Frühstücksglück – Herzhafte und süße Scones

Guten Morgen Ihr Lieben,

mein heutiger Beitrag erscheint nicht hier bei mir „zu Hause“, sondern ich bin heute auf dem Blog „Simply Sasibella. Food, Party Ideas and Beautiful Things“ zu Besuch.

Sie lädt jeden Monat eine/n Bloggerkollegin/-en ein, um einen Beitrag zum Thema Frühstück zu schreiben, natürlich inklusive Rezept, wie sich das gehört.

scones gemischt

Wenn Euch also interessiert, wie ich über Frühstück denke, und warum es bei mir großes und kleines Frühstücksglück gibt, und wenn Ihr Euch außerdem noch leckere Rezepte für Schinken-Käse-Scones und für Zitrone-Mohn-Scones anschauen wollt, dann klickt doch mal rüber zu Sasibella.

Weiße Sauerkirschmakronen mit karamellisierten Mandeln

Was seid Ihr denn so für Plätzchentypen? Seid Ihr mehr für klassische Ausstecher oder eher so experimentell? Eher Marmelade oder Schokolade? Nüsse oder Zimt?

Ich stehe total auf Makronen in allen Variationen. Normale Plätzchen bestehen ja zu einem Großteil aus Butter, Zucker und Mehl, und das ist mir oft zu heftig. Mir ist es lieber, wenn sich die Zutaten in eine etwas fluffigere Umgebung kuscheln.

Ich mag auch gerne schlichte Kokosmakronen, aber diese hier sind gerade durch die Kombination aus unterschiedlichen Geschmäckern und Konsistenzen richtig gut: süße weiße Schokolade, saure Kirschen, knackige Mandeln, klebrige Früchte – und das alles luftig verpackt in zimtigem Eischnee. Langweilig geht anders!

kirschmakronen2

Zutaten für ca. 30 Stück:
100 g weiße Schokolade
80 g getrocknete Sauerkirschen
150 g gehackte Mandeln
45 g Puderzucker
2 Eiweiß
1/2 TL Zimt
50 g Zucker
Salz

Schokolade fein hacken. Sauerkirschen grob hacken.
Mandeln in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten rundum goldgelb rösten. Gleichmäßig mit Puderzucker bestäuben und unter Rühren etwa 3 Minuten karamellisieren. Aus der Pfanne nehmen und auf Backpapier abkühlen lassen.

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Eiweiß zusammen mit einer Messerspitze Salz mit dem Mixer steif schlagen. Nach und nach Zucker und Zimt zugeben.

Kirschen, Schokolade und karamellisierte Mandeln vorsichtig unterheben.

Mit 2 Teelöffeln Häufchen auf ein (oder zwei) mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. 16 Minuten goldbraun backen.

In einer Blechdose halten sich die Makronen locker 10 Tage.
Der erste Advent kann kommen!

PS: Und aus dem übrig gebliebenen Eigelb könnt Ihr super Spaghetti Carbonara kochen. Dann müsst Ihr nichts wegwerfen.

Rezeptquelle: Kochhaus

Cappuccino-Schoko-Herzen

Kaffee und Kuchen am Nachmittag? Da schreie ich ganz laut „Hier“. So ein kleines Päuschen in der Hektik des Alltags, mal 10 Minuten hinsetzen und innehalten, den Kindern mit ungeteilter Aufmerksamkeit zuhören, nochmal kurz die Prioritäten sortieren. Finde ich wichtig.
Die Frage ist, ob es dazu wirklich Kaffee und Kuchen braucht. Würde theoretisch wahrscheinlich auch mit einem Glas Buttermilch und einem Apfel funktionieren. Aber eben nur theoretisch…
Doch ein Zugeständnis kann ich machen: es muss nicht unbedingt ein ganzes Stück Kuchen sein. Ein kleiner Keks tut es auch.

