Eine Woche voller Salate: Lollo Bianco mit Süßkartoffeln und Speck

Einkaufen macht ja bei diesen Temperaturen nicht wirklich Spaß. Selbst ich bin froh, wenn ich in Minimalzeit und mit einem überschaubaren Wagen wieder aus dem Supermarkt draußen bin (und normalerweise kaufe ich viiieel ein, wie Ihr Euch denken könnt – und normalerweise macht mir das im Gegensatz zu anderen haushaltlichen Tätigkeiten auch nichts aus).
Der heutige Salat hat also auch eine sehr überschaubare Zutatenliste – nur 3 Dinge, wenn man die Sauce mal weglässt, braucht Ihr für diese leckere Schüssel. Mehr braucht es aber auch nicht, denn die Zutaten harmonieren einfach klasse: der etwas herbe knackige Salat (auch Frisee würde sehr gut passen, den habe ich aber diese Woche nicht bekommen), die süßen Kartoffeln mit zusätzlichem Röstaroma, der salzige Speck und zusätzlich das cremige Dressing. Unbedingt ausprobieren!

salat süßkartoffel

Zutaten für 2 gute Esser:
2 Süßkartoffeln
etwas Olivenöl
Salz
Lollo bianco (oder Frisee)
125 g Speckwürfel

Für die Sauce:
150 g griechischer Joghurt (oder wenigstens Vollmilchjoghurt)
2 EL körniger Senf
1 EL Honig
1 EL Zitronensaft

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Mit Olivenöl vermischen, salzen und auf einem Backblech verteilen. Im Ofen 20-25 Minuten backen, bis weich sind und etwas Farbe angenommen haben.
In der Zwischenzeit die Salat waschen und zupfen und die Speckwürfel in einer Pfanne ohne Fett knusprig braten.
Die Zutaten für die Sauce vermischen und mit den Salatblättern vermischen. Süßkartoffelwürfel und Speck darüber verteilen und servieren.

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Käse-Lauch-Suppe

So, auch in Hamburg sind die Ferien ab heute wieder vorbei. Schade! Weihnachten war mal wieder sooo schön.

Wahrscheinlich sind wir nicht die einzige Familie, bei der sich ab heute auch die Ernährungsgewohnheiten wieder etwas ändern, oder? Weg vom Ferien-Feiertags-Food hin zu wieder mehr alltäglichen und gesunden Sachen. Man kann ja nicht immer nur Kaviar essen – Spaaaß (oh Gott, nach 2 Wochen intensiven Zusammenseins habe ich mir auch schon Teenie-Sprech angewöhnt).

Wie wäre es also mal wieder mit Hackfleisch? Und Lauch? Und Schmelzkäse? Alles ganz einfache Sachen, aber in der Kombi richtig gut. So eine deftige Suppe ist klasse für eine Horde hungriger Schulkinder, wenn sie nachmittags nach Hause kommen (und in den Ferien vergessen haben, Essen für die erste Woche zu bestellen), aber auch mit Freunden nach einem schönen Winterspaziergang. Wir essen sie auch gerne im Skiurlaub.

käsesuppe

Zutaten für 6 Personen:

1 kg Rinderhackfleisch
3 Stangen Lauch
1 Liter Rinderbrühe
2 Päckchen Schmelzkäse (pur oder mit Kräutern, wie Ihr mögt)
Salz und Pfeffer

Den Lauch in feine Ringe schneiden. Dicke Stangen je nach Vorliebe erst halbieren oder vierteln.
Das Hackfleisch in einem großen Topf bei hoher Hitze krümelig braten.
Den Lauch zufügen und bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze etwa 5 Minuten mitbraten, bis er weich geworden ist.
Den Schmelzkäse in eine Schüssel geben und mit einem Teil der Brühe übergießen, damit er sich schon mal ein bisschen auflöst.
Den Rest der Brühe und die Käse-Brühe-Mischung in den Topf geben und noch 5 Minuten auf kleiner Hitze weiterköcheln lassen.
Mit Salz und Pfeffer würzen.

Diese winterliche Suppe ist mein Beitrag für den 3.Bloggeburtstag von Jessis Schlemmerkitchen. Schaut mal bei Ihr vorbei. Dort gibt es noch viele andere Rezepte für kalte Tage.

