Rezept für Artischockendip aus dem Buch „Mediterraner Grillgenuss“ von Alexandra Szonn

Werbung – Buchrezension

Seit letztem Sommer haben wir einen Gasgrill. Vorher haben der Co-Gastgeber und ich uns standhaft geweigert, obwohl wir schon fast die letzte Familie in der Nachbarschaft waren, die noch mit Kohle gegrillt hat.

„Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen!“
„Das ist doch reine Bedürfnisschaffung!“
„Der Aufwand mit dem Anfeuern, das gehört einfach dazu.“
„Es riecht so gut.“
„Und die Sachen schmecken einfach auch besser.“

Was haben wir uns alles eingeredet… Und ich kann mir im Nachhinein auch gar nicht mehr erklären, wieso wir doch auf einmal schwach geworden sind. Plötzlich stand er da auf der Terrasse – der große schwarze Grill – und ab Tag 1 wollten wir ihn nicht mehr missen.

Seitdem grillen wir erstens viel häufiger, weil man viel spontaner sein kann und nicht so viel Zeit braucht. Und zweitens – und viel wichtiger – das Essen schmeckt tatsächlich besser. Wenn man zwischen direkter und indirekter Hitze auswählen kann und die Temperatur steuern kann, sind viele Sachen einfach doch besser zuzubereiten.
Wir grillen seitdem auch viel abwechslungsreicher: mehr Fisch, mehr Gemüse, oder mal ein großes Stück Fleisch, wir haben auch schon Obst gegrillt. Herrlich!

Eigentlich wollte ich hier aber nicht Werbung für unseren Grill machen, sondern wollte ein neues Grillbuch besprechen: Mediterraner Grillgenuss von Alexandra Szonn (erschienen im Come On Media Verlag), die auch den Foodblog flavouredwithlove betreibt.

mediterraner grillgenuss cover

Schon der Klappentext hat mich angesprochen: „Lassen auch Sie sich von unseren kreativen, sommerlichen und unkomplizierten Grillrezepten ans Mittelmeer entführen und genießen Sie köstliche Stunden mit Freunden, der Familie oder romantisch nur zu zweit.“
(Wobei sich mir – ehrlich gesagt – nicht erschließt, wie ein Grillabend zu zweit romantisch sein soll, wenn einer am Grill steht, und der andere am Tisch sitzt…)

Ich habe also das Buch auf Gastgeber-Tauglichkeit geprüft, und um es gleich mal vorwegzunehmen: es hat bestanden.
Es gibt Fisch und Fleisch vom Grill, die alle mit einer interessanten aber nicht zu aufwendigen Würzmischung, Marinade oder Sauce kombiniert sind. Alles ist wirklich gut vorzubereiten. Und alles funktioniert angeblich auch mit einem Holzkohlegrill. Easy eben!

Außerdem gibt es noch köstliche Antipasti, knackige Salate, aromatische Gemüserezepte und sogar einige Rezepte für Aperitifs und Brot, die man nicht nur bei Grillparties verwenden kann. Insgesamt enthält das Buch 60 Rezepte. Auf der Rückseite des Buches sind ein paar Fotos davon:

mediterraner grillgenuss rückseite

Auch optisch gefällt mir das Buch gut. Die Fotos sind sehr schön, und die hellblaue Farbe und der Look von altem Holz lässt einen tatsächlich gleich an den letzten Urlaub am Mittelmeer denken.

Ich habe mehrere Gerichte ausprobiert, für die ich Euch in den nächsten Tagen auch die Rezepte aufschreiben werde. Den Anfang macht heute schon mal der Artischocken-Dip.

artischockendip

Zutaten:
1 Glas eingelegte Artischocken (waren bei mir ca. 180 g)
1 Knoblauchzehe
150 g Frischkäse
Saft 1/2 Zitrone
2 EL gehackte Petersilie
25 g geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer

Die Artischocken in ein Sieb abschütten und grob zerkleinern. Zusammen mit der geschälten Knoblauchzehe und dem Frischkäse mit dem Pürierstab (oder im Mixer) zu einer cremigen Masse verbinden.
Zitronensaft, Petersilie und Parmesan unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In petto habe ich noch Pfirsich Caprese und einen Burger mit Steak-Streifen.

