Schnelle Spaghetti mit getrockneten Tomaten und Kapern – nur 3 Zutaten

Ich habe ja schon mal darüber geschrieben, dass ich nicht gerne Pasta für Gäste koche, weil sich die so schlecht vorbereiten lässt. Dabei esse ich eigentlich wahnsinnig gern Pasta. Also habe ich ein paar Rezepte, die so schnell gemacht sind, dass der Besuch kaum merkt, dass man nochmal in der Küche verschwunden ist (siehe auch One-Pot Penne all´arrabbiata).

Die goldene Regel hierfür lautet: in der Zeit, die die Nudeln zum Kochen brauchen, muss auch die Sauce fertig werden.

Heute habe ich für Euch ein Rezept, dass sogar für unerwarteten Besuch geeignet ist, denn die Sauce besteht nur aus 3 (!) Zutaten: Kapern, getrocknete Tomaten und Tomatenmark. Das findet sich bei mir zumindest immer in der Speisekammer.

Zutaten für 4 Personen:

500 g Spaghetti
1 Glas Kapern
1 Glas getrocknete Tomaten (auch das Öl)
4 EL Tomatenmark
frisch geriebener Parmesan

Die Kapern abgießen und halbieren. Die Tomaten aus dem Glas angeln und in kleine Stückchen schneiden (das kann erledigt werden, während ihr das Nudelwasser zum Kochen bringt). Reichlich Öl aus dem Tomatenglas (ca. 5 EL) in eine große Pfanne geben, erhitzen und die Kapern und Tomaten etwas anbraten. Das Tomatenmark zufügen und gut mit den anderen Zutaten vermischen. Das dauert insgesamt etwa 3 Minuten.
Die gekochten und abgetropften Spaghetti in die Pfanne geben und alles ordentlich vermischen.
Zum Servieren frisch geriebenen Parmesan darüber streuen.

Fertig!

Freunde einladen trotz Stress? One Pot Pasta mit Chorizo und Artischocken ist die Lösung

Kennt Ihr das? Ihr habt eine echt volle Woche: Arbeit, Sport, Elternabend, Haushalt. Aber trotzdem wollt Ihr den Samstag Abend gerne mit Freunden verbringen – essen, trinken, quatschen, den Alltag Alltag sein lassen.

Dann gibt es drei Optionen:

  1. Restaurant: auch schön. Aber kann man dort entspannt mehr als eine Flasche Wein trinken, die Schuhe ausziehen, sich auf seinem Stuhl rekeln und die eigene Lieblingsmusik hören? Eher nein.
  2. Pizzaservice: hmmm, ein bisschen mehr Wertschätzung für die Gäste darf schon sein, oder?
  3. One Pot Pasta: das ist ja quasi fast immer die Lösung. Die Zutatenliste ist überschaubar, die Vorbereitung dauert nicht länger als eine halbe Stunde (das schafft man bequem vor dem Duschen), und die Zubereitung ist so einfach, dass sie sich in Gesellschaft mit einem Glas Wein in der Hand erledigen lässt.

Heute gibt es eine Variante mit Chorizo, Artischocken und Tomaten. Dazu einen Salat, etwas Baguette und ein guter Rotwein. Check.

one pot pasta chorizo

Zutaten für 4 Personen:

400 g Nudeln
2 Gläser Artischockenherzen
5 Chorizowürstchen
2 kleine Dosen gehackte Tomaten
800 ml Gemüsebrühe
1 Bund Petersilie
viel frischer Parmesan

Die Artischockenherzen vierteln und die Chorizo in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit Tomaten, Nudeln und Gemüsebrühe in einen großen Topf füllen. Aufkochen und offen kochen lassen, bis die Nudeln weich sind und die Sauce eine schön cremige Konsistenz hat. Dabei unbedingt immer wieder umrühren, weil sonst die Nudeln am Topfboden festkleben.
Meiner Meinung nach braucht dieses Gericht kein zusätzliches Salz, da die Chorizo schon sehr stark würzt.
In der Zwischenzeit die Petersilie hacken und den Parmesan reiben.
Zum Servieren damit bestreuen.

Wie für mich der perfekte Abend mit Gästen aussieht – und ein Rezept für Lasagne Bolognese

Kennt Ihr den italienischen Begriff „tavolata“?

