Weihnachtsdessert: Spekulatius Nicecream

Dieses Jahr fange ich also mal von hinten an mit meinen Weihnachtsrezepten – mit dem Nachtisch. Und ich kann Euch auch leider nicht versprechen, ob ich es noch schaffe, mich bis nach vorne durchzuarbeiten.

Dass es hier in letzter Zeit etwas ruhiger geworden ist, hat natürlich einen Grund. Ich habe nämlich einen neuen Job, und der fordert mich zeitlich doch ganz schön.

Seit August arbeite ich als Projektmanagerin für das foodlab.hamburg. Das ist nicht mehr und nicht weniger als der kommende neue Hotspot für die Foodszene in Hamburg – jawoll.

Mitten in der Hafencity entsteht auf ca. 1200 qm ein Space, der Coworking (Büroarbeitsplätze), Cocooking (Arbeitsplätze in einer voll ausgestatteten Produktionsküche), ein Film- und Fotostudio, eine Showküche/Eventfläche, ein PopUp-Restaurant und ein Café vereint.
Dazu gibt es außerdem Agenturservices und ein Accelerator-Programm.

Klingt nach viel? Ist es auch.
Ein wirklich mutiges Projekt hat die Gründerin, Christin Siegemund, die manche von Euch vielleicht vom Hamburger Deern Blog kennen, da angestoßen.

Aber weil Christin eine mega Powerfrau, Netzwerkerin, Foodenthusiastin, Trendexpertin (und was Euch sonst noch so einfällt) ist, nimmt alles Schritt für Schritt Formen an, wächst und gedeiht.
Und ich unterstütze sie dabei, wo ich kann. Es macht einen Riesenspaß sage ich Euch.

Die Eröffnung ist für Mai/Juni des kommenden Jahres geplant. Drückt uns die Daumen, dass alles glatt geht.

Aber jetzt wieder zurück zur Sache.

Einfaches und gesundes Weihnachtsdessert

Spekulatius Nicecream ist ein schnelles und dazu noch gesundes Dessert für die Weihnachtstage.
Nicecream ist ein Eis, das auf der Basis von tiefgekühlten Bananen zubereitet wird, also ganz ohne die üblichen Eier und Sahne. Es ist deshalb zuckerfrei, fettarm und wenn Ihr es mit Pflanzendrink zubereitet, auch vegan.
Ihr könnt es im Anschluss an das Hauptgericht direkt frisch zubereiten (nur die Bananen müsst Ihr vorher schon einfrieren). Das dauert nur 5 Minuten (Ihr braucht aber einen Standmixer, ein normaler Pürierstab schafft es kaum). Das Eis kommt ganz ohne extra Zucker aus und hat auch kaum Fett.

Zutaten für 4 Personen:
5 reife (bis braune) Bananen, in Scheiben geschnitten und mindestens 4 Stunden lang tiefgekühlt
6-8 Spekulatius (je nachdem, wie intensiv Ihr es mögt; aber nicht die hellen Butterspekulatius, die schmecken ja nur süß und nicht nach Gewürzen)
150 ml Milch/Pflanzendrink
60 g Nüsse (ich empfehle Pecan, Walnuss oder Haselnuss)

Für die Sauce:
60 ml Ahornsirup
1 TL Backkakao

Die Spekulatius grob zerbröckeln. Nüsse hacken und ca. 4 TL für die Demo beiseite stellen.
Für die Sauce Sirup mit 1/2 TL Kakao verrühren.
Bananen mit Keksen, Milch 1/2 TL Kakao und Nüssen in einen Standmixer geben und so lange durchixen, bis Ihr eine einigermaßen homogene Masse habt.

Die Nicecream auf Schälchen verteilen (in die Mitte etwas Kakaosirup), mit Sauce beträufeln und mit den restlichen Nüssen bestreuen. Sofort servieren.

Leichter Nachtisch – wenn der Bauch eh schon voll ist.