Unbedingt ausprobieren möchte ich noch die Lammkoteletts. Die sehen toll aus und sind ganz einfach und fix gemacht.

mediterraner grillgenuss lammkotelett

Das Buch kostet übrigens €18,80 und ist überall erhältlich.
In freundlicher Zusammenarbeit mit Frey Bücherdienste und Come On Media Verlag.

PS: Ab und an ein spontaner Grillabend mit Freunden bei Würstchen und Bier ist auch etwas Schönes. Besser als gar keine Leute einzuladen, weil man die Planung für zu aufwendig hält, gell? Wisst Ihr ja…

Brotsalat mit Passionsfruchtdressing

Bei Christine vom Blog Anna Antonia und Zorra vom Kochtopf gibt es ein tolles Blogevent – es geht nämlich um kreative Resteverwertung. Und da ich es liebe, wie Ihr ja wisst, Lebensmittel zu retten, muss ich natürlich mitmachen.

Blog-Event CXLIV - altbacken {Resteküche für altes Brot} (Einsendeschluss 15. August 2018)

Dieses Mal ist das Thema altes Brot.
Bei uns bleiben am Wochenende ganz oft Brötchen übrig, denn mein Co-Gastgeber kauft gerne reichlich. Oder nach einem Abend mit Gästen haben wir noch Baguette. Die/das wegzuwerfen bringe ich einfach nicht übers Herz.

Manchmal mache ich daraus am Sonntag einfache Pizzabrötchen für die Kinder als schnelles Abendessen, aber hier möchte ich Euch jetzt einen tollen Brotsalat vorstellen. Er hat nämlich ein ganz besonderes Dressing aus Passionsfrüchten (auch Maracuja genannt, wenn Euch das mehr sagt). Die Kombination aus knusprigen Brotwürfeln, herbem Rucola und dem fruchtigen Dressing ist wirklich toll.

brotsalat neu

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

1 halbes Baguette oder 2 Brötchen
1 Bund Rucola (ca. 100g)
einige Zweige Basilikum
12 Cocktailtomaten
je 1 rote und gelbe Paprika
1 rote Zwiebel
2 Passionsfrüchte (Maracuja)
weißer Balsamico, Olivenöl
1 TL Senf
Salz und Pfeffer

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Das Brot in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Die Brotwürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 5 Minuten im Ofen trocknen. Herausnehmen und beiseite stellen.

Rucola waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Basilikumblätter etwas klein schneiden. Cocktailtomaten waschen und halbieren. Alles in eine große Schüssel geben.

Paprika entkernen und waschen. In Streifen schneiden und je nach Größe diese nochmal halbieren oder dritteln. Zwiebel schälen und grob würfeln. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse ca. 3 Minuten scharf anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen.

Die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel herausschaben. Mit Senf, 2 EL Balsamico, 2 El Wasser und 2 EL Olivenöl gut verschlagen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Brot und Paprika zu den übrigen Zutaten in die Schüssel geben. Das Dressing darübergießen. Gut vermengen und sofort servieren.

Tipp: reife Passionsfrüchte haben schon eine etwas schrumplige Schale. Sieht komisch aus, gehört aber so. Nicht abschrecken lassen.
PS: Das Rezept habe ich übrigens vor Jahren mal im Kochhaus erstanden. Immer noch gut!

Eine Woche voller Salate: Lollo Bianco mit Süßkartoffeln und Speck

Einkaufen macht ja bei diesen Temperaturen nicht wirklich Spaß. Selbst ich bin froh, wenn ich in Minimalzeit und mit einem überschaubaren Wagen wieder aus dem Supermarkt draußen bin (und normalerweise kaufe ich viiieel ein, wie Ihr Euch denken könnt – und normalerweise macht mir das im Gegensatz zu anderen haushaltlichen Tätigkeiten auch nichts aus).
Der heutige Salat hat also auch eine sehr überschaubare Zutatenliste – nur 3 Dinge, wenn man die Sauce mal weglässt, braucht Ihr für diese leckere Schüssel. Mehr braucht es aber auch nicht, denn die Zutaten harmonieren einfach klasse: der etwas herbe knackige Salat (auch Frisee würde sehr gut passen, den habe ich aber diese Woche nicht bekommen), die süßen Kartoffeln mit zusätzlichem Röstaroma, der salzige Speck und zusätzlich das cremige Dressing. Unbedingt ausprobieren!

