Weiße Sauerkirschmakronen mit karamellisierten Mandeln

Was seid Ihr denn so für Plätzchentypen? Seid Ihr mehr für klassische Ausstecher oder eher so experimentell? Eher Marmelade oder Schokolade? Nüsse oder Zimt?

Ich stehe total auf Makronen in allen Variationen. Normale Plätzchen bestehen ja zu einem Großteil aus Butter, Zucker und Mehl, und das ist mir oft zu heftig. Mir ist es lieber, wenn sich die Zutaten in eine etwas fluffigere Umgebung kuscheln.

Ich mag auch gerne schlichte Kokosmakronen, aber diese hier sind gerade durch die Kombination aus unterschiedlichen Geschmäckern und Konsistenzen richtig gut: süße weiße Schokolade, saure Kirschen, knackige Mandeln, klebrige Früchte – und das alles luftig verpackt in zimtigem Eischnee. Langweilig geht anders!

kirschmakronen2

Zutaten für ca. 30 Stück:
100 g weiße Schokolade
80 g getrocknete Sauerkirschen
150 g gehackte Mandeln
45 g Puderzucker
2 Eiweiß
1/2 TL Zimt
50 g Zucker
Salz

Schokolade fein hacken. Sauerkirschen grob hacken.
Mandeln in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten rundum goldgelb rösten. Gleichmäßig mit Puderzucker bestäuben und unter Rühren etwa 3 Minuten karamellisieren. Aus der Pfanne nehmen und auf Backpapier abkühlen lassen.

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Eiweiß zusammen mit einer Messerspitze Salz mit dem Mixer steif schlagen. Nach und nach Zucker und Zimt zugeben.

Kirschen, Schokolade und karamellisierte Mandeln vorsichtig unterheben.

Mit 2 Teelöffeln Häufchen auf ein (oder zwei) mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. 16 Minuten goldbraun backen.

In einer Blechdose halten sich die Makronen locker 10 Tage.
Der erste Advent kann kommen!

PS: Und aus dem übrig gebliebenen Eigelb könnt Ihr super Spaghetti Carbonara kochen. Dann müsst Ihr nichts wegwerfen.

Rezeptquelle: Kochhaus

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Cappuccino-Schoko-Herzen

Kaffee und Kuchen am Nachmittag? Da schreie ich ganz laut „Hier“. So ein kleines Päuschen in der Hektik des Alltags, mal 10 Minuten hinsetzen und innehalten, den Kindern mit ungeteilter Aufmerksamkeit zuhören, nochmal kurz die Prioritäten sortieren. Finde ich wichtig.
Die Frage ist, ob es dazu wirklich Kaffee und Kuchen braucht. Würde theoretisch wahrscheinlich auch mit einem Glas Buttermilch und einem Apfel funktionieren. Aber eben nur theoretisch…
Doch ein Zugeständnis kann ich machen: es muss nicht unbedingt ein ganzes Stück Kuchen sein. Ein kleiner Keks tut es auch.

Der Backwettbewerb von Krüger Family kam mir also gerade recht, um mal wieder eine neue Kreation zu testen. Kaffee nicht nur in der Tasse, sondern auch noch im Begleitkeks – die Vorstellung gefiel mir ausgesprochen gut.

cappuccinoherzen

Zutaten für ca. 50 Stück:
3 Eiweiß
200 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
ca. 400 g gemahlene Mandeln
evtl. 1-2 EL Mehl
4 EL Krüger Cappuccino Schoko

Eiweiß mit den Quirlen des Mixers zu sehr festem Schnee schlagen. Puderzucker durchsieben und esslöffelweise unter den Eischnee heben.
3 EL davon zum Verzieren beiseite stellen. Vanillezucker, 3 EL Cappuccinopulver und Mandeln unterrühren. Wenn der Teig noch stark kleben sollte, evtl. etwas Mehl dazugeben.
Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie knapp 1 cm dick ausrollen, und die Platte 2 Stunden lang in den Kühlschrank legen.
Backofen auf 130 Grad Ober-/Unterhitze (oder 100 Umluft) vorheizen. Aus der Teigplatte Herzen ausstechen und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Wenn der Teig am Ausstecher klebt, zwischendurch immer mal wieder in ein kleines Schälchen mit Mehl drücken.
Den verbleibenden EL Cappuccinopulver unter den restlichen Baiser rühren und die Herzen damit bestreichen.
Herzen 15 Minuten backen, Temperatur auf 100 Grad (80) runterschalten und etwa 15 Minuten weiterbacken.

