Schnelle Spaghetti mit getrockneten Tomaten und Kapern – nur 3 Zutaten

Ich habe ja schon mal darüber geschrieben, dass ich nicht gerne Pasta für Gäste koche, weil sich die so schlecht vorbereiten lässt. Dabei esse ich eigentlich wahnsinnig gern Pasta. Also habe ich ein paar Rezepte, die so schnell gemacht sind, dass der Besuch kaum merkt, dass man nochmal in der Küche verschwunden ist (siehe auch One-Pot Penne all´arrabbiata).

Die goldene Regel hierfür lautet: in der Zeit, die die Nudeln zum Kochen brauchen, muss auch die Sauce fertig werden.

Heute habe ich für Euch ein Rezept, dass sogar für unerwarteten Besuch geeignet ist, denn die Sauce besteht nur aus 3 (!) Zutaten: Kapern, getrocknete Tomaten und Tomatenmark. Das findet sich bei mir zumindest immer in der Speisekammer.

Zutaten für 4 Personen:

500 g Spaghetti
1 Glas Kapern
1 Glas getrocknete Tomaten (auch das Öl)
4 EL Tomatenmark
frisch geriebener Parmesan

Die Kapern abgießen und halbieren. Die Tomaten aus dem Glas angeln und in kleine Stückchen schneiden (das kann erledigt werden, während ihr das Nudelwasser zum Kochen bringt). Reichlich Öl aus dem Tomatenglas (ca. 5 EL) in eine große Pfanne geben, erhitzen und die Kapern und Tomaten etwas anbraten. Das Tomatenmark zufügen und gut mit den anderen Zutaten vermischen. Das dauert insgesamt etwa 3 Minuten.
Die gekochten und abgetropften Spaghetti in die Pfanne geben und alles ordentlich vermischen.
Zum Servieren frisch geriebenen Parmesan darüber streuen.

Fertig!

Eine Woche voller Salate: Leichter Kartoffelsalat mit Mais

Habt Ihr in diesen wunderbaren Sommertagen auch ständig Leute bei Euch auf der Terrasse hocken? Wir haben so viel Besuch im Moment. Oft ganz spontan, weil es einfach viel zu warm ist, um ins Kino zu gehen oder alleine daheim zu hocken und zu lesen. Ich fühle mich schon ganz meditarran. Herrlich!

Natürlich möchte ich meinen Gästen auch spontan gerne etwas zu Essen anbieten, und deshalb habe ich in den letzten Tagen und Wochen einige Salate ausprobiert, die nicht zu üppig für diese Temperaturen sind, für die man nicht viele Zutaten braucht, und die fix gemacht sind. Die besten möchte ich Euch diese Woche zeigen.

Den Anfang macht heute ein leichter Kartoffelsalat.

kartoffel mais salat

Zutaten für 4 Personen:
500 g Kartoffeln, gekocht, gepellt und in Scheiben geschnitten
250 g Cocktailtomaten
1 Glas Minimaiskolben (Einwage ca. 190 g)
50 g Kapernäpfel (oder Kapern)
1 Handvoll Kräuter (Basilikum, Oregano, Estragon – was Ihr gerade da habt)

Für das Dressing:
2 TL körmiger Senf
1 TL flüssiger Honig
2 EL dunkler Balsamico
3 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Tomaten halbieren oder vierteln, die Maiskölbchen längs halbieren, Kapernäpfel ebenfalls. Die Kräuter fein hacken. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen.
Die Zutaten für das Dressing ebenfalls gut vermengen. Über den Salat geben und servieren.

Essen wie im Restaurant – Vitello Tonnato

Bona sera ragazze! Packt die rot-weiß-karierte Tischdecke aus und stellt schon mal den vino kalt: mit dieser Vorspeise werdet Ihr Euch fühlen, wie in Eurem italienischen Lieblingsrestaurant! Antipasto ohne molto lavoro. Fantastico, oder?

vitello tonnato

Zutaten für 4 Personen:
400 g Kalbsrückensteak oder Kalbsfilet am Stück
Salz, Pfeffer
2 El Öl
195 g Tunfisch (aus der Dose)
100 g Vollmilchjoghurt
100 g Majonäse
20 g Schmand
2 TL Zitronensaft
80 g Kapern
3 Stiele Petersilie

Den Backofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Das Fleisch rundherum mit Salz und Pfeffer einreiben. Öl in einer Pfanne erhitzen und darin von allen Seiten anbraten. Fleisch aus der Pfanne nehmen, auf ein doppelt gefaltetes Stück Alufolie legen und darin einwickeln. Auf dem Rost auf der 2. Schiene von unten 25 Minuten garen. Aus dem Ofen nehmen. In der Folie 30 Minuten ruhen und abkühlen lassen.
Tunfisch in einem Sieb 10 Minuten abtropfen lassen. Dann in einem hohen Mixbecher mit Joghurt, Majonäse, Schmand, Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker, Zitronensaft und der Hälfte der Kapern mit 2-3 EL Kapernwasser (aus dem Glas) sehr fein pürieren. Nochmal abschmecken.
Petersilie fein hacken. Kalbfleisch in möglichst dünne Scheiben schneiden und leicht überlappend auf großen Tellern ausbreiten. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Tunfischsauce darauf verteilen. Petersilie und die restlichen Kapern darüberstreuen.