salat süßkartoffel

Zutaten für 2 gute Esser:
2 Süßkartoffeln
etwas Olivenöl
Salz
Lollo bianco (oder Frisee)
125 g Speckwürfel

Für die Sauce:
150 g griechischer Joghurt (oder wenigstens Vollmilchjoghurt)
2 EL körniger Senf
1 EL Honig
1 EL Zitronensaft

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Mit Olivenöl vermischen, salzen und auf einem Backblech verteilen. Im Ofen 20-25 Minuten backen, bis weich sind und etwas Farbe angenommen haben.
In der Zwischenzeit die Salat waschen und zupfen und die Speckwürfel in einer Pfanne ohne Fett knusprig braten.
Die Zutaten für die Sauce vermischen und mit den Salatblättern vermischen. Süßkartoffelwürfel und Speck darüber verteilen und servieren.

Eine Woche voller Salate: Leichter Kartoffelsalat mit Mais

Habt Ihr in diesen wunderbaren Sommertagen auch ständig Leute bei Euch auf der Terrasse hocken? Wir haben so viel Besuch im Moment. Oft ganz spontan, weil es einfach viel zu warm ist, um ins Kino zu gehen oder alleine daheim zu hocken und zu lesen. Ich fühle mich schon ganz meditarran. Herrlich!

Natürlich möchte ich meinen Gästen auch spontan gerne etwas zu Essen anbieten, und deshalb habe ich in den letzten Tagen und Wochen einige Salate ausprobiert, die nicht zu üppig für diese Temperaturen sind, für die man nicht viele Zutaten braucht, und die fix gemacht sind. Die besten möchte ich Euch diese Woche zeigen.

Den Anfang macht heute ein leichter Kartoffelsalat.

kartoffel mais salat

Zutaten für 4 Personen:
500 g Kartoffeln, gekocht, gepellt und in Scheiben geschnitten
250 g Cocktailtomaten
1 Glas Minimaiskolben (Einwage ca. 190 g)
50 g Kapernäpfel (oder Kapern)
1 Handvoll Kräuter (Basilikum, Oregano, Estragon – was Ihr gerade da habt)

Für das Dressing:
2 TL körmiger Senf
1 TL flüssiger Honig
2 EL dunkler Balsamico
3 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Tomaten halbieren oder vierteln, die Maiskölbchen längs halbieren, Kapernäpfel ebenfalls. Die Kräuter fein hacken. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen.
Die Zutaten für das Dressing ebenfalls gut vermengen. Über den Salat geben und servieren.

Wie ich meine Wohnung in 30 Minuten vorzeigbar mache – und ein Rezept für Pasta mit Chorizosugo

Neulich habe ich von der Verbraucherzentrale ein Büchlein mit dem schönen Titel „Haushalt im Griff. Einfach, schnell und nachhaltig“, geschrieben von Carina Frey, zugeschickt bekommen. Hört sich ja nicht so wahnsinnig spannend an, steckt aber wirklich randvoll mit super Tipps zu allen möglichen Themen. Bei einer Geschichte bin ich natürlich gleich hängen geblieben:

Wie mache ich meine Wohnung in einer halben Stunde vorzeigbar?

Endlich hat das mal jemand aufgeschrieben. Denn wer öfter Gäste einlädt, der kennt das Problem der richtigen Prioritätensetzung bevor es an der Haustür klingelt.
Das wollte ich Euch auf keinen Fall vorenthalten. Und weil es ja nicht nur relevant ist, wenn es Pasta mit Chorizosugo gibt, habe ich Euch alle Tipps unter folgender Seite verlinkt: https://gaesteganzeasy.wordpress.com/aufraeumen-und-putzen/

Und jetzt gibt es erstmal ein Rezept:

chorizo sugo

Zutaten für 4 Personen:

500 g Nudeln

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Stangen Staudensellerie
5 Zweige Thymian
4 Tomaten
300 g Chorizo
3 EL Olivenöl
150 ml trockener Rotwein (oder Brühe)
Salz
1 Bund Petersilie
nach Wunsch geriebener Parmesan