Der Backwettbewerb von Krüger Family kam mir also gerade recht, um mal wieder eine neue Kreation zu testen. Kaffee nicht nur in der Tasse, sondern auch noch im Begleitkeks – die Vorstellung gefiel mir ausgesprochen gut.

cappuccinoherzen

Zutaten für ca. 50 Stück:
3 Eiweiß
200 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
ca. 400 g gemahlene Mandeln
evtl. 1-2 EL Mehl
4 EL Krüger Cappuccino Schoko

Eiweiß mit den Quirlen des Mixers zu sehr festem Schnee schlagen. Puderzucker durchsieben und esslöffelweise unter den Eischnee heben.
3 EL davon zum Verzieren beiseite stellen. Vanillezucker, 3 EL Cappuccinopulver und Mandeln unterrühren. Wenn der Teig noch stark kleben sollte, evtl. etwas Mehl dazugeben.
Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie knapp 1 cm dick ausrollen, und die Platte 2 Stunden lang in den Kühlschrank legen.
Backofen auf 130 Grad Ober-/Unterhitze (oder 100 Umluft) vorheizen. Aus der Teigplatte Herzen ausstechen und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Wenn der Teig am Ausstecher klebt, zwischendurch immer mal wieder in ein kleines Schälchen mit Mehl drücken.
Den verbleibenden EL Cappuccinopulver unter den restlichen Baiser rühren und die Herzen damit bestreichen.
Herzen 15 Minuten backen, Temperatur auf 100 Grad (80) runterschalten und etwa 15 Minuten weiterbacken.

Die Kekse halten sich super in einer Keksdose.

Wie Ihr wahrscheinlich gesehen habt, ist die Basis der Herzen ein Zimtsternrezept. Wenn Ihr Zimtsterne backen wollte, lasst Ihr einfach den Cappuccino weg. Dann 50 g mehr Puderzucker und 1 TL Zimt in den Baiser rühren.

Schnelles Dinkelbrot mit Körnern

Brot backen ist mir zu aufwendig.
Da braucht man so viele Zutaten.
Der Teig muss ewig gehen, das dauert mir zu lange.
Die Kruste wird bei mir nie knusprig.

Findet Ihr Euch hier wieder?

Vergesst alle Eure Vorurteile über Brot backen! Hier kommt ein 5-Minuten-Rezept mit Gelinggarantie für ein gesundes Brot mit knuspriger Kruste und lockerem Innenleben.

dinkelbrot

500 g Dinkelvollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Salz
80-100 g gemischte Körnchen nach Geschmack
500 ml warmes Wasser
1 EL dunkler Balsamico
2 EL Haferflocken

Mehl, Hefe, Salz und Körner in einer großen Schüssel vermengen. Wasser und Balsamico (der ist eigentlich nur für die Farbe) zugießen und mit einem großen Löffel zu einem Teig verrühren. Kneten ist nicht notwendig – der Teig ist relativ flüssig und klebrig.

Eine Kastenform einfetten und 1 EL Haferflocken auf dem Boden der Form verteilen. Den Teig mit einem Schaber hineingleiten lassen. Mit den restlichen Haferflocken bestreuen.

Jetzt die Form in den kalten Ofen schieben. Ein Schälchen mit Wasser auf den Boden stellen – das macht eine schöne Kruste – und bei 200 Grad Ober-/Unterhitze eine Stunde backen.

Britische Scones – und unser London-Highlight

Ich habe das Gefühl, wir haben schon lange nicht mehr gequatscht… Das müssen wir unbedingt nachholen!
Nach meiner Sommerpause hatte ich ja groß angekündigt, ich hätte ein paar Ideen gesammelt, die ich mit Euch teilen wollte. Aber irgendwie hat sich das bis jetzt nicht so richtig ergeben.

Wir hatten das große Glück, dass mein lieber Co-Gastgeber die kompletten Sommerferien frei hatte. So konnten wir einige tolle Reisen mit den Kindern unternehmen, und eigentlich wollte ich Euch von jeder Station etwas mitbringen.

