Brotsalat mit Passionsfruchtdressing

Bei Christine vom Blog Anna Antonia und Zorra vom Kochtopf gibt es ein tolles Blogevent – es geht nämlich um kreative Resteverwertung. Und da ich es liebe, wie Ihr ja wisst, Lebensmittel zu retten, muss ich natürlich mitmachen.

Blog-Event CXLIV - altbacken {Resteküche für altes Brot} (Einsendeschluss 15. August 2018)

Dieses Mal ist das Thema altes Brot.
Bei uns bleiben am Wochenende ganz oft Brötchen übrig, denn mein Co-Gastgeber kauft gerne reichlich. Oder nach einem Abend mit Gästen haben wir noch Baguette. Die/das wegzuwerfen bringe ich einfach nicht übers Herz.

Manchmal mache ich daraus am Sonntag einfache Pizzabrötchen für die Kinder als schnelles Abendessen, aber hier möchte ich Euch jetzt einen tollen Brotsalat vorstellen. Er hat nämlich ein ganz besonderes Dressing aus Passionsfrüchten (auch Maracuja genannt, wenn Euch das mehr sagt). Die Kombination aus knusprigen Brotwürfeln, herbem Rucola und dem fruchtigen Dressing ist wirklich toll.

brotsalat neu

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

1 halbes Baguette oder 2 Brötchen
1 Bund Rucola (ca. 100g)
einige Zweige Basilikum
12 Cocktailtomaten
je 1 rote und gelbe Paprika
1 rote Zwiebel
2 Passionsfrüchte (Maracuja)
weißer Balsamico, Olivenöl
1 TL Senf
Salz und Pfeffer

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Das Brot in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Die Brotwürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 5 Minuten im Ofen trocknen. Herausnehmen und beiseite stellen.

Rucola waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Basilikumblätter etwas klein schneiden. Cocktailtomaten waschen und halbieren. Alles in eine große Schüssel geben.

Paprika entkernen und waschen. In Streifen schneiden und je nach Größe diese nochmal halbieren oder dritteln. Zwiebel schälen und grob würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse ca. 3 Minuten scharf anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen.

Die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel herausschaben. Mit Senf, 2 EL Balsamico, 2 El Wasser und 2 EL Olivenöl gut verschlagen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Brot und Paprika zu den übrigen Zutaten in die Schüssel geben. Das Dressing darübergießen. Gut vermengen und sofort servieren.

Tipp: reife Passionsfrüchte haben schon eine etwas schrumplige Schale. Sieht komisch aus, gehört aber so. Nicht abschrecken lassen.
PS: Das Rezept habe ich übrigens vor Jahren mal im Kochhaus erstanden. Immer noch gut!

Selbstgemachtes Kräuterbaguette

Der Sommer ist zurück in Hamburg – wie schön!
Überhaupt ist der Sommer ja dieses Jahr eine echte Granate. Wir haben schon jetzt gefühlt öfter gegrillt, als in den letzten drei Jahren zusammen.

Für mich ist das Wichtigste beim Grillen ja eigentlich nicht das Fleisch und die Würstchen, sondern die Beilagen: leckere Salate, gegrilltes Gemüse, Antipasti und natürlich Brot. Daran alleine könnte ich mich schon sattessen.

Die Kinder (und überhaupt viele Leute, wie ich festgestellt habe) essen total gerne Kräuter- oder Knoblauchbaguette. Ja genau, das fertige aus der Tüte – das gibt es auch bei uns hin und wieder 😉
Mir schmeckt das Brot aber immer zu intensiv und irgendwie zu künstlich. Ich finde, es hinterlässt so ein ähnliches Gefühl wie Chips.