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Sellerie waschen und ebenfalls fein hacken. Vom Thymian die Blättchen abzupfen: Von den Tomaten die Stielansätze entfernen und würfeln. Die Chorizo, falls nötig, häuten und in kleine Würfel schneiden.
Das Öl in einem Topf erhitzen. Darin Zwiebel mit Knoblauch, Sellerie und Thymian unter Rühren bei mittlerer Hitze andünsten. Die Chorizo zugeben und kurz mitdünsten. Die Tomaten untermischen, den Wein angießen und alles mit Salz würzen. Offen bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis der Sugo eindickt.
In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen und die Petersilie waschen und klein hacken.
Sugo am Ende mit der Petersilie mischen und nochmals mit Salz abschmecken.

chorizo sugo 2

PS: Das Büchlein habe ich übrigens zugeschickt bekommen, weil ich auch ein paar Tipps beigesteuert habe. Man kann den Ratgeber bei der Verbraucherzentrale käuflich erwerben. Ihr findet ihn hier:
https://www.ratgeber-verbraucherzentrale.de/familie-kinder/haushalt-im-griff-46008867

One-Pot-Pasta mit Spargel und Tomaten

Ihr kennt ja bereits meine Begeisterung für One-Pot-Pasta-Gerichte. Ein bisschen Vorbereitung, minimaler Aufwand während der Besuch schon da ist, und vor allem – darüber freut sich besonders der Co-Gastgeber – minimaler Abwasch.

Ein Gericht mit grünem Spargel habe ich hier ja bereits veröffentlicht. Das gefällt Euch offensichtlich sehr gut 😉
Deswegen wollte ich unbedingt auch noch ein Rezept mit weißem Spargel schreiben, denn der ist ja doch ein bisschen feiner, und deswegen vielleicht besser für Gäste geeignet. In diesem Gericht sind frische und getrocknete Tomaten gemischt. Ich finde, das intensiviert den süßlichen Tomatengeschmack, der dann schön mit dem leicht bitteren Spargelaroma harmoniert. Für etwas Crunch (und etwas Farbe) gibt es Zuckerschoten, die erst kurz vor Ende der Kochzeit hinzugefügt werden.

Nebenbei ein Blick in unsere grüne Hölle 😉

one pot spargel tomate

Zutaten für 4 Personen:
400 g Nudeln
12 Stangen Spargel
250 g Cocktailtomaten
100 g getrocknete Tomaten
800 ml Gemüsebrühe
Zuckerschoten
Salz und Pfeffer
frisch geriebener Parmesan

Den Spargel schälen, die Enden abschneiden und die Stangen in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Cocktailtomaten waschen und halbieren oder vierteln. Die getrockneten Tomaten in Würfel schneiden.
Alle Zutaten bis zur Gemüsebrühe in einen großen Topf geben. Aufkochen, den Herd nur wenig herunterschalten und 12-14 Minuten alles kochen lassen, bis die Flüssigkeit verdampft/aufgesogen ist und die Nudeln weich sind. Bei Bedarf etwas Wasser nachkippen. Immer wieder umrühren, damit die Nudeln sich nicht am Topfboden festsetzen.
Zuckerschoten in feine Streifen schneiden und 1 Minute vor Ende der Garzeit zufügen und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Servieren Parmesan darüber streuen.

one pot spargel tomate 2

Die Idee zum Rezept stammt vom Kochhaus. Dort wird es aber nicht als One-Pot-Variante gekocht.

Essen wie im Restaurant – Vitello Tonnato

Bona sera ragazze! Packt die rot-weiß-karierte Tischdecke aus und stellt schon mal den vino kalt: mit dieser Vorspeise werdet Ihr Euch fühlen, wie in Eurem italienischen Lieblingsrestaurant! Antipasto ohne molto lavoro. Fantastico, oder?

vitello tonnato

Zutaten für 4 Personen:
400 g Kalbsrückensteak oder Kalbsfilet am Stück
Salz, Pfeffer
2 El Öl
195 g Tunfisch (aus der Dose)
100 g Vollmilchjoghurt
100 g Majonäse
20 g Schmand
2 TL Zitronensaft
80 g Kapern
3 Stiele Petersilie

Den Backofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Das Fleisch rundherum mit Salz und Pfeffer einreiben. Öl in einer Pfanne erhitzen und darin von allen Seiten anbraten. Fleisch aus der Pfanne nehmen, auf ein doppelt gefaltetes Stück Alufolie legen und darin einwickeln. Auf dem Rost auf der 2. Schiene von unten 25 Minuten garen. Aus dem Ofen nehmen. In der Folie 30 Minuten ruhen und abkühlen lassen.
Tunfisch in einem Sieb 10 Minuten abtropfen lassen. Dann in einem hohen Mixbecher mit Joghurt, Majonäse, Schmand, Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker, Zitronensaft und der Hälfte der Kapern mit 2-3 EL Kapernwasser (aus dem Glas) sehr fein pürieren. Nochmal abschmecken.
Petersilie fein hacken. Kalbfleisch in möglichst dünne Scheiben schneiden und leicht überlappend auf großen Tellern ausbreiten. Mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Tunfischsauce darauf verteilen. Petersilie und die restlichen Kapern darüberstreuen.

