Süßes Apfel-Zupfbrot

Ich habe ja schon zwei Rezepte für Zupfbrote (oder auf Englisch Pull-Apart-Breads) hier auf meinem Blog veröffentlicht. Es sind beides herzhafte Varianten: eins mit Raclette-Käse und eins mit Pesto. Die sind wirklich unglaublich lecker, und sie sind auch wirklich nicht schwierig zu backen.

Zupfbrot funktioniert aber natürlich auch in Süß. Dieses hier mit Apfelmus und Karamell eignet sich vielleicht sogar für Euren Osterbrunch.

apfelzupfbrot2

Zutaten:
550 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
65 g Zucker
1/2 TL Salz
1 Ei
250 g warme Milch
60 g weiche Butter

Für die Füllung:
etwa 5 EL Apfelmus
etwas Karamellbrotaufstrich oder dickflüssige Karamellsauce (etwa 3 EL)

Mehl, Hefe, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen.
Ei, Milch und die Butter in kleinen Stückchen zufügen und mit den Knethaken des Mixers zu einem glatten Teig verkneten. Evtl. nochmal mit der Hand kneten und eine Kugel formen.
Eine Küchenhandtuch über die Schüssel legen und den Teig mindestens eine Stunde gehen lassen, bis sich die Größe ungefähr verdoppelt hat.

Mehl auf die Arbeitsfläche geben und den Teig darauf ca. 1 cm dick ausrollen. Mit dem Apfelmus bestreichen und in lange Streifen schneiden (etwas schmaler als die Kastenform).
Alle Streifen aufeinander legen und in Quadrate schneiden, die nicht breiter sind als die Kastenform, die Ihr benutzen wollt.
Dann die Form mit Backpapier auslegen und die Teigstapel hintereinander hochkant in die Form stellen.
Dann alles vorsichtig mit der Karamellsauce bestreichen/beträufeln.

Falls Ihr Euch nicht sicher seid. Hier könnt Ihr in Step-by-Step-Fotos sehen, wie das mit dem Schichten geht.

40-45 Minuten backen. Ihr könnt nach 40 Minuten eine Garprobe machen, indem Ihr mit einem Zahnstocher oder einem Schaschlikspieß aus Holz in die Mitte des Brotes stecht. Bleibt noch Teig daran kleben, dann die Backzeit um einige Minuten verlängern.

Raclettezupfbrot

Ich freue mich, denn den Blog-Start ins neue Jahr kann ich mit zwei meiner Lieblingsthemen verbinden: Geselligkeit und Resteverwertung. Na, wenn 2017 nicht gut losgeht…

An Silvester hatten wir Besuch von einer befreundeten Familie, und wir haben Raclette gemacht. Ich hatte mich jedoch beim Käseeinkauf ein bisschen verschätzt, so dass doch einige Scheiben übrig geblieben sind – also  nur so ein ganz paar 😉

Die Schweizer essen ihren Käse ja nicht nur mit Kartoffeln, sondern man kann auch Raclettebrote überall bekommen. Deswegen habe ich die Reste am Wochenende in einem Zupfbrot verwertet.

Das war richtig lecker, und der Käse ist auch nach dem Abkühlen nicht zäh geworden (was ich erst ein kleines bisschen befürchtet hatte).

Und außerdem ist dieses Zupfbrot so schön für einen gemütlichen Abend mit einem Glas Wein. Der Co-Gastgeber und ich haben am Samstag Abend die Ferien Revue passieren lassen, ein bisschen getrunken, immer wieder ein bisschen gezuppelt – sehr nett!

raclettezupfbrot

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser

plus: etwa 8-10 Scheiben Raclettekäse

Die Zutaten für den Teig mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Eine Stunde gehen lassen.
Auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen. In 16 bis 20 Quadrate schneiden.
Alle Quadrate – bis auf eins – mit jeweils einer halben Scheibe Raclettekäse gelegen und hochkant in eine gefettete Kastenform stellen. Die Scheibe ohne Käse ist der Abschluss.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen, und das Brot darin 25-30 Minuten goldbraun backen.

Ich habe auch schon mal Zupfbrot mit Pesto gebacken: das könnt Ihr Euch hier anschauen.

PS: Und die allerletzten Käsereste sind dann übrigens am Sonntag Abend in einen Kartoffel-Gemüseauflauf gewandert. Jetzt ist alles weg. Puh!

Zupfbrot mit Bärlauchpesto

Ein halbes dunkles Brötchen mit Wurst, ein halbes Brötchen mit Käse und Gurke, ein halbes helles Brötchen mit (roter) Marmelade, und das letzte Halbe mit Frischkäse und Honig. Ja, auch das gewohnte Frühstück ist schön (ich persönlich finde sogar, die entspannende Wirkung von Ritualen ist kaum zu überschätzen).
Aber so ein richtig gemütliches Brunch mit Freunden – das ist noch besser.

Das Zupfbrot (auf Englisch nennt man es übrigens Pull-apart-bread) hat eine tolle Form für Wochenend-Frühstücks-/Brunchrunden. Man sitzt lang zusammen, trinkt gemütlich noch einen Kaffee, Tee (oder Sekt) und kann sich immer wieder mal ein Scheibchen zum Snacken  – wie der Name schon sagt – abzupfen. Wunderbar!

Dazu passt übrigens super ein luftgetrockneter Schinken oder ein Stück Käse.

zupfbrot

Zutaten für den Hefeteig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser

Mehl mit Hefe, Zucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Wasser dazugeben und mit den Knethaken des Mixers und dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Mindestens eine Stunde abgedeckt gehen lassen.

In der Zwischenzeit das Pesto zubereiten.

2 Bund Bärlauch
75 g Pinienkerne
125 ml Olivenöl
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
1-2 TL Limettensaft

Bärlauch waschen, die Stiele abschneiden, grob zerschneiden und dann mit Öl und Pinienkernen im Mixer pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken.

Die spezielle Zupfbrotform bekommt ihr folgendermaßen hin:
den Teig etwa 1/2 Zentimeter dick ausrollen – Größe ungefähr 50×30 cm.
Die Kanten begradigen und in Streifen schneiden, die so breit sind wie Eure Kastenform.
Mit dem Pesto bestreichen und aufeinanderlegen. Jetzt die Streifen quer in Rechtecke schneiden.
Eine Kastenform fetten und die gestapelten Stücke hochkant nebeneinander in die Form setzen. D.h. mit der Schnittkante nach oben.

zupfbrot herstellung

Bei 180 Grad (Umluft) 30 Minuten backen.

PS: Man kann natürlich auch fertiges Pesto dafür nehmen.

PPS: Das Zupfbrot ist auch super als Beilage zum Grillabend.

PPPS: Dies ist mein Beitrag zum aktuellen „Ich backs mir“ von tastesheriff. Tolles Thema!

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