Entspannte Ostern, die dritte: Lammkeule Casablanca plus Lesetipp

Freitag Abend: 3 Gänge für 10 Personen – und trotzdem habe ich am Nachmittag sogar noch das Buch fertig gelesen, das mich in den letzten Wochen wirklich sehr beschäftigt hat. Aber dazu später mehr…

Passend zur Jahreszeit gab es Lammkeule als Hauptgericht – nordafrikanisch angehaucht mit Kichererbsen und Ras el Hanout. Ras el Hanout heißt frei übersetzt „Chef des Ladens“ und hat seinen Ursprung wahrscheinlich daher, dass jeder Inhaber eines marokkanischen Gewürzladens seine persönliche Mischung hergestellt hat. Die Mischung, die ich zu Hause verwende, beinhaltet Curry, Koriander, Cumin, Paprika, Salz, Fenchel, Piment und Pfeffer.

Das zarte Lammfleisch zusammen mit der leichten Süße von Möhren, Datteln, Tomaten und Zimt und der exotischen Schärfe von Ras el Hanout und Chili war wirklich eine tolle Kombination.

lammkeule

Für 10 Personen braucht Ihr folgende Zutaten:

2 Lammkeulen á 1,2 kg
Olivenöl
5 mittelgroße Zwiebeln, gewürfelt
4 Knoblauchzehen, fein gehackt
3 Dosen geschälte, gehackte Tomaten (á 400 g)
2 TL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)
1 TL Zimt
5 Lorbeerblätter
3 getrocknete Chilischoten (zerbröselt)
5 mittelgroße Möhren, grob gewürfelt
2 Dosen Kichererbsen, kalt abgebraust
25 Datteln, entsteint und halbiert
Salz, Pfeffer
2 TL brauner Zucker
Ras el Hanout

4 EL Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln darin anschwitzen. Knoblauch zugeben, kurz mit anschwitzen. Tomaten, Kreuzkümmel, Zimt, Lorbeerblätter und Chili zufügen. Kräftig durchrühren. Möhren, Kichererbsen und Datteln zugeben. Sauce etwa 1 Stunde leise köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und braunem Zucker abschmecken.

Diesen Teil habe ich bereits am Vormittag erledigt.

Die Lammkeulen von Fett und Sehnen befreien und von allen Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die Keulen nacheinander in jeweils 3 EL Olivenöl in einem Bräter anbraten. Anschließend mit Ras el Hanout einreiben.
Vorbereitete Sauce in den Bräter geben, Lammkeulen einlegen. Bräter zugedeckt für etwa 3 Stunden in den auf 150 Grad vorgeheizten Backofen schieben.

Das habe ich so gegen 18 Uhr gemacht. Danach hatte ich dann ganz gemütlich Zeit, den Tisch zu decken und zu duschen. Und um kurz nach 9 war alles fertig.

Zum Servieren das Fleisch in Scheiben schneiden, auf eine Platte legen und mit der Sauce übergießen.

Als Beilage habe ich Minzcouscous gemacht.
Dafür habe ich 750 ml Wasser in einem Topf aufgekocht und 3 TL Gemüsebrühe und 500 g Couscous eingestreut (genau bevor ich das Fleisch herausgeholt habe). Dann muss es nur noch 10 Minuten quellen (Topf von der Platte nehmen). 2 EL Olivenöl zugeben, mit einer Gabel auflockern, mit etwas Salz abschmecken und 1 Bund gehackte Minze zufügen. Fertig. So bringt ihr ganz easy alles gleichzeitig auf den Tisch.

Und jetzt verrate ich Euch noch, welches Buch ich am Nachmittag fertig gelesen habe: es war „Der Distelfink“ von Donna Tartt. Dort geht es um die Geschichte eines Jungen, der im Alter von 13 Jahren seine Mutter verliert und um seinen weiteren Lebensweg angesichts dieses traumatischen Erlebnisses. Sicher keine leichte Kost und stellenweise sehr beklemmend, über 1000 Seiten lang. Aber eben auch sehr fesselnd. Ich musste am Freitag unbedingt noch wissen, wie es zu Ende geht.

Und noch ein Nachtrag: das Rezept für diesen Beitrag stammt von Christian Jürgens und wurde im SZ Magazin veröffentlicht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s