Rezeptinspiration: Lecker 12/2019

Der ultimative Weihnachtsdessert-Hack: Warme Schokoküchlein mit zimtigem Obstsalat aus dem Tiefkühler

Wisst Ihr schon, was Ihr für ein Dessert an Weihnachten macht? Ihr braucht gar nicht weiter nachdenken! Ich habe nämlich das leckerste und stressfreieste Rezept aller Zeiten für Euch.
Den Teig für diese superschokoladigen, innen noch flüssigen Küchlein könnt Ihr bis zu einer Woche im voraus zubereiten – er wird nämlich ungebacken tiefgefroren.
Nach dem Hauptgang an Weihnachten, wenn Ihr eh schon ein bisschen matt und erschöpft seid, heizt Ihr einfach nur den Ofen vor und schiebt das vorbereitete Muffinblech für 12 Minuten rein. Fertig sind die warmen, saftigen Küchlein.
Ist das nicht der Hammer? Ich glaube bei mir gibt es nichts anderes mehr für große Runden…

Das ganze Rezept seht Ihr dieses mal nicht nur hier, sondern auch auf dem Blog Sasibella. Ich bin nämlich Türchen 20 ihres kulinarischen Adventskalenders, zu dem schon viele andere Blogger ihre weihnachtlichen Kreationen beigesteuert haben.

Zutaten für 6 Personen

4 Eier (davon 2 getrennt, nur das Eigelb benutzen)
80 g Zucker
100 g dunkle Schokolade
100 g Butter
80 g Mehl

1 Kaki
2 Passionsfrucht
1 EL Zitronensaft
1 EL Zucker
1/2 TL Zimt

evtl. etwas Vanilleeis

2 Eier und 2 Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen.
Schokolade zerbrechen, Butter in Würfel schneiden und zusammen über dem heißen Wasserbad schmelzen.
Langsam zum Eier-Zucker-Gemisch geben und unterziehen.
Mehl sieben und unterheben. Ein 6er Muffinblech einfetten. Die Masse hineinfüllen – und: jetzt kommt der Clou – ungebacken in den Tiefkühler stellen. Das könnt Ihr bis zu einer Woche im Voraus erledigen.


Die Kaki schälen und würfeln. Passionsfrucht halbieren und das Fruchtfleisch auskratzen. Mit Zitronensaft, Zucker und Zimt vermischen.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und die gefrorene Masse 12 Minuten backen.
Die Küchlein mit dem Obstsalat (und evtl. einer Kugel Vanilleeis) servieren.

Türchen Nr. 10 im SCCC – Weihnachtsbraten mal anders: Asiatischer Schweinebauch

Guten Morgen meine Lieben,
heute bin ich beim Sugarpricess Christmas Cookie Club 2018 zu Gast. Ich darf mit meinem Rezept das 10. Türchen in ihrem Food-Adventskalender bestücken und freue mich sehr darüber.
Schaut mal rüber auf ihren Blog – da gibt es jeden Tag nicht nur ein weiteres Rezept sondern auch noch viele Gewinne.

Ich steuere aber nichts Süßes bei, sondern einen etwas anderen Weihnachtsbraten.

Schweinebauch? Im Ernst? Das ist ja nun nicht gerade das hochwertigste Stück vom Tier. Muss es zu Weihnachten nicht eigentlich Rinderfilet sein? Oder ganz klassisch eine Gans?

Ich bin da anderer Meinung! Warum nicht mal etwas Neues ausprobieren? Die alten, eingetretenen Pfade verlassen…

Außerdem hat man dann gleich das erste Gesprächsthema bei Tisch. Falls es andere Themen gibt, die unbedingt vermieden werden müssen 🙂

Mein Schweinebauch wird erstmal in einer Marinade aus Sojasauce, Honig und Sherry eingelegt und kommt dann mit getrockneten Pflaumen (die dem Ganzen einen etwas festlichen Touch geben, wie ich finde) und Frühlingszwiebeln in den Ofen. Dabei schmurgelt das Fett weg, und übrig bleibt ein wunderbar saftiges Fleisch mit einer knackigen Kruste. Und die Sauce hat man gleich dazu. Die Exotik hält sich also soweit in Grenzen, dass sowohl Oma und Opa als auch Kinder mitessen mögen – aber es ist halt mal etwas Anderes.