Deswegen habe ich letzte Woche mal probiert, und ein Kräuterbaguette selber zu machen. Und es ist wirklich ganz toll geworden. Es schmeckt nicht ganz so intensiv wie das gekaufte, dafür aber viel frischer. Die einzelnen Kräuter kann man richtig rausschmecken. Und meins war auch nicht ganz so fettig wie das Fertigprodukt. Beim nächsten Mal will ich es unbedingt mal mit einem Vollkorn- oder Dinkelbaguette ausprobieren. Dann ist es schon fast richtig gesund.

Und – versprochen – der Arbeitsaufwand hält sich echt in Grenzen. In 10 Minuten ist alles fertig.

kräuterbaguette

Zutaten:
1 großes Baguette (ein fertiges vom Bäcker, kein Aufbackbaguette)
150 g weiche Butter
1 Handvoll frische Kräuter (Petersilie, Rosmarin, Thymian, Oregano… je nach Geschmack)
1 Knoblauchzehe
1 TL Zitronensaft
etwas abgeriebene Zitronenschale
Salz und Pfeffer

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Das Baguette im Abstand von ca. 2 cm schräg einschneiden, aber nicht durchschneiden.
Die Butter mit dem Mixer kurz luftig aufschlagen. Knoblauch pressen und Kräuter fein hacken. Alles zur Butter fügen und gut durchrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Butter in die Baguettespalten streichen. Das Brot 5 Minuten im heißen Ofen backen. Fertig!

Ich habe für mein Baguette wahrscheinlich eher nur so 100 g gebraucht. Das müsst Ihr mal ausprobieren, wie es Euch am besten schmeckt. Den Rest kann man sich ja sonst auch wunderbar auf sein Steak streichen.

PS: Die frischen Kräuter auf dem Foto sind nur Deko…

Bärlauch-Aufstrich aus nur 3 Zutaten

Heute gibt es mal wieder ein Rezept aus der Turboküche. Ein toller saisonaler Brotaufstrich (der sich natürlich auch als Dip für Gemüsesticks eignet), für den Ihr garantiert weniger als 5 Minuten braucht. Schmeckt grandios auf geröstetem Sauerteigbrot.

bärlauch aufstrich dip

ca. 16 Blätter Bärlauch, in grobe Stücke geschnitten
150 g Schmand
100 g Fetakäse, zerkrümelt
Salz und Pfeffer

Bärlauch, Schmand und Schafskäse in einen hohen Mixbecher füllen und pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig!

Schnelles Dinkelbrot mit Körnern

Brot backen ist mir zu aufwendig.
Da braucht man so viele Zutaten.
Der Teig muss ewig gehen, das dauert mir zu lange.
Die Kruste wird bei mir nie knusprig.

Findet Ihr Euch hier wieder?

Vergesst alle Eure Vorurteile über Brot backen! Hier kommt ein 5-Minuten-Rezept mit Gelinggarantie für ein gesundes Brot mit knuspriger Kruste und lockerem Innenleben.

dinkelbrot

500 g Dinkelvollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Salz
80-100 g gemischte Körnchen nach Geschmack
500 ml warmes Wasser
1 EL dunkler Balsamico
2 EL Haferflocken

Mehl, Hefe, Salz und Körner in einer großen Schüssel vermengen. Wasser und Balsamico (der ist eigentlich nur für die Farbe) zugießen und mit einem großen Löffel zu einem Teig verrühren. Kneten ist nicht notwendig – der Teig ist relativ flüssig und klebrig.

Eine Kastenform einfetten und 1 EL Haferflocken auf dem Boden der Form verteilen. Den Teig mit einem Schaber hineingleiten lassen. Mit den restlichen Haferflocken bestreuen.

Jetzt die Form in den kalten Ofen schieben. Ein Schälchen mit Wasser auf den Boden stellen – das macht eine schöne Kruste – und bei 200 Grad Ober-/Unterhitze eine Stunde backen.