Kartoffel-Rucola-Salat mit Lammfilet

Es muss ja nicht immer ein großer Braten sein an Ostern…

Auch dieser üppige Salat macht richtig was her auf der Ostertafel, denn er vereint viele verschiedene Aromen: bitteren Rucola, süße Tomaten und Orangen, saure Grapefruit, herzhaftes Fleisch und Kartoffeln und zum Crunchen gibt es Pinienkerne. Hört sich richtig lecker an, oder?

Bis auf das Fleisch könnt Ihr alles gut vorbereiten. Wenn Ihr den Salat als Hauptgang servieren wollt, dann könnt Ihr einfach Brot und Dip oder Käse dazu reichen. Oder Ihr macht eine Gemüsesuppe vorweg.

salat mit lamm2

Zutaten für 4 Personen:
ca. 500 g Kartoffeln (entweder nehmt Ihr ganz kleine, die Ihr im Ganzen kochen könnt, oder Ihr schneidet sie in längliche Viertel, so ähnlich wie Wedges)
250-300 g Rucola
400 g Kirschtomaten
1 Orange
1 Grapefruit
50 g Pinienkerne
500 g Lammlachse
einige Zweige Thymian oder Rosmarin
Salz und Pfeffer
50 g Parmesan, grob gerieben

Für das Dressing:
1 TL Senf
3 EL dunkler Balsamico
4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
Alle Zutaten in einer kleinen Schüssel gut miteinander verrühren.

Die Kartoffeln in Salzwasser etwa 10 Minuten kochen, bis sie al dente sind. Abgießen und beiseite stellen.
Rucola waschen, trocken schleudern und eventuell etwas kleinschneiden. Tomaten waschen und halbieren oder vierteln.
Die Orange und Grapefruit schälen und filetieren.
Diese Zutaten und das Dressing alle in einer großen Schüssel vermischen.
Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Beiseite stellen.
Das Lammfilet in dünne Scheiben schneiden. Den Thymian von den Stielen zupfen. Etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen und das Fleisch scharf anbraten. Thymian und die Kartoffeln zugeben und noch etwa 3-5 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen, so dass die Kartoffeln den Fleischsaft schön aufnehmen können. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Fleisch und Kartoffeln ebenfalls in die große Schale geben und vorsichtig mit den anderen Zutaten vermengen.

Jeder kann sich seinen Salat dann mit den Pinienkernen und dem geriebenen Käse bestreuen.

Team Pasta oder Team Kartoffeln? Gremolata-Pesto für alle!

Kennt Ihr Gremolata? Das ist das Topping, das man oben auf Ossobuco streut: ein Gemisch aus feingehackter Petersilie, Knoblauch und geriebener Zitronenschale. Es verleiht dem Gericht eine wunderbar frische Note. Zufällig habe ich ein Rezept für Ossobuco auf dem Blog. Wen es interessiert, der kann mal hier klicken.
Schon beim Zubereiten von Gremolata kann ich gar nicht aufhören zu schnuppern – ich liebe den Duft der Mischung.

Ossobuco isst man aber ja (leider) nicht so oft. Dafür ist es doch ein bisschen aufwendig. Daher habe ich mir gedacht, ob man nicht eine etwas alltagstauglichere Verwendung für Gremolata finden könnte und habe ein Pesto daraus gemacht.