Die Kekse halten sich super in einer Keksdose.

Wie Ihr wahrscheinlich gesehen habt, ist die Basis der Herzen ein Zimtsternrezept. Wenn Ihr Zimtsterne backen wollte, lasst Ihr einfach den Cappuccino weg. Dann 50 g mehr Puderzucker und 1 TL Zimt in den Baiser rühren.

Kürbisgugelhupf mit Ingwer

13 Jahre ist der kochtopf jetzt schon alt.
Was??? werdet Ihr denken… lass mich mal überlegen – meine Töpfe habe ich mir doch gleich nach dem Studium gekauft – die sind also mindestens schon…
Ach, lieber nicht so genau drüber nachdenken.

Diesen kochtopf meine ich aber gar nicht. Sonst hätte ich ihn ja auch nicht klein geschrieben. Orthographie ist mir wichtig 😉
Nein, ich meine den Blog namens kochtopf.me von zorra.

Schon seit 2004 beglückt sie uns mit Rezepten, Tipps und lustigen Geschichten. Wow! Herzlichen Glückwunsch! Respekt für so viel Durchhaltevermögen! Und vielen Dank für Deine vielen inspirierenden Beiträge.

Blog-Event CXXXV - Gugelhupf (Einsendeschluss 15. Oktober 2017)

Zorra zu Ehren habe ich also auch einen Gugelhupf gebacken. Der erste in meiner neuen Form, von der ich gewusst habe, dass ich sie haben muss, seit ich sie das erste Mal gesehen habe. Hübsch, oder?

kürbisgugelhupf

Es gibt eine herbstliche Kreation mit Kürbispürree und Ingwer. Außerdem habe ich für noch mehr Saftigkeit etwas Frischkäse zugefügt. Ach ja, der Ingwer ist kandiert – die zuckrige Schärfe setzt einen schönen Akzent

Zutaten für eine Form:
125 g weiche Butter
150 g Zucker
3 Eier
200 g Pürree (von Hokkaidokürbis)
100 g Frischkäse
300 g Mehl
2 TL Backpulver
50 g kandierter Ingwer, in kleine Würfelchen geschnitten

Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
Butter und Zucker mit dem Mixer schaumig schlagen. Die Eier einzeln mit großer Geschwindigkeit unterrühren. Pürree und Frischkäse einrühren. Mehl und Backpulver mischen und von Hand unterrühren. Zum Schluss den kandierten Ingwer zufügen.
Teig in die Form füllen und ca. 60 Minuten backen. Garprobe machen.

Zum Servieren mit Puderzucker bestreuen. Oder aus Puderzucker und Wasser/Zitronensaft einen Guss herstellen. Der würde sicher auch gut dazu passen.

kürbisgugelhupf anschnitt

Hier könnt Ihr nochmal alles über das Blogevent nachlesen:
https://www.kochtopf.me/blog-event-cxxxv-gugelhupf

Holunderblüten-Cheesecake

Am Wochenende beim Joggen habe ausnahmsweise mal nicht meinen Gedanken freien Lauf gelassen und bin quasi blind am Alsterufer entlang getrabt. Nein, ich habe mich tatsächlich auf Mutter Natur konzentriert, denn… es ist langsam soweit (zumindest hier in Hamburg): die Holunderblüten werden reif. Ich habe also überall geschaut um mir die besten Stellen zu merken, wo ich nächste Woche ernten gehe. Und dann wird Sirup gekocht! Lecker!

Da freue ich mich schon sehr drauf. Ich finde es sehr befriedigend, etwas in freier Wildbahn zu sammeln und dann zu verarbeiten, was man tatsächlich auch sehr vielseitig in der Küche einsetzen kann. Kommt da etwa die Evolution wieder durch??? Ich habe hier auch schon mal eine ganze Rezeptreihe mit Maronen veröffentlicht. Erinnert Ihr Euch? Das beliebteste Rezept war da die Maronen-Linsen-Suppe.

Sekt mit Holunderblütensirup mag ich inzwischen nicht mehr so gerne, das ist mir zu süß. Aber eine (dezent gemischte) Schorle finde ich herrlich erfrischend. Und für Desserts und Kuchen benutze ich ihn oft.

