Türchen Nr. 10 im SCCC – Weihnachtsbraten mal anders: Asiatischer Schweinebauch

Guten Morgen meine Lieben,
heute bin ich beim Sugarpricess Christmas Cookie Club 2018 zu Gast. Ich darf mit meinem Rezept das 10. Türchen in ihrem Food-Adventskalender bestücken und freue mich sehr darüber.
Schaut mal rüber auf ihren Blog – da gibt es jeden Tag nicht nur ein weiteres Rezept sondern auch noch viele Gewinne.

Ich steuere aber nichts Süßes bei, sondern einen etwas anderen Weihnachtsbraten.

Schweinebauch? Im Ernst? Das ist ja nun nicht gerade das hochwertigste Stück vom Tier. Muss es zu Weihnachten nicht eigentlich Rinderfilet sein? Oder ganz klassisch eine Gans?

Ich bin da anderer Meinung! Warum nicht mal etwas Neues ausprobieren? Die alten, eingetretenen Pfade verlassen…

Außerdem hat man dann gleich das erste Gesprächsthema bei Tisch. Falls es andere Themen gibt, die unbedingt vermieden werden müssen 🙂

Mein Schweinebauch wird erstmal in einer Marinade aus Sojasauce, Honig und Sherry eingelegt und kommt dann mit getrockneten Pflaumen (die dem Ganzen einen etwas festlichen Touch geben, wie ich finde) und Frühlingszwiebeln in den Ofen. Dabei schmurgelt das Fett weg, und übrig bleibt ein wunderbar saftiges Fleisch mit einer knackigen Kruste. Und die Sauce hat man gleich dazu. Die Exotik hält sich also soweit in Grenzen, dass sowohl Oma und Opa als auch Kinder mitessen mögen – aber es ist halt mal etwas Anderes.

Außerdem ist es doch an Weihnachten besonders wichtig, dass die Gastgeber nicht (oder wenigstens nur ein bisschen) gestresst sind. Baum schmücken, umziehen, Kaffee und Plätzchen, evtl. Kirche, Geschenke auspacken, Handys einrichten, Sekt trinken, Lego-Feuerwehrautos zusammenbauen… das Programm ist eh so dicht gepackt, dass niemand Lust hat, länger als nötig in der Küche zu stehen.

Der Braten macht sich zum Glück quasi von alleine. Und weil ich ja genau aus diesem Grund so auf Gerichte aus dem Ofen stehe, habe ich auch gleich noch den Reis dazu geschoben: Reis in die Auflaufform, Brühe und Gewürze dazu, mit Alufolie abdecken – funktioniert perfekt.

2 kg Schweinebauch mit Knochen
80 ml Sojasauce
3 EL Honig
1 EL Chiliflocken
400 ml Sherry
2 Bund Lauchzwiebeln
250 g getrocknete Pflaumen
1,2 l Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
500 g Basmatireis
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 EL Kreuzkümmel

Schweinebauch auf der Hautseite einritzen, in einen großen Gefrierbeutel geben. Sojasauce, Honig, Chiliflocken und Sherry zu einer Marinade verrühren und zum Fleisch in den Beutel geben. Verschließen und mindestens 3 Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank marinieren.

Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Lauchzwiebeln putzen. Schweinebauch mit der Marinade auf ein tiefes Backblech geben. Pflaumen und Lauchzwiebeln zufügen. 500 ml Brühe angießen. Die eingeritzte Schweinbauchhaut mit Salz und Pfeffer einreiben. Ca. 2 Stunden im Ofen garen.

Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Reis und Ingwer mit restlicher Brühe und Kreuzkümmel in eine Auflaufform füllen. Mit Alufolie verschließen.
Backofentemperatur auf 140 Grad reduzieren. Ingwerreis zum Fleisch in den Ofen geben und ca. 60 Minuten fertig garen.

Das Fleisch gegebenenfalls mit Backpapier abdecken, falls die Kruste zu dunkel wird.

Wenn es fertig ist, das Fleisch in dünne Scheiben schneiden und mit Reis, Pflaumen, Lauchzwiebeln und dem (fantastisch schmeckenden) Sud servieren.

