No-bake-Himbeertorte zum Valentinstag

Eigentlich stehe ich ja gar nicht auf Valentinstag – meiner Meinung nach ist das einer dieser amerikanischen Feiertage, die gefühlt nur der Ankurbelung der Konjunktur durch erhöhten Konsum dienen. Halloween fällt für mich auch in diese Kategorie.

Aber ich stehe voll auf Himbeeren, und auf Cheesecake, und auf Rezepte, die sich gut vorbereiten lassen. Deswegen habe ich heute ein hübsches rosafarbenes Törtchen für Euch, das sich nicht nur für den Valentinstag eignet, sondern auch für den nächsten Besuch von Mama oder den Geburtstag der Teenietochter.

himbeer schoko valentinstag

Zutaten für eine kleine Springform (Durchmesser 20 cm)

12 Zwieback
100 g Zartbitterschokolade
50 g Butter
300 g Frischkäse
200 g Naturjoghurt
225 g gefrorene Himbeeren
50 g Zucker
1 Päckchen Sofortgelatine

Die Schokolade in Stücke brechen und zusammen mit der Butter über dem heißen Wasserbad schmelzen.
In der Zwischenzeit die Zwiebäcke (?) in einen Gefrierbeutel geben und mithilfe eines Nudelholzes zu Bröseln verarbeiten.
Krümel und Schokoladenmasse in einer Schüssel gut vermengen.

Die Springform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Die Krümelmasse einfüllen und 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Frischkäse, Joghurt und Zucker mit dem Mixer glatt rühren:
Die Himbeeren mit einem Pürierstab pürieren und unterrühren.
Dann die Gelatine mit geringer Geschwindigkeit untermixen.

Auf den Boden füllen und mindestens 4 weitere Stunden kalt stellen. Gerne auch über Nacht.

Ihr seht also – das hübsche Küchlein ist fix gemacht und kann sogar schon am Vortag zubereitet werden – genau, wie ich es mag.

Und man kann ihn sogar als Dessert essen – dann würde man ihn vielleicht eher in Einzelportionen anrichten.

Der ultimative Weihnachtsdessert-Hack: Warme Schokoküchlein mit zimtigem Obstsalat aus dem Tiefkühler

Wisst Ihr schon, was Ihr für ein Dessert an Weihnachten macht? Ihr braucht gar nicht weiter nachdenken! Ich habe nämlich das leckerste und stressfreieste Rezept aller Zeiten für Euch.
Den Teig für diese superschokoladigen, innen noch flüssigen Küchlein könnt Ihr bis zu einer Woche im voraus zubereiten – er wird nämlich ungebacken tiefgefroren.
Nach dem Hauptgang an Weihnachten, wenn Ihr eh schon ein bisschen matt und erschöpft seid, heizt Ihr einfach nur den Ofen vor und schiebt das vorbereitete Muffinblech für 12 Minuten rein. Fertig sind die warmen, saftigen Küchlein.
Ist das nicht der Hammer? Ich glaube bei mir gibt es nichts anderes mehr für große Runden…

Das ganze Rezept seht Ihr dieses mal nicht nur hier, sondern auch auf dem Blog Sasibella. Ich bin nämlich Türchen 20 ihres kulinarischen Adventskalenders, zu dem schon viele andere Blogger ihre weihnachtlichen Kreationen beigesteuert haben.

Zutaten für 6 Personen

4 Eier (davon 2 getrennt, nur das Eigelb benutzen)
80 g Zucker
100 g dunkle Schokolade
100 g Butter
80 g Mehl

1 Kaki
2 Passionsfrucht
1 EL Zitronensaft
1 EL Zucker
1/2 TL Zimt

evtl. etwas Vanilleeis

2 Eier und 2 Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen.
Schokolade zerbrechen, Butter in Würfel schneiden und zusammen über dem heißen Wasserbad schmelzen.
Langsam zum Eier-Zucker-Gemisch geben und unterziehen.
Mehl sieben und unterheben. Ein 6er Muffinblech einfetten. Die Masse hineinfüllen – und: jetzt kommt der Clou – ungebacken in den Tiefkühler stellen. Das könnt Ihr bis zu einer Woche im Voraus erledigen.