Macht nichts. Kannte ich bis letztes Wochenende auch nicht. Dann habe ich in der Wochenendbeilage der Süddeutschen Zeitung darüber gelesen:

Eine „tavolata“ – und diese improvisierte kulturhistorische Vorbemerkung muss schon sein – ist mehr als eine einfache Tischrunde, wie der Name es vermuten ließe. Vor allem aber ist sie kein ordinäres Gelage, nie. Wenn die Italiener zu einer „tavolata“ laden, dann ist das ein besonders schönes Versprechen, vielleicht das freundschaftlichste überhaupt. Ein langer Tisch, oft ein weißes Tischtuch, alle paar Armlängen eine Flasche Wein, beiderlei, auf die Etikette schaut niemand. Dazu viele Leute, viel Gelächter und Zeit. Das Essen? Es bedarf keiner Ankündigung: Antipasti, Primi, Secondi, Dolci – es passt dann schon. Über einer „tavolata“ weht immer ein Festgefühl, auch ohne vorangegangene Hochzeit oder Taufe. (Oliver Meiler, SZ vom 31.8.2018)

lasagne tisch

Hört sich großartig an in meinen Ohren. Um unseren Esstisch passen 10-12 Leute, und ich finde 10-12 Leute sind eine gute Größe für eine tavolata. Es sind genug Menschen, dass ordentlich Stimmung aufkommt und der Gesprächslärmpegel den der Musik übersteigt. Andererseits ist diese Größe auch noch dafür geeignet, sich mit Jedem mal in Ruhe zu unterhalten, ohne dass nur inhaltloser Smalltalk dabei herauskommt.

Die Lasagne ist das perfekte tavolata-Essen, weil sie so gut vorzubereiten ist, so dass auch die Gastgeber die große Runde genießen können. Ihr könnt vormittags komplett die beiden Saucen kochen und die Auflaufform einschichten, so dass sie nur noch 30 Minuten in den Ofen muss. So bleibt Zeit für einen schönen (von mir so geliebten) Aperitif.

lasagne teller

Zutaten für 6 Personen:

Bolognese:
3 EL Olivenöl
125 g Speckwürfel
1 kg gemischtes oder Rinderhackfleisch
2 Zwiebeln, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gewürfelt
1/8 l Rotwein (oder Brühe)
600 g passierte Tomaten
4 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Zucker
evtl. 3 Stängel Thymian

Béchamelsoße:
80 g Butter
80 g Mehl
1 l Milch
100 g frisch geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer, Muskatnuss (möglichst frisch gerieben)

ca. 15 Lasagneblätter ohne Vorkochen (je nach Form)

Für die Bolognese:
Den Speck im heißen Öl anbraten. Das Hackfleisch zugeben und krümelig braten. Zwiebeln und Knoblauch zufügen und kurz mitbraten. Mit Rotwein bzw. Brühe ablöschen. Tomaten und Tomatenmark unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren. Nochmals mit Salz, Pfeffer und Zucker kräftig abschmecken.

Für die Béchamelsoße:
Die Butter in einem Topf zerlassen. Das Mehl zugeben und so lange rühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Hitze runterschalten, Milch zufügen und etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Soße etwas eindickt. Die Hälfte des Parmesans unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Den gefetteten Boden einer rechteckigen Form mit Lasagneblättern auslegen. Zuerst eine Lage Bolognese, dann eine Lage Béchamelsoße darauf geben. Danach wieder Lasagneblätter darauf legen und so weiter schichten, bis die Zutaten verbraucht sind. Ich höre eigentlich immer mit Lasagneblättern und Béchamelsoße auf, da das eine schöne Kruste gibt. Die Lasagneblätter gut mit der Soße bedecken, damit sie im Ofen weich werden.
Die Lasagne mit dem restlichen Parmesan bestreuen.

Im Backofen bei 200 Grad oder Umluft 180 Grad (vorgeheizt) etwa 25-30 Minuten backen.

lasagne anschnitt

Dazu Brot, Salat und ein gutes Glas Rotwein – und der Abend kann nur gut werden!

