Die besten Brownies überhaupt

Die Backbücher von Cynthia Barcomi sind absolute Klassiker für mich. Mit ihr habe ich quasi das American Baking entdeckt, und ihre Rezepte funktionieren wirklich immer!

Dass ich zusätzlich eine emotionale Beziehung zu den Barcomi-Backwaren haben, habe ich hier (Rezept für Schoko-Kirsch-Muffins) schon mal beschrieben – im doch noch recht roughen Berlin der 90er war das Barcomi-Café in Mitte (das es ja übrigens immer noch gibt) für mich ein Verwöhn-Ort.
Außerdem habe ich auf dem Blog schon mal ihre Chocolate Chocolate-Chip-Cookies veröffentlicht.

Hier heute also endlich mal das Rezept für Brownies – der Klassiker unter den Klassikern sozusagen. Die kommen bei uns regelmäßig auf den Tisch.
Sie sind so einfach zu machen, dass meine Töchter sie schon seit Jahren selber backen.

Das Geheimnis? Viel Schokolade, wenig Mehl!

Zutaten für ca. 12 Brownies

200 g Zartbitterschokolade, zerbröckelt
75 g Butter
150 g Zucker
2 EL löslicher Kaffee
2 EL Espresso
2 Eier, leicht verschlagen
100 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
105 g Mehl
1/4 TL Salz
1/4 TL Natron

Ofen auf 190 Grad vorheizen. Eine quadratische Backform (ca. 23×23 cm) einfetten oder mit Backpapier auslegen.

Die zerbröckelte Schokolade mit der Butter, dem Zucker und Kaffee im Wasserbad schmelzen.

Unbedingt abkühlen lassen, ehe Ihr die Eier hinzufügt. Wenn Ihr die Eier in die warme Mischung gebt, werden die Brownies hart.

Jetzt die gehackte Schokolade und die restlichen Zutaten dazugeben und leicht verrühren.
Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und gleichmäßig verteilen. 25 Minauten backen.

Abkühlen lassen, bevor Ihr die Brownies in Stücke schneidet.

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Erdbeerschnecken

Manchmal entstehen die besten Gerichte ja echt aus der Not heraus – wie zum Beispiel diese echt leckeren Erdbeerschnecken.

Am Samstag Nachmittag hatte ich einen ganz oldschool Erdbeerkuchen für die Familie gebacken. Da aber gar nicht alle zum Kaffee trinken aufgetaucht sind, wurde nur etwa ein Viertel davon gegessen.

Sehr gut, dachte ich, denn am nächsten Tag hatten sich meine Eltern angekündigt. Da würde der restliche Kuchen noch reichen.

Am Abend hatten wir dann allerdings Gäste zum Grillen da. Und während die Eltern noch gemütlich beim Weinchen auf der Terrasse saßen, hat sich drinnen (also quasi zum Dessert) der restliche Kuchen in Luft aufgelöst, woran vier Kinder beteiligt waren…

Hmmmm – Kuchen kaufen tue ich ja ausgesprochen ungern.
Da ich Hefeteig liebe, hatte ich zunächst an ein paar einfache Zimtschnecken gedacht.
Aber ein paar Resterdbeeren waren noch da… Und so kam irgendwie eins zum anderen.

Fluffige und saftige Erdbeerschnecken

Das Ergebnis? Bombe. So lecker, dass ich gleich das Rezept für Euch aufschreiben muss. So schnell konnte ich kaum gucken, wie alle Schnecken weggemampft waren.

Für Hefeteig- und Erdbeerfans!

Zutaten für 10-12 Stück

Teig:
400 g Mehl
40 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Trockenhefe
40 g weiche Butter
1 Ei
180 ml lauwarme Milch

Füllung:
ca. 40 g Butter, zerlassen
2 EL brauner Zucker
ca. 350 g Erdbeeren

Alle Zutaten für den Teig in eine Rührschüssel füllen und mit den Knethaken des Mixers zu einem glatten Teig verkneten.
Ca. 1 Stunde gehen lassen.

Die Erbeeren waschen, entkelchen und in Scheiben schneiden.

