Meine erste Pokébowl und meine erste Blogparade: Lieblingsessen für Gäste

Hallo Ihr Lieben, erstmal wünsche ich Euch allen ein frohes neues Jahr!

Neues Jahr – neue Projekte: ich starte heute meine erste Blogparade. Das Thema liegt nahe – ich möchte gerne von Euch wissen, was Ihr am allerliebsten für Besuch kocht.

Gibt es einen Klassiker, den Ihr seit Jahren schon immer wieder kocht (und Eure Gäste freuen sich schon, weil sie genau wissen, was es Leckeres geben wird), seid Ihr eher experimentierfreudig und habt in den Ferien etwas Neues ausprobiert? Kocht Ihr einfach oder aufwändig? Fleisch oder vegetarisch? Woher habt Ihr Eure Rezepte? Gibt es eine Geschichte zum Gericht? Oder eine Anekdote zum lustigsten Abendessen, das Ihr je veranstaltet habt?

Ich mache mal den Anfang mit etwas Trendigem, das ich zum ersten Mal ausprobiert habe: eine Pokébowl.

Nach dem ganzen Weihnachtsessen hatte ich das dringende Bedürfnis nach etwas Frischem. Außerdem sind Bowls super, um viele Esser mit verschiedenen Vorlieben glücklich zu machen. Wenn man alle Komponenten einzeln auf den Tisch stellt, kann sich jeder seine eigene Kombi zusammenstellen. Ich führe deshalb im Rezept immer noch ein paar Alternativen auf.

Zutaten (in etwa für 4 Personen):

Basis:
250 g Sushireis (oder ein anderer Rundkornreis), nach Packungsanweisung kochen,
mit 2 EL Reisessig, 1 EL Zucker und 1 TL Salz würzen
Alternative: Quinoa oder Glasnudeln

Protein:
400 g ganz frisches Lachsfilet, in Würfel schneiden, mit 1 EL Sojasauce, 1 EL Sesamöl und 2 feingeschnittenen Lauchzwiebeln marinieren
Alternative: roher Thunfisch, gebratenes Hühnchen mit Teriyakimarinade oder Tofu

Toppings (3-4 verschiedene pro Bowl):
geraspelte Möhren, Avocado, fein geschnittener Rotkohl, gewürfelte Salatgurke, Mango, Wakame-Salat, Radieschen, Edamame… whatever you like
Den Rotkohl habe ich mit 1 EL Weißweinessig, 1 EL Sonnenblumenöl, etwas fein geschnittenem Ingwer und 1/2 TL Salz mariniert; die gewürfelte Salatgurke mit 1 EL Weißweinessig und 1 EL Chilisauce:
erlaubt ist, was gefällt

Sauce:
2 EL Mayo, 4 EL Joghurt, ca. 1 EL Wasabipaste (je nach Schärfegrad)

Crunch (1 pro Bowl):
geröstete, gesalzene Erdnüsse (gehackt), geröstete Kokoschips, schwarzer und/oder weißer Sesam, Wasabierbsen

Noch ein paar Worte zum Blogevent:
Alles ist erlaubt. Brunch oder Abendessen… Vorspeise, Snack, Hauptgang oder Dessert… Eintopf oder 4-Gänge-Menü… Kuchen/Torten…
Ich freue mich schon auf Eure Gerichte und Anekdoten zum Thema „Besuch“ und viele neue Inspirationen!

Und so funktionierts:
Die Blogparade läuft bis zum Ende des Monats, d.h. bis zum 31. Januar.
Bis dahin könnt Ihr mir den Link zu Eurem Beitrag in die Kommentare schreiben. Wenn möglich, sollten es aktuelle Beiträge sein.
Bitte denkt daran, das Paraden-Logo einzubauen und auf diesen Artikel zu verlinken.

Für alle, die mitmachen möchten und keinen eigenen Blog haben gilt: schickt mir einfach eine Email mit Text und Foto.

Und wenn Ihr einfach nur eine lustige Geschichte zu erzählen habt, könnt Ihr die natürlich auch gerne in den Kommentaren teilen. Ich freue mich über jeden Beitrag

Im Februar werde ich eine Zusammenfassung online stellen.

So long, Eure Stefanie

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Der schnellste Dip ever: Chili-Frischkäse

Gestern Abend war meine Tennismannschaft zu Besuch für ein gemütliches herbstliches Weintrinken und quatschen. War wie immer sehr lustig mit Euch, Ladies! Danke!

