Keine Angst vor Hefe – Zopf für den Osterfrühstückstisch

Entgegen aller Vorurteile ist Hefe wirklich nicht zickig!

Sooo oft habe ich diesen Zopf schon gebacken – und er ist jedes Mal klasse geworden (kommt da eigentlich das Wort Klassiker her?). Leicht und fluffig, mit schönem Buttergeschmack und außerdem einer leicht herb-fruchtigen Note durch die Orangenschale. Da ich nicht allzu viel Zucker verwende, kann man auch gut ein Stück Käse oder einen luftgetrockneten Schinken dazu essen (also mal abgesehen von hartgekochten Eiern natürlich).

Falls Ihr jetzt schon hektisch hoch- und runterscrollt – nein, das Foto habe ich nicht vergessen. Es gibt keins! Als ich das letzte Mal diesen Hefezopf gebacken habe, hatte ich noch keinen Foodblog. Da habe ich mein Essen noch nicht fotografiert, sondern einfach nur genossen…

Ich gebe zu, meine Familie ist schon manchmal genervt, wenn alle am Tisch in den Startlöchern sitzen und Mama erst noch den Hintergrund richten muss, Besteck und Tücher aus den Schubladen nestelt, über das Licht lamentiert und nach dem richtigen Winkel fahndet, bis das erlösende Geräusch kommt: klick klick klick.

Update vom 27.3.2016: Auch dieses Jahr habe ich zu Ostern wieder meine Familie mit einem Hefezopf beglückt. Deswegen gibt es nun diesen Text doch mit Foto (das ich aber erst nach dem Frühstück gemacht habe…)

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Aber jetzt das Rezept (plus Hefe-Handling-Tipps, mit denen nichts mehr schiefgehen kann):

500 g Mehl
1 Pk. Trockenhefe
250 ml Milch
125 g Butter
1 Ei (Kl. M, Zimmertemperatur)
eine Prise Salz
75 g Zucker
1 EL abgeriebene Orangenschale (oder 1 Pk. Natürliches Orangenschalen Aroma von Dr. O)
Mark von 1 Vanilleschote (oder ein paar Umdrehungen aus einer Bourbon Vanille Mühle)
1 Eigelb und 1 EL Milch zum Bestreichen

Mehl und Hefe in einer Schüssel mischen. Lauwarme Milch, weiche Butter, Ei, Salz, Zucker, Orangenschale und Vanillemark zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Ich mache das immer zuerst mit den Knethaken des Mixers (solange bis die Mischung nicht mehr ganz so matschig ist) und dann mit den Händen.
Zugedeckt mindestens 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig nochmal durchkneten, in drei Stücke teilen und diese zu etwa 40 cm langen Rollen formen. Zu einem Zopf flechten und auf ein Blech mit Backpapier setzen.
Eigelb und 1 EL Milch verquirlen, den Zopf damit bestreichen (wer mag, kann noch Hagelzucker oder Sesam darüber streuen) und bei Umluft 150 Grad 30-40 Minuten backen.

Zwei Sachen, auf die Ihr achten müsst:
1. Hefe ist sowohl wärme- als auch kälteempfindlich. Die Milch muss unbedingt LAUwarm sein. Wenn sie zu kalt ist, geht der Teig nicht richtig auf. Wenn sie zu heiß ist, wird die Hefe abgetötet (und geht auch nicht mehr auf). Nehmt auch das Ei vorher aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur annehmen kann.

2. Man kann dem Teig im Nachhinein Mehl zufügen, wenn er zu feucht ist. Man kann aber keine Flüssigkeit dazugeben, wenn er zu trocken ist. Dann wird er so ganz komisch zäh. Also Augen auf beim Abmessen.

PS: Man kann Hefeteig auch schon am Vorabend kneten. Längeres Gehen schadet ihm überhaupt nicht. Dann solltet Ihr ihn aber über Nacht in den Kühlschrank stellen. Und morgens braucht er dann ein paar Minuten, bis er wieder etwas wärmer und gut zu verarbeiten ist.

PPS: Eigentlich wollte ich den Hefezopf gestern tatsächlich nochmal für Euch backen, aber nachdem meine Jüngste dringend Hasenkekse für die Hort-Osterfeier brauchte, war keine Butter mehr im Kühlschrank und bei seitlichem Schneeregen und gefühlten -12 Grad hatte ich keine Lust mehr, nochmal aus dem Haus zu laufen. Tja…

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