobiert. Und? Rausgekommen ist Seelenfutter vom Feinsten. Deftig, sättigend und trotzdem noch ein bisschen gesund, denn Grünkohl ist ja eine echte Vitaminbombe.

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Gekocht habe ich das Gericht als One Pot Pasta, so dass die Zubereitungszeit nur 15 Minuten beträgt. Genau das Richtige Essen also nach einem Herbstspaziergang oder im Skiurlaub.

Zutaten für 2 Personen:
200 g kurze Nudeln
1 Zwiebel, fein gewürfelt
3 große Hände voll frischem Grünkohl, grob gehackt
250 ml Milch
250 ml Gemüsebrühe
2 TL mittelscharfer Senf
80 g geriebener Bergkäse

Nudeln, Zwiebel, Grünkohl, Brühe und Milch in einen breiten Topf geben und die Flüssigkeit zum Kochen bringen. Mit offenem Deckel 10-12 Minuten langsam vor sich hin köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit sich nichts am Boden absetzt. Wenn die Flüssigkeit schon verdampft ist, und die Nudeln noch nicht ganz weich sind, noch etwas Milch oder Brühe zugießen.
Dann den Senf unterrühren. Zum Schluss den geriebenen Käse einstreuen und unterrühren, bis er geschmolzen ist. Sofort servieren.

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Rotes Thaicurry mit Steckrübe und Grünkohl

Heute habe ich für Euch ein weiteres Rezept aus der Reihe: saisonales deutsches Gemüse trifft fremde Aromen. Warum sollten Rezepte anstatt mit der hippen Süßkartoffel und dem omnipräsenten Spinat nicht auch mit Steckrübe und Grünkohl funktionieren? Geschmacksmäßig sind die ja gar nicht so weit voneinander entfernt – die Steckrübe schmeckt leicht süßlich, der Grünkohl etwas nussig herb. Das müsste doch eigentlich gut passen…

Gesagt, getan.
In den Genuss kam dieses Mal nur mein lieber Co-Gastgeber, mit dem ich dringend mal wieder einen ruhigen Abend verbringen musste. Dazu gab es ein Gläschen weißen Burgunder. Der passte ganz hervorragend dazu: er brachte noch etwas Frische ins Gericht, war aber gleichzeitig kräftig genug, um sich von den intensiven Curryaromen nicht unterkriegen zu lassen. Ansonsten trinken wir aber zu Curry auch gerne Bier.

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Zutaten für 2 Personen:
1 EL Kokosöl
2 Schalotten oder 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 EL rote Currypaste
1/4 Steckrübe, in etwa 1 cm große Würfel geschnitten
1 Dose Kokosmilch
evtl. etwas Gemüsebrühe
1 rote Paprika, gewürfelt
2 große Hände frischen Grünkohl, gehackt
Fischsauce, Limettensaft
je 1 TL brauner Zucker und Salz
50 g gehackte Erdnüsse

Das Öl in einem breiten Topf oder einer Wokpfanne erhitzen. Schalotten und Knoblauch darin glasig braten. Currypaste hinzufügen und etwa 1 Minute mitbraten. Dann die Steckrübenwürfel zugeben und ebenfalls mitbraten, bis sie etwas Farbe annehmen.
Kokosmilch angießen, aufkochen lassen, und etwa 10 Minuten köcheln lassen, dann Paprika zugeben und weitere 5 Minuten köcheln. Das Gemüse sollte jetzt weich/bissfest sein. Wenn es etwas zu wenig Flüssigkeit ist, noch ein bisschen Gemüsebrühe zugießen.
Den Grünkohl unterrühren und zusammenfallen lassen. Dann mit Fischsauce, Limettensaft, Salz und Zucker abschmecken.
Zum Servieren die gehackten Nüsse darübergeben.

Dazu passt Reis: für 2 Personen etwa 150 g.

PS: Ich habe schon einmal ein Thaicurry mit Kürbis und Schweinefilet gepostet – das war auch sehr lecker. Bei Interesse hier klicken.

Pulled Pork aus dem Backofen

Ok – es war nicht so schwer zu erraten, ich gebe es zu.

Jetzt fehlte noch das Pulled Pork für einen richtig ordentlichen Burger. Das würzige Fleisch, zusammen mit dem frischen Coleslaw und den fluffigen Brötchen ist einfach eine tolle Kombination.

Und die Zubereitung ist wirklich sehr unkompliziert. Das Einizige, was beachtet werden muss (falls Ihr nicht zwei Backöfen habt): die Brötchen müssen fertig gebacken sein, bevor das Fleisch in den Ofen kommt. Zusammen backen geht nicht, da die Brötchen eine viel höhere Temperatur benötigen. Also morgens gleich die Brötchen in den Ofen schieben ( das geht ja fix) und dann das Fleisch schön vor sich hin schmurgeln lassen.

Zutaten für 6 Personen:

1,5 kg Schweinenacken
1 TL edelsüßes Paprikapulver
1 TL scharfes Paprikapulver
1 TL Salz
2 EL Öl
200 g Barbecuesauce

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Den Backofen auf 120 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die beiden Paprikasorten mit dem Salz mischen. Das Fleisch rundherum mit Öl einpinseln und mit der Gewürzmischung einreiben.
In eine große Auflaufform setzen und 8 Stunden im Ofen garen.

Das Fleisch ist jetzt so weich, dass Ihr es mit zwei Gabeln auseinanderzupfen könnt (daher ja auch der Name). Also – alles zerzupfen und gut mit der Barbecuesauce vermischen. Mit Coleslaw in einem Ciabattabrötchen stapeln.

Man kann das Pulled Pork aber natürlich auch anders verwenden, wenn man nicht so gerne Burger mag. Zum Beispiel mit Coleslaw im Glas als Vorspeise. Damit Ihr es Euch vorstellen könnt – das sähe dann so aus:

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Außerdem lassen sich auch gebackene Kartoffeln (oder Süßkartoffeln) damit füllen. Luxuskumpir sozusagen. Davon habe ich leider kein Foto. Ich werde es aber nachliefern, denn das soll hier im Hause auch unbedingt demnächst ausprobiert werden.

Cole Slaw ohne Majo oder Krautsalat

Weiter geht’s mit der Miniserie „Ferienhighlight“: heute gibt es Coleslaw. Darf man den überhaupt noch so amerikanisch betiteln, wenn gar keine Majonäse drin ist, sondern ganz typisch deutsche saure Sahne?

Egal – hauptsache lecker!

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Zutaten für 6 Personen:

1/2 kleiner Weißkohl
3 Möhren
200 g saure Sahne
1 EL Senf
1 EL Honig
Salz und Pfeffer
2 EL Olivenöl
2-3 EL Milch

Den Weißkohl in vier Spalten teilen und in ganz feine Streifen schneiden. Möhren raspeln.

Mit allen anderen Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermischen. Mindestens zwei Stunden ziehen lassen. Dann nochmal abschmecken.

Na? Ahnt Ihr schon, wo die Reise hingeht? Ciabattabrötchen, Coleslaw…

Morgen gibt es Höhepunkt und Auflösung.