Blogevent-2018

Grünkohllasagne

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass wir einmal im Jahr (meistens im Dezember) die Nachbarn zu einem großen Grünkohlessen einladen. Da gibt es dann die ganz klassische Variante mit Kartoffeln, Kohlwürsten und Kasseler (das Rezept könnt Ihr hier anschauen).
In letzter Zeit geistern aber ja so viele Rezepte im Netz herum, wo Grünkohl auf moderne und gesunde Art zubereitet wird. Denn eigentlich ist er ja voll die Vitamin- und Mineralstoffbombe.
Ich habe jetzt auch mal ein bisschen rumprobiert (auf Instagram könnt Ihr einige von meinen Versuchen sehen) – und mein Favorit bisher ist die Lasagne. Schon etwas italienisch mit Tomaten und Thymian, aber anstatt Parmesan habe ich Bergkäse für die Kruste verwendet – lecker!
Die Großfamilie hat generationenübergreifend befunden, dass das Rezept veröffentlicht werden sollte.

grünkohllasagne2

Zutaten für 4 Personen:
600 g Grünkohl (TK oder aus der Dose)
2 kleine Zwiebeln
3 EL Olivenöl
125 g gewürfelter Speck
1 Knoblauchzehe
400 g Tomaten aus der Dose (stückig)
Salz, Zucker, Pfeffer

40 g Butter
40 g Mehl
500 ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskat
4 Stängel frischer Thymian
150 g geriebener Bergkäse
Lasagneblätter

Grünkohl (auftauen und) etwas ausdrücken. Zwiebeln fein würfeln und in einer großen Pfanne im heißen Öl 1 Minute anschwitzen. Speck dazugeben und mit anbraten. Den Grünkohl und die gehackte Knoblauchzehe dazugeben. 5 Minuten kräftig braten, dabei regelmäßig umrühren. Tomaten zugeben, weitere 5 Minuten köcheln. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.

Dann Béchamelsauce kochen: Butter in einem Topf schmelzen, Mehl zufügen und anschwitzen. Mit Milch ablöschen. Etwa 2 Minuten köcheln. Dabei mit einem Schneebesen kräftig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden und nichts anbrennt. Thymianblättchen von den Stängeln zupfen und zufügen, 50 g Käse unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Eine rechteckige Auflaufform fetten. Folgendermaßen schichten: Lasagneblätter, Grünkohl, Béchamel, Lasagneblätter, Grünkohl, Lasagneblätter, Béchamel. Dann mit dem restlichen Käse bestreuen.

Bei 180 Grad 30-40 Minuten backen.

Zwiebelkuchen

Beim Zubereiten von Zwiebelkuchen durchlaufe ich recht viele unterschiedliche Gefühlsstadien.

Die Vorfreude ist immer riesig. Das untrügliche Zeichen dafür, dass die Zwiebelkuchensaison da ist, sind natürlich die Flaschen mit Federweißer im Supermarkt. Dann heißt es gleich: zuschlagen. Die Zutatenliste für Zwiebelkuchen ist überschaubar. Der Einkauf ist also schnell gemacht.

Wenn ich dann zu Hause den Teig knete, schleichen sich langsam erste Zweifel in die Vorfreude. 1 kg Zwiebeln schälen und schneiden ist ganz schön viel… Aber ich habe ja extra auf dem Markt nach halbwegs großen Exemplaren verlangt… So schlimm wird es schon nicht sein, oder?

Doch, es ist schlimm. Nach der Hälfte – die Augen tränen und die Finger stinken – frage ich mich ernsthaft, wer auf diese bekloppte Idee mit dem Zwiebelkuchen gekommen ist. Warum tue ich mir das eigentlich jedes Jahr wieder an? Fluchend schnappe ich mir die letzten Exemplare.

Danach geht es langsam wieder aufwärts. Wenn die Zwiebeln in der Pfanne vor sich hin schmurgeln, bin ich schon wieder etwas versöhnlicher gestimmt. Und wenn der komplette Kuchen dann erstmal im Ofen backt und der Duft durchs Haus zieht, dann ist auch die Vorfreude wieder so groß wie am Tag zuvor.