Die Kaki schälen und würfeln. Passionsfrucht halbieren und das Fruchtfleisch auskratzen. Mit Zitronensaft, Zucker und Zimt vermischen.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und die gefrorene Masse 12 Minuten backen.
Die Küchlein mit dem Obstsalat (und evtl. einer Kugel Vanilleeis) servieren.

Schokoladen-Avocado-Mousse

Ich gebe zu – ich habe geschummelt. Die Sache war mir dann doch zu heikel…

Überall auf Instagram und Pinterest und so habe ich diese Superfood-Schokomousse gesehen. Mit Avocado und ohne weißen Zucker! Als Anhängerin gesunder Ernährung (zumindest im Alltag) hat mich das Rezept natürlich gejuckt. Aber kann so ein gesunder Nachtisch wirklich schmecken??? Das habe ich mich nicht getraut an Gästen zu testen. Das musste ich tatsächlich erstmal für mich alleine ausprobieren. Und? Wollt Ihr wissen, wie es war?

Richtig lecker! Schön cremig (an Fett mangelt es ja auch nicht ;-)) und schokoladig aber nicht zu süß. Die Avocado schmeckt man ein bisschen raus, aber nicht so intensiv, sondern so, dass es wirklich gut zu dem bitteren Kakao passt.

avocado schoko mousse

Zutaten für 4 Personen:
2 weiche Avocados
3-4 EL Kakaopulver (Backkakao)
etw. gemahlene Vanille
2-3 EL Agavendicksaft
1 Becher Sahne

Das Fruchtfleisch der Avocados fein würfeln. Mit Kakao, Vanille, Agavendicksaft und 4 EL Sahne fein pürieren.
Die restliche Sahne cremig schlagen und unter die Mousse ziehen.

Wie Ihr seht, habe ich die Mousse mit ein paar Himbeeren getoppt. Das hat gut dazu gepasst.

Weihnachtsdessert: Mousse au chocolat

Eine Sache muss man sich immer wieder klar machen, wenn man Gäste glücklich machen möchte: es ist besser, die Publikumslieblinge zu kochen und nicht das künstlerisch Wertvolle. Schließlich kocht man, damit es ihnen schmeckt, und nicht, um sie zu beeindrucken.

Also heute als Weihnachtsdessert – mein Rezept für die allerleckerste Mousse au chocolat.
Frei nach dem Motto: Calories don´t count on christmas!

mousse au chocolat

Zutaten für 8 Personen:
4 Eier
200 g Zartbitterschokolade
4 EL Espresso
15 g Butter
1 EL Rum
45 g feiner Zucker

Die Schokolade grob hacken und im Espresso bei schwacher Hitze in einem kleinen Topf schmelzen.
Die Eier trennen. Die Eigelbe nacheinander in die Schokoladenmasse schlagen. Butter und Rum unterrühren und auf Handwärme abkühlen lassen.
Eiweiß steif schlagen, dabei nach und nach den Zucker zugeben. Das Eiweiß unter die Schokoladencreme ziehen. Gut mischen.
Auf 8 Portionsschälchen verteilen und mehrere Stunden kalt stellen.

Falls Ihr doch noch ein wenig angeben wollt (oder wenn Ihr  etwas Fruchtiges dazu mögt), könnt Ihr ein schnelles Orangenragout kochen. Dazu zwei Orangen filetieren. Dabei den Saft auffangen. Ein daumengroßes Stück Ingwer reiben oder ganz fein hacken.
Den Orangensaft mit 2 EL braunem Zucker und dem Ingwer in einen Topf geben und etwas dicklich einkochen lassen. Die Orangenfilets dazugeben und ganz kurz weiterkochen. Den Topf von der Herdplatte ziehen und 2 EL kalte Butter unterrühren.

Aber pur schmeckt es wirklich auch bombe.

Britische Scones – und unser London-Highlight

Ich habe das Gefühl, wir haben schon lange nicht mehr gequatscht… Das müssen wir unbedingt nachholen!
Nach meiner Sommerpause hatte ich ja groß angekündigt, ich hätte ein paar Ideen gesammelt, die ich mit Euch teilen wollte. Aber irgendwie hat sich das bis jetzt nicht so richtig ergeben.