 

Wie ich meine Wohnung in 30 Minuten vorzeigbar mache – und ein Rezept für Pasta mit Chorizosugo

Neulich habe ich von der Verbraucherzentrale ein Büchlein mit dem schönen Titel „Haushalt im Griff. Einfach, schnell und nachhaltig“, geschrieben von Carina Frey, zugeschickt bekommen. Hört sich ja nicht so wahnsinnig spannend an, steckt aber wirklich randvoll mit super Tipps zu allen möglichen Themen. Bei einer Geschichte bin ich natürlich gleich hängen geblieben:

Wie mache ich meine Wohnung in einer halben Stunde vorzeigbar?

Endlich hat das mal jemand aufgeschrieben. Denn wer öfter Gäste einlädt, der kennt das Problem der richtigen Prioritätensetzung bevor es an der Haustür klingelt.
Das wollte ich Euch auf keinen Fall vorenthalten. Und weil es ja nicht nur relevant ist, wenn es Pasta mit Chorizosugo gibt, habe ich Euch alle Tipps unter folgender Seite verlinkt: https://gaesteganzeasy.wordpress.com/aufraeumen-und-putzen/

Und jetzt gibt es erstmal ein Rezept:

chorizo sugo

Zutaten für 4 Personen:

500 g Nudeln

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Stangen Staudensellerie
5 Zweige Thymian
4 Tomaten
300 g Chorizo
3 EL Olivenöl
150 ml trockener Rotwein (oder Brühe)
Salz
1 Bund Petersilie
nach Wunsch geriebener Parmesan

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Sellerie waschen und ebenfalls fein hacken. Vom Thymian die Blättchen abzupfen: Von den Tomaten die Stielansätze entfernen und würfeln. Die Chorizo, falls nötig, häuten und in kleine Würfel schneiden.
Das Öl in einem Topf erhitzen. Darin Zwiebel mit Knoblauch, Sellerie und Thymian unter Rühren bei mittlerer Hitze andünsten. Die Chorizo zugeben und kurz mitdünsten. Die Tomaten untermischen, den Wein angießen und alles mit Salz würzen. Offen bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis der Sugo eindickt.
In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen und die Petersilie waschen und klein hacken.
Sugo am Ende mit der Petersilie mischen und nochmals mit Salz abschmecken.

chorizo sugo 2

PS: Das Büchlein habe ich übrigens zugeschickt bekommen, weil ich auch ein paar Tipps beigesteuert habe. Man kann den Ratgeber bei der Verbraucherzentrale käuflich erwerben. Ihr findet ihn hier:
https://www.ratgeber-verbraucherzentrale.de/familie-kinder/haushalt-im-griff-46008867

One-Pot-Pasta mit Spargel und Tomaten

Ihr kennt ja bereits meine Begeisterung für One-Pot-Pasta-Gerichte. Ein bisschen Vorbereitung, minimaler Aufwand während der Besuch schon da ist, und vor allem – darüber freut sich besonders der Co-Gastgeber – minimaler Abwasch.

Ein Gericht mit grünem Spargel habe ich hier ja bereits veröffentlicht. Das gefällt Euch offensichtlich sehr gut 😉
Deswegen wollte ich unbedingt auch noch ein Rezept mit weißem Spargel schreiben, denn der ist ja doch ein bisschen feiner, und deswegen vielleicht besser für Gäste geeignet. In diesem Gericht sind frische und getrocknete Tomaten gemischt. Ich finde, das intensiviert den süßlichen Tomatengeschmack, der dann schön mit dem leicht bitteren Spargelaroma harmoniert. Für etwas Crunch (und etwas Farbe) gibt es Zuckerschoten, die erst kurz vor Ende der Kochzeit hinzugefügt werden.

Nebenbei ein Blick in unsere grüne Hölle 😉

one pot spargel tomate

Zutaten für 4 Personen:
400 g Nudeln
12 Stangen Spargel
250 g Cocktailtomaten
100 g getrocknete Tomaten
800 ml Gemüsebrühe
Zuckerschoten
Salz und Pfeffer
frisch geriebener Parmesan

Den Spargel schälen, die Enden abschneiden und die Stangen in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Cocktailtomaten waschen und halbieren oder vierteln. Die getrockneten Tomaten in Würfel schneiden.
Alle Zutaten bis zur Gemüsebrühe in einen großen Topf geben. Aufkochen, den Herd nur wenig herunterschalten und 12-14 Minuten alles kochen lassen, bis die Flüssigkeit verdampft/aufgesogen ist und die Nudeln weich sind. Bei Bedarf etwas Wasser nachkippen. Immer wieder umrühren, damit die Nudeln sich nicht am Topfboden festsetzen.
Zuckerschoten in feine Streifen schneiden und 1 Minute vor Ende der Garzeit zufügen und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Servieren Parmesan darüber streuen.

one pot spargel tomate 2

Die Idee zum Rezept stammt vom Kochhaus. Dort wird es aber nicht als One-Pot-Variante gekocht.