Pimp your Food: Pasta mit Asia-Bolognese

Ich liebe Nudeln. Und ich liiieeebe Bolognese. Geht wahrscheinlich nicht nur mir so, gell? Aber hier auf Gäste ganz easy schreibe ich ja über Kochen für Gäste – und da habe ich glaube ich, wirklich, in echt noch niiieee Bolognese gekocht. Das scheint mir irgendwie zu simpel.
Am Wochenende habe ich den Klassiker aber mal asiamäßig aufgepimpt –  und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein bisschen scharf, ein bisschen fruchtig, ein bisschen umami –  und doch immer noch Bolognese. Lecker – probierts mal aus.

asia bolognese 3

Zutaten für 500 g Pasta:
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt oder zerdrückt
1 Möhre, fein gewürfelt
1 Stange Sellerie, fein gewürfelt
ca. 2 cm Ingwer, geschält und fein gehackt
1 Stange Zitronengras, dito
2 EL Öl
500 g Rinderhack
ein Schuss Rotwein
1 TL rote Currypaste
1 kleine Dose stückige Tomaten oder passierte Tomaten
1 TL Zucker
1 Limette
Sojasauce und Fischsauce
Salz und Pfeffer

Das Öl in einem schweren Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Möhre, Sellerie, Ingwer und Zitronengras bei mittlerer Hitze etwas anbraten, bis alles glasig/weich ist. Hackfleisch zufügen, Hitze hochschalten und krümelig braten. Mit Rotwein ablöschen. Tomaten zufügen, Currypaste unterrühren und etwa 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt.
Von der Limette die Schale abreiben und den Saft auspressen. 2 TL Schale, 1 EL Saft und den Zucker zufügen. Mit den beiden Saucen, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die liebe Sandy vom Blog „Simply Sasibella“ hatte die schöne Idee, unter dem Motto „Pastaliebe“ jeden Monat Pastarezepte zu sammeln. Klickt doch mal hier und schaut  rüber zu ihr. Vielleicht habt Ihr ja selber ein Lieblingsrezept, das Ihr gerne teilen wollte, oder Ihr lasst Euch inspirieren.

 

Die einfachste Vorspeise der Welt – Edamame

Ich liebe es, in Sushi-Restaurants Edamame als Vorspeise zu knabbern. Kennt Ihr nicht? Das sind junge Sojabohnen, die noch in der Hülse sind (wie bei frischen Erbsen). In der Regel kommen sie einfach in einer (hübschen asiatischen) Schale mit grobem Meersalz bestreut, und man muss sie mit den Zähnen aus den Schoten ziehen (hört sich schlimm an, aber  – keine Sorge – die sind ganz weich).

Edamame fühlen sich immer irgendwie mondän an, finde ich.

Einige Male hatte ich auch schon darüber nachgedacht, dass es eigentlich ganz nett wäre, zu Hause auch mal Edamame zu knuspern. Vielleicht so an einem Freitag Abend, mit einem Glas Sekt, um entspannt ins Wochenende zu gleiten und dabei auch im heimischen Esszimmer (in der Schlunzidunzi-Jogginghose) einen Hauch der großen, weiten Welt zu spüren.

Bislang war ich aber immer daran gescheitert, welche zu finden. Kaum zu glauben, oder? Sogar in der Metro habe ich schon geschaut, war aber nix. Die Lösung ist aber gar nicht so schwer: es gibt Edamame in großen Beuteln in der Tiefkühlabteilung asiatischer Supermärkte. Ha! Endlich!

Die braucht Ihr tatsächlich nur auftauen. Ich habe sie ungefähr 20 Sekunden blanchiert, weil ich sie ein bisschen warm haben wollte, ging auch. Dann ab ins Schälchen, gutes (!) Salz darüber, und voilà.

edamame

Ich habe mich tatsächlich gefreut wie Bolle. Neulich, in einem Sushi-Restaurant an der Ostsee unweit von Hamburg, wollten sie nämlich doch tatsächlich €9,80 (in Worten: neun Euro achtzig!) für ein Schälchen. Nä – da war die Schmerzgrenze deutlich überschritten, und ich habe verzichtet. Mein 450g-Beutel hat €2,54 gekostet (warum haben die eigentlich im Asia-Laden immer so krumme Preise?), und der reicht locker für 4 Personen als Vorspeise.

Edamame sind übrigens sehr gesund. Sie enthalten viele Nährstoffe und haben einen hohen Eiweißgehalt.

Kürbissuppe zum Erntedankfest

Am vergangenen Wochenende waren mein lieber Co-Gastgeber und ich mal wieder eingeladen: zum Erntedankfest.

