Essen wie im Restaurant – Vitello Tonnato

Bona sera ragazze! Packt die rot-weiß-karierte Tischdecke aus und stellt schon mal den vino kalt: mit dieser Vorspeise werdet Ihr Euch fühlen, wie in Eurem italienischen Lieblingsrestaurant! Antipasto ohne molto lavoro. Fantastico, oder?

vitello tonnato

Zutaten für 4 Personen:
400 g Kalbsrückensteak oder Kalbsfilet am Stück
Salz, Pfeffer
2 El Öl
195 g Tunfisch (aus der Dose)
100 g Vollmilchjoghurt
100 g Majonäse
20 g Schmand
2 TL Zitronensaft
80 g Kapern
3 Stiele Petersilie

Den Backofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Das Fleisch rundherum mit Salz und Pfeffer einreiben. Öl in einer Pfanne erhitzen und darin von allen Seiten anbraten. Fleisch aus der Pfanne nehmen, auf ein doppelt gefaltetes Stück Alufolie legen und darin einwickeln. Auf dem Rost auf der 2. Schiene von unten 25 Minuten garen. Aus dem Ofen nehmen. In der Folie 30 Minuten ruhen und abkühlen lassen.
Tunfisch in einem Sieb 10 Minuten abtropfen lassen. Dann in einem hohen Mixbecher mit Joghurt, Majonäse, Schmand, Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker, Zitronensaft und der Hälfte der Kapern mit 2-3 EL Kapernwasser (aus dem Glas) sehr fein pürieren. Nochmal abschmecken.
Petersilie fein hacken. Kalbfleisch in möglichst dünne Scheiben schneiden und leicht überlappend auf großen Tellern ausbreiten. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Tunfischsauce darauf verteilen. Petersilie und die restlichen Kapern darüberstreuen.

Salade Niçoise

Na, schöne Ostern gehabt?
Bei uns war es ganz wunderbar. Wie toll, dass das Wetter mitgespielt hat.

Habt Ihr auch noch hartgekochte Eier übrig?
Wir schon, denn das Färben und Dekorieren macht immer so viel Spaß, dass jedes Jahr mehr bunte Eier produziert als vertilgt werden.

Aus diesem Grund schreibe ich Euch heute mein Rezept für Salade Niçoise auf. Das ist zwar ziemlich viel Schnippelei, aber so ein frischer, üppiger Salat ist auch echt etwas Schönes nach dem ganzen Süßkram an den Feiertagen (ich bin doch nicht die Einzige, oder???).
Und das Gute daran ist außerdem, dass jeder Esser ein gevierteltes, hartgekochtes Ei auf seinen Salat bekommt…

salad nicoise

Als Vorspeise für 4 Personen (oder als Hauptmahlzeit für 2 gute Esser):

400 g festkochende Kartoffeln
200 g grüne Bohnen
250 g Cocktailtomaten
100 g schwarze Oliven ohne Stein
1 kleine rote Zwiebel
1 Glas eingelegte Artischockenherzen (Abtropfgewicht 160g)
80 g Kapernäpfel
1 Dose Tunfisch
2 Romanasalatherzen

Für das Dressing:
1 Knoblauchzehe
1-2 TL scharfer Senf
3-4 EL Rotweinessig
180 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer aus der Mühle, Zucker
70 ml Olivenöl

Die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen, pellen und würfeln.
Die Bohnen putzen (evtl. halbieren) und in kochendem Salzwasser etwa 7-8 Minuten bissfest kochen. Abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.
Die Tomaten waschen und halbieren. Oliven ebenfalls halbieren. Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Spalten schneiden. Die Artischockenherzen etwas zerkleinern. Von den Kapernäpfeln die Stiele entfernen und halbieren.
Den Tunfisch abtropfen lassen und mit der Gabel zerpflücken. Den Salat waschen und die Blätter in mundgerechte Stücke zupfen.

Für das Dressing den Knoblauch schälen und klein schneiden. Mit Senf, Essig, Brühe, Öl, Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker in einen Rührbecher geben und mit dem Stabmixer durchmixen.

Alles in einer großen Schüssel vermischen und kurz marinieren. Dann auf Tellern anrichten und mit den Eiervierteln garnieren.

Tramezzini mit Lachs und Tunfisch

Ist schon eine Weile her, da habe ich in der Zeitung einen Artikel zum Thema Apéro gelesen. Manche sagen auch Cocktailparty dazu, auf Deutsch gibt es meines Wissens nach keinen genauen Ausdruck für das, was gemeint ist: ein (früh-)abendliches Zusammentreffen in einem klar abgegrenzten Zeitrahmen, in der Regel ungefähr so von 18 bis 20 Uhr, um gemeinsam einen netten Drink zu nehmen, ein paar Häppchen zu essen und die neuesten Neuigkeiten auszutauschen.
Am ehesten trifft es wahrscheinlich noch „Stehempfang“. OMG, manchmal ist die deutsche Sprache echt schrecklich.
Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, was ich von dieser Art der Geselligkeit halten soll. Einerseits funktionieren Freundschaften ja nicht nach der Uhr – vielleicht hat man sich nach zwei Stunden gerade erst so richtig warmgeredet…
Andererseits sinkt dadurch vielleicht die Hemmschwelle, seine Freunde viel regelmäßiger einzuladen, da sich der Aufwand in überschaubaren Grenzen hält: Man muss kein ganzes Menü kochen, hat nur eine Spülmaschine voll Gläser und ist am nächsten Morgen fit, falls ein Hockeyturnier (oder so) ruft.

Was meint Ihr dazu?
Wäre das etwas für Euch?

Wir haben es hier zu Hause noch nicht ausprobiert, aber ich weiß auf jeden Fall schon, was ich dann zu Essen servieren würde: leckere Tramezzini.

tramezzini

Ich habe für Euch ein Rezept für Lachsfüllung und eins für Tunfischfüllung:

200 g Räucherlachs
1 kleine Zucchini
einige Stängel Dill
100 g cremiger Frischkäse
50 g Majonäse
1 TL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Lachs und Zucchini fein würfeln, den Dill hacken. Alles miteinander verrühren und würzen.

2 Dosen Tunfisch (in Wasser)
1 große Frühlingszwiebel
1 Selleriestange
ca. 100 g Majonäse
1 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Den Tunfisch abtropfen lassen und in einer Schüssel mit 2 Gabeln zerzupfen. Frühlingszwiebel und Sellerie fein würfeln und untermischen. Die Majonäse unterrühren und würzen.

Die Crème dann auf Toastbrotscheiben großzügig verstreichen (die Lachsmischung reicht etwa für 4 Stück, Tunfisch für 6), mit weiteren Scheiben bedecken. Gut andrücken. Man kann auch für eine halbe Stunde oder so ein Backblech auf die Tramezzini legen, damit die Scheiben gut zusammenhaften.
Kurz vor dem Servieren dann die Kanten abschneiden und vierteln.

Für Vegetarier kann die Füllung auch mit Salatgurke anstatt mit Fisch zubereitet werden.