Wie mache ich einen richtig guten Salat? Und ein Rezept für Taboulé mit Wassermelone

Habt Ihr Euch schon mal Gedanken über Salat an und für sich gemacht? Was schmeckt  besonders gut? Was passt zusammen? Ich habe Euch ein kleines Schaubild gebastelt. Quasi eine Art Baukasten, mit dem Ihr etwas experimentieren könnt. Natürlich muss man nicht immer alle Komponenten benutzen. Vor allem nicht, wenn der Salat eine Beilage sein soll, denn dann hält man ihn lieber ein bisschen schlichter.
Aber wenn Ihr Lust habt auf so eine richtig üppige Schüssel, dann könnt Ihr Euch hier ganz gut dran orientieren.

salat

Und dann wäre da ja noch das Thema mit dem Dressing. Da kann man sich natürlich auch austoben. Hättet Ihr Interesse an einem Post über Salatsaucen?

Und jetzt gibt es erstmal das nächste Rezept aus meiner Salatwoche: Den klassischen Taboulé, den nordafrikanischen Couscous-Salat, bereitet man ja eigentlich mit Tomaten zu. Hier werden die Tomaten durch eine große Portion Wassermelone ersetzt, wodurch der Salat noch frischer wird.

taboule melone

Zutaten für 4 Personen:
125 g Couscous
1-1,5 kg Wassermelone
1/2 Salatgurke
reichlich Petersilie (1 Bund) und Minze (1 kleines Bund)
3 EL Olivenöl
Saft von einer Zitrone
Salz und Pfeffer

Den Couscous nach Packungsanweisung zubereiten. Mit einer Gabel auflockern und etwas abkühlen lassen.
Die Wassermelone in Würfel schneiden. Gurke längs vierteln und ebenfalls in Würfel schneiden. Die Kräuter von den Stielen zupfen und klein hacken.
Alles in einer großen Schüssel mischen.
Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer zu einer Vinaigrette verquirlen und über den Salat gießen.

Surf´n´Turf Couscous – und warum ich Onepot-Gerichte so liebe

Heute habe ich mal wieder ein ganz schnelles Gericht für Euch, das in einem Topf zubereitet wird.
Wenn Ihr die Zutaten alle schon im Voraus schneidet und bereit legt, dann ist das Ganze in 15 Minuten auf dem Tisch.
Und nicht nur die Vorbereitung geht ganz fix, sondern auch der Abwasch! Dafür liebe ich Onepot-Gerichte einfach!

Ich habe den Topf neulich ausprobiert, als ein befreundetes Pärchen zu Besuch war. Wir haben einen Salat vorweg gegessen, und dann habe ich mich schnell mit meiner Freundin und meinem Weinglas in die Küche verkrümelt. Perfekt, wenn es zwanglos sein darf.

Klassisches Surf and Turf macht man natürlich eigentlich mit Rindersteak, aber ich finde die deftige, pikante Chorizo geht durchaus in der der Kategorie „Turf“ durch.
Mein lieber Co-Gastgeber hat sich sogar hinreißen lassen, das Gericht als einen seiner all-time-favourites zu titulieren.

surf and turf

Zutaten für 4 Personen:
4 Chorizowürstchen
1 rote Zwiebel
1 EL gehackter Rosmarin
3 EL Olivenöl
225 g Garnelen (TK)
350 g Couscous
700 ml Gemüsebrühe
1 Bund Petersilie
100 g Babyspinat
Salz und Pfeffer

Die Chorizowürstchen in Scheiben schneiden. Zwiebel würfeln und Garnelen auftauen lassen.
Das Öl in einer tiefen Pfanne oder einem schweren Topf erhitzen. Chorizo, Zwiebel und Rosmarin bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Wurstscheiben etwas gebräunt sind. Hitze runterschalten. Couscous, Gemüsebrühe und Garnelen zufügen und etwa 5-8 Minuten quellen lassen, bis der Couscous die Brühe aufgesogen hat. Dabei gelegentlich umrühren. In der Zwischenzeit die Petersilie klein hacken. Zum Schluss Petersilie und Spinat unterrühren und mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Sofort servieren.

Couscoussalat mit Garnelen

Darüber freuen sich die Mädels garantiert. Oder auch die Mama, wenn man sich endlich mal wieder einen gemütlichen Abend machen kann 😉

couscousmitgarnelen

Zutaten für 4 Personen:

250 g TK-Garnelen
3 EL Pinienkerne
2-3 Zwiebeln
1 Bund glatte Petersilie
4-5 EL Olivenöl
250 g Couscous
75 g Rosinen
Saft von 2 Limetten
Salz, Pfeffer
1 Knoblauchzehe, in feine Würfelchen geschnitten

Garnelen auftauen lassen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Petersilie grob hacken.
1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig anbraten. 300 ml Wasser und 1/2 TL Salz zufügen, aufkochen lassen. Couscous und Rosinen einrühren. Vom Herd nehmen und etwa 5 Minuten quellen lassen. Etwas abkühlen lassen, in eine Schüssel umfüllen und mit einer Gabel auflockern.
Limettensaft mit Salz, Pfeffer und Olivenöl zu einer Marinade mischen. Mit Pinienkernen und Petersilie unter den Couscous mischen.
1 EL Öl erhitzen. Garnelen darin 2-3 Minuten anbraten. Knoblauch kurz mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Couscoussalat mit den Garnelen servieren.