Nudelsalat mit Zitrone und Lachs

Sommerzeit ist auf jeden Fall Zeit für Nudelsalat. Zum Grillen dazu, als schnelles Mittagessen, spontanes Bewirten der Nachbarn an lauen Abenden, zum Picknick im Stadtpark… Nudelsalat geht einfach immer.

Für diesen hier ist die Zutatenliste noch dazu sehr überschaubar. Wenn Ihr nicht so gerne Dill mögt oder gerade keinen da habt, dann könnt Ihr natürlich auch Schnittlauch oder etwas anderes nehmen.

nudelsalat lachs

Zutaten für 4 Personen:
400 g Rigatoni oder Penne
Salz
200 g Räucherlachs
1/2 Bund Dill
1 Salatgurke
1 Zitrone
200 g Frischkäse (Rahmstufe)
100 ml Milch
Pfeffer

Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
Inzwischen den Lachs in feine Streifen schneiden. Den Dill waschen, die Spitzen abzupfen und fein hacken. Die Gurke waschen, längs vierteln und in kleine Würfel schneiden.
Die Zitrone heiß abwaschen, Schale abreiben und den Saft auspressen. Den Mascarpone mit Milch, Zitronenschale und -saft verrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Alles in einer großen Schüssel mischen.

Meine 10 besten Spargelrezepte für Gäste

Endlich! Nicht nur die Sonne hat uns am Wochenende verwöhnt – ich habe auch schon den ersten Spargel auf dem Markt gesichtet. Jippeeh! Seid Ihr auch so spargelverrückt wie ich? Beim Durchschauen der Liste habe ich festgestellt, dass ich jedes Jahr einige neue Gericht mit Spargel gepostet habe. Und damit Ihr nicht lange suchen müsst, habe ich Euch eine Übersicht meiner liebsten Spargelrezepte zusammengestellt. Sie eignen sich alle auch perfekt für Besuch.

Den Anfang machen bei mir immer Gerichte, wo sich Spargel in einer Sauce versteckt. Dafür braucht man nicht so große Mengen, so lange er noch teuer ist. Später, wenn die Hauptzeit ist, und es aromatischen deutschen Spargel gibt, essen wir ihn dann meistens pur.

Thailändisches Curry mit Hühnchen und grünem Spargel

Spargelquiche mit Tomaten und Ziegenkäse

Die klassische Spargelsuppe gibt es auch auf dem Blog. In dem Artikel findet Ihr außerdem Tipps, wie man Spargel richtig einfriert.

Spargelsuppe

Ich habe auch zwei verschiedene Salate im Angebot:

Spargelsalat mit Kartoffeln und Schinken

Spargelsalat (aus grünem Spargel) mit Kirschtomaten und Garnelen

Es gibt außerdem  drei sehr verschiedene Pastagerichte: eine One Pot Pasta mit grünem Spargel, eine einfache Sauce mit weißem Spargel und ein Nudelsalat mit geräucherter Forelle. Alles superlecker!

One Pot Pasta mit grünem Spargel und Ziegenkäse

Nudelsalat mit Spargel und geräucherter Forelle

Pasta mit Spargelragout

Risotto aus dem Ofen gehört ja zu meinen liebsten Gästerezepten – deswegen gibt es auch eine Spargelvariante. Hier geht´s zum Rezept.