Raclettezupfbrot

Ich freue mich, denn den Blog-Start ins neue Jahr kann ich mit zwei meiner Lieblingsthemen verbinden: Geselligkeit und Resteverwertung. Na, wenn 2017 nicht gut losgeht…

An Silvester hatten wir Besuch von einer befreundeten Familie, und wir haben Raclette gemacht. Ich hatte mich jedoch beim Käseeinkauf ein bisschen verschätzt, so dass doch einige Scheiben übrig geblieben sind – also  nur so ein ganz paar 😉

Die Schweizer essen ihren Käse ja nicht nur mit Kartoffeln, sondern man kann auch Raclettebrote überall bekommen. Deswegen habe ich die Reste am Wochenende in einem Zupfbrot verwertet.

Das war richtig lecker, und der Käse ist auch nach dem Abkühlen nicht zäh geworden (was ich erst ein kleines bisschen befürchtet hatte).

Und außerdem ist dieses Zupfbrot so schön für einen gemütlichen Abend mit einem Glas Wein. Der Co-Gastgeber und ich haben am Samstag Abend die Ferien Revue passieren lassen, ein bisschen getrunken, immer wieder ein bisschen gezuppelt – sehr nett!

raclettezupfbrot

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser

plus: etwa 8-10 Scheiben Raclettekäse

Die Zutaten für den Teig mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Eine Stunde gehen lassen.
Auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen. In 16 bis 20 Quadrate schneiden.
Alle Quadrate – bis auf eins – mit jeweils einer halben Scheibe Raclettekäse gelegen und hochkant in eine gefettete Kastenform stellen. Die Scheibe ohne Käse ist der Abschluss.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen, und das Brot darin 25-30 Minuten goldbraun backen.

Ich habe auch schon mal Zupfbrot mit Pesto gebacken: das könnt Ihr Euch hier anschauen.

PS: Und die allerletzten Käsereste sind dann übrigens am Sonntag Abend in einen Kartoffel-Gemüseauflauf gewandert. Jetzt ist alles weg. Puh!

Ciabattabrötchen aus no-knead-Teig

Bei uns in Hamburg waren ja Herbstferien in den letzten zwei Oktoberwochen. Wir sind zu Hause geblieben und hatten eine echt gemütliche Zeit: ausschlafen, Harry Potter lesen, Filme gucken, Karten spielen, ein bisschen Sport… und natürlich gemeinsam kochen und essen!

Ich nutze die Zeit, wenn die Tage nicht ganz so durchgetaktet sind, gerne dafür, neue Sachen auszuprobieren. Mal wieder mit Muße durch Pinterest surfen und ein paar Zeitschriften anschauen, Inspirationen sammeln, einen großen Einkauf machen und dann munter drauflos kochen und backen.

Gut für Euch! Denn ab heute gibt es eine dreiteilige Miniserie vom Ferienhighlight. Den Anfang machen Ciabatta-Brötchen. No-knead-Teig (also Teig, den man nicht knetet, sondern einfach nur zusammenrührt, gehen lässt und ein bisschen in Form faltet) hat mich schon lange gejuckt.

Und es geht tatsächlich. Die Brötchen sind wunderbar fluffig geworden – es sind richtige Luftbläschen drin. Ganz wie es bei gutem Ciabatta sein soll. Außerdem ist die Kruste knusprig und das Innere schön weich. Toll!

ciabatta

Zutaten für 12 Brötchen oder 2 Baguettes:

1 Päckchen Trockenhefe
550 ml lauwarmes Wasser
2 TL Zucker
600 g Weizenmehl
1 EL Salz

Die Hefe und den Zucker in dem Wasser auflösen und etwas ziehen lassen (etwa 15 Minuten). Das Mehl mit Salz in einer großen Schüssel mischen. Dann die Hefemischung zufügen und gut miteinander verrühren. Der Teig ist sehr flüssig, aber das muss so. Nicht noch mehr Mehl zufügen.

Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und etwa 8 Stunden (oder über Nacht) bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Danach den Teig (am besten mit Hilfe einer Teigpalette oder eines Gummispatels) auf eine ordentliche bemehlte Arbeitsfläche schütten. Zwei Bleche mit Backpapier auslegen und das Papier ebenfalls leicht mehlen.
Jetzt den Teig in 12 Teile teilen – das ist erstmal ungewohnt, weil er immer noch relativ flüssig ist, aber er klebt ja zusammen. Also mit Palette oder Spatel Stücke abtrennen, in der passenden Größe zusammenschieben und auf die Bleche setzen. Nochmal eine Stunde gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Backofen so heiß aufheizen, wie es geht. Ich habe 250 Grad Umluft gewählt.
Die Brötchen mit ein bisschen Mehl bestäuben und 15-18 Minuten backen.

ciabatta-auf-blech

Da der Teig so lange gehen muss, eignet sich das No-knead-Brot super zum Vorbereiten. Entweder Ihr rührt abends schnell die Mehlmischung an und habt dann leckere Frühstücksbrötchen. Oder Ihr bereitet morgens vor, dann könnt Ihr Eure Abendgäste mit selbst gebackenem Brot beeindrucken.

Schnelle Kürbisbrötchen

Eilmeldung : : : gestern Abend gab es Kürbisbrötchen in der Versuchsküche.

Bei Instagram habe ich sie schon vor dem Essen gepostet, weil die Farbe so hübsch war.

Und dann waren sie auch noch sooo lecker (der Kürbisgeschmack bleibt dezent), und sooo schnell gemacht, dass ich Euch heute fix das Rezept dafür aufschreibe.

Findet Ihr nicht auch, dass man Gäste besonders gut beeindrucken kann, wenn auch noch das Brot selbst gemacht ist? Diese Brötchen fallen definitiv unter die Kategorie „Backen für Angeber“ – wenig Aufwand, großes Hallo!

kurbisbrotchen

Zutaten für 10 kleine Brötchen (das könnt Ihr dann ja beliebig hochrechnen – geht auch nicht schwer!)

200 g Mehl
1 TL Backpulver
200 g Kürbispürree
1 TL Zitronensalz
evtl. ein bisschen Milch
Mehl zum Verarbeiten
ein Löffel voll Kürbiskerne (oder andere Körnchen wenn Ihr mögt)

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl mit Backpulver mischen.
Mehlmischung und Kürbispürree in einer Schüssel zunächst mit einem Kochlöffel verrühren. Dann mit den Händen einmal durchkneten, so dass ein glatter Teig entsteht.
Wenn der Teig zu krümelig ist, ein bisschen Milch hinzufügen. Wenn er zu sehr klebt, noch etwas Mehl zugeben.
Eine lange Rolle formen, in 10 Stücke schneiden und zu Kugeln formen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen, nach Wunsch mit Körnern bestreuen und etwa 15 Minuten backen.

PS: Für das Kürbispürree nehmt Ihr einfach ein Stück von einem Kürbis Eurer Wahl (ich habe gestern Hokkaido genommen), schneidet ihn in kleine Würfel und kocht ihn in etwa 10 Minuten weich. Länger dauert das nicht. Dann mit dem Pürierstab pürieren, 200 g abmessen. Fertig.
Vor dem Verarbeiten etwas abkühlen lassen.

Mit Kürbispürree kann man übrigens auch leckere Kuchen backen, oder es als Suppe verlängern, oder Kartoffelstampf verfeinern… Es lohnt sich also, gleich eine größere Menge herzustellen.

 

Zupfbrot mit Bärlauchpesto

Ein halbes dunkles Brötchen mit Wurst, ein halbes Brötchen mit Käse und Gurke, ein halbes helles Brötchen mit (roter) Marmelade, und das letzte Halbe mit Frischkäse und Honig. Ja, auch das gewohnte Frühstück ist schön (ich persönlich finde sogar, die entspannende Wirkung von Ritualen ist kaum zu überschätzen).
Aber so ein richtig gemütliches Brunch mit Freunden – das ist noch besser.

