Schoko-Himbeer-Torte

Ich hatte es Euch ja schon angedroht – ich habe ein weiteres Kuchenrezept für Euch.

Allerdings handelt es sich um eine Premiere, denn ich habe noch keine dreilagige Torte hier veröffentlicht.

Es handelt sich um einen schönen fluffigen Schokobiskuitboden und eine sogenannte Swiss Meringue Buttercreme, d.h. eine Buttercreme auf Eischnee-Basis. Die ist ebenfalls schön locker und frisch und nicht sooo süß und braucht ein bisschen weniger Butter als die normale deutsche Buttercreme.

Alles hat wirklich super geklappt. Die Torte war hübsch, nicht so wahnsinnig aufwendig, sehr stabil, nicht allzu mächtig und sehr lecker.

Zum Nachbacken also unbedingt empfohlen.

Zutaten

Für den Teig:
3 Eier
130 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 ml Milch
130 ml Pflanzenöl
40 g Kakaopulver
1 Päckchen Backpulver
180 g Mehl
1 Prise Salz

Für die Himbeercreme:
3 Eiweiß
175 g Zucker
250 g Butter
200 g Himbeeren

Für die Deko:
100 g dunkle Schokolade, über dem Wasserbad geschmolzen

  1. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen, den Boden einer 20-cm-Backform mit Backpapier bespannen und die Ränder gut einfetten. Beiseite stellen.
  2. Für den Teig die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker hell, dick und schaumig aufschlagen. Das Öl und die Milch hinzufügen und alles glattrühren. Kakao, Backpulver, Mehl und Salz zusammen in die Rührschüssel sieben und kurz einrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.
  3. Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und im vorgeheizten Ofen für 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Den Tortenboden aus dem Ofen nehmen und über Kopf auf einem Rost abkühlen lassen. Nach etwa 20 Minuten die Springform und das Backpapier entfernen und den Boden weiter abkühlen lassen.
  4. Für die Himbeer-Swiss-Meringue-Buttercream die Himbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen, damit keine Kerne mehr darin sind. Die Eiweiße mit dem Mixer steif schlagen und dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Jetzt bei langsamer bis mittlerer Geschwindigkeit die weiche Butter esslöffelweise dazugeben und einrühren. Dabei kann es vorkommen, dass die Masse zwischendurch ausflockt, aber das ist ganz normal und gibt sich wieder. Zuletzt das Himbeer-Püree erst auf niedriger, dann auf höchster Stufe nach und nach untermixen. So lange weitermixen, bis die Buttercreme wieder cremig ist.
  5. Den Tortenboden zweimal waagerecht durchschneiden. Den ersten Boden auf eine Tortenplatte legen, etwa ein Viertel der Himbeer-Buttercreme darauf geben und glatt streichen. Den zweiten Boden auflegen und ebenfalls mit Buttercreme bestreichen. Den letzten Boden darauflegen und die Torte komplett mit der restlichen Buttercreme einstreichen.
  6. Die Torte für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Buttercreme etwas fest wird.
  7. Für die Dekoration die geschmolzene Schokolade in einen Gefrierbeutel geben und eine Ecke ganz schmal abschneiden. Über dem Kuchen hin und herschwenken, so dass ein Streifenmuster entsteht.

No-bake-Himbeertorte zum Valentinstag

Eigentlich stehe ich ja gar nicht auf Valentinstag – meiner Meinung nach ist das einer dieser amerikanischen Feiertage, die gefühlt nur der Ankurbelung der Konjunktur durch erhöhten Konsum dienen. Halloween fällt für mich auch in diese Kategorie.