Es hat ein bisschen gedauert, aber heute bekommt Ihr Rezept Nr. 1: britische Scones. Und zwar eine Variante mit Himbeeren und eine mit Schokolade und Nüssen.

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Ja, wir waren also ein paar Tage in London, das erste Mal mit der gesamten Familie und mit vollgepacktem Sightseeing-Programm, und ich muss sagen: ich war total geflasht. Es war ein großartiger Trip! Und es hat mich wirklich richtig gefreut, dass die Kinder sich nicht nur für die Shoppinggelegenheiten interessiert haben, sondern auch für die historischen Sehenswürdigkeiten.

In der Hinsicht war unser Highlight das House of Parliament.

house-of-parliament

Ein wahnsinniger Gebäudekomplex, der so voll ist von bemerkenswerten Gegenständen und baulichen Details, die allesamt bemerkenswerte Geschichten erzählen, dass es wirklich eine wahre Freude ist und viel zum Verständnis des Selbstverständnisses der Briten beiträgt.

Und jetzt kommt mein Bogen zum Rezept: nach der (tatsächlich höchst interessanten) Audioführung waren wir zum High Tea im Restaurant des Parlaments. Da gehen sonst die Abgeordneten essen, aber in der Sommerpause ist es für Besucher offen. Dort haben sie uns eine richtig stilechte Etagere serviert, mit allem, was dazugehört: Sandwiches, Törtchen und Scones. Das war ein tolles Erlebnis.

Ich hatte vor Jahren schon mal Scones gebacken, aber irgendwie waren sie so ein bisschen in Vergessenheit geraten. Jetzt habe ich nochmal zwei Varianten ausprobiert. Die waren beide so lecker, dass ich mich nicht für eine Sorte entscheiden wollte, und deswegen schreibe ich sie Euch beide auf.

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Schokoladen-Nuss-Scones (8 Stück)
280 g Mehl (ich habe Dinkelmehl genommen)
50 g Zucker
2 TL Backpulver
eine Prise Salz
90 g kalte Butter
120 ml Milch
1 Ei
100 g grob gehackte Zartbitterschokolade
60 g gehackte Nüsse (ich habe Haselnüsse genommen)

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Sahne-Himbeer-Scones (8 Stück)
350 g Mehl (hier habe ich Weizenmehl genommen)
70 g Zucker
21/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
90 g kalte Butter
160 ml Sahne
1 Ei
180 g TK-Himbeeren

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen.
Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Butter in kleine Stücke schneiden und mit den Fingerspitzen ins Mehl reiben, bis die Mischung krümelig aussieht.
Milch (bzw. Sahne) und Ei verschlagen, in die Schüssel geben und nur so kurz mischen, dass die Zutaten sich gerade eben verbinden.
Dann Nüsse und Schokolade (bzw. Himbeeren) dazu geben.
Auf der Arbeitsplatte aus dem Teig einen Kreis von ungefähr 20 cm Durchmesser und 2 cm Dicke formen. Den Kreis wie einen Kuchen in 8 Stücke teilen (oder 8 runde Stücke ausstechen).
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 20 Minuten backen, bis sie etwas Farbe angenommen haben.

Die Zubereitung ist die gleiche für beide Sorten!
Tipp: Die Himbeeren unbedingt gefroren in den Teig rühren, damit sie nicht zermatschen.

Quelle: Cynthia Barcomi´s Backbuch

Raclettezupfbrot

Ich freue mich, denn den Blog-Start ins neue Jahr kann ich mit zwei meiner Lieblingsthemen verbinden: Geselligkeit und Resteverwertung. Na, wenn 2017 nicht gut losgeht…

An Silvester hatten wir Besuch von einer befreundeten Familie, und wir haben Raclette gemacht. Ich hatte mich jedoch beim Käseeinkauf ein bisschen verschätzt, so dass doch einige Scheiben übrig geblieben sind – also  nur so ein ganz paar 😉

Die Schweizer essen ihren Käse ja nicht nur mit Kartoffeln, sondern man kann auch Raclettebrote überall bekommen. Deswegen habe ich die Reste am Wochenende in einem Zupfbrot verwertet.

