5 Gründe für One Pot Pasta – und ein Rezept mit Artischocken und Oliven

Ihr habt noch nie One Pot Pasta gekocht? Ihr wisst auch eigentlich gar nicht so genau, warum Ihr das mal ausprobieren sollt? Das kann ich Euch sagen:

  1. Man kann alle Zutaten entspannt am Morgen schnippeln und sich dann erstmal anderen wichtigen Dingen des Lebens widmen.
    Sport, Wellness, der Zeitung, Netflix, spielen mit den Kindern oder was Euch sonst noch so einfällt.
  2. One Pot Pasta ist perfekt für Gäste.
    Es ist so unkompliziert, dass Ihr garantiert nicht von den Vorbereitungen gestresst sein werdet. Außerdem ist One Pot Pasta ja immer noch ein kleines bisschen ungewöhnlich und sorgt erstmal für Gesprächsstoff („Doch, das funktioniert wirklich“, und so).
    Das setzt allerdings voraus, dass Eure Gäste nette alte Freunde sind. Zum Geburtstag der Schwiegermutter würde ich mir wahrscheinlich auch etwas anderes überlegen.
  3. Alle One Pot Pasta Rezepte sind wunderbar wandelbar.
    Ihr könnt die Brühe durch Sahne oder Milch ersetzen, Gemüsereste aus dem Kühlschrank finden hier Verwendung. Die Pasta funktioniert auch mit Fleisch, ohne dass Ihr es vorher anbraten musst. Gewürzt wird mit Kräutern, die Ihr am liebsten mögt.
  4. Es braucht nur einen Topf.
    Der Abwasch bleibt also sehr übersichtlich.
  5. Man kann beim Kochen entspannt Wein trinken, weil es so einfach ist – da kann nichts schief gehen.

Überzeugt?
Heute habe ich für Euch eine vegetarische Variante mit Artischocken und Oliven. Probiert es mal aus.

one pot artischocke

Zutaten für 4 Personen:

500 g Nudeln
2 Dosen/Gläser Artischockenherzen
100 g Oliven
1 Zehe Knoblauch
1 Liter Gemüsebrühe
125 g Ziegenfrischkäse
Salz und Pfeffer
1 Bund Schnittlauch oder Petersilie

Die Artischockenherzen in grobe Stücke schneiden, Oliven in Ringe, den Knoblauch fein hacken.
Das Gemüse zusammen mit Brühe und Nudeln in einen großen Topf füllen. Zum Kochen bringen. Dann die Temperatur etwas herunterschalten und mit offenem Deckel so lange weiter köcheln lassen, bis die Nudeln weich sind und die Brühe fast komplett aufgesogen ist (etwa 10 Minuten). Dabei ab und zu umrühren, damit sich nichts am Boden absetzt.
Ich habe übrigens Vollkornnudeln genommen, damit es noch etwas gesünder ist.
In der Zwischenzeit Schnittlauch oder Petersilie hacken.
Den Ziegenkäse unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Kräuter unterziehen und sofort servieren.

Dazu passt ein großer grüner Salat.

collage one pot artischocke

Dieses Rezept ist mein Beitrag zur neuen Aktion „Alle lieben Pasta“ von Tastesheriff. Nachdem sie die lange monatliche „Ich backs mir“-Blogparade aufgegeben hat, hat sie nun ganz neu die Nudelnummer gestartet. Ich find´s super und werde sicher öfter dabei sein.

Schnelles Dinkelbrot mit Körnern

Brot backen ist mir zu aufwendig.
Da braucht man so viele Zutaten.
Der Teig muss ewig gehen, das dauert mir zu lange.
Die Kruste wird bei mir nie knusprig.

Findet Ihr Euch hier wieder?

Vergesst alle Eure Vorurteile über Brot backen! Hier kommt ein 5-Minuten-Rezept mit Gelinggarantie für ein gesundes Brot mit knuspriger Kruste und lockerem Innenleben.

dinkelbrot

500 g Dinkelvollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Salz
80-100 g gemischte Körnchen nach Geschmack
500 ml warmes Wasser
1 EL dunkler Balsamico
2 EL Haferflocken

Mehl, Hefe, Salz und Körner in einer großen Schüssel vermengen. Wasser und Balsamico (der ist eigentlich nur für die Farbe) zugießen und mit einem großen Löffel zu einem Teig verrühren. Kneten ist nicht notwendig – der Teig ist relativ flüssig und klebrig.

Eine Kastenform einfetten und 1 EL Haferflocken auf dem Boden der Form verteilen. Den Teig mit einem Schaber hineingleiten lassen. Mit den restlichen Haferflocken bestreuen.

Jetzt die Form in den kalten Ofen schieben. Ein Schälchen mit Wasser auf den Boden stellen – das macht eine schöne Kruste – und bei 200 Grad Ober-/Unterhitze eine Stunde backen.

