Sachertorte und das Gesetz von Angebot und Nachfrage

Sachertorte backe ich genau einmal im Jahr – und zwar zum Geburtstag von meinem Co-Gastgeber. Der liebt Sachertorte!

Durch die kalkulierte Verknappung des Angebots löst Sachertorte erstaunliche Emotionen aus. Ich kann mir sicher sein, meinem Mann zu seinem Ehrentag eine echte Freude zu bereiten, wenn er die Torte auf dem Frühstückstisch sieht (und das stimmt mich ja natürlich auch sehr froh), und mein Mann ruft oooh und aaah und leeeecker und hält mich jedes Jahr wieder für die tollste Ehefrau der Welt, weil ich mir solche Mühe für ihn mache. Cool, oder?
Denn Mühe macht die Sachertorte tatsächlich – und Zeit braucht sie auch. Der Biskuitboden muss gebacken werden und dann auch noch ordentlich abkühlen, bevor er zur Weiterverarbeitung durchgeschnitten werden kann. Dann wird das Kunstwerk gefüllt und mit Glasur übergossen, die ebenfalls wieder ziemlich lange erkalten/trocknen muss.

Im Umkehrschluss heißt das aber natürlich auch (und der aufmerksame Leser wird es schon beim Wort „Frühstückstisch“ geahnt haben) – die Torte eignet sich perfekt dafür, am Vortag zubereitet zu werden.

Und um die Sache mit der Nachfrage der Vollständigkeit halber auch noch zu klären. Der Co-Gastgeber fragte neulich, ob Sachertorte nicht auch eine Option für die Weihnachts-Kaffeetafel wäre… Ihr könnt Euch denken, was ich da geantwortet habe, oder?

sachertorte

Für den Biskuitboden:
7 Eier
170 g weiche Butter
120 g Puderzucker
Mark von 1 Vanilleschote
1 EL Rum
170 g Zartbitterschokolade
Salz
130 g Zucker
150 g Mehl

Für die Füllung:
100 g Zucker
5 EL Rum
Aprikosenmarmelade
200 g Marzipanrohmasse (oder eine runde Marzipandecke)

Für die Glasur:
160 g Zartbitterschokolade
100 g Sahne
2 EL Butter
4 EL Puderzucker

Die Eier trennen. Die Butter mit dem Puderzucker und dem Vanillemark cremig rühren. Die Eigelbe nach und nach unterrühren. Zum Schluss Rum untermischen.
Die Schokolade zerkleinern und über dem heißen Wasserbad schmelzen. Dann unter die Buttermasse mischen.
Die Eiweiße mit einer Prise Salz und Zucker steif schlagen und unter die Butter-Schokoladenmasse heben. Dann das Mehl untermischen.
Den Teig in eine gefettete Springform (Durchmesser 28 cm) füllen und im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad Ober-/Unterhitze auf der unteren Schiene 55-60 Minuten backen.
Den Kuchen kurz abkühlen lassen, stürzen und aus der Form lösen.
Vollständig abkühlen lassen, wieder umdrehen und zweimal quer durchschneiden, so dass drei gleich dicke Böden entstehen.

100 g Zucker mit 200 ml Wasser aufkochen, etwas abkühlen lassen und den Rum dazugeben.
Die unteren zwei Kuchenböden damit tränken und mit Aprikosenmarmelade bestreichen. Beide Böden aufeinander setzen. Den dritten Boden darauf setzen und etwas flach drücken.
Das Marzipan dünn ausrollen und mit dem Ring der Springform einen Kreis ausstecken – oder aus der fertigen Decke einen Kreis ausstechen (an dieser Stelle hört mein Ehrgeiz auf: ich nehme immer eine fertige Decke). Wenn Ihr Marzipan auf der Arbeitsplatte ausrollt, bestäubt sie am besten vorher mit Puderzucker, damit es nicht anklebt.

Die Torte rundum dünn mit Marmelade bestreichen, mit dem Marzipan belegen und auf ein Kuchengitter setzen.

Für die Glasur die Schokolade hacken. Die Sahne mit Butter und Puderzucker aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und die Schokolade unter Rühren darin schmelzen.
Die Torte mit der Glasur überziehen und die überschüssige Masse ablaufen lassen. Dann auf eine Tortenplatte setzen und die Glasur fest werden lassen.

sachertortestück

Dies ist mein Beitrag zur aktuellen Runde #ichbacksmir von tastesheriff.

ichbacksmir

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Ein Gedanke zu “Sachertorte und das Gesetz von Angebot und Nachfrage

  1. Oh, wie lecker! Sachertorte mag ich auch sehr gerne, selbst habe ich mich allerdings noch nie an sie herangetraut. Eine schöne Geburtstagstradition. 😉
    Liebe Grüße,
    Sarah

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