Freunde einladen trotz Stress? One Pot Pasta mit Chorizo und Artischocken ist die Lösung

Kennt Ihr das? Ihr habt eine echt volle Woche: Arbeit, Sport, Elternabend, Haushalt. Aber trotzdem wollt Ihr den Samstag Abend gerne mit Freunden verbringen – essen, trinken, quatschen, den Alltag Alltag sein lassen.

Dann gibt es drei Optionen:

  1. Restaurant: auch schön. Aber kann man dort entspannt mehr als eine Flasche Wein trinken, die Schuhe ausziehen, sich auf seinem Stuhl rekeln und die eigene Lieblingsmusik hören? Eher nein.
  2. Pizzaservice: hmmm, ein bisschen mehr Wertschätzung für die Gäste darf schon sein, oder?
  3. One Pot Pasta: das ist ja quasi fast immer die Lösung. Die Zutatenliste ist überschaubar, die Vorbereitung dauert nicht länger als eine halbe Stunde (das schafft man bequem vor dem Duschen), und die Zubereitung ist so einfach, dass sie sich in Gesellschaft mit einem Glas Wein in der Hand erledigen lässt.

Heute gibt es eine Variante mit Chorizo, Artischocken und Tomaten. Dazu einen Salat, etwas Baguette und ein guter Rotwein. Check.

one pot pasta chorizo

Zutaten für 4 Personen:

400 g Nudeln
2 Gläser Artischockenherzen
5 Chorizowürstchen
2 kleine Dosen gehackte Tomaten
800 ml Gemüsebrühe
1 Bund Petersilie
viel frischer Parmesan

Die Artischockenherzen vierteln und die Chorizo in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit Tomaten, Nudeln und Gemüsebrühe in einen großen Topf füllen. Aufkochen und offen kochen lassen, bis die Nudeln weich sind und die Sauce eine schön cremige Konsistenz hat. Dabei unbedingt immer wieder umrühren, weil sonst die Nudeln am Topfboden festkleben.
Meiner Meinung nach braucht dieses Gericht kein zusätzliches Salz, da die Chorizo schon sehr stark würzt.
In der Zwischenzeit die Petersilie hacken und den Parmesan reiben.
Zum Servieren damit bestreuen.

Apfel-Lauch-Risotto aus dem Ofen

In den letzten Wochen gab es hier auf dem Blog ja wirklich viele Sommerrezepte: Salate, Grillsachen, viel Wassermelone…
Es wird Zeit, dass mal wieder ordentlich gekocht wird. Und damit die Umstellung nicht allzu schwer fällt, fange ich mit etwas Einfachem an: es gibt Risotto aus dem Ofen.
Dafür muss man nicht viel tun – einfach nur die Zutaten in eine Auflaufform füllen – und trotzdem hat man ein tolles Gericht, das sich auch für Gäste eignet.

risotto apfel lauch

Zutaten für 4 Personen:
320 g Risottoreis
2 Stangen Lauch
2 Äpfel
einige Zweige Thymian
etwas Butter in Flöckchen (ca. 50 g)
960 ml Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
50 g Haselnusskerne
frisch geriebener Parmesan zum Servieren

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen.
Die Lauchstangen säubern, halbieren und in dünne Ringe schneiden. Die Äpfel waschen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Vom Thymian die Blättchen abzupfen.
Einfach alle Zutaten bis zur Gemüsebrühe in eine große Auflaufform füllen, mit Alufolie verschließen und 45 Minuten im Ofen garen.
In der Zwischenzeit die Haselnüsse hacken.
Nach Ablauf der Garzeit das fertige Risotto nochmal kräftig durchrühren, damit sich evtl. übrig gebliebene Flüssigkeit noch verflüchtigt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit gehackten Haselnüssen und Parmesan bestreuen und servieren.

Rezept für Artischockendip aus dem Buch „Mediterraner Grillgenuss“ von Alexandra Szonn

Werbung – Buchrezension

Seit letztem Sommer haben wir einen Gasgrill. Vorher haben der Co-Gastgeber und ich uns standhaft geweigert, obwohl wir schon fast die letzte Familie in der Nachbarschaft waren, die noch mit Kohle gegrillt hat.

„Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen!“
„Das ist doch reine Bedürfnisschaffung!“
„Der Aufwand mit dem Anfeuern, das gehört einfach dazu.“
„Es riecht so gut.“
„Und die Sachen schmecken einfach auch besser.“

Was haben wir uns alles eingeredet… Und ich kann mir im Nachhinein auch gar nicht mehr erklären, wieso wir doch auf einmal schwach geworden sind. Plötzlich stand er da auf der Terrasse – der große schwarze Grill – und ab Tag 1 wollten wir ihn nicht mehr missen.

Seitdem grillen wir erstens viel häufiger, weil man viel spontaner sein kann und nicht so viel Zeit braucht. Und zweitens – und viel wichtiger – das Essen schmeckt tatsächlich besser. Wenn man zwischen direkter und indirekter Hitze auswählen kann und die Temperatur steuern kann, sind viele Sachen einfach doch besser zuzubereiten.
Wir grillen seitdem auch viel abwechslungsreicher: mehr Fisch, mehr Gemüse, oder mal ein großes Stück Fleisch, wir haben auch schon Obst gegrillt. Herrlich!

Eigentlich wollte ich hier aber nicht Werbung für unseren Grill machen, sondern wollte ein neues Grillbuch besprechen: Mediterraner Grillgenuss von Alexandra Szonn (erschienen im Come On Media Verlag), die auch den Foodblog flavouredwithlove betreibt.

mediterraner grillgenuss cover

Schon der Klappentext hat mich angesprochen: „Lassen auch Sie sich von unseren kreativen, sommerlichen und unkomplizierten Grillrezepten ans Mittelmeer entführen und genießen Sie köstliche Stunden mit Freunden, der Familie oder romantisch nur zu zweit.“
(Wobei sich mir – ehrlich gesagt – nicht erschließt, wie ein Grillabend zu zweit romantisch sein soll, wenn einer am Grill steht, und der andere am Tisch sitzt…)

Ich habe also das Buch auf Gastgeber-Tauglichkeit geprüft, und um es gleich mal vorwegzunehmen: es hat bestanden.
Es gibt Fisch und Fleisch vom Grill, die alle mit einer interessanten aber nicht zu aufwendigen Würzmischung, Marinade oder Sauce kombiniert sind. Alles ist wirklich gut vorzubereiten. Und alles funktioniert angeblich auch mit einem Holzkohlegrill. Easy eben!

Außerdem gibt es noch köstliche Antipasti, knackige Salate, aromatische Gemüserezepte und sogar einige Rezepte für Aperitifs und Brot, die man nicht nur bei Grillparties verwenden kann. Insgesamt enthält das Buch 60 Rezepte. Auf der Rückseite des Buches sind ein paar Fotos davon:

mediterraner grillgenuss rückseite

Auch optisch gefällt mir das Buch gut. Die Fotos sind sehr schön, und die hellblaue Farbe und der Look von altem Holz lässt einen tatsächlich gleich an den letzten Urlaub am Mittelmeer denken.

Ich habe mehrere Gerichte ausprobiert, für die ich Euch in den nächsten Tagen auch die Rezepte aufschreiben werde. Den Anfang macht heute schon mal der Artischocken-Dip.

artischockendip

Zutaten:
1 Glas eingelegte Artischocken (waren bei mir ca. 180 g)
1 Knoblauchzehe
150 g Frischkäse
Saft 1/2 Zitrone
2 EL gehackte Petersilie
25 g geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer

Die Artischocken in ein Sieb abschütten und grob zerkleinern. Zusammen mit der geschälten Knoblauchzehe und dem Frischkäse mit dem Pürierstab (oder im Mixer) zu einer cremigen Masse verbinden.
Zitronensaft, Petersilie und Parmesan unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In petto habe ich noch Pfirsich Caprese und einen Burger mit Steak-Streifen.

Unbedingt ausprobieren möchte ich noch die Lammkoteletts. Die sehen toll aus und sind ganz einfach und fix gemacht.

mediterraner grillgenuss lammkotelett

Das Buch kostet übrigens €18,80 und ist überall erhältlich.
In freundlicher Zusammenarbeit mit Frey Bücherdienste und Come On Media Verlag.

PS: Ab und an ein spontaner Grillabend mit Freunden bei Würstchen und Bier ist auch etwas Schönes. Besser als gar keine Leute einzuladen, weil man die Planung für zu aufwendig hält, gell? Wisst Ihr ja…

Brotsalat mit Passionsfruchtdressing

Bei Christine vom Blog Anna Antonia und Zorra vom Kochtopf gibt es ein tolles Blogevent – es geht nämlich um kreative Resteverwertung. Und da ich es liebe, wie Ihr ja wisst, Lebensmittel zu retten, muss ich natürlich mitmachen.