Doch, es lohnt sich – jedes Jahr wieder.

zwiebelkuchen

Zutaten für 4 Personen
Teig:
250 g Mehl
1/2 Päckchen Trockenhefe
60 g weiche Butter
1/8 l lauwarme Milch
je 1 TL Salz und Zucker
Aus den Zutaten einen Teig kneten und mindestens 1/2 Stunde abgedeckt ruhen lassen.

Füllung:
1 kg Zwiebeln
3 EL Öl
125 g Speckwürfel
150 g saure Sahne
3 Eier
Salz, Pfeffer, Kümmel (wer mag)
Die Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam glasig dünsten. In einer großen Schüssel saure Sahne mit Eiern verquirlen. Zwiebeln und Speck dazugeben und gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und evtl. Kümmel würzen.

Den Hefeteig ausrollen und eine Pie- oder Springform damit auskleiden. Dabei einen relativ hohen Rand formen. Die Zwiebelmischung einfüllen und bei 170 Grad Umluft eine Stunde backen.
Als Beilage passt ein einfacher grüner Salat.

PS: Den Teig und die Füllung kann man wunderbar schon morgens vorbereiten. Abends muss man dann nur noch den Teig schnell ausrollen und alles in die Form packen. Für mehr als vier Leute würde ich persönlich keinen Zwiebelkuchen machen, denn dann wird es mit dem Schneiden echt grenzwertig.

Post-Party-Food: Badischer Wurstsalat

Kulinarisch sind mein Co-Gastgeber und ich komplett unterschiedlich sozialisiert worden. Ich bin im Norden aufgewachsen und wurde mit Milchreis, Fischbrötchen und (manchmal auch) Spaghetti mit Paniermehl und Maggi aufgezogen. Der Co-Gastgeber hat die ersten Jahre seines Lebens in der Nähe von München verbracht und ist dann in den Hoch-Schwarzwald umgezogen. Schäufele, Schupfnudeln und Nüsslisalat standen deswegen auf seinem Speiseplan.
Bisher hatte ich es weitgehend vermieden, Spezialitäten aus seiner Heimat auszuprobieren. Dafür schlemmten wir dann immer gerne in den schönen Gartenwirtschaften, wenn wir mal wieder im Süden der Republik zu Gast waren.
An eine Sache habe ich mich aber dann neulich doch rangetraut: Badischer Wurstsalat.

Und soll ich Euch sagen, warum? Wurstsalat ist das perfekte „Post-Party-Food“. Kennt Ihr das auch? Gute Freunde (die man womöglich länger nicht gesehen hat) kommen übers Wochenende zu Besuch. Klar wird am ersten Abend groß aufgetischt. Mehrere Flaschen Wein gehen dann bei uns auch meistens über den Tresen. Auch am zweiten Abend gibt es noch viel zu erzählen, man sitzt zusammen… Aber irgendwie sind alle ein bisschen erschöpft. Was gibt es da Schöneres als ein deftiges Essen? Unkompliziert und aus einer großen Schüssel. Toll!

wurstsalat_neu

Für 2-4 Personen (je nach Appetit):

400 g Fleischwurst
4 Scheiben Emmentaler
2 rote Zwiebeln
8 Cornichons
80 ml Weißweinessig
2 EL Zucker
1-2 TL Salz
etwas scharfer Senf
Pfeffer aus der Mühle
50 ml Gurkenwasser
60 ml Sonnenblumenöl
1 Bund Schnittlauch

Die Wurst erst in Scheiben und dann in dünne Streifen schneiden. Ebenso den Emmentaler. Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Die Essiggurken in dünne Scheiben schneiden und alles zusammen durchmischen.

Für das Dressing:
Essig mit Zucker, Salz und Senf in eine kleine Schüssel geben. Pfeffer und Gurkenwasser zufügen. Mit dem Schneebesen das Öl unterrühren.

Das Dressing unter die Salatzutaten mischen und nochmals abschmecken. Durchziehen lassen.

Vor dem Servieren mit gehacktem Schnittlauch bestreuen. Evtl. noch für jeden ein hartgekochtes Ei dazu reichen.

Dazu schmeckt Schwarzbrot.