Ein Lob auf die einfachen Dinge und ein Rezept für Bohnensalat

Ich bin ja eine große Anhängerin der Theorie, dass die einfachen Dinge manchmal die besten sind. Essen muss nicht aufwendig sein. Wenn die Zutaten (und die Stimmung) stimmen, dann kann man aus wenigen Dingen einen wunderschönen Abend zaubern.

In diese Kategorie gehört auf jeden Fall mein Bohnensalat (na ja, eigentlich war es mal Jamies Bohnensalat, aber da ich ihn schon seit Jahren immer wieder mache, habe ich ihn adoptiert).

bohnensalat

Dieser einfache Bohnensalat, dazu ein paar Scheiben geröstetes Bauernbrot und ein Dip aus getrockneten Tomaten (zufällig habe ich einen auf meinem Blog ;-), bei Interesse hier klicken), ein Fläschchen fruchtiger, gekühlter Roséwein – fertig ist ein tolles Sommer-Terrassen-Essen mit Freundinnen

Zutaten für eine große Schüssel:

1 kg frische grüne Bohnen
1 halbe rote Zwiebel
1 Glas Kapern
2 TL Senf
3 EL Weißweinessig
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Die Bohnen putzen, evtl. halbieren und in Salzwasser etwa 10 Minuten kochen. Sie sollten noch etwas Biss haben.
Die Zwiebel in ganz feine Ringe schneiden.
Aus Senf, Essig und Öl ein Dressing anrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die abgetropften Bohnen, Zwiebel, Kapern und Dressing in einer großen Schüssel vermischen.

Der Salat schmeckt lauwarm ganz toll, funktioniert aber auch kalt.

Urlaub vom Leben – Pasta mit Spargelragout

Ihr kennt ja mein Lieblingsthema: ich plädiere gerne für mehr Geselligkeit. Öfter mal Freunde einladen, damit man Zeit hat in Ruhe über Gott und die Welt zu reden. Und den Alltag wenigstens einen Abend Alltag sein lassen kann.

Dafür braucht es kein High-End-Menü, sondern vor allen Dingen ein bisschen Zeit und gemütliche Atmosphäre.

In der Beilage „Stil leben“ der Süddeutschen Zeitung stand neulich dazu ein sehr witziger Artikel von Paul-Philipp Hanske:
„Je älter ich werde, desto besser werde ich bekocht – und desto schlechter werde ich unterhalten. Wenn ich bei Freunden eingeladen bin, bekomme ich nicht mehr Pasta, sondern Köstlichkeiten wie Oktopus-Sülze auf kalter Tomatensuppe.(…) Doch das kommunikative Niveau erreicht nicht annähernd das kulinarische.(…) Noch schlimmer sind die Diskussionen über Kinderkrankheiten und die Aufteilung der Erziehungsarbeit. Wichtige Probleme, keine Frage. Wenn wir darüber reden, begeben wir uns aber wieder in genau den Alltag, aus dem wir gerade fliehen wollen. Der Sinn eines schönen Dinners besteht doch gerade darin, Urlaub vom Leben zu nehmen.“

Genau! Mein! Reden!

In diesem Sinne habe ich heute für Euch ein einfaches Pasta-Spargel-Rezept, damit Ihr bei der nächsten Dinner-Einladung nicht schon gestresst aus der Küche kommt, sondern Euch über Eure Gäste freut und einen Abend „Urlaub von Leben“ nehmen mögt.  Das Ragout könnt Ihr übrigens ohne Probleme schon vorkochen.

pasta mit spargelragout

Zutaten für 4 Personen:

1 kg weißer Spargel
etwas Butter
1 große Zwiebel
2 EL Kapern
300 ml Kochsahne
1 Bund frische, glatte Petersilie
1 Bund Estragon
70 g Parmesan
400 g Nudeln

Den Spargel schälen, die Enden abschneiden und schräg in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. In wenig Salzwasser 5 Minuten kochen. Beim Abgießen 300 ml Spargelwasser auffangen.

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden.
In einem breiten Topf die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anbraten. Spargel und Kapern hinzufügen. Mit dem Spargelwasser und der Sahne aufgießen und mit Salz und Pfeffer würzen. Bei hoher Hitze die Sauce cremig einkochen lassen.

In der Zwischenzeit die Nudeln bissfest kochen, die Kräuter fein hacken und den Parmesan reiben.
Den Herd runterschalten, Kräuter und die Hälfte vom Parmesan in die Sauce rühren. Die abgetropften Nudeln untermischen.

Zum Servieren mit dem restlichen Parmesan bestreuen.

PS: Der Autor empfiehlt übrigens Trinksprüche gegen langweilige Tischrunden. Damit habe ich allerdings keine Erfahrung. Von Euch jemand?