Harry Potter und die unsichtbare Lammkeule

Tja, ähem, räusper…. also. Da ist wohl etwas schief gelaufen an Ostern.

Zum Abschluss des Wochenendes am Montag Abend wollte ich meine Familie mit einer schönen zarten Lammkeule beglücken. In Milch geschmort, Polenta und Salat dazu. Ein Gläschen Rotwein… So hatte ich mir das vorgestellt.

Während ich am späten Nachmittag in der Küche herumwerkelte, durften die Mädels einen Film schauen: Harry Potter, den 1. Teil. Das Buch hatten wir in den Skiferien gelesen, die Geschichte (inklusive Ende) war also bekannt, freigegeben ist der Streifen ab 6. So weit so gut.
Aber offensichtlich hatten wir allesamt die Macht der (Kino-)bilder unterschätzt. Bereits nach 30 Minuten hörte ich das erste zaghafte „Mama… kannst Du mal kurz kommen?“. „Ja klar, mein Schatz, ich bin sofort dahaa.“
Zum Glück waren die Vorbereitungen da schon abgeschlossen.
Schnell die Keule in den Ofen.
Der Bergtroll bedroht Hermine auf der Mädchentoilette.
Salat waschen und zupfen.
Kurz darauf: „Mamaaa. Das musst Du sehen!“
Aha, Harrys erstes Quidditchspiel.
Den Polentatopf bereitstellen, die Keule nochmal wenden und übergießen.
„MAMA!“ Voldemort trinkt Einhornblut. Gruselig!
„MAAAMAAA! Schnell!“ Der dreiköpfige Höllenhund, der den Stein der Weisen bewacht, ist echt unheimlich. Und ab da fand ich mich dann eingeklemmt zwischen zwei zitternden Mädchen (die auf einmal wieder ganz klein waren) auf dem Sofa wieder, ohne Chance nochmal in die Küche zu entwischen.

Wisst Ihr, wie lange der 1. Teil von Harry Potter geht? Genau: 146 Minuten!

Danach mussten also noch schnell die Polenta und die Salatsauce angerührt werden. Die Keule rief laut, dass sie jetzt aus dem Ofen wolle, und der Tisch war auch noch nicht gedeckt.

Was ich Euch mit der ganzen Geschichte sagen will?

ES GIBT KEIN FOTO! DAS HABE ICH VERGESSEN!

Aber da die Keule wirklich ausgesprochen lecker war (und noch dazu so unkompliziert, dass man sie während des Films zubereiten konnte), wollte ich Euch das Rezept trotzdem aufschreiben. Ich habe sie nicht zum ersten Mal gemacht, und es wird auch nicht das letzte Mal sein. Beim nächsten Mal fotografiere ich. Versprochen!

Zutaten für 2 Erwachsene und 3 Kinder oder 4 Erwachsene:

1 Lammkeule (ca. 1,5 kg)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
15 Schalotten
3 Knoblauchzehen
Schale von 1 Bio-Zitrone (in Streifen)
4 EL Olivenöl
3 Lorbeerblätter
400 ml Milch

Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Lammkeule rundherum mit Salz und Pfeffer einreiben. Schalotten und Knoblauchzehen schälen.
In einem Bräter oder einer großen Pfanne die Lammkeule rundherum scharf anbraten. Herausnehmen und in eine ofenfeste Form geben. Schalotten, Knoblauch, Zitronenschale und Lorbeerblätter um das Fleisch verteilen. Alles mit der Milch begießen und nochmal kräftig salzen und pfeffern.
Keule auf der unteren Schiene etwa 90-100 Minuten ohne Deckel schmoren. Zwischendurch wenden und mit der Milch begießen.

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