Raclettezupfbrot

Ich freue mich, denn den Blog-Start ins neue Jahr kann ich mit zwei meiner Lieblingsthemen verbinden: Geselligkeit und Resteverwertung. Na, wenn 2017 nicht gut losgeht…

An Silvester hatten wir Besuch von einer befreundeten Familie, und wir haben Raclette gemacht. Ich hatte mich jedoch beim Käseeinkauf ein bisschen verschätzt, so dass doch einige Scheiben übrig geblieben sind – also  nur so ein ganz paar 😉

Die Schweizer essen ihren Käse ja nicht nur mit Kartoffeln, sondern man kann auch Raclettebrote überall bekommen. Deswegen habe ich die Reste am Wochenende in einem Zupfbrot verwertet.

Das war richtig lecker, und der Käse ist auch nach dem Abkühlen nicht zäh geworden (was ich erst ein kleines bisschen befürchtet hatte).

Und außerdem ist dieses Zupfbrot so schön für einen gemütlichen Abend mit einem Glas Wein. Der Co-Gastgeber und ich haben am Samstag Abend die Ferien Revue passieren lassen, ein bisschen getrunken, immer wieder ein bisschen gezuppelt – sehr nett!

raclettezupfbrot

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser

plus: etwa 8-10 Scheiben Raclettekäse

Die Zutaten für den Teig mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Eine Stunde gehen lassen.
Auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen. In 16 bis 20 Quadrate schneiden.
Alle Quadrate – bis auf eins – mit jeweils einer halben Scheibe Raclettekäse gelegen und hochkant in eine gefettete Kastenform stellen. Die Scheibe ohne Käse ist der Abschluss.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen, und das Brot darin 25-30 Minuten goldbraun backen.

Ich habe auch schon mal Zupfbrot mit Pesto gebacken: das könnt Ihr Euch hier anschauen.

PS: Und die allerletzten Käsereste sind dann übrigens am Sonntag Abend in einen Kartoffel-Gemüseauflauf gewandert. Jetzt ist alles weg. Puh!

Was vom Feste übrigblieb… wurde zu Rumkugeln

Geht Euch das auch so? Kaum ist Weihnachten vorbei, kann ich keine Plätzchen, Lebkuchen oder Stollen mehr sehen (geschweige denn essen). Da kam mir das Rezept aus der Januar-Ausgabe der essen&trinken gerade recht: Rumkugeln aus Resten.

Und da die Zutatenliste sehr überschaubar ist, habe ich sie gleich getestet. Wirklich sehr lecker.

rumkugeln1

Zutaten für etwa 12 Stück:
200 g Keksreste (trocken)
200 g Lebkuchen oder Stollenreste
40 ml brauner Rum
40 ml Espresso
100 g dunkle Schokolade
Schokoladenstreusel

Die Keksreste in einen Gefrierbeutel geben und mit der Kuchenrolle zerkleinern. Lebkuchen oder Stollen zerbröseln und mit den Kekskrümeln in eine Schüssel geben.
Rum und Espresso darüber geben und verrühren.
Die Schokolade grob hacken, schmelzen und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles gut vermischen.
Aus der Masse etwa 12 Kugeln formen, in den Streuseln wälzen und kühl stellen.
Fertig!

rumkugeln2

Banana-Chocolate-Cake

Könnt Ihr auch manchmal so schlecht den Einkauf für Eure Familie planen? Haben Eure Kinder auch jede Woche völlig unvorhersehbare Lieblingsspeisen, während die Favoriten von zuvor links liegen gelassen werden? Gestern noch Leberwurst – heute lieber Ziegenkäse, letzte Woche Vanillejoghurt – diese Woche Kirsche, sonst eigentlich immer Bananen – jetzt nur noch Aprikosen… Ich könnte die Liste endlos fortsetzen.

