Campingküche: One Pot Pasta mit grünem Spargel und Champignons

Sommerliche Temperaturen, der Garten grünt und blüht, die Pfingstferien stehen vor der Tür… Macht Ihr Euch auch schon über Euren Sommerurlaub Gedanken? Ich schon. Schweife in Gedanken hierhin und dorthin… Strandurlaub am Mittelmeer oder an der Nordsee? Endlich mal wieder wandern in Südtirol? Eine Fernreise haben wir auch schon ewig nicht mehr gemacht – Florida? So viele Ziele gibt es noch auf meiner imaginären Liste, dass die Entscheidung schwerfällt. Denn, wie das eben so ist: eine Entscheidung für etwas ist ja immer auch eine gegen etwas anderes.

Aber soll ich Euch etwas beichten? Camping steht definitiv nicht auf meiner Wunschliste!

Warum ich dann beim Camping-Blogevent mitmache? Tja – es liegt ja schließlich nicht am Essen. Kochen auf einer Platte, unkompliziert, mit nur wenigen Hilfsmitteln? Das schreckt mich gar nicht. Im Gegenteil – da fallen mir tausend Sachen ein, denn im Prinzip koche ich den ganzen Sommer über zu Hause auch nicht viel anders.

Aber die harte Schlafunterlage, und die Tierchen, und die Geräusche, und das Chaos im Zelt… nein danke.

Und jetzt kommt endlich das Rezept (das sich, wie immer, natürlich auch für Gäste eignet; Topf vor dem Eintreffen des Besuchs mit den Zutaten befüllen und dann, 20 Minuten, bevor Ihr essen wollt, den Herd anstellen).

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Zutaten für 4 Personen:

600 g grüner Spargel
400 g Champignons
400 g Nudeln
800 ml Gemüsebrühe
4 EL Ziegenfrischkäse
4 EL gehackte Schnittlauchröllchen
Salz und Pfeffer
frisch geriebener Parmesan

Das untere Drittel vom Spargel schälen. Die Stangen vierteln. Die Champignons putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln.

Spargel, Champignons, Nudeln und Gemüsebrühe in einem weiten Topf füllen. Die Brühe zum Kochen bringen. Dann etwa 10 Minuten weiter köcheln. Dabei regelmäßig umrühren, damit die Nudeln nicht unten am Topf ankleben. Falls die Flüssigkeit schon aufgesogen/verkocht ist und die Nudeln noch nicht bissfest sind, ein kleines bisschen nachfüllen.

Wenn die Nudeln fertig sind, den Ziegenfrischkäse und den Schnittlauch unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Servieren mit Parmesan bestreuen.

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Dies ist also mein Beitrag zum Blogevent „Camping“, das Doreen von kochen-und-backen-im-wohnmobil.de zu ihrem Bloggeburtstag bei kochtopf.me ausrichtet.

Schaut mal vorbei. Dort gibt es noch mehr einfache Sommergerichte.

Blog-Event CXIX - Camping (Einsendeschluss 15. Mai 2016)

Nudelsalat mit Pilzen und Blaubeeren

Beerige Wochen bei Gäste ganz easy!

Den Anfang haben ja am Montag die Johannisbeeren in einer leckeren Tarte mit Mandeln und Baiser gemacht. Heute sind Blaubeeren am Start – und zwar nicht in einer süßen, sondern in einer herzhaften Kombi.

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Als Beilage für 4 Personen oder als Hauptgericht für 2:
250 g hübsche Nudeln
250 g braune Champignons
250 g Blaubeeren
Saft von je 1 Zitrone und Orange
1 EL Honig
1 Zweig Rosmarin
1 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Nudeln kochen.
In der Zeit die Blaubeeren waschen, die Champignons putzen und in Scheiben schneiden, die Rosmarinnadeln abzupfen und fein hacken.
Aus Zitronen- und Orangensaft, Honig, Rosmarin und Öl eine Marinade zusammenrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Nudeln abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Dann mit den übrigen Zutaten vermengen.

Wenn ich groß bin, möchte ich einen Salon… Fenchel-Champignon-Salat mit Parmesan

Es gibt ja eine neue Zeitschrift: Salon – Das Magazin für Gastlichkeit, Wohnkultur und Lebensart. Bei dem Titel musste ich sie mir einfach kaufen.

Neben viel Schnickschnack und nicht so vielen tollen Rezepten ist in Ausgabe Nr. 2 ein Interview, das ich mit viel Freude gelesen habe. Es ist mit Valentina Zimmer, einer „Textil-Expertin“ (was auch immer das sein mag) aus New York, die einen deutschen Stoffabrikanten geheiratet hat und so im Taunus gelandet ist. Offensichtlich empfängt das Paar in seiner Villa gerne Gäste, und Valentina spricht darüber, was einen gelungenen Abend ausmacht.

„Damit die Atmosphäre stimmt, braucht es vor allem nette Menschen“.

Sehr wahr!

Und weiter, auf die Frage, was sie mache, wenn beim Kochen mal was schief läuft:
„Nicht schlimm. Ich will mich vor meinen Gästen ja nicht mit meinen Kochkünsten profilieren. Es geht doch vor allem darum, zusammen zu sein.“

Kann ich ebenfalls unterschreiben.

Was die Hauherrin gar nicht mag: wenn die Gäste aufspringen, um das Geschirr rauszutragen.
„Viel wichtiger ist doch, dass das Gespräch am Tisch weiterläuft. Das ist das Einzige, worum sich ein Gast kümmern sollte.“

Stimmt!

In einem Punkt bin ich jedoch zwangsläufig nicht mit Valentina einverstanden:
„So, jetzt aber raus hier!“, ruft Valentina Zimmer und bittet in den Salon. Aber niemand setzt sich in Bewegung. Zu lustig ist es rund um die Kochinsel, auf der die Pasta-Sauce schon vor sich hin duftet und zahlreiche Porzellanschälchen mit Tomaten, Oliven und Parmesan stehen. „Es ist immer das Gleiche“, sagt die Gastgeberin. „Der Aperitif nimmt kein Ende.“

Pasta für Gäste würde ich nur in Ausnahmefällen kochen – aber ich habe auch keine Kochinsel, an der auch die anderen stehen und reden können. Pasta schmeckt wirklich nur frisch und braucht einfach seine Zeit. Und schön ist es auch, wenn man dann in den Salon (!) wechseln und die nach Arbeit aussehende Küche verlassen kann. Sehr cool.

Aber der Vorspeisen-Salat von Zimmers hat mich gleich angesprochen. Er ist schnell und leicht zuzubereiten und schmeckt schön frisch.

fenchelsalat

Für 6 Personen:
2 große Fenchelknollen
300 g feste Champignons

2-3 EL Zitronensaft
4-5 EL Olivenöl
Fleur de sel

100 g Parmesan
schwarzer Pfeffer

Den Fenchel waschen, trocken tupfen und das Grün abzupfen. Dunkle Stellen mit einem Sparschäler entfernen. Den Fenchel längs halbieren und in ganz dünne Scheiben hobeln.
Champignons putzen und ebenfalls in sehr dünne Scheiben hobeln.
Fenchel, Champignons und Fenchelgrün in eine Schüssel geben.

Für die Vinaigrette Zitronensaft, Olivenöl und Salz kräftig verrühren, bis sich die Zutaten verbunden haben. Auf dem Salat verteilen. Parmesan hobeln und mit grob gemahlenem Pfeffer unter den Salat heben. 3-5 Minuten ziehen lassen.