Außerdem ist es doch an Weihnachten besonders wichtig, dass die Gastgeber nicht (oder wenigstens nur ein bisschen) gestresst sind. Baum schmücken, umziehen, Kaffee und Plätzchen, evtl. Kirche, Geschenke auspacken, Handys einrichten, Sekt trinken, Lego-Feuerwehrautos zusammenbauen… das Programm ist eh so dicht gepackt, dass niemand Lust hat, länger als nötig in der Küche zu stehen.

Der Braten macht sich zum Glück quasi von alleine. Und weil ich ja genau aus diesem Grund so auf Gerichte aus dem Ofen stehe, habe ich auch gleich noch den Reis dazu geschoben: Reis in die Auflaufform, Brühe und Gewürze dazu, mit Alufolie abdecken – funktioniert perfekt.

2 kg Schweinebauch mit Knochen
80 ml Sojasauce
3 EL Honig
1 EL Chiliflocken
400 ml Sherry
2 Bund Lauchzwiebeln
250 g getrocknete Pflaumen
1,2 l Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
500 g Basmatireis
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 EL Kreuzkümmel

Schweinebauch auf der Hautseite einritzen, in einen großen Gefrierbeutel geben. Sojasauce, Honig, Chiliflocken und Sherry zu einer Marinade verrühren und zum Fleisch in den Beutel geben. Verschließen und mindestens 3 Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank marinieren.

Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Lauchzwiebeln putzen. Schweinebauch mit der Marinade auf ein tiefes Backblech geben. Pflaumen und Lauchzwiebeln zufügen. 500 ml Brühe angießen. Die eingeritzte Schweinbauchhaut mit Salz und Pfeffer einreiben. Ca. 2 Stunden im Ofen garen.

Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Reis und Ingwer mit restlicher Brühe und Kreuzkümmel in eine Auflaufform füllen. Mit Alufolie verschließen.
Backofentemperatur auf 140 Grad reduzieren. Ingwerreis zum Fleisch in den Ofen geben und ca. 60 Minuten fertig garen.

Das Fleisch gegebenenfalls mit Backpapier abdecken, falls die Kruste zu dunkel wird.

Wenn es fertig ist, das Fleisch in dünne Scheiben schneiden und mit Reis, Pflaumen, Lauchzwiebeln und dem (fantastisch schmeckenden) Sud servieren.

Gänsekeule (im Bratschlauch) mit Portweinsauce und Süßkartoffelstampf

Der Weihnachtscountdown läuft – hach, ich freu mich schon!

Auch an Weihnachten gilt natürlich die oberste Regel, die man bei jedem Essen für Gäste beherzigen sollte: nichts à la minute zubereiten. Das bedeutet nur Stress, man verbringt viel Zeit allein in der Küche und sieht dann wahrscheinlich auch so aus, wenn man sich danach entkräftet zur erwartungsfreudigen Familie gesellt.
Diese Gänsekeulenpäckchen verschwinden für zwei Stunden im Ofen. Die Zeit kann man hervorragend zum Weihnachtslieder singen und Champagner trinken nutzen. Und das beste ist: der Ofen bleibt sauber, und in der Küche stinkt es nicht nach Fett sondern duftet einfach nur verführerisch.

gänsekeule

Zutaten für 6 Personen:
Bratschlauch
6 Gänsekeulen
Salz und Pfeffer
3 große Süßkartoffeln
3 Äpfel (Boskop)
600 ml Gänsefond
150 ml Portwein
2 Schalotten
ca. 100 g Butter