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche von Hand nochmal kurz durchkneten. Dann zu einem großen Rechteck ausrollen (30×45 cm). Mit der Butter einpinseln und mit Zucker bestreuen.
Dann die Erdbeerscheiben darauf verteilen.

Von der breiten Seite her vorsichtig aufrollen und in dicke Scheiben schneiden.
Eine Spring- oder Auflaufform einfetten und die Scheiben mit der Schnittfläche nach oben hineinsetzen.

25 Minuten backen, bis die Schnecken goldbraun sind.

Rhabarber-Galette

Ein letztes Rhabarber-Rezept habe ich noch für Euch, bevor die Saison für dieses Jahr wieder zu Ende geht.

Ich habe mich endlich an eine Galette gewagt, die in den Foodzeitschriften immer so wahnsinnig hip aussehen. Das ist ein Mürbeteig, bei dem der Rand einfach über die Füllung geklappt wird.
Es ist tatsächlich ganz einfach nachzumachen – und man muss noch nicht mal eine Kuchenform schmutzig machen dafür. Dafür gibt es neben den Stylepunkten auch noch Hausfrauenpunkte von mir dazu.

Also: für etwas mehr Glamour auf Eurer Kaffeetafel hier das Rezept.

Ich habe den Rhabarber zu lange im Sirup gelassen. Deswegen war er zu weich, um noch ein schönes Fischgrätmuster hinzubekommen – achtet also drauf, wenn Euch das wichtig ist.
Mit Sahne schmeckt die Galette besonders gut, wie ich finde.

Mürbeteig:
250 g Mehl
60 g Puderzucker
100 g kalte Butter in Stückchen
1 Ei
1 Prise Meersalz

noch 1 Ei
2-3 TL brauner Zucker

Belag:
200 g Zucker
Saft von 1/2 Zitrone
800 g geputzter, in 7,5 cm geschnittener Rhabarber

Nussmix:
80 g gemahlene Haselnüsse, in der Pfanne angeröstet
50 g Puderzucker
1 TL geriebene Zitronenschale

Für den Mürbeteig Mehl, Puderzucker, Butter, Ei, 2 EL kaltes Wasser und Salz in eine Rührschüssel geben und kurz glatt verkneten. Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Folie wickeln und mindestens 2 Stunden kühlen.

Währenddessen für den Sirup Zucker, Zitronensaft und 200 ml Wasser in einem großen Topf bei starker Hitze kochen lassen, bis der Zucker gelöst ist. Rhabarberstücke darin bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Im Sirup 1 Stunde abkühlen lassen. Dann herausnehmen und abtropfen lassen.

Den Teig gleichmäßig dünn ausrollen (etwa 38 cm Durchmesser). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Nüsse, Puderzucker und Zitronenschale mischen und über den Teig streuen. Dabei einen ca. 5 cm breiten Rand freilassen.
Rhabarber auf den Nüssen verteilen. Den frei gebliebenen Teig rundherum über den Rhabarber klappen.

Das Ei verquirlen. Den Teigrand mit Ei bestreichen. Braunen Zucker über den Rand streuen.

Galette im heißen Ofen etwa 20 Minuten goldbraun und knusprig backen. Am besten auf einem Kuchengitter kurz abkühlen lassen.

Schmeckt lauwarm oder kalt.

No-bake-Himbeertorte zum Valentinstag

Eigentlich stehe ich ja gar nicht auf Valentinstag – meiner Meinung nach ist das einer dieser amerikanischen Feiertage, die gefühlt nur der Ankurbelung der Konjunktur durch erhöhten Konsum dienen. Halloween fällt für mich auch in diese Kategorie.