Aber ich stehe voll auf Himbeeren, und auf Cheesecake, und auf Rezepte, die sich gut vorbereiten lassen. Deswegen habe ich heute ein hübsches rosafarbenes Törtchen für Euch, das sich nicht nur für den Valentinstag eignet, sondern auch für den nächsten Besuch von Mama oder den Geburtstag der Teenietochter.

himbeer schoko valentinstag

Zutaten für eine kleine Springform (Durchmesser 20 cm)

12 Zwieback
100 g Zartbitterschokolade
50 g Butter
300 g Frischkäse
200 g Naturjoghurt
225 g gefrorene Himbeeren
50 g Zucker
1 Päckchen Sofortgelatine

Die Schokolade in Stücke brechen und zusammen mit der Butter über dem heißen Wasserbad schmelzen.
In der Zwischenzeit die Zwiebäcke (?) in einen Gefrierbeutel geben und mithilfe eines Nudelholzes zu Bröseln verarbeiten.
Krümel und Schokoladenmasse in einer Schüssel gut vermengen.

Die Springform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Die Krümelmasse einfüllen und 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Frischkäse, Joghurt und Zucker mit dem Mixer glatt rühren:
Die Himbeeren mit einem Pürierstab pürieren und unterrühren.
Dann die Gelatine mit geringer Geschwindigkeit untermixen.

Auf den Boden füllen und mindestens 4 weitere Stunden kalt stellen. Gerne auch über Nacht.

Ihr seht also – das hübsche Küchlein ist fix gemacht und kann sogar schon am Vortag zubereitet werden – genau, wie ich es mag.

Und man kann ihn sogar als Dessert essen – dann würde man ihn vielleicht eher in Einzelportionen anrichten.

Apfeltraum

Ich finde, gerade bei Apfelkuchen ist die Spannbreite richtig groß: vom schnellen Alltagskuchen (mit Rührteig, oder auf gekauftem Blätterteig), den schon eher Gästetafel-kompatiblen Klassikern mit Streuseln oder Decke bis hin zur Torte ist alles drin.

Und, Apfel? Soll ich Dir was sagen? Dafür liebe ich Dich.

Heute gibt es bei mir eine Torte, die absolut geburtstagstauglich ist – nach einem Uralt-Rezept meiner Mutter (das Foto aus der Kladde – Leser, die schon länger dabei sind, kennen das schon – erspare ich Euch heute aber).

apfeltraum

Zutaten
Teig:
125 g weiche Butter
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
250 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver

Füllung:
6 Äpfel
3/4 l Apfelsaft oder Weißwein (je nachdem ob Kinder mitessen)
250 g Zucker
2 Päckchen Vanillepuddingpulver

2 Becher Sahne, Kakaopulver

Aus den Zutaten für den Teig einen Rührteig herstellen und in eine Springform füllen.
Die Äpfel schälen, in kleine Stückchen schneiden und auf dem Teig verteilen.
Den Saft bzw. Wein mit Zucker und Vanillepuddingpulver aufkochen, und die Masse über die Äpfel geben.
Bei 175 Grad Ober-/Unterhitze 1 1/2 Stunden backen.
Mindestens 4 Stunden abkühlen lassen, sonst zerläuft die Füllung beim Schneiden.

Die Sahne schlagen. Auf dem Kuchen verteilen und mit Kakao bestäuben.

Liebe Antonella, zu Deinem Bloggeburtstag gratuliere ich Dir ganz herzlich. Ich finde Deinen Blog wunderbar. Sowohl die Rezepte als auch die Bilder sind immer toll. Dies ist mein Beitrag zu Deinem Geburtstagsevent.

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Sachertorte und das Gesetz von Angebot und Nachfrage

Sachertorte backe ich genau einmal im Jahr – und zwar zum Geburtstag von meinem Co-Gastgeber. Der liebt Sachertorte!