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Gänsekeulen waschen und trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer einreiben. Je 3 Stück in den Bratschlauch einlegen, je 100 ml Wasser zugießen und nach Packungsangabe verschließen (manche muss man oben noch einschneiden, manche haben schon kleine Löcher).
Die beiden Päckchen auf ein Backblech legen und auf der untersten Schiene in den Ofen schieben. Eine Stunde bei 180 Grad braten, dann die Temperatur auf 160 runterschalten und eine weitere Stunde garen.
Die Äpfel waschen und halbieren, das Kerngehäuse entfernen.
Dann die Ofentemperatur auf 50 Grad runterdrehen. Die Keulen auspacken (vorsicht, viel heißes Fett!), auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und weitere 15 Minuten braten. So wird die Haut schön knusprig. Wer mag, legt jetzt die Äpfel dazu (Schnittfläche nach unten).

In der Zwischenzeit die Süßkartoffeln schälen, in grobe Würfel schneiden und in Salzwasser weich kochen (etwa 15 Minuten). Wasser abgießen, kurz ausdampfen lassen und mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zu grobem Stampf zerdrücken. Dabei nach Geschmack etwa 3 EL Butter und etwas Salz zugeben.

Für die Sauce die Schalotten fein würfeln. Zusammen mit Fond und Portwein in einen Topf geben und 20 Minuten bei großer Hitze einkochen (es sollte so ungefähr die Hälfte übrig bleiben). Durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen und die restliche Butter (ungefähr 60 g) mit einem Schneebesen nach und nach unterrühren. Eventuell noch mit Salz und Pfeffer würzen, aber eigentlich ist die Sauce schon schön würzig.
(Übrigens: Dadurch, dass man nicht das Gänsefett für die Sauce benutzt, kann man sie gut vorbereiten. Das Einkochen und Sieben kann man ruhig schon erledigen, bevor der erste Gast erscheint. Dann braucht man die Sauce nur noch mal kurz aufkochen und die Butter einrühren.)

PS: Wer an Weihnachten gerne eskaliert, kann zusätzlich den Rosenkohl aus dem letzten Post dazu servieren.

Universal-Weihnachts-Beilage: Rosenkohl mit Maroni vom Blech

Egal, ob es bei Euch dieses Jahr zu Weihnachten Gans gibt, oder ein Rinderfilet oder vegetarische Rouladen, diese Beilage passt einfach immer (und kann deshalb auch schon mal alternativ für den nächsten Geburtstag vorgemerkt werden).  Rosenkohl und Esskastanien werden mit etwas Knoblauch auf dem Blech im Ofen geröstet und entfalten dort ganz wunderbar ihre Aromen: der Rosenkohl herb (und nicht so intensiv wie gekocht) und die Maroni nussig-süß.

rosenkohl maroni blech

Lecker! Und dabei so einfach zu machen. Den Rosenkohl könnt Ihr schon vormittags putzen und mit den Maroni in einer Schüssel aufbewahren. 25 Minuten vor dem Essen schiebt Ihr dann einfach das Blech in den Ofen. Das klappt auch, wenn noch ein Schmortopf drin steht – der Rosenkohl macht sich ja dünn.

rosenkohl maroni

Zutaten für 6 Personen:
750 g Rosenkohl
200 g vorgegarte vakuumierte Maronen
1 Zehe Knoblauch
Salz, Pfeffer
ein Spritzer Zitronensaft
etwas Thymian (frisch oder getrocknet)
Olivenöl

Den Rosenkohl putzen und größere Knollen halbieren. Die Maronen ebenfalls halbieren. Knoblauch fein hacken. Alle Zutaten in einer großen Schüssel gut vermischen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei Umluft 160 Grad 25 Minuten rösten.

Rote Bete Suppe mit Ingwer und Birne

Gestern die erste Kerze angezündet, heute gibt es die erste Weihnachtsvorspeise von mir. Check: noch läuft der Zeitplan würde ich sagen.

