Kartoffelbowl

Die Kartoffelbowl aus im Ofen gerösteten Kartoffeln, Tomaten, Mozzarella und Pesto ist einfach und schnell gemacht. Da die Kartoffeln im Ofen von ganz alleine knusprig werden, braucht man lediglich 15 Minuten für die Zubereitung und muss nicht am heißen Herd stehen. Wenn das mal kein Sommeressen ist.

kartoffelbowl

Zutaten – ohne genaue Mengenangaben, je nach Anzahl und Hunger der zu fütternden Personen:
Kartoffeln
Cocktailtomaten
kleine Mozzarellakugeln
Pesto
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Basilikumblätter zur Deko

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
Die Kartoffeln je nach Größe in Stücke oder Spalten schneiden. In einer Schüssel mit Olivenöl vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Auf ein Backblech geben (eine Ecke für die Tomaten freilassen) und 30 Minuten backen.
Die Tomaten ebenfalls in etwas Olivenöl schwenken, mit auf das Blech zu den Kartoffeln geben und nochmal 10 Minuten backen.
Den Mozzarella abgießen und alle Zutaten in Schüsseln anrichten. Das Basilikum mit etwas Olivenöl glattrühren und darübergeben.
Mit Basilikum dekorieren.

Team Pasta oder Team Kartoffeln? Gremolata-Pesto für alle!

Kennt Ihr Gremolata? Das ist das Topping, das man oben auf Ossobuco streut: ein Gemisch aus feingehackter Petersilie, Knoblauch und geriebener Zitronenschale. Es verleiht dem Gericht eine wunderbar frische Note. Zufällig habe ich ein Rezept für Ossobuco auf dem Blog. Wen es interessiert, der kann mal hier klicken.
Schon beim Zubereiten von Gremolata kann ich gar nicht aufhören zu schnuppern – ich liebe den Duft der Mischung.

Ossobuco isst man aber ja (leider) nicht so oft. Dafür ist es doch ein bisschen aufwendig. Daher habe ich mir gedacht, ob man nicht eine etwas alltagstauglichere Verwendung für Gremolata finden könnte und habe ein Pesto daraus gemacht.

Ich habe es mit Nudeln und mit Kartoffeln ausprobiert, und beides schmeckte wirklich fantastisch.

gremolata pesto

Zutaten für 500 g Nudeln oder 1 kg Kartoffeln:

1 großes Bund Petersilie (ca. 70g ohne die dicken Stiele), kraus oder glatt ist egal
1-2 Knoblauchzehen (nach Geschmack)
100-120 ml Olivenöl
Saft von 1 Zitrone (am besten erstmal mit etwas weniger anfangen und dann nach Geschmack nachkippen)
etwas Salz und Pfeffer

Von der Petersilie die dicken Stiele abschneiden und in grobe Stücke schneiden. Knoblauch schälen und grob zerteilen.
Die Zutaten in einen hohen Rührbecher füllen und mit dem Pürierstab fein pürieren (ein Standmixer ist natürlich auch gut geeignet).
Mit Salz und Pfeffer würzen.

Wenn Ihr das Pesto für Kartoffeln nehmt, dann die weichgekochten und etwas abgekühlten Knollen am besten mit den Fingern grob zerdrücken/zerkleinern. So wird die Oberfläche der Stückchen etwas unregelmäßig und die Sauce bleibt besser haften. Noch etwas Salz zusätzlich für die Kartoffeln zugeben.

Zupfbrot mit Bärlauchpesto

Ein halbes dunkles Brötchen mit Wurst, ein halbes Brötchen mit Käse und Gurke, ein halbes helles Brötchen mit (roter) Marmelade, und das letzte Halbe mit Frischkäse und Honig. Ja, auch das gewohnte Frühstück ist schön (ich persönlich finde sogar, die entspannende Wirkung von Ritualen ist kaum zu überschätzen).
Aber so ein richtig gemütliches Brunch mit Freunden – das ist noch besser.