Und hier die Topacts:

Spargel aus dem Bratschlauch

Schnittlauchvinaigrette

 

5 Gründe für One Pot Pasta – und ein Rezept mit Artischocken und Oliven

Ihr habt noch nie One Pot Pasta gekocht? Ihr wisst auch eigentlich gar nicht so genau, warum Ihr das mal ausprobieren sollt? Das kann ich Euch sagen:

  1. Man kann alle Zutaten entspannt am Morgen schnippeln und sich dann erstmal anderen wichtigen Dingen des Lebens widmen.
    Sport, Wellness, der Zeitung, Netflix, spielen mit den Kindern oder was Euch sonst noch so einfällt.
  2. One Pot Pasta ist perfekt für Gäste.
    Es ist so unkompliziert, dass Ihr garantiert nicht von den Vorbereitungen gestresst sein werdet. Außerdem ist One Pot Pasta ja immer noch ein kleines bisschen ungewöhnlich und sorgt erstmal für Gesprächsstoff („Doch, das funktioniert wirklich“, und so).
    Das setzt allerdings voraus, dass Eure Gäste nette alte Freunde sind. Zum Geburtstag der Schwiegermutter würde ich mir wahrscheinlich auch etwas anderes überlegen.
  3. Alle One Pot Pasta Rezepte sind wunderbar wandelbar.
    Ihr könnt die Brühe durch Sahne oder Milch ersetzen, Gemüsereste aus dem Kühlschrank finden hier Verwendung. Die Pasta funktioniert auch mit Fleisch, ohne dass Ihr es vorher anbraten musst. Gewürzt wird mit Kräutern, die Ihr am liebsten mögt.
  4. Es braucht nur einen Topf.
    Der Abwasch bleibt also sehr übersichtlich.
  5. Man kann beim Kochen entspannt Wein trinken, weil es so einfach ist – da kann nichts schief gehen.

Überzeugt?
Heute habe ich für Euch eine vegetarische Variante mit Artischocken und Oliven. Probiert es mal aus.

one pot artischocke

Zutaten für 4 Personen:

500 g Nudeln
2 Dosen/Gläser Artischockenherzen
100 g Oliven
1 Zehe Knoblauch
1 Liter Gemüsebrühe
125 g Ziegenfrischkäse
Salz und Pfeffer
1 Bund Schnittlauch oder Petersilie

Die Artischockenherzen in grobe Stücke schneiden, Oliven in Ringe, den Knoblauch fein hacken.
Das Gemüse zusammen mit Brühe und Nudeln in einen großen Topf füllen. Zum Kochen bringen. Dann die Temperatur etwas herunterschalten und mit offenem Deckel so lange weiter köcheln lassen, bis die Nudeln weich sind und die Brühe fast komplett aufgesogen ist (etwa 10 Minuten). Dabei ab und zu umrühren, damit sich nichts am Boden absetzt.
Ich habe übrigens Vollkornnudeln genommen, damit es noch etwas gesünder ist.
In der Zwischenzeit Schnittlauch oder Petersilie hacken.
Den Ziegenkäse unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Kräuter unterziehen und sofort servieren.

Dazu passt ein großer grüner Salat.

collage one pot artischocke

Dieses Rezept ist mein Beitrag zur neuen Aktion „Alle lieben Pasta“ von Tastesheriff. Nachdem sie die lange monatliche „Ich backs mir“-Blogparade aufgegeben hat, hat sie nun ganz neu die Nudelnummer gestartet. Ich find´s super und werde sicher öfter dabei sein.

Pimp your Food: Pasta mit Asia-Bolognese

Ich liebe Nudeln. Und ich liiieeebe Bolognese. Geht wahrscheinlich nicht nur mir so, gell? Aber hier auf Gäste ganz easy schreibe ich ja über Kochen für Gäste – und da habe ich glaube ich, wirklich, in echt noch niiieee Bolognese gekocht. Das scheint mir irgendwie zu simpel.
Am Wochenende habe ich den Klassiker aber mal asiamäßig aufgepimpt –  und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein bisschen scharf, ein bisschen fruchtig, ein bisschen umami –  und doch immer noch Bolognese. Lecker – probierts mal aus.

asia bolognese 3

Zutaten für 500 g Pasta:
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt oder zerdrückt
1 Möhre, fein gewürfelt
1 Stange Sellerie, fein gewürfelt
ca. 2 cm Ingwer, geschält und fein gehackt
1 Stange Zitronengras, dito
2 EL Öl
500 g Rinderhack
ein Schuss Rotwein
1 TL rote Currypaste
1 kleine Dose stückige Tomaten oder passierte Tomaten
1 TL Zucker
1 Limette
Sojasauce und Fischsauce
Salz und Pfeffer