Entspannte Ostern, die dritte: Lammkeule Casablanca plus Lesetipp

Freitag Abend: 3 Gänge für 10 Personen – und trotzdem habe ich am Nachmittag sogar noch das Buch fertig gelesen, das mich in den letzten Wochen wirklich sehr beschäftigt hat. Aber dazu später mehr…

Passend zur Jahreszeit gab es Lammkeule als Hauptgericht – nordafrikanisch angehaucht mit Kichererbsen und Ras el Hanout. Ras el Hanout heißt frei übersetzt „Chef des Ladens“ und hat seinen Ursprung wahrscheinlich daher, dass jeder Inhaber eines marokkanischen Gewürzladens seine persönliche Mischung hergestellt hat. Die Mischung, die ich zu Hause verwende, beinhaltet Curry, Koriander, Cumin, Paprika, Salz, Fenchel, Piment und Pfeffer.

Das zarte Lammfleisch zusammen mit der leichten Süße von Möhren, Datteln, Tomaten und Zimt und der exotischen Schärfe von Ras el Hanout und Chili war wirklich eine tolle Kombination.

lammkeule

Für 10 Personen braucht Ihr folgende Zutaten:

2 Lammkeulen á 1,2 kg
Olivenöl
5 mittelgroße Zwiebeln, gewürfelt
4 Knoblauchzehen, fein gehackt
3 Dosen geschälte, gehackte Tomaten (á 400 g)
2 TL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)
1 TL Zimt
5 Lorbeerblätter
3 getrocknete Chilischoten (zerbröselt)
5 mittelgroße Möhren, grob gewürfelt
2 Dosen Kichererbsen, kalt abgebraust
25 Datteln, entsteint und halbiert
Salz, Pfeffer
2 TL brauner Zucker
Ras el Hanout

4 EL Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln darin anschwitzen. Knoblauch zugeben, kurz mit anschwitzen. Tomaten, Kreuzkümmel, Zimt, Lorbeerblätter und Chili zufügen. Kräftig durchrühren. Möhren, Kichererbsen und Datteln zugeben. Sauce etwa 1 Stunde leise köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und braunem Zucker abschmecken.

Diesen Teil habe ich bereits am Vormittag erledigt.

Die Lammkeulen von Fett und Sehnen befreien und von allen Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die Keulen nacheinander in jeweils 3 EL Olivenöl in einem Bräter anbraten. Anschließend mit Ras el Hanout einreiben.
Vorbereitete Sauce in den Bräter geben, Lammkeulen einlegen. Bräter zugedeckt für etwa 3 Stunden in den auf 150 Grad vorgeheizten Backofen schieben.

Das habe ich so gegen 18 Uhr gemacht. Danach hatte ich dann ganz gemütlich Zeit, den Tisch zu decken und zu duschen. Und um kurz nach 9 war alles fertig.

Zum Servieren das Fleisch in Scheiben schneiden, auf eine Platte legen und mit der Sauce übergießen.

Als Beilage habe ich Minzcouscous gemacht.
Dafür habe ich 750 ml Wasser in einem Topf aufgekocht und 3 TL Gemüsebrühe und 500 g Couscous eingestreut (genau bevor ich das Fleisch herausgeholt habe). Dann muss es nur noch 10 Minuten quellen (Topf von der Platte nehmen). 2 EL Olivenöl zugeben, mit einer Gabel auflockern, mit etwas Salz abschmecken und 1 Bund gehackte Minze zufügen. Fertig. So bringt ihr ganz easy alles gleichzeitig auf den Tisch.

Und jetzt verrate ich Euch noch, welches Buch ich am Nachmittag fertig gelesen habe: es war „Der Distelfink“ von Donna Tartt. Dort geht es um die Geschichte eines Jungen, der im Alter von 13 Jahren seine Mutter verliert und um seinen weiteren Lebensweg angesichts dieses traumatischen Erlebnisses. Sicher keine leichte Kost und stellenweise sehr beklemmend, über 1000 Seiten lang. Aber eben auch sehr fesselnd. Ich musste am Freitag unbedingt noch wissen, wie es zu Ende geht.

Und noch ein Nachtrag: das Rezept für diesen Beitrag stammt von Christian Jürgens und wurde im SZ Magazin veröffentlicht.

Couscous mit Gemüse-Antipasti

Gestern Abend habe ich mal wieder ein neues Ultra-Schnell-Abendessen ausprobiert (5 Minuten!). Ich war nämlich in Berlin, bin erst am späten Nachmittag zurückgekommen und wollte aber trotzdem mit meinem Göttergatten etwas Nettes zu Abend essen und in Ruhe ein paar News austauschen.

Gesehen habe ich das Rezept in Donna Hays Buch „Keine Zeit zum Kochen“. Sehr lecker. Kommt auf jeden Fall auf meine persönliche Favoritenliste.

couscousmitantipasti

Für 2 Personen braucht Ihr folgendes:

180 g Instant-Couscous
300 ml kochendes Wasser
Salz und Pfeffer
30 g Butter, in Flocken
50 g Parmesan, gerieben
250 g gemischtes Antipasti-Gemüse, abgetropft
einige Basilikumblätter, zerzupft
100 g Feta, gewürfelt

Das Coucous in einer Schüssel mit dem Wasser übergießen und abgedeckt 5 min ziehen lassen, bis das Wasser aufgesogen ist. Salz, Pfeffer, Butter und Parmesan darunterrühren. Anschließend Gemüse, Basilikum und Feta vorsichtig untermischen.