Und weil mir das wirklich richtig gut gefallen hat, wollte ich Euch kurz davon berichten. Es war eine ganz zwanglose relative große Runde (etwa 20 Leute), die sich alle auf von den Nachbarn zusammengeliehenen Stühlen um den großen Tisch (zugegebenermaßen ist es eher ein riesiger Tisch) in der Küche versammelt haben. Es gab als Deko ein paar große Vasen mit bunten Herbstlaubzweigen und auf dem Tisch ebenfalls etwas Herbstlaub, Kastanien und Äpfel. Sehr gemütlich!

Das Essen war in Buffetform angerichtet: auf dem Herd standen große Töpfe mit Minestrone und Kürbissuppe, auf dem Sideboard Käse, Salami, Schinken und gutes Brot. Einige von den Gästen haben Nachtisch (Applecrumble!) oder Wein mitgebracht. Herrlich! Mehr braucht es einfach nicht.
Und der Abend war dann auch sehr lustig und ging sehr lange…

Also – was ich Euch damit sagen wollte: cooles Einladungsformat! Nachmachen!
Bei uns wird es nächstes Jahr sicher ein Erntedankfest geben.

Und um Euch noch mehr zu motivieren, habe ich heute ein Rezept für Kürbissuppe für Euch. Allerdings nicht so ganz klassisch, sondern asiatisch angehaucht.

kurbissuppe

Zutaten für 4 Personen:

etwa 750 g Hokkaidokürbis
1 Stange Zitronengras
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 Zehe Knoblauch
3 EL Sonnenblumenöl
1 Dose Kokosmilch
0,5 l Gemüsebrühe
etwa 2 EL Limettensaft
Salz
nach Belieben frischer Koriander

Den Kürbis waschen, das weiche Innere mit den Kernen entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. Vom Zitronengras die äußeren harten Blätter entfernen und in ganz feine Ringe schneiden. Den Ingwer schälen und fein hacken, ebenso den Knoblauch.

Kürbis, Ingwer, Zitronengras und Knoblauch in dem Öl bei mittlerer Hitze einige Minuten anbraten. Kokosmilch und Brühe dazugeben und so lange köcheln, bis der Kürbis weich ist (etwa 15 Minuten).

Die Suppe mit dem Pürierstab pürieren, mit Salz und Limettensaft würzen/abschmecken. Wer mag, kann die Suppe noch mit etwas gehacktem, frischem Koriander bestreuen.

Asiatische One Pot Pasta

Auch hier bei „Gäste ganz easy“ kann ich mich dem Trend der One Pot Pasta nicht entziehen…
Aber warum auch? Für ein zwangloses Essen mit guten Freunden sind Nudeln immer eine gute Wahl. Die Zutaten kann man alle vorher schon schnippeln und zurechtlegen, und dann braucht man sich nur noch eine viertel Stunde an den Herd zu stellen, wenn die Gäste schon da sind.
One Pot Pasta ist so simpel – die schafft man auch in Gesellschaft und mit einem Glas Wein in der Hand. So wird also der Geselligkeit kein Abbruch getan.

onepotpasta1

Dieses asiatische Rezept habe ich bei Lecker auf der Internetseite entdeckt (ich habe lediglich die Gemüsemenge etwas erhöht), und das Gute daran ist, dass es sowohl vegetarisch als auch mit Fleisch funktioniert.

Zutaten für 4 Personen:
400 g Linguine
1 l Gemüsebrühe
(für Fleischesser: zusätzlich 2 Hähnchenbrüste)
1 Zehe Knoblauch
5 cm Ingwer
2 Möhren
2 rote Paprika
1 Bund Frühlingszwiebeln
125 g Erdnüsse
2 EL Erdnussbutter
1/2 TL Chiliflocken
1 EL Sojasauce
Saft von 2 Limetten
frischer Koriander
Salz und Pfeffer

Das Gemüse (und gegebenenfalls Fleisch) in Würfel schneiden, Knoblauch und Ingwer fein hacken. Alle Zutaten bis zur Erdnussbutter in einen GROSSEN Topf geben. Zum Kochen bringen. Dann die Temperatur herunterschalten und ohne Deckel 10-12 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren.
Mit den restlichen Zutaten (ab Chiliflocken) abschmecken und mit frischem Koriander bestreut servieren.

Funktioniert echt!

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