Aber ich stehe voll auf Himbeeren, und auf Cheesecake, und auf Rezepte, die sich gut vorbereiten lassen. Deswegen habe ich heute ein hübsches rosafarbenes Törtchen für Euch, das sich nicht nur für den Valentinstag eignet, sondern auch für den nächsten Besuch von Mama oder den Geburtstag der Teenietochter.

himbeer schoko valentinstag

Zutaten für eine kleine Springform (Durchmesser 20 cm)

12 Zwieback
100 g Zartbitterschokolade
50 g Butter
300 g Frischkäse
200 g Naturjoghurt
225 g gefrorene Himbeeren
50 g Zucker
1 Päckchen Sofortgelatine

Die Schokolade in Stücke brechen und zusammen mit der Butter über dem heißen Wasserbad schmelzen.
In der Zwischenzeit die Zwiebäcke (?) in einen Gefrierbeutel geben und mithilfe eines Nudelholzes zu Bröseln verarbeiten.
Krümel und Schokoladenmasse in einer Schüssel gut vermengen.

Die Springform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Die Krümelmasse einfüllen und 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Frischkäse, Joghurt und Zucker mit dem Mixer glatt rühren:
Die Himbeeren mit einem Pürierstab pürieren und unterrühren.
Dann die Gelatine mit geringer Geschwindigkeit untermixen.

Auf den Boden füllen und mindestens 4 weitere Stunden kalt stellen. Gerne auch über Nacht.

Ihr seht also – das hübsche Küchlein ist fix gemacht und kann sogar schon am Vortag zubereitet werden – genau, wie ich es mag.

Und man kann ihn sogar als Dessert essen – dann würde man ihn vielleicht eher in Einzelportionen anrichten.

Rohrnudeln aka Buchteln…

…aka süße, fluffige Hefeteigknödel aus dem Backofen.

Das ist wieder mal ein schönes Beispiel für regionale Unterschiede in der Bezeichnung von Gerichten. Ich persönlich bevorzuge die Bezeichnung Rohrnudeln. Kennengelernt habe ich dieses Gebäck nämlich, als wir noch in Bayern gewohnt haben. Dort im örtlichen Café direkt am Seeweg wurden am Wochenende immer riiiesige Bleche davon gebacken. Und trotzdem waren sie schon am frühen Nachmittag immer ausverkauft…

Nach einigem Probieren kriege ich sie inzwischen ziemlich gut zu Hause selber hin. Meine Rohrnudeln haben keine Füllung (weil das nicht alle Familienmitglieder mögen), dafür eine knackige Zuckerkruste unten drunter. Man kann sie mit Frucht- oder Vanillesauce essen, mit ein bisschen Butter oder einfach pur.

buchteln

Zutaten für 12 Stück
etwa 500 g Mehl
1 Prise Salz
100 g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
abgeriebene Schale von einer Zitrone
250 ml Milch (lauwarm)
2 Eier (Zimmertemperatur)
75 + 50 g weiche Butter

Für die Form: etwas Butter und 2-3 EL braunen Zucker

Puderzucker zum Bestreuen

Mehl, Salz, Zucker, Hefe und Zitronenschale in einer großen Rührschüssel vermischen. Milch, Eier und 75 g Butter zufügen und mit den Knethaken des Mixers zu einem glatten Teig verkneten. An einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen.
(Tipps zum Hefeteighandling findet Ihr hier)

Den Backofen auf 170 Grad Umluft (190 Grad Ober-/Unterhitze)vorheizen.

Den Teig nochmal durchkneten. Falls der Teig sehr klebrig ist, Hände und Arbeitsfläche gut einmehlen und noch mehr Mehl unterkneten. Teig in 12 Portionen teilen und jede Portion zu einer Kugel formen.

Eine Backform fetten und den braunen Zucker einstreuen. Teigkugeln darauf setzen.
50 g Butter schmelzen und die Kugeln damit bestreichen.

Rohrnudeln auf der mittleren Schiene 25-30 Minuten goldbraun backen.
Zum Servieren Puderzucker darüber sieben.

buchteln2

Süßes Apfel-Zupfbrot

Ich habe ja schon zwei Rezepte für Zupfbrote (oder auf Englisch Pull-Apart-Breads) hier auf meinem Blog veröffentlicht. Es sind beides herzhafte Varianten: eins mit Raclette-Käse und eins mit Pesto. Die sind wirklich unglaublich lecker, und sie sind auch wirklich nicht schwierig zu backen.