One Pot Pasta: Mac and Cheese meets Grünkohl

Gestern war Gäste ganz easy mal selber eingeladen: nämlich bei Jankes*Soulfood. Schaut doch mal bei Ihr vorbei, wenn Ihr Lust habt. Seit zweieinhalb Jahren schon verbloggt Janke dort familientaugliche Rezepte aus frischen, saisonalen Zutaten.

Ich habe Janke zum Soulfood Tuesday ein schnelles, leckeres Pastagericht mitgebracht.

Kennt Ihr Mac and Cheese? Wahrscheinlich schon, oder? Jedem, der schon mal in die USA gereist ist, dürfte es dort über den Weg gelaufen sein – es steht auf der Speisekarte fast jeden Diners und ist auch als schnelles Familien-Abendessen sehr beliebt.

In Deutschland hat es sich interessanterweise nie so richtig durchgesetzt – obwohl wir doch so viel aus der US-Küche übernommen haben.

Ich habe neulich das amerikanische Original mit einer urdeutschen Zutat gekreuzt und eine Variante mit Grünkohl ausprobiert. Und? Rausgekommen ist Seelenfutter vom Feinsten. Deftig, sättigend und trotzdem noch ein bisschen gesund, denn Grünkohl ist ja eine echte Vitaminbombe.

grunkohl_macandcheese

Gekocht habe ich das Gericht als One Pot Pasta, so dass die Zubereitungszeit nur 15 Minuten beträgt. Genau das Richtige Essen also nach einem Herbstspaziergang oder im Skiurlaub.

Zutaten für 2 Personen:
200 g kurze Nudeln
1 Zwiebel, fein gewürfelt
3 große Hände voll frischem Grünkohl, grob gehackt
250 ml Milch
250 ml Gemüsebrühe
2 TL mittelscharfer Senf
80 g geriebener Bergkäse

Nudeln, Zwiebel, Grünkohl, Brühe und Milch in einen breiten Topf geben und die Flüssigkeit zum Kochen bringen. Mit offenem Deckel 10-12 Minuten langsam vor sich hin köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit sich nichts am Boden absetzt. Wenn die Flüssigkeit schon verdampft ist, und die Nudeln noch nicht ganz weich sind, noch etwas Milch oder Brühe zugießen.
Dann den Senf unterrühren. Zum Schluss den geriebenen Käse einstreuen und unterrühren, bis er geschmolzen ist. Sofort servieren.

grunkohl_macandcheese2

Ofenrisotto mit Salsiccia und Radicchio

Gerade beim Tippen der Headline musste ich so lachen: italienische Sprache – schwierige (Aus-)sprache…

Das eine mit zwei c, das andere mit zwei c und h! Erinnert an Zucchini, Gnocchi und Stracciatella. Also wie jetzt? Salsikia? Raditschio? Nein, genau andersherum. Der Co-Gastgeber spricht zum Glück fließend italienisch und erklärt mir die Regel: wenn ein h dem c folgt, dann wird es wie ein k gesprochen. Ohne h ist das c ein Zischlaut (in diesem Fall tsch). Aller klar? Zum Glück ist Risotto echt einfach.

Noch kurz zur Qualität der Fotos. Am Wochenende war ich Gastgeberin BEI Freunden. Als Dankeschön dafür, dass wir mehrere Tage sehr nett beherbergt wurden, habe ich am Freitag abend für alle gekocht. Fotos konnten deswegen nur schnell mit der Handykamera aufgenommen werden. Das Rezept wollte ich Euch aber trotzdem nicht vorenthalten. Hat aber was, finde ich.

radicchiorisotto

Zutaten für 4 Personen:
ca. 200g Salsiccia (bei mir waren es 2 dicke Würstchen)
1 Zwiebel
2 EL Öl
1 Kopf Radicchio
3 Zweige Thymian
300 g Risottoreis
900 ml Gemüsebrühe
30 g Butter in Flöckchen
50 g Parmesan

Die Wurstpelle längs aufschneiden und das Brät der Würstchen auf einen tiefen Teller drücken. Mit einer Gabel etwas auflockern/zerkrümeln.
Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden.
Öl in einer Pfanne erhitzen, das Brät hineingeben und scharf anbraten. Dabei weiter etwas „zerkrümeln“. Die Zwiebel zufügen und kurz mitbraten.
Den Radicchio vierteln, den Strunk entfernen und in schmale Streifen schneiden. Die Thymianblättchen von den Stielen zupfen. Dann alle Zutaten (bis auf den Parmesan) in eine Auflaufform füllen. Mit Alufolie abdecken und bei Umluft 160 Grad etwa 40 Minuten garen.
Die Form herausnehmen, einige Minuten kräftig durchrühren, bis alle Flüssigkeit aufgesogen ist. Mit geriebenem Parmesan servieren.

Nachtisch gab es auch. Das Rezept kommt morgen.