Blog-Event CXLIV - altbacken {Resteküche für altes Brot} (Einsendeschluss 15. August 2018)

Dieses Mal ist das Thema altes Brot.
Bei uns bleiben am Wochenende ganz oft Brötchen übrig, denn mein Co-Gastgeber kauft gerne reichlich. Oder nach einem Abend mit Gästen haben wir noch Baguette. Die/das wegzuwerfen bringe ich einfach nicht übers Herz.

Manchmal mache ich daraus am Sonntag einfache Pizzabrötchen für die Kinder als schnelles Abendessen, aber hier möchte ich Euch jetzt einen tollen Brotsalat vorstellen. Er hat nämlich ein ganz besonderes Dressing aus Passionsfrüchten (auch Maracuja genannt, wenn Euch das mehr sagt). Die Kombination aus knusprigen Brotwürfeln, herbem Rucola und dem fruchtigen Dressing ist wirklich toll.

brotsalat neu

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

1 halbes Baguette oder 2 Brötchen
1 Bund Rucola (ca. 100g)
einige Zweige Basilikum
12 Cocktailtomaten
je 1 rote und gelbe Paprika
1 rote Zwiebel
2 Passionsfrüchte (Maracuja)
weißer Balsamico, Olivenöl
1 TL Senf
Salz und Pfeffer

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Das Brot in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Die Brotwürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 5 Minuten im Ofen trocknen. Herausnehmen und beiseite stellen.

Rucola waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Basilikumblätter etwas klein schneiden. Cocktailtomaten waschen und halbieren. Alles in eine große Schüssel geben.

Paprika entkernen und waschen. In Streifen schneiden und je nach Größe diese nochmal halbieren oder dritteln. Zwiebel schälen und grob würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse ca. 3 Minuten scharf anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen.

Die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel herausschaben. Mit Senf, 2 EL Balsamico, 2 El Wasser und 2 EL Olivenöl gut verschlagen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Brot und Paprika zu den übrigen Zutaten in die Schüssel geben. Das Dressing darübergießen. Gut vermengen und sofort servieren.

Tipp: reife Passionsfrüchte haben schon eine etwas schrumplige Schale. Sieht komisch aus, gehört aber so. Nicht abschrecken lassen.
PS: Das Rezept habe ich übrigens vor Jahren mal im Kochhaus erstanden. Immer noch gut!

Eine Woche voller Salate: Lollo Bianco mit Süßkartoffeln und Speck

Einkaufen macht ja bei diesen Temperaturen nicht wirklich Spaß. Selbst ich bin froh, wenn ich in Minimalzeit und mit einem überschaubaren Wagen wieder aus dem Supermarkt draußen bin (und normalerweise kaufe ich viiieel ein, wie Ihr Euch denken könnt – und normalerweise macht mir das im Gegensatz zu anderen haushaltlichen Tätigkeiten auch nichts aus).
Der heutige Salat hat also auch eine sehr überschaubare Zutatenliste – nur 3 Dinge, wenn man die Sauce mal weglässt, braucht Ihr für diese leckere Schüssel. Mehr braucht es aber auch nicht, denn die Zutaten harmonieren einfach klasse: der etwas herbe knackige Salat (auch Frisee würde sehr gut passen, den habe ich aber diese Woche nicht bekommen), die süßen Kartoffeln mit zusätzlichem Röstaroma, der salzige Speck und zusätzlich das cremige Dressing. Unbedingt ausprobieren!

salat süßkartoffel

Zutaten für 2 gute Esser:
2 Süßkartoffeln
etwas Olivenöl
Salz
Lollo bianco (oder Frisee)
125 g Speckwürfel

Für die Sauce:
150 g griechischer Joghurt (oder wenigstens Vollmilchjoghurt)
2 EL körniger Senf
1 EL Honig
1 EL Zitronensaft

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Mit Olivenöl vermischen, salzen und auf einem Backblech verteilen. Im Ofen 20-25 Minuten backen, bis weich sind und etwas Farbe angenommen haben.
In der Zwischenzeit die Salat waschen und zupfen und die Speckwürfel in einer Pfanne ohne Fett knusprig braten.
Die Zutaten für die Sauce vermischen und mit den Salatblättern vermischen. Süßkartoffelwürfel und Speck darüber verteilen und servieren.