Ich habe es mit Nudeln und mit Kartoffeln ausprobiert, und beides schmeckte wirklich fantastisch.

gremolata pesto

Zutaten für 500 g Nudeln oder 1 kg Kartoffeln:

1 großes Bund Petersilie (ca. 70g ohne die dicken Stiele), kraus oder glatt ist egal
1-2 Knoblauchzehen (nach Geschmack)
100-120 ml Olivenöl
Saft von 1 Zitrone (am besten erstmal mit etwas weniger anfangen und dann nach Geschmack nachkippen)
etwas Salz und Pfeffer

Von der Petersilie die dicken Stiele abschneiden und in grobe Stücke schneiden. Knoblauch schälen und grob zerteilen.
Die Zutaten in einen hohen Rührbecher füllen und mit dem Pürierstab fein pürieren (ein Standmixer ist natürlich auch gut geeignet).
Mit Salz und Pfeffer würzen.

Wenn Ihr das Pesto für Kartoffeln nehmt, dann die weichgekochten und etwas abgekühlten Knollen am besten mit den Fingern grob zerdrücken/zerkleinern. So wird die Oberfläche der Stückchen etwas unregelmäßig und die Sauce bleibt besser haften. Noch etwas Salz zusätzlich für die Kartoffeln zugeben.

Tatar zu Hause machen – so einfach gehts

BÄM – ein echtes Knallerrezept habe ich heute für Euch. Öh, also, zumindest für die Nicht-Vegetarier unter Euch.

Kennt Ihr das, wie man Ewigkeiten (in manchen Fällen sogar jahrelang) um bestimmte Gerichte herumschleicht und sich nicht traut sie selber zuzubereiten? Obwohl man sie wirklich gerne isst und schon oft im Restaurant bestellt hat… Mir würden da zum Beispiel Muscheln einfallen, oder (aus der gleichen Familie) Spaghetti Vongole, bayerischer Schweinsbraten oder auch Crème Brûlée.
Jetzt lasst mich nicht im Stich. Bitte sagt mir nicht, dass es nur mir so geht!

Ich habe erst vor ganz kurzem mein erstes Tatar zu Hause „gekocht“. Irgendwie hatte ich immer ein bisschen Respekt vor diesem ganzen rohen Fleisch und Ei und dem Feingehacke. Dabei habe ich es mir aber jedes Mal im Café Paris bestellt (die Hamburger wissen Bescheid, mmmmh). Als ich im Herbst auf der eat&style war, habe ich gesehen, dass Lucki Maurer dort einen Tatar-Workshop anbietet und mich direkt angemeldet.

Und siehe da, seitdem gibt es auch zuhause manchmal Tartar. Leeecker! Mein Co-Gastgeber ist sehr happy darüber.

tatar nah

Man rechnet übrigens als Hauptgericht 150g Fleisch pro Person. Ich schreibe Euch diese Menge also einfach mal auf. Dann könnt Ihr selber hochrechnen. Bei Kapern, Sardellen und Gurken ist man flexibel. Das kann man ganz nach Geschmack machen.

150 g Rinderfilet (oder Rinderhüfte, haben wir auf der eat&style auch genommen)
2 Cornichons
2 Sardellen
einige Kapern
1/2 Schalotte
1 TL Senf
1 TL Ketchup
nach Geschmack 1 TL Cognac
Salz, Pfeffer, Zucker
1 Eigelb (von einem Bio-Ei, Größe S)
etwas Schnittlauch

Das Fleisch erst in gaaanz dünne Scheiben und dann in ganz kleine Würfel schneiden. Schneiden, nicht hacken, sagt Lucki. Und auf keinen Fall den Fleischwolf benutzen, denn dann wird alles matschig.
Gurken, Sardellen, Kapern und Schalotte ebenfalls so klein schneiden, wie Ihr könnt. Kurz vor dem Essen vermengt Ihr dann alle Zutaten schön und würzt mit Salz, Pfeffer und Zucker.

Anrichten kann man entweder freestyle wie auf dem Foto, oder Ihr nehmt einen Dessertring zu Hilfe. Ganz zum Schluss eine kleine Kuhle oben in das Fleisch drücken und das Eigelb hineingleiten lassen. Mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

Lucki hat bei dem Workshop übrigens einen für mich ganz entscheidenden Satz gesagt: das Fleisch kann man schon morgens klein schneiden, man darf es nur noch nicht würzen, da es sonst grau wird. Damit eignet sich Tatar also auch für Gäste. Morgens schnippeln, abends kurz vor dem Essen anrichten – so mag ich das.

Als Beilage eignen sich entweder geröstetes dunkles Brot/Sauerteigbrot oder POMMES und ein Salat. Ich sag ja – BÄM!

tatar pommes