Das Zupfbrot (auf Englisch nennt man es übrigens Pull-apart-bread) hat eine tolle Form für Wochenend-Frühstücks-/Brunchrunden. Man sitzt lang zusammen, trinkt gemütlich noch einen Kaffee, Tee (oder Sekt) und kann sich immer wieder mal ein Scheibchen zum Snacken  – wie der Name schon sagt – abzupfen. Wunderbar!

Dazu passt übrigens super ein luftgetrockneter Schinken oder ein Stück Käse.

zupfbrot

Zutaten für den Hefeteig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser

Mehl mit Hefe, Zucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Wasser dazugeben und mit den Knethaken des Mixers und dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Mindestens eine Stunde abgedeckt gehen lassen.

In der Zwischenzeit das Pesto zubereiten.

2 Bund Bärlauch
75 g Pinienkerne
125 ml Olivenöl
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
1-2 TL Limettensaft

Bärlauch waschen, die Stiele abschneiden, grob zerschneiden und dann mit Öl und Pinienkernen im Mixer pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken.

Die spezielle Zupfbrotform bekommt ihr folgendermaßen hin:
den Teig etwa 1/2 Zentimeter dick ausrollen – Größe ungefähr 50×30 cm.
Die Kanten begradigen und in Streifen schneiden, die so breit sind wie Eure Kastenform.
Mit dem Pesto bestreichen und aufeinanderlegen. Jetzt die Streifen quer in Rechtecke schneiden.
Eine Kastenform fetten und die gestapelten Stücke hochkant nebeneinander in die Form setzen. D.h. mit der Schnittkante nach oben.

zupfbrot herstellung

Bei 180 Grad (Umluft) 30 Minuten backen.

PS: Man kann natürlich auch fertiges Pesto dafür nehmen.

PPS: Das Zupfbrot ist auch super als Beilage zum Grillabend.

PPPS: Dies ist mein Beitrag zum aktuellen „Ich backs mir“ von tastesheriff. Tolles Thema!

ichbacksmir

Dilemma-Fleischbällchen

Teil I:

Freitag – und ein Dilemma…

Freitag Abends koche ich ja immer etwas Schönes für meinen Mann und mich, und die Kinder werden mit Leberwurstbrot abgespeist. Heute Abend aber ist ein Kind zum Geburtstag eingeladen… und die anderen beiden haben Übernachtungsbesuch. Da kommt das mit dem Leberwurstbrot nicht so gut.
Andererseits habe ich nicht so große Lust, zwei komplette Mahlzeiten zu kochen. Das passt nicht richtig zum entspannten Reingrooven ins Wochenende – verzögert auch den Genuss des ersten Proseccos um nicht unerhebliche Zeit.

Meine Lösung für heute: ich mache Fleischbällchen. Die eine Hälfte ganz normal, die andere thailändisch angehaucht und ein bisschen scharf. Die Kinder bekommen dazu Kräuterbaguette und etwas Rohkost. Für die Großen röste ich das Gemüse im Ofen und mache noch ein Basilikum-Minz-Pesto dazu.

Das kann ich alles easy am Nachmittag vorbereiten und brauche es später nur noch in den Ofen zu schieben. Ganz so, wie es mir gefällt!

Und außerdem habe ich endlich mal wieder einen Beitrag für die Kategorie „Große und Kleine“, die ja bisher ein bisschen unterbelichtet ist.

Teil II:

So, heute ist schon Montag. Am Wochenende lag aber Schnee, und da das in Hamburg nicht so oft vorkommt (diesen Winter waren das bisher die einzigen Tage mit Schnee) konnte ich natürlich nicht am Rechner sitzen, Fotos bearbeiten und schreiben sondern musste eine Schneeballschlacht machen, Haufen auf der Einfahrt auftürmen und den Schlitten mit Kindern drauf die Straße entlang hinter mir her ziehen.

Außerdem werden ja im Moment vormittags immer die Australian Open übertragen (das Spiel Murray-Dimitrov war echt richtig gut).