Was also tun mit braun gewordenen Bananen? Normalerweise mache ich immer Milchshake daraus, aber letzte Woche habe ich ein leckeres Kuchenrezept beim Kochkarussell gesehen, das hier zu Hause großen Anklang gefunden hat.

banana-chocolate-cake

Banana-Chocolate-Cake:
3 reife Bananen
170 g Zucker
120 g weiche Butter oder Apfelmus
einige Umdrehungen aus der Vanillemühle
1 Ei
190 g Mehl
60 g Kakao
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
150 g grob gehackte dunkle Schokolade

Bananen mit einer Gabel zerdrücken und alle Zutaten mit einem Schneebesen zu einem Teig verrühren. In eine Kastenform oder eine Springform füllen und bei Umluft 160 Grad etwa eine Stunde backen.

Kürbis-Tagine

Der arme Kerl… wochenlang war er im Vorratskeller eingesperrt. Kein Licht, kühle Temperatur, schmutzig war er auch. Niemand kam, um ihn in die Hand zu nehmen, unter warmen Wasser zu säubern und mit ihn Artgenossen zusammenzubringen…
Mein letzter Kürbis: heute war es so weit. Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen – das letzte Winterrelikt sollte aus dem Keller verschwinden.
Allerdings hatte ich keine Lust auf ein deftiges Essen, mir war eher (immer noch) nach etwas Exotischem zumute. Und siehe da, ich bin fündig geworden in meinem neuen Buch „Gemüse kann auch anders, Vegetarische Rezepte für jede Jahreszeit“ von Bettina Matthaei.

gemüsebuch

Und wie der Kürbis hier auch anders kann – orientalisch nämlich.

Kürbis-Tagine für 4 Personen:
1 Hokkaidokürbis (ca. 900 g)
250 g kleine rote Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Dose Kichererbsen
3 El Olivenöl
75 g Sultaninen
3 EL Agavendicksaft
1-2 TL Harissa
2-3 TL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)
Salz, schwarzer Pfeffer
200 ml Gemüsebrühe
1 Bund glatte Petersilie
40 g Mandelblättchen
Piment, Zimt

1. Hokkaido waschen, entkernen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen, längs halbieren und quer in Halbringe schneiden. Knoblauch hacken. Kichererbsen in ein Sieb abgießen, waschen und abtropfen lassen.

2. Die Zwiebeln im Öl 4-5 Minuten in einer großen Pfanne mit Deckel (oder einer Tagine) glasig andünsten. Knoblauch und Sultaninen 1-2 Minuten mitdünsten, dann an den Rand schieben.

3. Den Agavendicksaft in die Pfanne gießen, aufkochen und 1 TL Harissa darin auflösen. 1 TL Kreuzkümmel einrühren. Den Kürbis dazugeben und ca. 2 Minuten bei mittlerer bis großer Hitze rührbraten, bis er rundum mit der Harissamischung überzogen ist. Salzen und pfeffern. Die Kichererbsen dazugeben. Die Brühe dazugießen und aufkochen. Das Gemüse zugedeckt bei kleiner Hitze in 12-15 Minuten gar köcheln lassen.

4. Inzwischen die Petersilie abbrausen, trocken schütteln und hacken. Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Die fertige Tagine mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Harissa, Piment und Zimt würzen. Mit Mandelblättchen und Petersilie bestreuen. Dazu passen Fladenbrot, Reis oder Couscous.

kürbistagine

Asiatischer Bratreis

Vom Wochenende ist ein Topf mit Basmatireis übriggeblieben. Ihr kennt das ja schon… Wegschmeißen wollte ich ihn nicht.

Mit etwas Gemüse und Ei ist heute daraus ein sehr leckeres Mittagessen für zwei Menschen geworden. Dabei könnt Ihr natürlich alles verwenden, was das Gemüsefach des Kühlschranks so hergibt. Ich habe rote Paprika und Zucchini genommen. Möhren, Zwiebeln, Lauch, Zuckerschoten, Chinakohl oder Champignons funktionieren aber auch.