Zeit, mein Weihnachtsplädoyer zu halten.
Jetzt habe ich ja wirklich schon einige Rezepte hier auf dem Blog veröffentlicht, habe mit Freunden darüber gesprochen, mich mit Bloggerkollegen ausgetauscht, Leserfeedback  bekommen… und ich bin mehr denn je der festen Überzeugung: macht Euch keinen Stress, wenn Ihr Leute zu Euch nach Hause einladet. Kocht nichts, was Euch überfordert. Plant nicht zu viele Gänge, so dass Ihr in Zeitnot kommt. Man kann auch aus einfachen Zutaten tolle Gerichte zaubern. Am Ende ist es wichtig, dass die Einladung von Herzen kommt, und dass Ihr am Abend des Festes gute Laune habt (und nicht völlig erschöpft seid vom Einkaufen und Kochen). Lasst Euch auf Eure Gäste und die Gespräche ein, habt genügend Getränke vorrätig – dann kann der Abend eigentlich nur gut werden.

rote bete ingwer suppe mit birnen

Mein Beitrag zu diesem Plan ist diese Rote-Bete-Suppe, die man schon (fast komplett) am Tag vorher kochen kann. Nur die Birnenscheiben muss man noch  kurz vor dem Servieren karamellisieren.

Zutaten für 4 Personen:

1 kg vorgegarte vakuumierte rote Bete
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
50 g Ingwer
3 Birnen
3 EL Olivenöl
1 Liter Gemüsebrühe
einige Zweige Thymian
4 EL Zucker
2 EL Butter
2 EL Weißweinessig
2 EL dunkler Balsamico
Salz

Rote Bete grob würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Ingwer schälen und ebenfalls fein hacken (oder reiben).
Zwei Birnen schälen, das Kerngehäuse entfernen und in grobe Würfel schneiden.

Olivenöl erhitzen und Zwiebeln bei mittlerer Temperatur eine Minute anbraten. Rote Bete, Birnenwürfel, Knoblauch und Ingwer dazugeben und eine Minute mitbraten. Anschließend Gemüsebrühe dazugeben und 15 Minuten köcheln lassen.

Einige Zweige Thymian beiseite legen, von den übrigen die Blätter abzupfen.

Die übrige Birne schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in dünne Spalten schneiden (am besten 12 Stück). Zucker gleichmäßig in eine Pfanne streuen und bei mittlerer Hitze hellbraun verflüssigen. Birnenscheiben zusammen mit Thymianzweigen und Butter hinzugeben und bei geringer Temperatur ca. 5 Minuten goldgelb braten. Dabei gelegentlich wenden.

Thymianblätter zur Suppe geben, mit einem Pürierstab fein pürieren und mit Weißweinessig und Salz (nicht zu knapp, können schon 2 TL werden) würzen.

Zum Servieren Suppe in tiefe Teller füllen. Mit Birnenscheiben, Thymianzweigen und nach Wunsch mit je 1/2 EL dunklem Balsamico garnieren.

Weiße Sauerkirschmakronen mit karamellisierten Mandeln

Was seid Ihr denn so für Plätzchentypen? Seid Ihr mehr für klassische Ausstecher oder eher so experimentell? Eher Marmelade oder Schokolade? Nüsse oder Zimt?

Ich stehe total auf Makronen in allen Variationen. Normale Plätzchen bestehen ja zu einem Großteil aus Butter, Zucker und Mehl, und das ist mir oft zu heftig. Mir ist es lieber, wenn sich die Zutaten in eine etwas fluffigere Umgebung kuscheln.

Ich mag auch gerne schlichte Kokosmakronen, aber diese hier sind gerade durch die Kombination aus unterschiedlichen Geschmäckern und Konsistenzen richtig gut: süße weiße Schokolade, saure Kirschen, knackige Mandeln, klebrige Früchte – und das alles luftig verpackt in zimtigem Eischnee. Langweilig geht anders!

kirschmakronen2

Zutaten für ca. 30 Stück:
100 g weiße Schokolade
80 g getrocknete Sauerkirschen
150 g gehackte Mandeln
45 g Puderzucker
2 Eiweiß
1/2 TL Zimt
50 g Zucker
Salz

Schokolade fein hacken. Sauerkirschen grob hacken.
Mandeln in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten rundum goldgelb rösten. Gleichmäßig mit Puderzucker bestäuben und unter Rühren etwa 3 Minuten karamellisieren. Aus der Pfanne nehmen und auf Backpapier abkühlen lassen.