Tennis ist neben Küchen-und Kinderkram mein anderes großes Hobby, und ich bin immer wieder so froh, dass ich ein bzw. genau dieses Hobby habe. Es tut einfach gut, mal das ganze Alltagszeug für eine Weile zu vergessen und sich nur auf diese kleine gelbe Filzkugel zu konzentrieren. Auch das Erlebnis von Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung, wenn wir zu gemeinsam zu Wettkämpfen fahren, gibt mir jedes Mal wieder ein gutes Gefühl und Energie. Und nicht zuletzt können sportliche Erfolge ja auch sehr befriedigend und ein Booster fürs Selbstwertgefühl sein.

Aber jetzt bin ich wohl ein bisschen abgedriftet…

Eigentlich wollte ich nämlich nur eine kleine Snackidee mit Euch teilen für solche Abende, an denen man zwar nur auf ein Glas Wein einlädt, aber wo man trotzdem gerne eine Kleinigkeit auf den Tisch stellen möchte.

chili frischkäse dip

Man nehme ein Päckchen Frischkäse und gieße dekorativ etwas Sweet Hot Chili Sauce darüber. Dazu ein paar Kräcker/Baguette/Gemüsesticks – fertig. Funktioniert natürlich auch mit jeder Art von Chutney und kommt immer gut an.

Schönes Wochenende!

Bärlauch-Aufstrich aus nur 3 Zutaten

Heute gibt es mal wieder ein Rezept aus der Turboküche. Ein toller saisonaler Brotaufstrich (der sich natürlich auch als Dip für Gemüsesticks eignet), für den Ihr garantiert weniger als 5 Minuten braucht. Schmeckt grandios auf geröstetem Sauerteigbrot.

bärlauch aufstrich dip

ca. 16 Blätter Bärlauch, in grobe Stücke geschnitten
150 g Schmand
100 g Fetakäse, zerkrümelt
Salz und Pfeffer

Bärlauch, Schmand und Schafskäse in einen hohen Mixbecher füllen und pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig!

Universal-Weihnachts-Beilage: Rosenkohl mit Maroni vom Blech

Egal, ob es bei Euch dieses Jahr zu Weihnachten Gans gibt, oder ein Rinderfilet oder vegetarische Rouladen, diese Beilage passt einfach immer (und kann deshalb auch schon mal alternativ für den nächsten Geburtstag vorgemerkt werden).  Rosenkohl und Esskastanien werden mit etwas Knoblauch auf dem Blech im Ofen geröstet und entfalten dort ganz wunderbar ihre Aromen: der Rosenkohl herb (und nicht so intensiv wie gekocht) und die Maroni nussig-süß.

rosenkohl maroni blech

Lecker! Und dabei so einfach zu machen. Den Rosenkohl könnt Ihr schon vormittags putzen und mit den Maroni in einer Schüssel aufbewahren. 25 Minuten vor dem Essen schiebt Ihr dann einfach das Blech in den Ofen. Das klappt auch, wenn noch ein Schmortopf drin steht – der Rosenkohl macht sich ja dünn.

rosenkohl maroni

Zutaten für 6 Personen:
750 g Rosenkohl
200 g vorgegarte vakuumierte Maronen
1 Zehe Knoblauch
Salz, Pfeffer
ein Spritzer Zitronensaft
etwas Thymian (frisch oder getrocknet)
Olivenöl

Den Rosenkohl putzen und größere Knollen halbieren. Die Maronen ebenfalls halbieren. Knoblauch fein hacken. Alle Zutaten in einer großen Schüssel gut vermischen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei Umluft 160 Grad 25 Minuten rösten.

#Restezauber-Aktion: Asiatischer Bratreis

Wisst Ihr eigentlich, wie viele Lebensmittel wir im Durchschnitt jährlich im Mülleimer versenken? Jeder von uns wirft pro Jahr durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg – das entspricht etwa zwei vollgepackten Einkaufswagen. Aufs ganze Land hochgerechnet ergibt das einen gewaltigen Berg von 6,7 Millionen Tonnen. Ist das nicht eine unglaubliche Menge?
Dabei macht Obst und Gemüse fast die Hälfte des Lebensmittelabfalls aus.

Wenn man oft für Gäste kocht, dann sind Reste natürlich immer ein Thema. Man will ja nicht zu wenig haben für die Runde – um Himmels willen muss bloß jeder satt werden. Das führt in der Regel dazu, dass Dinge übrig bleiben. Und die sind im wahrsten Sinne des Wortes „zu gut für die Tonne“.
Ich habe hier auf dem Blog schon öfter darüber geschrieben, dass es mir schwerfällt, Essen wegzuwerfen, und wie ich meine Reste weiterverwerte – und jetzt gibt es einen Blogwettbewerb des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zum dem Thema. Super! Ich bin dabei!

Vielleicht hat ja auch noch der eine oder andere von Euch Lust, an der tollen Aktion teilzunehmen. Bis zum 15. Oktober könnt Ihr noch Eure Ideen einreichen.