Die Kombination als Cheesecake ist großartig.
Käsekuchen ist und bleibt einfach der perfekte Gästekuchen. Er macht immer was her auf der Kaffeetafel. Und – ganz wichtig – er ist am besten, wenn man ihn schon am Tag vorher backt. Das ist besonders praktisch, wenn man viel Besuch hat und mehrere Kuchen backen muss.

holunder cheesecake

Zutaten für eine Springform

Der Boden:
200 g Vollkornbutterkekse
60 g flüssige Butter

Die Füllung:
200 g griechischer Joghurt
200 g Frischkäse (Doppelrahm)
15 g Speisestärke
100 ml Holunderblütensirup
1 Ei (Größe M)

Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Butterkekse in einen Gefrierbeutel geben, gut verschließen und mit einem Nudelholz fein zerbröseln. In einer Schüssel mit der Butter mischen, so dass alle Krümel schön feucht werden.
Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, die Bröselmischung hineingeben und gut festdrücken.

Für die Füllung alle Zutaten gut miteinander verquirlen. Vorsichtig auf dem Boden verteilen.

Den Kuchen auf der untersten Schiene etwa 60 Minuten backen. Evtl. zwischendurch abdecken, damit er schön hell bleibt.
Damit der Kuchen beim Abkühlen nicht reißt, den Rand mit einem Messer lösen. Eine Stunde in der Form auskühlen und dann mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen. Wer mag, kann den Kuchen noch mit 1-2 Dolden Holunderblüten dekorieren.

Natürlich kann man für das Rezept auch gekauften Sirup nehmen. Dann kann man den Kuchen sogar das ganze Jahr über genießen.

Carrot Cake Muffins 2.0

Ich bin spät dran für das Blogevent ReCREATE von Marc von „Bake to the roots“. Aber da ich die Idee so schön finde, habe ich heute schnell nochmal den Kochlöffel geschwungen. Es geht um folgendes: ich koche oder backe ein Gericht aus den Anfangstagen meines Blogs noch einmal, dabei kann das Rezept auch abgewandelt werden, mache neue Fotos und poste das Ganze neu. Interessant! Denn den meisten von uns geht es so wie mir – eine Weiterentwicklung ist deutlich sichtbar.

Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich angefangen zu bloggen – im Herbst. Also habe ich  meine ersten Beiträge durchforstet – und dabei gleich mal folgende Entdeckungen gemacht:
1. Vier der sechs ersten Rezepte waren mit Kürbis. Toll! Saisonale Zutaten waren mir auch am Anfang schon wichtig.
2. Alle Kürbisrezepte habe ich seitdem wieder gekocht. Es sind Gerichte, die wir immer noch gerne essen. Check! Auch gut.
Leider gibt es aber im Moment keinen Kürbis mehr. Also musste ich weiter suchen.

Dabei bin ich auf die Carrot Cake Muffins gestoßen. Das war mein allererstes Backrezept auf dem Blog. Und auch die stehen immer noch regelmäßig bei uns auf dem Tisch.
Auf geht´s.

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Zutaten für 12-15 Muffins oder eine Kastenform:

400 g Mehl
2 TL Backpulver
180 g Zucker
2 Pck. Vanillezucker
1 TL Zimt
1 Prise Salz
Diese Zutaten in einer Schüssel mischen.

200 ml Rapsöl und 2 Eier mit dem Mixer untermischen.

200 g (nicht zu fein) geraspelte Möhren
2 EL Zitronensaft
100 g gemahlene Haselnüsse
Diese drei Dinge mit einem schweren Löffel unterrühren.
Nicht wundern – der Teig ist etwas bröckelig. Genau das schmeckt hinterher auch so lecker.

Den Teig dann in eine Muffinform füllen und bei 180 Grad 20-22 Minuten backen.
Wenn Ihr doch lieber eine Kastenform nehmt, beträgt die Backzeit ca. 45 Minuten. Am besten die Garprobe mit dem Stäbchen machen.

Für das Frosting:
100 g weiche Butter
und 200 g Frischkäse mit dem Mixer glatt rühren,
1500 g gesiebten Puderzucker
und 2 EL Zitronensaft dazugeben und weiter rühren, bis die Creme schön hell und luftig ist.
Entweder mit dem Spritzbeutel oder einfach mit einem Messer auf den abgekühlten Muffins verteilen.