Eine Woche voller Salate: Leichter Kartoffelsalat mit Mais

Habt Ihr in diesen wunderbaren Sommertagen auch ständig Leute bei Euch auf der Terrasse hocken? Wir haben so viel Besuch im Moment. Oft ganz spontan, weil es einfach viel zu warm ist, um ins Kino zu gehen oder alleine daheim zu hocken und zu lesen. Ich fühle mich schon ganz meditarran. Herrlich!

Natürlich möchte ich meinen Gästen auch spontan gerne etwas zu Essen anbieten, und deshalb habe ich in den letzten Tagen und Wochen einige Salate ausprobiert, die nicht zu üppig für diese Temperaturen sind, für die man nicht viele Zutaten braucht, und die fix gemacht sind. Die besten möchte ich Euch diese Woche zeigen.

Den Anfang macht heute ein leichter Kartoffelsalat.

kartoffel mais salat

Zutaten für 4 Personen:
500 g Kartoffeln, gekocht, gepellt und in Scheiben geschnitten
250 g Cocktailtomaten
1 Glas Minimaiskolben (Einwage ca. 190 g)
50 g Kapernäpfel (oder Kapern)
1 Handvoll Kräuter (Basilikum, Oregano, Estragon – was Ihr gerade da habt)

Für das Dressing:
2 TL körmiger Senf
1 TL flüssiger Honig
2 EL dunkler Balsamico
3 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Tomaten halbieren oder vierteln, die Maiskölbchen längs halbieren, Kapernäpfel ebenfalls. Die Kräuter fein hacken. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen.
Die Zutaten für das Dressing ebenfalls gut vermengen. Über den Salat geben und servieren.

Wie ich meine Wohnung in 30 Minuten vorzeigbar mache – und ein Rezept für Pasta mit Chorizosugo

Neulich habe ich von der Verbraucherzentrale ein Büchlein mit dem schönen Titel „Haushalt im Griff. Einfach, schnell und nachhaltig“, geschrieben von Carina Frey, zugeschickt bekommen. Hört sich ja nicht so wahnsinnig spannend an, steckt aber wirklich randvoll mit super Tipps zu allen möglichen Themen. Bei einer Geschichte bin ich natürlich gleich hängen geblieben:

Wie mache ich meine Wohnung in einer halben Stunde vorzeigbar?

Endlich hat das mal jemand aufgeschrieben. Denn wer öfter Gäste einlädt, der kennt das Problem der richtigen Prioritätensetzung bevor es an der Haustür klingelt.
Das wollte ich Euch auf keinen Fall vorenthalten. Und weil es ja nicht nur relevant ist, wenn es Pasta mit Chorizosugo gibt, habe ich Euch alle Tipps unter folgender Seite verlinkt: https://gaesteganzeasy.wordpress.com/aufraeumen-und-putzen/

Und jetzt gibt es erstmal ein Rezept:

chorizo sugo

Zutaten für 4 Personen:

500 g Nudeln

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Stangen Staudensellerie
5 Zweige Thymian
4 Tomaten
300 g Chorizo
3 EL Olivenöl
150 ml trockener Rotwein (oder Brühe)
Salz
1 Bund Petersilie
nach Wunsch geriebener Parmesan

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Sellerie waschen und ebenfalls fein hacken. Vom Thymian die Blättchen abzupfen: Von den Tomaten die Stielansätze entfernen und würfeln. Die Chorizo, falls nötig, häuten und in kleine Würfel schneiden.
Das Öl in einem Topf erhitzen. Darin Zwiebel mit Knoblauch, Sellerie und Thymian unter Rühren bei mittlerer Hitze andünsten. Die Chorizo zugeben und kurz mitdünsten. Die Tomaten untermischen, den Wein angießen und alles mit Salz würzen. Offen bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis der Sugo eindickt.
In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen und die Petersilie waschen und klein hacken.
Sugo am Ende mit der Petersilie mischen und nochmals mit Salz abschmecken.

chorizo sugo 2

PS: Das Büchlein habe ich übrigens zugeschickt bekommen, weil ich auch ein paar Tipps beigesteuert habe. Man kann den Ratgeber bei der Verbraucherzentrale käuflich erwerben. Ihr findet ihn hier:
https://www.ratgeber-verbraucherzentrale.de/familie-kinder/haushalt-im-griff-46008867