Wir hatten das große Glück, dass mein lieber Co-Gastgeber die kompletten Sommerferien frei hatte. So konnten wir einige tolle Reisen mit den Kindern unternehmen, und eigentlich wollte ich Euch von jeder Station etwas mitbringen.

Es hat ein bisschen gedauert, aber heute bekommt Ihr Rezept Nr. 1: britische Scones. Und zwar eine Variante mit Himbeeren und eine mit Schokolade und Nüssen.

collage-scones

Ja, wir waren also ein paar Tage in London, das erste Mal mit der gesamten Familie und mit vollgepacktem Sightseeing-Programm, und ich muss sagen: ich war total geflasht. Es war ein großartiger Trip! Und es hat mich wirklich richtig gefreut, dass die Kinder sich nicht nur für die Shoppinggelegenheiten interessiert haben, sondern auch für die historischen Sehenswürdigkeiten.

In der Hinsicht war unser Highlight das House of Parliament.

house-of-parliament

Ein wahnsinniger Gebäudekomplex, der so voll ist von bemerkenswerten Gegenständen und baulichen Details, die allesamt bemerkenswerte Geschichten erzählen, dass es wirklich eine wahre Freude ist und viel zum Verständnis des Selbstverständnisses der Briten beiträgt.

Und jetzt kommt mein Bogen zum Rezept: nach der (tatsächlich höchst interessanten) Audioführung waren wir zum High Tea im Restaurant des Parlaments. Da gehen sonst die Abgeordneten essen, aber in der Sommerpause ist es für Besucher offen. Dort haben sie uns eine richtig stilechte Etagere serviert, mit allem, was dazugehört: Sandwiches, Törtchen und Scones. Das war ein tolles Erlebnis.

Ich hatte vor Jahren schon mal Scones gebacken, aber irgendwie waren sie so ein bisschen in Vergessenheit geraten. Jetzt habe ich nochmal zwei Varianten ausprobiert. Die waren beide so lecker, dass ich mich nicht für eine Sorte entscheiden wollte, und deswegen schreibe ich sie Euch beide auf.

scone-schoko

Schokoladen-Nuss-Scones (8 Stück)
280 g Mehl (ich habe Dinkelmehl genommen)
50 g Zucker
2 TL Backpulver
eine Prise Salz
90 g kalte Butter
120 ml Milch
1 Ei
100 g grob gehackte Zartbitterschokolade
60 g gehackte Nüsse (ich habe Haselnüsse genommen)

scone-himbeer

Sahne-Himbeer-Scones (8 Stück)
350 g Mehl (hier habe ich Weizenmehl genommen)
70 g Zucker
21/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
90 g kalte Butter
160 ml Sahne
1 Ei
180 g TK-Himbeeren

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen.
Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Butter in kleine Stücke schneiden und mit den Fingerspitzen ins Mehl reiben, bis die Mischung krümelig aussieht.
Milch (bzw. Sahne) und Ei verschlagen, in die Schüssel geben und nur so kurz mischen, dass die Zutaten sich gerade eben verbinden.
Dann Nüsse und Schokolade (bzw. Himbeeren) dazu geben.
Auf der Arbeitsplatte aus dem Teig einen Kreis von ungefähr 20 cm Durchmesser und 2 cm Dicke formen. Den Kreis wie einen Kuchen in 8 Stücke teilen (oder 8 runde Stücke ausstechen).
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 20 Minuten backen, bis sie etwas Farbe angenommen haben.

Die Zubereitung ist die gleiche für beide Sorten!
Tipp: Die Himbeeren unbedingt gefroren in den Teig rühren, damit sie nicht zermatschen.

Quelle: Cynthia Barcomi´s Backbuch

Schoko-Pavlova mit Kirschkompott

Pavlova ist ein Dessert mit Baiser und Früchten. Das weiß ich. Aber jetzt gerade, als ich angefangen habe, darüber zu schreiben, bin ich nochmal ins Nachdenken gekommen. Woher kommt denn eigentlich der Name Pavlova? Also habe ich für Euch nachgeschlagen und dabei lauter schöne kleine Entdeckungen gemacht.