Bratreis

1 Stück Ingwer (ca. 25g), in kleine Würfel geschnitten
1 Zucchini, gewürfelt
1 rote Paprika gewürfelt
etwa 200 g gekochter Basmatireis
2 Eier
3 EL Sojasosse
1 TL Curry
evtl. Koriander, Sojasprossen oder etwas geröstetes Sesamöl

Ingwer und Gemüse in etwas Öl in einer Pfanne anbraten. Reis zufügen und etwa 3 min mitbraten, bis er etwas Farbe annimmt. Die Eier mit der Sojasosse und Curry verquirlen. Die Temperatur runterschalten (wichtig!), die Eier in die Pfanne geben und mit dem Gemüse und Reis verrühren. Sie sollen nur leicht stocken.

Für die Optik könnt Ihr, falls vorhanden, noch ein paar Korianderblätter oder Sojasprossen darüber streuen.

Auf jeden Fall pimpt Ihr das Gericht noch mit einem Teelöffel geröstetem Sesamöl.

Kokosmakronen und Penne Carbonara

Nein, heute noch nicht die Weihnachtshauptspeise sondern aus gegebenem Anlass ein kurzer Beitrag zum Thema Resteessen.

Meine Mädels haben sich heute Nachmittag mit Freundinnen bei uns zu Hause zum Plätzchen backen verabredet – Makronen waren gewünscht, also hatte ich alle Zutaten für den Klassiker mit Kokos und für eine Variante mit gemahlenen Mandeln und Schokolade besorgt.
Insgesamt 6 (!) Eiweiß wurden dafür benötigt, jedoch kein einziges Eigelb… OMG

Guuut, dass die Mädchen alle schon nach der Schule zum Mittagessen gekommen sind, denn so konnte ich alles verwerten und habe einen großen Topf Penne Carbonara gekocht.

Und das geht so:

6 Eigelb (meine waren aber Größe S, von L reichen wohl auch 4)
100 ml Sahne
ca. 75 g geriebener Parmesan
verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

125 g Speckwürfel in einer Pfanne knusprig anbraten und dann auf einem Teller mit Küchenpapier abtropfen lassen.

500 g Nudeln oder Spaghetti bissfest kochen und abgießen.

Und jetzt kommt das wichtigste: Die Nudeln in den Topf zurück geben und die Sauce und den Speck unterrühren. Dabei aber nicht wieder auf den heißen Herd stellen, damit die Eier nicht stocken sondern schön cremig bleiben.

carbonara

Voià!

Das einzige, was ich also vor dem Mittagessen schon für das Backen vorbereitet habe, war die Eier zu trennen. Den Rest haben die Mädels dann ganz alleine gemacht.

Und so sieht das Ergebnis übrigens aus:

makronen

Kürbisrisotto aus dem Ofen

Wow – ich bin echt begeistert!
Gestern habe ich zum ersten Mal ausprobiert, ein Risotto im Ofen zu kochen. Und es war richtig gut!
Am Herd stehen und rühren gehört auf jeden Fall seit gestern der Vergangenheit an.

Gelesen habe ich das Rezept bei Donna Hay, und ich möchte es Euch auf keinen Fall vorenthalten:

Zutaten für zwei Personen:
200 g Risottoreis
625 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe (ich habe Gemüse genommen)
30 g Butter
1 EL gehackte Salbeiblätter
400 g Kürbis, gewürfelt
6 dünne Scheiben Speck, gewürfelt
25 g Parmesan, gerieben
Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
geriebener Parmesan zum Servieren

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Den Reis mit Brühe, Butter, Salbei, Kürbis und Speck in eine Auflaufform geben und diese mit Alufolie fest verschließen.

Das sieht dann so aus – also ohne Folie natürlich.
kürbisrisotto roh
45 Minuten im Ofen garen. Den Parmesan darunterziehen, salzen und pfeffern und noch etwas rühren, bis der Risotto schön cremig und die Flüssigkeit vollständig aufgesogen ist.
Den Risotto auf die Teller verteilen und mit Parmesan bestreut servieren.

Und das sieht dann so aus – großartig!
kürbisrisotto fertig

Ich freue mich auf viele weitere Variationen.
Ihr hört dann auf jeden Fall von mir.