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Eiweiß zusammen mit einer Messerspitze Salz mit dem Mixer steif schlagen. Nach und nach Zucker und Zimt zugeben.

Kirschen, Schokolade und karamellisierte Mandeln vorsichtig unterheben.

Mit 2 Teelöffeln Häufchen auf ein (oder zwei) mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. 16 Minuten goldbraun backen.

In einer Blechdose halten sich die Makronen locker 10 Tage.
Der erste Advent kann kommen!

PS: Und aus dem übrig gebliebenen Eigelb könnt Ihr super Spaghetti Carbonara kochen. Dann müsst Ihr nichts wegwerfen.

Rezeptquelle: Kochhaus

Weihnachtsinspiration

Na, wie sieht es aus bei Euch? Schon in Weihnachtsstimmung?

Bei mir hat das Weihnachtsgefühl dieses Jahr erstaunlich früh eingesetzt. Ich habe schon Plätzchenrezepte rausgesucht, Fotokalender angefangen, Kerzen gekauft und (jay!) schon die ersten Geschenke besorgt (ok, nur die einfachen Sachen, aber immerhin…).

Wenn ich so sehe, was auf dem Blog geklickt wird, dann habe ich das Gefühl, dass Ihr Euch auch schon so langsam Gedanken zum Thema Weihnachten macht. Deswegen habe ich Euch eine Liste der Weihnachtsgerichte der letzten zwei Jahre gemacht. Da könnt Ihr Euch durchklicken und schon mal ein bisschen inspirieren lassen.

 

Plätzchen:
Schokoladencantuccini mit Pistazien

Vorspeisen:

Rucolasalat mit Trauben und Bündnerfleisch

Feldsalat mit Maronen und Speck

Hauptgerichte:

Ossobuco

Pochiertes Rinderfilet mit Kartoffelgratin

Filet Wellington

Dessert:

Stollentrifle mit Himbeeren

Bratapfeltiramisu

Natürlich habe ich mir auch schon überlegt, welche Rezepte ich für Euch auf dem Blog veröffentlichen möchte. Versprochen: dieses Jahr gibt es keinen Salat, kein Rinderfilet und keinen Trifle 😉
Heute habe ich schon die erste Vorspeise gekocht und fotografiert. Hmmm… Die war gut.

Weihnachtshauptspeise 2016: Filet Wellington

Besser spät als nie…

Oder auch: spät aber oho!

Oder: Spontaneität will gut geplant sein.
Eine Woche habt Ihr ja noch für Menüplanung und Einkäufe.

Nein, im Ernst: ich war die ganze Woche krank – da ging gar nichts. Sonst hätte ich mich natürlich schon früher zum Thema Weihnachten gemeldet. Das Rezept ist nämlich wirklich toll: man kann quasi nichts falsch machen, es sieht toll aus, und das Filet bleibt durch die Hülle schön saftig und aromatisch.

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Zutaten für 4 Personen:
800 g Rinderfilet (möglichst gleichmäßig dick)
2 EL Öl, 1 EL Butter
Salz und Pfeffer
1 Zwiebel
300 g Champignons
1 Rolle Blätterteig
etwas Sahne

Filet mit Salz und Pfeffer würzen. Öl und Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Das Fleisch darin rundherum einige Minuten anbraten.
Herausnehmen und beiseite stellen.
Zwiebel und Champignons fein würfeln. In der Pfanne mit dem Bratfett kräftig anbraten, bis das Wasser aus den Pilzen verdampft ist.
Den Blätterteig aus der Packung nehmen und entrollen.
Die Pilzmasse darauf verteilen. Dann das Filet darauf setzen und so fest wie möglich einrollen. Die Enden etwas einschlagen, evtl. Reste abschneiden.
Auf dem einen Foto könnt Ihr sehen, dass ich aus den Resten kleine Dekoherzen geschnitten habe. Wem so etwas also nicht zu verspielt ist…
Mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Achtung: Bis hierhin könnt Ihr alles vorbereiten!