„Schaumgebackenes aus Eischnee und Zucker“ – so lautet die Definition für Baiser. Und der Name ist Französisch für „Kuss“. Das passt doch eigentlich wunderbar zu dem zarten, süßen Gebäck. Irgendwie habe ich da noch gar nicht drüber nachgedacht…

Es kommt aber noch besser: früher sagte man in Deutschland „spanischer Wind“ dazu. Auch sehr schön! Da kann ich mich ja kaum entscheiden, welches mir besser gefällt.

Auf Französisch hingegen sagt man zu Baiser natürlich nicht Baiser (so wie man auf Englisch ja auch nicht Handy zu Handy sagt) sondern „Meringue“ (das kommt aus dem Polnischen und bedeutet „das Erstarrte“).

Zur Pavlova sagt das Gourmet Handbuch folgendes: Die 1934 in Australien kreierte Pavlova ist als großer Baiserkranz mit Früchte-Creme-Füllung als Dessert eines der wenigen internationalen Rezepte von dort.
Was irgendwie mehr über Australien sagt als über das Dessert, oder wie seht Ihr das?

Dieser Nachtisch ist auf jeden Fall oberlecker: schokoladig und fruchtig, knackig und cremig.

schokopavlova

Zutaten für 6 Personen:
4 Eiweiß (Klasse M)
1 Prise Salz
100 g Puderzucker
2 TL Aceto Balsamico
50 g Kakao

Belag:
2 Becher Sahne

1 Glas Kirschen (abgetropft, oder 400 g frische)
40 g brauner Zucker
250 ml Kirschsaft
15 g Speisestärke
1 EL Kirschwasser (wer mag)

Für das Baiser Eiweiß und Salz steif schlagen. Zucker nach und nach unter Rühren einrieseln lassen. Essig zugeben und noch kurz weiterschlagen. Kakao unterheben.

6 Teigkreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen, dabei die Seiten etwas höher aufstreichen.
Baiser im vorgeheizten Backofen bei 110 Grad Umluft auf der zweiten Schiene von unten 1 1/4 Stunde  trocknen lassen. Im ausgeschalteten Backofen bei geöffneter Ofentür abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit das Kompott herstellen. Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Mit Kirschsaft ablöschen und kochen, bis der Karamell gelöst ist. Stärke in etwas kaltem Wasser anrühren und in den kochenden Saft rühren. Kirschen und Kirschwasser unterrühren, in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen.

Sobald Baiser und Kompott abgekühlt sind, Sahne steif schlagen. Baiser vorsichtig vom Papier lösen und mit der Sahne füllen. Kompott darauf verteilen.

PS: Da ich an dem Abend nur 4 Desserts brauchte, habe ich 2 Baisers in einer Blech-Plätzchendose aufbewahrt. Am nächsten Tag waren sie immer noch top (wenn nicht sogar noch besser, weil sich noch ein klein wenig trockener geworden sind). Was den Umkehrschluss zulässt, dass sie sich schon gut am Vortag (oder zumindest am Vormittag) vorbereiten lassen.

 

Nachtrag!
Zum Glück gibt es auch noch Wikipedia:
Wer die Pavlova erstmals kreiert hat, ist seit Jahrzehnten zwischen Australien und Neuseeland umstritten. In Australien wird die Version favorisiert, nach der der deutschstämmige Herbert Sachse als Küchenchef des Hotels Esplanade in Perth diese Torte im Jahr 1935 erfunden und mit der Bemerkung „Es [das Baiser] ist leicht wie die Pavlova“ nach Anna Pawlowa benannt hat, wobei er sich von dem Tutu der russischen Balletttänzerin inspirieren ließ. Der Name Pavlova wurde in Neuseeland nachweislich schon 1927 benutzt, jedoch zunächst für eine andere Süßspeise. Die neuseeländische Anthropologin Helen Leach hat nach ausgiebigen Recherchen mehrere Belege dafür gefunden, dass die Torte bereits vor 1935 in Neuseeland bekannt war. In einem neuseeländischen Kochbuch aus dem Jahr 1929 ist ein Rezept für „Pavlova Cakes“ enthalten, die weitgehend der bekannten Pavlova entsprechen, mit dem Unterschied, dass es sich dabei um mehrere kleine Törtchen handelte. Ähnliche Rezepte erschienen in den folgenden Jahren, so dass davon auszugehen ist, dass Sachse nicht der Erfinder ist.