Durch die kalkulierte Verknappung des Angebots löst Sachertorte erstaunliche Emotionen aus. Ich kann mir sicher sein, meinem Mann zu seinem Ehrentag eine echte Freude zu bereiten, wenn er die Torte auf dem Frühstückstisch sieht (und das stimmt mich ja natürlich auch sehr froh), und mein Mann ruft oooh und aaah und leeeecker und hält mich jedes Jahr wieder für die tollste Ehefrau der Welt, weil ich mir solche Mühe für ihn mache. Cool, oder?
Denn Mühe macht die Sachertorte tatsächlich – und Zeit braucht sie auch. Der Biskuitboden muss gebacken werden und dann auch noch ordentlich abkühlen, bevor er zur Weiterverarbeitung durchgeschnitten werden kann. Dann wird das Kunstwerk gefüllt und mit Glasur übergossen, die ebenfalls wieder ziemlich lange erkalten/trocknen muss.

Im Umkehrschluss heißt das aber natürlich auch (und der aufmerksame Leser wird es schon beim Wort „Frühstückstisch“ geahnt haben) – die Torte eignet sich perfekt dafür, am Vortag zubereitet zu werden.

Und um die Sache mit der Nachfrage der Vollständigkeit halber auch noch zu klären. Der Co-Gastgeber fragte neulich, ob Sachertorte nicht auch eine Option für die Weihnachts-Kaffeetafel wäre… Ihr könnt Euch denken, was ich da geantwortet habe, oder?

sachertorte

Für den Biskuitboden:
7 Eier
170 g weiche Butter
120 g Puderzucker
Mark von 1 Vanilleschote
1 EL Rum
170 g Zartbitterschokolade
Salz
130 g Zucker
150 g Mehl

Für die Füllung:
100 g Zucker
5 EL Rum
Aprikosenmarmelade
200 g Marzipanrohmasse (oder eine runde Marzipandecke)

Für die Glasur:
160 g Zartbitterschokolade
100 g Sahne
2 EL Butter
4 EL Puderzucker

Die Eier trennen. Die Butter mit dem Puderzucker und dem Vanillemark cremig rühren. Die Eigelbe nach und nach unterrühren. Zum Schluss Rum untermischen.
Die Schokolade zerkleinern und über dem heißen Wasserbad schmelzen. Dann unter die Buttermasse mischen.
Die Eiweiße mit einer Prise Salz und Zucker steif schlagen und unter die Butter-Schokoladenmasse heben. Dann das Mehl untermischen.
Den Teig in eine gefettete Springform (Durchmesser 28 cm) füllen und im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad Ober-/Unterhitze auf der unteren Schiene 55-60 Minuten backen.
Den Kuchen kurz abkühlen lassen, stürzen und aus der Form lösen.
Vollständig abkühlen lassen, wieder umdrehen und zweimal quer durchschneiden, so dass drei gleich dicke Böden entstehen.

100 g Zucker mit 200 ml Wasser aufkochen, etwas abkühlen lassen und den Rum dazugeben.
Die unteren zwei Kuchenböden damit tränken und mit Aprikosenmarmelade bestreichen. Beide Böden aufeinander setzen. Den dritten Boden darauf setzen und etwas flach drücken.
Das Marzipan dünn ausrollen und mit dem Ring der Springform einen Kreis ausstecken – oder aus der fertigen Decke einen Kreis ausstechen (an dieser Stelle hört mein Ehrgeiz auf: ich nehme immer eine fertige Decke). Wenn Ihr Marzipan auf der Arbeitsplatte ausrollt, bestäubt sie am besten vorher mit Puderzucker, damit es nicht anklebt.

Die Torte rundum dünn mit Marmelade bestreichen, mit dem Marzipan belegen und auf ein Kuchengitter setzen.

Für die Glasur die Schokolade hacken. Die Sahne mit Butter und Puderzucker aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und die Schokolade unter Rühren darin schmelzen.
Die Torte mit der Glasur überziehen und die überschüssige Masse ablaufen lassen. Dann auf eine Tortenplatte setzen und die Glasur fest werden lassen.

sachertortestück

Dies ist mein Beitrag zur aktuellen Runde #ichbacksmir von tastesheriff.

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