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Zu gewinnen gibt es sogar auch etwas: es gibt 4x eine #Restezauber-Tour durch Berlin für je 2 Personen mit Anreise und einer Hotelübernachtung.

Nähere Informationen findet Ihr auf der Aktionswebseite des Ministeriums.

Ich habe Euch für Euch ein Rezept für asiatischen Bratreis. Der eignet sich perfekt, um gekochten Reis und Gemüsereste zu verwerten. Bei mir bleibt oft Kohl übrig, denn die Köpfe sind ja meistens so groß, dass man selbst für 6 Leute keinen ganzen braucht. Außerdem finden sich meistens noch ein paar Lauchzwiebeln im Gemüsefach. Ihr könnt aber auch jedes andere Gemüse nehmen, das Ihr im Kühlschrank habt – und dabei ist es überhaupt nicht schlimm, wenn es schon etwas angeschrumpelt ist. Das tut dem Geschmack keinen Abbruch.

restezutaten

Zutaten für 2 Personen:
2 EL Öl
250 g gekochter Reis
ca. 1/8 Kopf Wirsing
2 Lauchzwiebeln
1/2 Paprika
(wenn Ihr mögt etwas frischen oder eingelegten Ingwer, fein gehackt)
3 Eier
3 EL Sojasauce

Wirsing, Lauchzwiebeln und Paprika in feine Streifen schneiden. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Zunächst den Wirsing eine Minute anbraten, dann Lauchzwiebeln und Paprika (und evtl. Ingwer) zufügen und zwei Minuten weiterbraten. Das Gemüse sollte noch Biss haben.
Reis ebenfalls zufügen und weitere drei Minuten braten.
Die Eier verschlagen und Sojasauce unterrühren. Dann die Eiermischung in die Pfanne geben und so lange rühren, bis die Eier vollständig gestockt sind.
Sofort servieren.

asia bratreis restezauber

 

PS: Und hier könnt Ihr Euch ansehen, was ich (fast) immer aus übrig gebliebenen Eigelb mache, wenn ich zum Beispiel einen Kuchen mit Baiser gebacken habe.
Meine Familie liebt diese Spaghetti Carbonara!

Guten Appetit!

Ossobuco

Dieses Rezept ist ein Klassiker aus der Kategorie „Kochen für Angeber“. Es kocht sich quasi von alleine und schmeckt fantastisch. Genau das Richtige also, um die Verwandtschaft an Weihnachten zu beeindrucken, ohne stundenlang in der Küche stehen zu müssen.

ossobuco

Zutaten für 4 Personen:
4 Kalbsbeinscheiben (es kann gut sein, dass eine dicke Scheibe bis zu 400g wiegt – keine Angst, das ist in Ordnung, es ist ja ein dicker Knochen in der Mitte)
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
2 EL Mehl
2 EL Öl, 1 EL Butter
1/2 l Weißwein
2 Zwiebeln
250 g Möhren
1/2 Staudensellerie
300 g Tomaten

Gremolata:
1/2 Bio-Zitrone
3 Knoblauchzehen
1 Bund glatte Petersilie

Die Fleischscheiben abspülen und trocken tupfen. Falls Hautränder dran sind – einschneiden. Sonst wölbt sich das Fleisch beim Anbraten. Die Scheiben salzen, pfeffern und in Mehl wenden.
Öl und Butter in einem Schmortopf erhitzen und das Fleisch darin von beiden Seiten braun anbraten. Wein zugeben und im geschlossenen Topf etwa 1 Stunde bei geringer Hitze schmoren lassen.
Zwiebeln, Möhren und Sellerie grob würfeln. Tomaten häuten und ebenfalls würfeln. Dann alles zusammen zum Fleisch geben und 1 Stunde weiterschmoren.

Für die Gremolata: Die Zitrone heiß abspülen und trocken reiben. Die Zitronenschale abraspeln. Knoblauch und Petersilie fein hacken. Alles vermischen.

Den Schmorsud im Topf kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Gremolata kurz vor dem Servieren auf das Ossobuco streuen.

Dazu passt: Risotto milanese (das schlichte, nur mit Safran… Braucht Ihr dafür noch ein Rezept?) oder einfach Ciabatta.

Wie Ihr seht, kommt das Gericht mit einer sehr übersichtlichen Zutatenliste aus – daher ist es wichtig, dass Ihr gute Qualität einkauft. Fleisch, Wein (nehmt am besten den Wein, den Ihr auch hinterher zum Essen trinken wollt) und Gemüse (Tomaten!) sollten schon von sich aus aromatisch sein, dann stimmt auch das Endergebnis.