Anyway – das Essen am Freitag war ein voller Erfolg. Deswegen hier noch die Details. So sah der Kindertisch aus:

kindertisch_fleischbällchen

Und das war das Gemüse für die Großen:

röstgemüse

Ich habe für uns beiden Hübschen 1 Pastinake, 1 mittelgroße Süßkartoffel, 1 Fenchel und 2 rote Zwiebeln klein geschnitten (Paprika und Möhren würden auch gut passen). Das habe ich dann in einer Schale mit 1 EL Olivenöl und etwas Salz vermischt, auf ein Backblech gegeben und 25 min bei Umluft 170 Grad geröstet.

Das Pesto sah so aus…

minzpesto

und  geht folgendermaßen:

1 Bund Minze und 1 Bund Basilikum grob zerkleinern
mit 25 g Pinienkernen
1 gehackten Knoblauchzehe
100 ml Olivenöl
und 50 g geriebenem Parmesan
in ein hohes Gefäß füllen und mit dem Pürierstab pürieren.
Mit 1/2 TL Salz würzen

Fleischbällchen

Für die Fleischbällchen habe ich 1 kg gemischtes Hack gekauft (für 2 Große und 4 Kleine), das habe ich mit 2 Eiern und 100g Semmelbröseln gemischt und dann in zwei Teile geteilt – für die Kinder etwas mehr.

Die eine Hälfte habe ich nur mit 1 TL Salz, etwas Pfeffer und einem großzügigen TL Senf gewürzt.

Die andere Hälfte habe ich mit 1 EL roter thailändischer Currypaste und 1 TL geriebener Limettenschale vermengt (kein Salz, das ist schon in der Paste enthalten).

Dann habe ich aus beiden „Teigen“ tischtennisballgroße Bällchen geformt und auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche verteilt.

Die Fleischbällchen sind nach 30 min bei Umluft 170 Grad gar und knusprig.

Heute regnet es übrigens schon wieder. Schade!

Nudeln mit rotem Pesto und Kräuterseitlingen

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben wir die Kinder abends mit einer Schüssel Grießbrei abgefüttert und ins Bett gesteckt, und dann gab es Essen für die Großen – lauter scharfe, ausgefallene Sachen mit Fisch, viel Gemüse und/oder teurem Fleisch.
Irgendwie funktioniert das nicht mehr…
Geht Euch das auch so?
Bei uns wird inzwischen immer zusammen gegessen, und danach dürfen die Kinder dann einen Film gucken, spielen… und die Eltern unterhalten sich weiter bei einer Flasche Wein (oder zwei, oder…).

Wenn man große und kleine Gäste gleichzeitig glücklich machen möchte, ist es oft gut, mehrere voneinander getrennte Komponenten vorzubereiten.
Meine Kinder lieben mein selbst gemachtes Pesto mit getrockneten Tomaten, gemahlenen Mandeln und Thymian.
Mit ein paar gebratenen Kräuterseitlingen wird daraus blitzschnell ein Essen, dass auch erwachsenen Ansprüchen genügt.

rotes pesto

Für das Pesto (für 500 g Nudeln):
100 g getrocknete Tomaten in Öl (abgetropft und grob gewürfelt)
ca. 80 g gemahlenen Mandeln
1-2 Knoblauchzehen, klein geschnitten
1 Bd. Thymian, die Blättchen von den Stielen zupfen
50 g geriebener Parmesan
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Alle Zutaten (vom Thymian nur die Hälfte und ohne Mandeln) in einem hohen Gefäß pürieren, evtl. noch 2-3 EL vom Tomatenöl zugeben. Die Mandeln unterrühren. Wenn das Pesto sehr fest ist, kann man später, wenn man die Nudeln kocht, noch einige EL vom Pastawasser zugeben.

Die Kräuterseitlinge (pro Person braucht Ihr ein schönes dickes Exemplar) werden in dünne Scheiben geschnitten. Während die Nudeln kochen, 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze ca. 5 min rundherum goldbraun anbraten.

Die fertigen Nudeln schüttet Ihr am besten zurück in den Topf und vermischt sie dort sofort mit dem Pesto. Die erwachsenen Teller garniert Ihr dann mit den Kräuterseitlingen und dem restlichen Thymian.

Natürlich funktioniert das Gericht auch mit anderen Pilzen, zum Beispiel Austernpilzen.