Von mir bekommt Ihr also heute genau genommen die 1929er Neuseeland-Version.

Schokocroissants

Eins meiner Mädels mag nur Kuchen mit frischem Obst. Also ein Rührteigboden mit frischen Erdbeeren, oder eine Himbeersahnetorte oder so etwas. Hauptsache, die Früchte waren nicht mit im Ofen – dann sind sie zu weich von der Konsistenz her (meine Tochter würde sagen: matschig).

Bei uns gibt es oft Obstkuchen, aber an Wochenenden, an denen nicht so viele Termine sind, schaue ich, dass ich eine schnelle Alternative fürs Mädchen zaubere. So sind am vergangenen Wochenende diese Croissants entstanden. Und? Voller Erfolg – endlich war ich mal wieder die beste Mama der Welt.

schokocroissants

Zutaten für 6 Croissants:
1 Rolle fertiger Blätterteig aus dem Kühlregal
1 Tafel Schokolade
1 Eigelb, 1 EL Milch

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Den Teig ausrollen und in 6 gleich große Rechtecke schneiden. Jeweils 1 Riegel Schokolade an die lange Seite legen. Ich habe jeweils noch ein Stückchen mehr genommen. Man sollte den Teig von den kurzen Enden her so gerade eben noch ein bisschen darüber klappen können.
Dann die Stücke ganz locker aufrollen. Das ist wichtig, damit der Teig schön blätterig aufgehen kann.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech leben (Naht nach unten). Das Eigelb mit der Milch verquirlen und die Päckchen damit einpinseln.

Etwa 15 Minuten backen, bis die Croissants goldbraun sind.

Übrigens haben auch die anderen Familienmitglieder kräftig zugeschlagen, und die Croissants (bzw. eigentlich müsste man von der Form her ja Pain au chocolat sagen, oder?) wurden für das nächste Wochenendfrühstück bestellt.

PS: Das Mädchen mag übrigens auch die Zitronentarte vom letzten Mal.

Käse-Schokokäse-Kuchen oder Kuhfleckentorte

Nein, dies ist kein Zupfkuchen. Beim Zupfkuchen besteht der Boden aus Schoko-Rührteig, und Flocken von diesem Rührteig werden dann in der Käsemasse dekorativ verteilt.

Mein Boden besteht aus Schoko-Mürbeteig und die Schokotupfen in der Füllung sind aus der Käsekuchenmasse.

Also, auch wenn das Ergebnis fast identisch aussieht – kleiner aber feiner Unterschied!

schokokäsekuchen

Zutaten für 1 Springform

Teig:
100 g Butter (kalt, in Stückchen)
250 g Mehl
1 EL Kakao
75 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei

Füllung:
100 g Butter (weich)
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier
750 g Quark (ich nehme Mager)
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
2 EL Kakao

Aus den Zutaten für den Teig einen Mürbeteig kneten, etwas flach drücken, in Frischhaltefolie einwickeln und ab damit für 1 Stunde in den Kühlschrank.

Für die Füllung Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Die Eier trennen. Eigelbe unter die Buttermasse rühren. Dann Quark und Vanillepudding untermixen. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Quarkmasse heben. Die Masse halbieren und die eine Hälfte mit Kakao vermischen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Eine Springform fetten. Den Teig ausrollen und in die Form legen. Dabei darauf achten, dass Ihr einen schönen Rand legt. Die Füllung fleckenartig einfüllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) eine Stunde backen. Bei Zimmertemperatur mindestens 2 Stunden abkühlen lassen, danach nochmal mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank. Am besten schon am Tag vor dem Kaffeeklatsch backen.

Was vom Feste übrigblieb… wurde zu Rumkugeln

Geht Euch das auch so? Kaum ist Weihnachten vorbei, kann ich keine Plätzchen, Lebkuchen oder Stollen mehr sehen (geschweige denn essen). Da kam mir das Rezept aus der Januar-Ausgabe der essen&trinken gerade recht: Rumkugeln aus Resten.

Und da die Zutatenliste sehr überschaubar ist, habe ich sie gleich getestet. Wirklich sehr lecker.