Das Zupfbrot (auf Englisch nennt man es übrigens Pull-apart-bread) hat eine tolle Form für Wochenend-Frühstücks-/Brunchrunden. Man sitzt lang zusammen, trinkt gemütlich noch einen Kaffee, Tee (oder Sekt) und kann sich immer wieder mal ein Scheibchen zum Snacken  – wie der Name schon sagt – abzupfen. Wunderbar!

Dazu passt übrigens super ein luftgetrockneter Schinken oder ein Stück Käse.

zupfbrot

Zutaten für den Hefeteig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser

Mehl mit Hefe, Zucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Wasser dazugeben und mit den Knethaken des Mixers und dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Mindestens eine Stunde abgedeckt gehen lassen.

In der Zwischenzeit das Pesto zubereiten.

2 Bund Bärlauch
75 g Pinienkerne
125 ml Olivenöl
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
1-2 TL Limettensaft

Bärlauch waschen, die Stiele abschneiden, grob zerschneiden und dann mit Öl und Pinienkernen im Mixer pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken.

Die spezielle Zupfbrotform bekommt ihr folgendermaßen hin:
den Teig etwa 1/2 Zentimeter dick ausrollen – Größe ungefähr 50×30 cm.
Die Kanten begradigen und in Streifen schneiden, die so breit sind wie Eure Kastenform.
Mit dem Pesto bestreichen und aufeinanderlegen. Jetzt die Streifen quer in Rechtecke schneiden.
Eine Kastenform fetten und die gestapelten Stücke hochkant nebeneinander in die Form setzen. D.h. mit der Schnittkante nach oben.

zupfbrot herstellung

Bei 180 Grad (Umluft) 30 Minuten backen.

PS: Man kann natürlich auch fertiges Pesto dafür nehmen.

PPS: Das Zupfbrot ist auch super als Beilage zum Grillabend.

PPPS: Dies ist mein Beitrag zum aktuellen „Ich backs mir“ von tastesheriff. Tolles Thema!

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Kürbis-Käse-Wheels mit einem Schuss Guiness

Und weiter geht es mit meiner kleinen Jubiläumsfeier. Gestern hat Andrea von Mamas Liebe süß und salzig einen Kuchen für mich mitgebracht. Heute hat sich Mimi (von Mimis foodblog) ein Rezept für meine Gäste überlegt: kleine herzhafte Brotschnecken, die sehr vielseitig einzusetzen sind. Und jetzt wisst Ihr auch, was der Auslöser für mein Sauerteigexperiment war. In Mimis Rezept wird Sauerteig unter den Hefeteig gemischt – und, das passiert mir küchentechnisch echt selten, ich stand total auf dem Schlauch… Bei dieser Gelegenheit nochmal vielen Dank an Mimi, die sich die Mühe gemacht hat, einen Einführungskurs in Sachen Sauerteig mit mir zu machen.
Mimi kocht übrigens fast jeden Tag leckere Sachen für ihre Familie und Freunde. Vielleicht habe ihr ja Lust mal reinzuschauen.

Hier nun ihr Rezept:

Die Grillsaison steht vor der Tür, und sie ist meist gleich wieder gefolgt von den Geburtstagseinladungen, Einweihungsfeiern und anderen schönen Feiern mit vielen lieben Menschen. Und gerne bringe ich als Gast entweder selbst etwas mit, oder ich überlege mir als Gastgeberin, was meinen lieben Gästen schmecken könnte.
Und einer der Dauerrenner in meinem Freundeskreis sind meine kleinen Kürbis-Käse-Wheels. Sie sind deftig, luftig und passen perfekt zu Salaten, Dips jeglicher Art oder einfach nur so als Snack zu Bier und Wein.
Und zur Vorbereitung: Es geht relativ schnell und simpel und man kann es schon frühzeitig vorbereiten, ohne in Zeitstress zu kommen.