Das Öl in einem schweren Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Möhre, Sellerie, Ingwer und Zitronengras bei mittlerer Hitze etwas anbraten, bis alles glasig/weich ist. Hackfleisch zufügen, Hitze hochschalten und krümelig braten. Mit Rotwein ablöschen. Tomaten zufügen, Currypaste unterrühren und etwa 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt.
Von der Limette die Schale abreiben und den Saft auspressen. 2 TL Schale, 1 EL Saft und den Zucker zufügen. Mit den beiden Saucen, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die liebe Sandy vom Blog „Simply Sasibella“ hatte die schöne Idee, unter dem Motto „Pastaliebe“ jeden Monat Pastarezepte zu sammeln. Klickt doch mal hier und schaut  rüber zu ihr. Vielleicht habt Ihr ja selber ein Lieblingsrezept, das Ihr gerne teilen wollte, oder Ihr lasst Euch inspirieren.

 

Süßkartoffel-Gnocchi mit Rucola und Ofentomaten

Foodblogger sind ja ständig auf der Suche nach Inspiration. Ich zum Beispiel treibe mich natürlich regelmäßig auf Pinterest herum, stöbere in Kochbüchern und bei Bloggerkollegen und greife alle Rezeptheftchen ab, die in letzter Zeit vermehrt in großen Supermärkten ausliegen.

Falls Ihr auch gerne stöbert – ein guter Tipp sind auch Küchenutensilien-Online-Händler (deutsche Sprache, schöne Sprache, oder?).

Bei Hagengrote zum Beispiel bin ich auf viele leckere Rezepte gestoßen. Die meisten gehören eher in die Kategorie „Feine Küche“. Da ist vielleicht auch für Euch etwas für die Osterfeiertage dabei. Und wenn Ihr dann feststellt, dass Euch Equipment fehlt…

Mich haben die Süßkartoffel-Gnocchi gleich angesprochen. Süßkartoffeln liebe ich im Moment in so ziemlich jeder Form, und Gnocchi habe ich schon ewig nicht mehr selber gemacht. Das wurde also allerhöchste Zeit.

Zugegebenermaßen gehören Gnocchi nicht gerade zur unkomplizierten Küche: das Gemüse garen, den Teig kneten, bis er nicht mehr klebt, Rollen formen und schneiden. Dann kochen und dann nochmal anbraten…

Aber es hat sich gelohnt! Sieht gut aus, oder?

süßkartoffelgnocchi2

Zutaten für 4 Personen:

500 g Süßkartoffeln
1 Bund glatte Petersilie
250-300g Mehl (langsam steigern, bis der Teig nicht mehr klebt)
2 Eigelbe
Salz, Pfeffer
16 Kirschtomaten
2 EL Olivenöl
1 EL Butter
Rucola
Parmesan

Süßkartoffeln im Ofen bei 200 Grad ca. 45 Minuten garen. Durch Einstechen eine Garprobe machen. Pellen und noch heiß durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken (oder in der Schüssel mit einem Stampfer zerdrücken). 15 Minuten abkühlen lassen. Petersilie waschen, trocken tupfen, die Blättchen zupfen und fein hacken.
Petersilie, Mehl und Eigelbe zur Kartoffelmasse geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und zu einem Teig mischen. Falls er klebrig ist, noch mehr Mehl zufügen. Die Gnocchi-Masse zu fingerdicken Röllchen formen und in knapp 2 cm lange Stücke teilen. Die Stücke über einen Gabelrücken rollen, um das typische Gnocchimuster herzustellen. Diese Oberflächenstruktur entstand, um mehr Sauce zu binden.
Gnocchi in siedendem Salzwasser gar ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Bei abgeschaltetem Herd zugedeckt weitere 5 Minuten ziehen lassen. Mit dem Schaumlöffel herausheben, in kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
Kirschtomaten waschen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 10 Minuten backen.

Butter und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Gnocchi leicht goldbraun braten. Mit den Kirschtomaten auf vorgewärmte heiße Teller verteilen.
Rucolablättchen zufügen und Parmesanspäne darüber hobeln.

süßkartoffelgnocchi

Was die Vorbereitung angeht: Ihr könnt die Gnocchi natürlich schon vorkochen. Wenn Eure Gäste kommen, braucht Ihr nur noch die Kirschtomaten in den Ofen tun (auf keinen Fall weglassen, durch die Hitze werden Sie schön süß) und die Gnocchi anbraten. Dann habt Ihr in 10 Minuten Euer feines Essen auf dem Tisch.