Dann nur noch das Päckchen mit etwas Sahne bepinseln und bei 200 Grad Ober-/Unterhitze etwa 25-30 Minuten backen, bis der Blätterteig goldbraun ist.

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Bei uns gab es beim letzten Mal dazu Kroketten (nein, nicht selbst gemacht, die aus aus dem Ofen) und Rotkohl. Rosenkohl könnte ich mir aber auch gut vorstellen. Ein Salat für die etwas frischere, modernere Variante funktioniert ebenfalls.

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Also, ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten. Vielen Dank an meine treuen Leserinnen und Leser. Macht es Euch schön! Und mein Appell wie jedes Jahr: stresst Euch nicht. Weihnachten wird nicht schöner, wenn Ihr ein besonders ausgefallenes Dessert kredenzt, sondern wenn Ihr Euch die Zeit nehmt, viel mit Eurer Familie/Euren Freunden zu reden und zu lachen.

Apropos Dessert – schaut doch mal hier: letztes Jahr gab es bei uns Stollentrifle. Dieses Jahr mache ich glaube ich Schokopavlovas.

Ossobuco

Dieses Rezept ist ein Klassiker aus der Kategorie „Kochen für Angeber“. Es kocht sich quasi von alleine und schmeckt fantastisch. Genau das Richtige also, um die Verwandtschaft an Weihnachten zu beeindrucken, ohne stundenlang in der Küche stehen zu müssen.

ossobuco

Zutaten für 4 Personen:
4 Kalbsbeinscheiben (es kann gut sein, dass eine dicke Scheibe bis zu 400g wiegt – keine Angst, das ist in Ordnung, es ist ja ein dicker Knochen in der Mitte)
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
2 EL Mehl
2 EL Öl, 1 EL Butter
1/2 l Weißwein
2 Zwiebeln
250 g Möhren
1/2 Staudensellerie
300 g Tomaten

Gremolata:
1/2 Bio-Zitrone
3 Knoblauchzehen
1 Bund glatte Petersilie

Die Fleischscheiben abspülen und trocken tupfen. Falls Hautränder dran sind – einschneiden. Sonst wölbt sich das Fleisch beim Anbraten. Die Scheiben salzen, pfeffern und in Mehl wenden.
Öl und Butter in einem Schmortopf erhitzen und das Fleisch darin von beiden Seiten braun anbraten. Wein zugeben und im geschlossenen Topf etwa 1 Stunde bei geringer Hitze schmoren lassen.
Zwiebeln, Möhren und Sellerie grob würfeln. Tomaten häuten und ebenfalls würfeln. Dann alles zusammen zum Fleisch geben und 1 Stunde weiterschmoren.

Für die Gremolata: Die Zitrone heiß abspülen und trocken reiben. Die Zitronenschale abraspeln. Knoblauch und Petersilie fein hacken. Alles vermischen.

Den Schmorsud im Topf kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Gremolata kurz vor dem Servieren auf das Ossobuco streuen.

Dazu passt: Risotto milanese (das schlichte, nur mit Safran… Braucht Ihr dafür noch ein Rezept?) oder einfach Ciabatta.

Wie Ihr seht, kommt das Gericht mit einer sehr übersichtlichen Zutatenliste aus – daher ist es wichtig, dass Ihr gute Qualität einkauft. Fleisch, Wein (nehmt am besten den Wein, den Ihr auch hinterher zum Essen trinken wollt) und Gemüse (Tomaten!) sollten schon von sich aus aromatisch sein, dann stimmt auch das Endergebnis.