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Zubereitung:

Kürbis-Zwiebel-Guiness-Roggenteig:
* 500g Roggenvollkornmehl
* 240ml Guiness
* ein Würfel frische Hefe
* 140ml Gemüsebrühe
* zwei Schalotten
* drei EL Kürbiskernöl
* 100g Sauerteig
* Salz
* Zucker

Zunächst werden die Schalotten geschält und ganz klein geschnitten. Diese werden darauf hin im Kürbiskernöl glasig gebraten und mit der Gemüsebrühe abgelöscht. Nun kann die Hitze von der Flamme genommen werden, so dass die Flüssigkeit abkühlen kann.
Zeitgleich kann nun der Teig erstellt werden. Aus dem Mehl, dem Guiness, der Hefe, dem Sauerteig, dem Salz und dem Zucker kann nun mit der Küchenmaschine ein Teig geknetet werden. Hier kann nun auch die Zwiebel-Kürbiskernöl-Brühe hinzu gefügt werden.
Wenn der Teig eine gute Hefeteigkonsistenz bekommen hat, kann dieser noch zwei Stunden abgedeckt unter einem Geschirrtuch ruhen.

Salziger Dinkel-Hefeteig:
* 500g Dinkelmehl
* lauwarmes 380ml Wasser
* ein Würfel frische Hefe
* Salz und Pfeffer
* etwas Zucker

Die Hefe wird mit dem Zucker in dem lauwarmen Wasser aufgelöst und kann ca. 10min quellen. Nun wird mit der Küchenmaschine aus dem Mehl, dem Hefewasser und Salz und Pfeffer ein Teig geknetet. Wenn der Teig eine gute Hefeteigkonsistenz bekommen hat, kann dieser noch zwei Stunden abgedeckt unter einem Geschirrtuch ruhen.

Weiterverarbeitung:
Nach der Ruhezeit können die beiden Hefeteige weiter verarbeitet werden. Hierfür kann von jedem der beiden Teige eine Hand voll Teig genommen werden und auf Mehl ausgerollt werden.

Füllung:
* ein Ei
* ein EL Kümmel
* Bergkäse (oder ein anderer intensiver Käse)

Aus dem Ei und dem Kümmel wird eine Mischung erstellt und mit dem Pinsel auf einem der ausgerollten Teige verstrichen. Hierauf kann nun dünn geraspelter Käse verteilt werden.

Weiterverarbeitung:
Nun kann auf die Füllung die zweite Teiglage gelegt werden. Dieser Teig kann nun zu einer langen Rolle zusammen gerollt werden. Anschließend kann die Teigrolle in ca. 1cm dicke Scheiben geschnitten werden. Diese kommen nun auf ein Backblech und für ca. 15-20min bei 180°C Umluft in den Backofen, bis die Kürbis-Käse-Wheels die gewünschte Bräune erreicht haben. Zum Auskühlen stapelt die Kürbis-Käse-Wheels bitte auf ein Gitterblech, da sie ansonsten feucht werden können.

Who the f*** is Hermann?

Meine Nachbarin hat mir vor ein paar Tagen einen Gedanken in den Kopf gesetzt, der mich seitdem verfolgt:
Hermann, der Sauerteig! Wer von Euch erinnert sich noch? Ich leider nur dunkel: zeitlich würde ich Hermann in den 80ern verorten – die Schüssel mit dem Teig stand auf einer warmen Fensterbank – ab und zu musste Hermann gefüttert werden – und irgendwann hat man ihn dann so ähnlich wie einen Kettenbrief weitergegeben – und gebacken hat man doch wahrscheinlich auch irgendetwas daraus, oder?
War der Teig süß? War es echt Sauerteig, oder doch nur Hefe? Ich krieg` es beim besten Willen nicht mehr auf die Reihe.
Wer kann mir helfen???

Der Auslöser, warum sich meine Nachbarin an Hermann erinnerte, war, dass ich ihr von meinem Sauerteig-Experiment erzählt habe. Ich habe nämlich letzte Woche das erste Mal Brot aus Sauerteig gebacken. Und weil das gar nicht so kompliziert war, wie ich befürchtet hatte, möchte ich Euch das Rezept nicht vorenthalten.