Zupfbrot funktioniert aber natürlich auch in Süß. Dieses hier mit Apfelmus und Karamell eignet sich vielleicht sogar für Euren Osterbrunch.

apfelzupfbrot2

Zutaten:
550 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
65 g Zucker
1/2 TL Salz
1 Ei
250 g warme Milch
60 g weiche Butter

Für die Füllung:
etwa 5 EL Apfelmus
etwas Karamellbrotaufstrich oder dickflüssige Karamellsauce (etwa 3 EL)

Mehl, Hefe, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen.
Ei, Milch und die Butter in kleinen Stückchen zufügen und mit den Knethaken des Mixers zu einem glatten Teig verkneten. Evtl. nochmal mit der Hand kneten und eine Kugel formen.
Eine Küchenhandtuch über die Schüssel legen und den Teig mindestens eine Stunde gehen lassen, bis sich die Größe ungefähr verdoppelt hat.

Mehl auf die Arbeitsfläche geben und den Teig darauf ca. 1 cm dick ausrollen. Mit dem Apfelmus bestreichen und in lange Streifen schneiden (etwas schmaler als die Kastenform).
Alle Streifen aufeinander legen und in Quadrate schneiden, die nicht breiter sind als die Kastenform, die Ihr benutzen wollt.
Dann die Form mit Backpapier auslegen und die Teigstapel hintereinander hochkant in die Form stellen.
Dann alles vorsichtig mit der Karamellsauce bestreichen/beträufeln.

Falls Ihr Euch nicht sicher seid. Hier könnt Ihr in Step-by-Step-Fotos sehen, wie das mit dem Schichten geht.

40-45 Minuten backen. Ihr könnt nach 40 Minuten eine Garprobe machen, indem Ihr mit einem Zahnstocher oder einem Schaschlikspieß aus Holz in die Mitte des Brotes stecht. Bleibt noch Teig daran kleben, dann die Backzeit um einige Minuten verlängern.

Weiße Sauerkirschmakronen mit karamellisierten Mandeln

Was seid Ihr denn so für Plätzchentypen? Seid Ihr mehr für klassische Ausstecher oder eher so experimentell? Eher Marmelade oder Schokolade? Nüsse oder Zimt?

Ich stehe total auf Makronen in allen Variationen. Normale Plätzchen bestehen ja zu einem Großteil aus Butter, Zucker und Mehl, und das ist mir oft zu heftig. Mir ist es lieber, wenn sich die Zutaten in eine etwas fluffigere Umgebung kuscheln.

Ich mag auch gerne schlichte Kokosmakronen, aber diese hier sind gerade durch die Kombination aus unterschiedlichen Geschmäckern und Konsistenzen richtig gut: süße weiße Schokolade, saure Kirschen, knackige Mandeln, klebrige Früchte – und das alles luftig verpackt in zimtigem Eischnee. Langweilig geht anders!

kirschmakronen2

Zutaten für ca. 30 Stück:
100 g weiße Schokolade
80 g getrocknete Sauerkirschen
150 g gehackte Mandeln
45 g Puderzucker
2 Eiweiß
1/2 TL Zimt
50 g Zucker
Salz

Schokolade fein hacken. Sauerkirschen grob hacken.
Mandeln in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten rundum goldgelb rösten. Gleichmäßig mit Puderzucker bestäuben und unter Rühren etwa 3 Minuten karamellisieren. Aus der Pfanne nehmen und auf Backpapier abkühlen lassen.

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Eiweiß zusammen mit einer Messerspitze Salz mit dem Mixer steif schlagen. Nach und nach Zucker und Zimt zugeben.

Kirschen, Schokolade und karamellisierte Mandeln vorsichtig unterheben.

Mit 2 Teelöffeln Häufchen auf ein (oder zwei) mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. 16 Minuten goldbraun backen.

In einer Blechdose halten sich die Makronen locker 10 Tage.
Der erste Advent kann kommen!

PS: Und aus dem übrig gebliebenen Eigelb könnt Ihr super Spaghetti Carbonara kochen. Dann müsst Ihr nichts wegwerfen.

Rezeptquelle: Kochhaus