Das Rezept stammt aus einer uralten Mappe, wo ich mir Mamas Rezepte aufgeschrieben habe, als ich ausgezogen bin. Wenn ich es mir recht überlege, war Mama also eigentlich ein Trendsetter. Ich wette, Carrot Cake gab es damals noch gar nicht in Deutschland – deswegen hieß er ja auch Möhrenkuchen…

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Hier könnt Ihr Euch meinen alten Blogpost anschauen (muss aber nicht sein ;-), nur wenn Ihr unbedingt wollt).
https://gaesteganzeasy.wordpress.com/2014/11/18/carrot-cake-muffins/

Und wenn Ihr sehen wollt, wie Marcs neue Tiramisu-Muffins aussehen, und wer noch alles teilgenommen hat, dann klickt doch mal hier:

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Leben mit Pubertieren und Schoko-Tassenkuchen

Tassenkuchen – nein eigentlich noch schlimmer: Mikrowellen-Tassenkuchen – habe ich immer nur belächelt. Das ist doch kein richtiger Kuchen… Das kann doch gar nicht schmecken…
Aber in meiner Mikrowelle wurde schon ziemlich oft Mikrowellen-Tassenkuchen gebacken.

Wie das sein kann?

Teenagerkinder sind die Erklärung. Und hier insbesondere die Kombination aus eigenen Kindern mit Schulfreunden. Irgendwie schaffen sie es immer, genau so durch´s Haus zu schleichen, dass sie möglichst mit keinem Erwachsenen zusammentreffen. Das Wohnzimmer benutzen sie nur, wenn Sie wissen, dass ich unterwegs bin. Ich glaube, sie horchen an der Tür, bevor sie ins Bad laufen, ob auch bloß niemand zufällig vorbeikommt. Und die Küche betreten sie ausschließlich dann, wenn ich vorher ins Arbeitszimmer gegangen bin mit den Worten, dass ich jetzt bitte nicht gestört werden möchte.

Dann aber backen sie Tassenkuchen. Mit einem Youtube-Tutorial vor der Nase wird zusammengerührt, was die Vorräte so hergeben. Der Teig kommt in eine Müslischale, wird „gebacken“ und dann später gemeinsam ausgelöffelt. Also, irgendwie ja eigentlich auch ganz süß… Wenn ich so an früher zurückdenke… Wenn wir schon Youtube und Mikrowelle gehabt hätten…

Neulich habe ich meine Tochter und Freundin jedenfalls „erwischt“. Ich durfte probieren und muss zugeben, dass Mikrowellen-Tassenkuchen tatsächlich besser schmeckt als erwartet. Natürlich kann man es nicht mit einem „richtigen“ Kuchen vergleichen, aber wenn man mal spontan etwas Süßes braucht…  Nicht schlecht!

tassenkuchen

Zutaten (für 1 größere Müslischüssel, oder 2 Kaffeetassen, oder 1 Kaffeetasse und 2 Espressotassen oder 4 Espressotassen oder…)

3 EL Mehl
1 EL Zucker
je 1 EL Back- und Trinkkakaopulver
ein knapper TL Backpulver
1 Ei
1 EL Öl
2 EL Milch
1-2 El Nutella
(ich habe dunkle Schokocreme genommen – das war gut)

Alles in eine kleine Rührschüssel füllen und umrühren bis eine zähe Masse entsteht. In die gewünschten Tassen füllen.
Die Mädels rühren aber immer schon direkt in der Schüssel, in der sie dann auch backen (spart ja auch Geschirr…).
Bei maximal 500 Watt erstmal 1 Minute in die Mikrowelle stellen. Wenn der Kuchen noch flüssig ist, nochmal 1/2 bis 1 Minute. Je kleiner das Gefäß, desto schneller sind die Küchlein fertig.

Quelle: Youtube, dominokati

Apropos spontan: bis vor einigen Monaten hätte ich diesen Text wahrscheinlich „Hätt´ich Dich heut´erwartet, hätt´ich Kuchen da…“ betitelt und ganz anders geschrieben. Aber so ändern sich eben die Zeiten.
Und das Lied aus der Sesamstraße kennt ja heute auch kein Kind mehr.