Sauerteig zu machen ist eigentlich nicht schwer, man benötigt für den ersten Ansatz lediglich etwas Zeit. Hat man den Sauerteig erst einmal in der Hand, lässt er sich innerhalb von 24 Stunden vermehren und erneut einsetzen. Alles was man benötigt, ist Roggenmehl und warmes Wasser. Den Rest besorgen die in unserer Umwelt allgegenwärtigen Milchsäurebakterien. Sie verwandeln das Roggenmehl/Wassergemisch ohne unser Zutun innerhalb weniger Tage in eine säuerlich duftende Masse.

Sauerteig herstellen in 4 Schritten

1. Tag
Man mischt in einer großen Schüssel 100 g Roggenmehl mit 100 g warmen Wasser und stellt das Ganze abgedeckt an einen warmen Ort (20 Grad).

2. Tag
Man fügt zum obigen Ansatz 100 g Roggenmehl und wieder 100 ml warmes Wasser hinzu und lässt den Teig noch einmal 24 Stunden an einem warmen Ort stehen.

3. Tag
Der Ansatz riecht nun deutlich sauer und ist blasig. Man gibt jetzt 200 g Roggenmehl und 200 g warmes Wasser dazu, rührt gut um und lässt den Teig 24 Stunden in Ruhe.

4. Tag
Der Sauerteig ist nun fertig. Wir haben insgesamt 400 g Mehl mit 400 g Wasser gemischt und 800 g Sauerteig erhalten.

schüssel mit sauerteig

Für ein einfaches Brot habe ich 500 g von dem Sauerteig mit je 250 g Roggen- und Weizenmehl, 200 g warmem Wasser und 1 TL Salz ordentlich verknetet. Dann gibt man den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Schüssel und lässt ihn ca. 3 h an einem warmen Ort gehen (ich habe die Schüssel in den Backofen gestellt und darin einfach nur das Licht eingeschaltet).
Nach der Gehzeit den Ofen auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Damit das Brot eine knackige Kruste bekommt ein kleines Backförmchen mit Wasser auf den Boden des Backofens stellen. Das Blech in den Ofen schieben und insgesamt etwa 1 Stunde backen. Dabei nach 10 Minuten die Temperatur auf 200 Grad reduzieren.

sauerteigbrot

Sieht lecker aus, ne? Schmeckt auch so!

Den Rest des Sauerteigs kann man gut eine Woche im Kühlschrank aufbewahren und dann weiter vermehren. Wesentlich länger hält er sich in der Tiefkühltruhe.
Vermehrung von Sauerteig innerhalb von 24 Stunden:
Man nehme 200 g alten Sauerteig und mische diesen mit 350 g Roggenmehl und 350 g warmen Wasser. Dieser Teigansatz muss nun 24 Stunden abgedeckt in einem warmen Zimmer ruhen. Nach dieser Zeit haben sich die Milchsäurebakterien vermehrt und man hat wieder 800 g Sauerteig, den man direkt verwenden kann.

Ich meine, ein Sauerteigbrot selber zu backen ist nicht so richtig easy (zumindest nicht vom zeitlichen Aufwand her) und gehört somit schon eher in die Kategorie „Gäste für Fortgeschrittene“, aber es lohnt sich definitiv. Zu einem saucenlastigen Hauptgericht würde ich immer ein etwas neutraleres Baguette oder Ciabatta servieren. Das eignet sich definitiv am Besten zum Tunken. Aber zu einem schönen Dip oder einer Käseplatte ist Sauerteigbrot natürlich klasse.

Und um die Geschichte des Sauerteigs noch zu Ende zu erzählen – es gab auch einen Auslöser dafür, dass ich Sauerteig ausprobiert habe. Welchen, das erfahrt Ihr am Mittwoch. Heut nur so viel – Mimis Foodblog hat mich auf den Pfad gesetzt.