Das war richtig lecker, und der Käse ist auch nach dem Abkühlen nicht zäh geworden (was ich erst ein kleines bisschen befürchtet hatte).

Und außerdem ist dieses Zupfbrot so schön für einen gemütlichen Abend mit einem Glas Wein. Der Co-Gastgeber und ich haben am Samstag Abend die Ferien Revue passieren lassen, ein bisschen getrunken, immer wieder ein bisschen gezuppelt – sehr nett!

raclettezupfbrot

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
300 ml lauwarmes Wasser

plus: etwa 8-10 Scheiben Raclettekäse

Die Zutaten für den Teig mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Eine Stunde gehen lassen.
Auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen. In 16 bis 20 Quadrate schneiden.
Alle Quadrate – bis auf eins – mit jeweils einer halben Scheibe Raclettekäse gelegen und hochkant in eine gefettete Kastenform stellen. Die Scheibe ohne Käse ist der Abschluss.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen, und das Brot darin 25-30 Minuten goldbraun backen.

Ich habe auch schon mal Zupfbrot mit Pesto gebacken: das könnt Ihr Euch hier anschauen.

PS: Und die allerletzten Käsereste sind dann übrigens am Sonntag Abend in einen Kartoffel-Gemüseauflauf gewandert. Jetzt ist alles weg. Puh!

Schnelle Kürbisbrötchen

Eilmeldung : : : gestern Abend gab es Kürbisbrötchen in der Versuchsküche.

Bei Instagram habe ich sie schon vor dem Essen gepostet, weil die Farbe so hübsch war.

Und dann waren sie auch noch sooo lecker (der Kürbisgeschmack bleibt dezent), und sooo schnell gemacht, dass ich Euch heute fix das Rezept dafür aufschreibe.

Findet Ihr nicht auch, dass man Gäste besonders gut beeindrucken kann, wenn auch noch das Brot selbst gemacht ist? Diese Brötchen fallen definitiv unter die Kategorie „Backen für Angeber“ – wenig Aufwand, großes Hallo!

kurbisbrotchen

Zutaten für 10 kleine Brötchen (das könnt Ihr dann ja beliebig hochrechnen – geht auch nicht schwer!)

200 g Mehl
1 TL Backpulver
200 g Kürbispürree
1 TL Zitronensalz
evtl. ein bisschen Milch
Mehl zum Verarbeiten
ein Löffel voll Kürbiskerne (oder andere Körnchen wenn Ihr mögt)

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl mit Backpulver mischen.
Mehlmischung und Kürbispürree in einer Schüssel zunächst mit einem Kochlöffel verrühren. Dann mit den Händen einmal durchkneten, so dass ein glatter Teig entsteht.
Wenn der Teig zu krümelig ist, ein bisschen Milch hinzufügen. Wenn er zu sehr klebt, noch etwas Mehl zugeben.
Eine lange Rolle formen, in 10 Stücke schneiden und zu Kugeln formen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen, nach Wunsch mit Körnern bestreuen und etwa 15 Minuten backen.

PS: Für das Kürbispürree nehmt Ihr einfach ein Stück von einem Kürbis Eurer Wahl (ich habe gestern Hokkaido genommen), schneidet ihn in kleine Würfel und kocht ihn in etwa 10 Minuten weich. Länger dauert das nicht. Dann mit dem Pürierstab pürieren, 200 g abmessen. Fertig.
Vor dem Verarbeiten etwas abkühlen lassen.

Mit Kürbispürree kann man übrigens auch leckere Kuchen backen, oder es als Suppe verlängern, oder Kartoffelstampf verfeinern… Es lohnt sich also, gleich eine größere Menge herzustellen.