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PS: Ich habe mir früher mit meiner Freundin im Tante-Emma-Laden um die Ecke eine Tüte Chips gekauft, die wir dann quatschend auf dem Baum auf dem nahe gelegenen Spielplatz verknuspert haben. Any better?

Britische Scones – und unser London-Highlight

Ich habe das Gefühl, wir haben schon lange nicht mehr gequatscht… Das müssen wir unbedingt nachholen!
Nach meiner Sommerpause hatte ich ja groß angekündigt, ich hätte ein paar Ideen gesammelt, die ich mit Euch teilen wollte. Aber irgendwie hat sich das bis jetzt nicht so richtig ergeben.

Wir hatten das große Glück, dass mein lieber Co-Gastgeber die kompletten Sommerferien frei hatte. So konnten wir einige tolle Reisen mit den Kindern unternehmen, und eigentlich wollte ich Euch von jeder Station etwas mitbringen.

Es hat ein bisschen gedauert, aber heute bekommt Ihr Rezept Nr. 1: britische Scones. Und zwar eine Variante mit Himbeeren und eine mit Schokolade und Nüssen.

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Ja, wir waren also ein paar Tage in London, das erste Mal mit der gesamten Familie und mit vollgepacktem Sightseeing-Programm, und ich muss sagen: ich war total geflasht. Es war ein großartiger Trip! Und es hat mich wirklich richtig gefreut, dass die Kinder sich nicht nur für die Shoppinggelegenheiten interessiert haben, sondern auch für die historischen Sehenswürdigkeiten.

In der Hinsicht war unser Highlight das House of Parliament.

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Ein wahnsinniger Gebäudekomplex, der so voll ist von bemerkenswerten Gegenständen und baulichen Details, die allesamt bemerkenswerte Geschichten erzählen, dass es wirklich eine wahre Freude ist und viel zum Verständnis des Selbstverständnisses der Briten beiträgt.

Und jetzt kommt mein Bogen zum Rezept: nach der (tatsächlich höchst interessanten) Audioführung waren wir zum High Tea im Restaurant des Parlaments. Da gehen sonst die Abgeordneten essen, aber in der Sommerpause ist es für Besucher offen. Dort haben sie uns eine richtig stilechte Etagere serviert, mit allem, was dazugehört: Sandwiches, Törtchen und Scones. Das war ein tolles Erlebnis.

Ich hatte vor Jahren schon mal Scones gebacken, aber irgendwie waren sie so ein bisschen in Vergessenheit geraten. Jetzt habe ich nochmal zwei Varianten ausprobiert. Die waren beide so lecker, dass ich mich nicht für eine Sorte entscheiden wollte, und deswegen schreibe ich sie Euch beide auf.

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Schokoladen-Nuss-Scones (8 Stück)
280 g Mehl (ich habe Dinkelmehl genommen)
50 g Zucker
2 TL Backpulver
eine Prise Salz
90 g kalte Butter
120 ml Milch
1 Ei
100 g grob gehackte Zartbitterschokolade
60 g gehackte Nüsse (ich habe Haselnüsse genommen)

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Sahne-Himbeer-Scones (8 Stück)
350 g Mehl (hier habe ich Weizenmehl genommen)
70 g Zucker
21/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
90 g kalte Butter
160 ml Sahne
1 Ei
180 g TK-Himbeeren

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen.
Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Butter in kleine Stücke schneiden und mit den Fingerspitzen ins Mehl reiben, bis die Mischung krümelig aussieht.
Milch (bzw. Sahne) und Ei verschlagen, in die Schüssel geben und nur so kurz mischen, dass die Zutaten sich gerade eben verbinden.
Dann Nüsse und Schokolade (bzw. Himbeeren) dazu geben.
Auf der Arbeitsplatte aus dem Teig einen Kreis von ungefähr 20 cm Durchmesser und 2 cm Dicke formen. Den Kreis wie einen Kuchen in 8 Stücke teilen (oder 8 runde Stücke ausstechen).
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 20 Minuten backen, bis sie etwas Farbe angenommen haben.

Die Zubereitung ist die gleiche für beide Sorten!
Tipp: Die Himbeeren unbedingt gefroren in den Teig rühren, damit sie nicht zermatschen.

Quelle: Cynthia Barcomi´s Backbuch