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Zutaten für etwa 12 Stück:
200 g Keksreste (trocken)
200 g Lebkuchen oder Stollenreste
40 ml brauner Rum
40 ml Espresso
100 g dunkle Schokolade
Schokoladenstreusel

Die Keksreste in einen Gefrierbeutel geben und mit der Kuchenrolle zerkleinern. Lebkuchen oder Stollen zerbröseln und mit den Kekskrümeln in eine Schüssel geben.
Rum und Espresso darüber geben und verrühren.
Die Schokolade grob hacken, schmelzen und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles gut vermischen.
Aus der Masse etwa 12 Kugeln formen, in den Streuseln wälzen und kühl stellen.
Fertig!

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Backen für Angeber – Schwarzwäldle

Vor einigen Tagen erreichte mich im Rahmen einer Blogger-Aktion das Buch „Backen für Angeber“ von Ruth Moschner. Ich hatte schon davon gehört, es aber noch nie in der Hand gehabt, deswegen habe ich mich sehr gefreut.

Festzuhalten ist: „Backen für Angeber“ und „Gäste ganz easy“ passen hervorragend zusammen: wie kann ich mit überschaubarem Aufwand (möglichst deutlich bevor die Gäste eintrudeln) großen Effekt erzielen? Schnell und leicht muss es sein – und geschmacklich und optisch „top“. Das passt genau in mein Konzept.

Beim Durchblättern des Buches musste ich auch gar nicht lange überlegen, welches Rezept ich ausprobieren würde. Da mein Co-Gastgeber ja aus dem Schwarzwald kommt, schrien die Schwarzwälder-Kirsch-Muffins sofort ganz laut „hier“.

Und die süßen kleinen Cupcakes haben dann auch die ganze Familie überzeugt – die können es locker mit der großen Torte aufnehmen.

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Der Teig ist sehr schön schokoladig und saftig. Darin verstecken sich reichlich Kirschen. Und das Topping ist eine gute Mischung aus süß und frisch, da Sahne mit Quark gemischt wird. Ebenso haben mich die überschaubare Zutatenliste und  Zubereitungszeit überzeugt: 20 Minuten für die Küchlein und dann nochmal 10 für das Topping ist ja nun wirklich gut machbar.
Dieses Rezept wird sicher in unser Repertoire aufgenommen.

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Zutaten für 12 Cupcakes
Teig:
200 g weiche Butter
200 g Zucker
4 Eier
200 g Mehl
50 g Back-Kakao
1 Prise Salz

Füllung:
1 Glas Kirschen
3 TL Speisestärke

12 TL Kirschwasser

Topping:
200 g Quark
50 g Puderzucker
200 g Sahne

Deko:
dunkle Raspelschokolade

Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen und dabei den Saft auffangen. 12 Kirschen für die Dekoration zur Seite legen. 1/2 Tasse Saft in einem Topf mit Speisestärke verrühren und zum Kochen bringen. Die Kirschen einrühren. Topf vom Herd nehmen und die Masse etwas abkühlen lassen.

Den Backofen auf Umluft 170 Grad vorheizen.

Butter mit Zucker schaumig rühren. Die Eier einzeln unterschlagen. Mehl, Kakaopulver und Salz mischen und unter den Teig heben. Ein Muffinbackblech mit Papierförmchen auslegen. Die Hälfte des Teigs einfüllen.
Die Kirschfüllung auf den Teig in die Förmchen geben und anschließend die zweite Hälfte des Teigs darauf verteilen (im Ofen verläuft der Teig dann noch etwas und bedeckt die Füllung).
20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit das Topping herstellen: Quark mit dem Puderzucker verrühren. Die Sahne steif schlagen und unterheben. Bis zur Verarbeitung kühl stellen.

Die gebackenen Muffins mit je 1 TL Kirschwasser beträufeln (das habe ich weggelassen, da Kinder mitgegessen haben, ich stelle mir das aber sehr lecker vor) und abkühlen lassen.

Die Quark-Sahne-Creme in einen Spritzbeutel füllen und jeweils eine großzügigen Haube auf die Küchlein setzen.
Mit geraspelter Schokolade und jeweils einer Kirsche toppen.

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